Erschossener Wolf: Polizei ermittelt gegen niederländischen Jäger. (Bild: dpa/Pleul)
Bild: ZB/dpa/Pleul

In Brandenburg erschossener Wolf - Polizei ermittelt gegen niederländischen Jäger

Die Brandenburger Polizei ermittelt gegen einen Jäger aus den Niederlanden, der vor zwei Wochen einen Wolf erschossen hat. Gegen ihn werde wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt, teilte die Polizeidirektion West am Montag mit. Für die Vernehmung des Mannes habe man die niederländischen Kollegen um Unterstützung gebeten.

Während Treibjagd getötet

Das Tier wurde nach Angaben der Polizei am 21. Januar während einer Treibjagd im Waldgebiet Rädigke der Gemeinde Rabenstein/Fläming (Landkreis Potsdam-Mittelmark) getötet. Nach Zeugenaussagen soll der Wolf zuvor Jagdhunde angegriffen haben. Das tote Tier wird derzeit im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht. Ein Bericht, in dem auch mögliche Krankheiten aufgeführt werden sollen, werde nächste Woche vorliegen, teilte das Landesamt für Umwelt (LFU) mit.  

Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart. Seit 1990 wurden dem LFU nach eigenen Angaben 119 tote Wölfe gemeldet; 17 davon wurden illegal geschossen, 87 starben im Straßenverkehr. Erst am Freitagabend wurde ein Wolf in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) von einem Auto angefahren. Nachdem ein Tierarzt das Tier zunächst gerettet hatte, wurde es inzwischen eingeschläfert.

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11 Kommentare

  1. 11.

    Das ist eine gute Nachricht. Ich hoffe, die Strafe für den Abschuss des Wolfs wird nachhaltig sein. Der RBB wird darüber berichten.

  2. 10.

    @ Klartext: Der betroffene Jäger befand sich aufgrund einer Jagdeinladung in Deutschland. Nirgendwo ist aus den Quellen ersichtlich, dass er "sich wie ein reicher Grundherr" aufgeführt habe. Dass er keine Trophäe erbeuten sondern die Jagdhunde schützen wollte, ergibt sich neben den Zeugenaussagen auch daraus, dass die Jagdleitung selbst die Anzeige gestellt hat.

  3. 9.

    @ Fatem: Woher kennen Sie jetzt schon das Ergebnis des Verfahrens? Die zuständigen Stellen werden hier streng nach den gesetzlichen Regeln vorgehen. Im Übrigen ist es unzutreffend, von einem "wilden Jägersmann" der "nach dem Motto erst schiessen und dann schauen" handeln soll, zu schreiben. Vielmehr war es nach Zeugenaussagen so, dass der Wolf seinerseits Jagdhunde angegriffen und der Jäger möglicherweise im rechtfertigenden Notstand gehandelt hat.

  4. 8.

    @ Der, der nimmer lacht: Der Wolf hat nach Zeugenaussagen Jagdhunde angegriffen, insofern könnte ein Fall des rechrfertigenden Notstandes vorliegen. Im übrigen verhält sich die Jägerschaft höchst verantwortungsvoll auch im Umgang mit Wölfen, was dadurch belegt wird, dass die Anzeige von der Jagdleitung ausging.

  5. 7.

    @ Fatem : Was Sie da schreiben, sieht mir nach(sogar doppelter) Vorverurteilung aus. Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind durch blöde Umstände nach Meinung Hinzugekommer irgendeiner verwerflichen Tat verdächtig, in Wahrheit aber völlig unbeteiligt gewesen. Der Täter ist schon weg, Sie nicht. Ist da die Unschuldsvermutung nicht ein wunderbares Rechtsprinzip? Einer Tat erst dann schuldig zu sein bei stichhaltigem Nachweis? - Haben Sie mehr als Argwohn oder einen Verdacht bei der Hand? Würden Sie sich wünschen, dass so über Sie geurteilt würde? Na bitte. Lesenswert ist die Goldene Regel, vgl Wikipedia.

    Viel Vergnügen noch in Ihrem Gastland!

  6. 5.

    Liebe (r) Watch,

    hier sind bis auf einen Kommentar alle freigeschaltet. Der verstieß gegen unsere Netiquette, aber stammte nicht von Ihnen. Deswegen muss das Ganze untergegangen sein. Wenn Sie ihn nochmal posten und er nicht gegen unsere Netiquette verstößt, können wir ihn selbstverständlich gerne freischalten.

    Freundliche Grüße

  7. 4.

    @rbb24 Heute früh hatte ich eine Antwort den Autor des ersten Kommentars formuliert und an Sie abgeschickt. Der Text entsprach Ihren Regeln, gleichwohl sehe ich ihn nicht veröffentlicht. Ist er übersehen oder ignoriert worden?

    Bitte nochmals gucken. Dankeschön.

  8. 3.

    17 tote Wölfe, illegal getötet von schwer bewaffneten Mitbürgern, die es eigentlich besser wissen müssten: Von sogenannten "Jägern". Warum treten diese Fälle von Blindheit in Bezug auf den Wolf immer wieder auf? Oder werden diese Taten vorsätzlich begangen?

  9. 2.

    Die Holländer verhalten sich wie reiche Grundherren in Deutschland,im eigenen Land gibt es strenge Gesetzesvorschriften,nur hier können sie machen was sie wollen,ihre Gülle wird unter Gefärdung des Grundwassers hier verkippt. Das Schießen des Wolfes stufe ich als Tropfäenjagd ein,Er wollte das Fell des Wolfes.,der Angriff auf die Hunde ist dabei nur Alibi.

  10. 1.

    Es geht aus wie immer: NICHT NACHPRUEFBARE ARGUMENTE, weil ALLE ZUSAMMENHALTEN - oder? Kleine Geldbusse (wenn ueberhaupt)?! Bis zum naechsten Mal , nach dem Motto........< ERST SCHIESSEN UND DANN SCHAUEN....>! Uebrigens, in unserem Gastland sind geschuetzte , wilde Tiere auch wirklich VOM GESETZ GESCHUETZT - ein "wilder Jaegersmann" kommt hier nicht so einfach , mit durchsichtigen Entschuldigungen, davon. Das ist auch GUT SO>

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