Marvin N. (links) und Hamdi H. (r.) stehen am 26.03.2019 in einem Gerichtssaal und warten auf ihr Urteil.
Video: Abendschau | 26.03.2019 | Norbert Siegmund | Bild: dpa/Paul Zinken

Gericht verhängt lebenslange Haft - Berliner Ku'damm-Raser erneut wegen Mordes verurteilt

"Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt": Die beiden sogenannten Ku'damm-Raser sind erneut wegen Mordes verurteilt worden. Doch abgeschlossen ist der Fall damit noch nicht.

Im Prozess um ein tödliches Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm sind die beiden Beschuldigten erneut wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte am Dienstag lebenslange Haft gegen die beiden Angeklagten. Es folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die inzwischen 27 und 30 Jahre alten Fahrer in ihren hochmotorisierten Autos den Tod eines unbeteiligten 69-Jährigen billigend in Kauf nahmen, also mit bedingtem Tötungsvorsatz handelten.

"Was geschah, hatte mit Fahrlässigkeit nichts zu tun", sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag. "Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt." Die Raser seien selbstverliebt und rücksichtslos gewesen, ihre Fahrzeuge hätten sie förmlich vergöttert. Die Raserei auf dem Ku'damm, nicht auf einer einsamen Dorfstraße, das sei der Kick gewesen, so der Vorsitzende Richter. "Egal - nur kein Gesichtsverlust. Menschenleben? Egal."

In seinem Schlusswort hatte der 30-jährige Angeklagte vor Gericht eingeräumt, er würde "gern ungeschehen machen, was geschehen ist". Auch der jüngere Angeklagte hatte betont, er wolle sich aufrichtig entschuldigen.

Bis zu 170 km/h schnell

Die beiden Verurteilten hatten sich in der Nacht zum 1. Februar 2016 mitten in der Berliner City West ein illegales Autorennen auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße geliefert. Sie fuhren dabei, so ein Gutachten, bis zu 170 Kilometer in der Stunde. Mit ihren hochmotorisierten Autos rasten sie über elf Kreuzungen mit mehreren roten Ampeln. An der Kreuzung Nürnberger Straße stieß der ältere der beiden Angeklagten mit einem unbeteiligten Jeep, der bei Grün anfuhr, zusammen. Dessen Fahrer starb noch am Unfallort in seinem Wagen. Der Sohn des getöteten Fahrers trat im Prozess gegen die beiden Raser als Nebenkläger auf.

Unfallstelle der "Ku'damm-Raser" im Februar 2016 (Quelle: rbb)
Die Unfallstelle im Februar 2016 | Bild: rbb

Erstes Urteil aufgehoben

Das Gerichtsurteil vom Dienstag fiel in der dritten Auflage des Prozesses. Eine andere Strafkammer des Berliner Landgerichts hatte gegen die beiden Angeklagten im Februar 2017 zwar deutschlandweit zum ersten Mal in einem Raser-Fall lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verhängt, doch die Entscheidung hatte keinen Bestand: Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil im März 2018 auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Der BGH sah den bedingten Tötungsvorsatz nicht ausreichend belegt und begründet. Ein zweiter Prozess im Sommer 2018 platzte wegen möglicher Befangenheit der Richter.

Anders als im ersten Urteil ging die jetzige Strafkammer nicht von einem, sondern drei Mordmerkmalen aus. Die schweren Autos seien zu gemeingefährlichen Mitteln geworden, zu unbeherrschbaren Projektilen. Der 69-Jährige sei arg- und wehrlos gewesen, die Tat somit heimtückisch. Zudem würden niedrige Beweggründe vorliegen - "es ging ihnen um die kurzfristige Befriedigung des Raser-Egos."

Aktuelles Urteil: Tötungsvorsatz in drei Etappen

Außerdem ging die jetztige Strafkammer - anders als die im Februar 2017 - von einem bedingten Tötungsvorsatz aus, der sich in Etappen entwickelte habe - von einem Stechen zu einem Rennen. 90 Meter vor der Kreuzung habe der 27-Jährige erkannt, dass er noch hätte stoppen können. Kurzzeitig habe er den Fuß vom Gas genommen und sei dann doch weitergerast. "Sie wollten das Rennen um jeden Preis gewinnen" - selbstverliebt und rücksichtslos. Bei dem älteren Angeklagten sei der Vorsatz wohl schon früher gefasst worden, weil dieser konstant Gas gegeben hatte. 

Die Kammer ordnete an, beiden Männer ihre Fahrerlaubnis zu entziehen. Sie spricht außerdem eine fünfjährige Führerscheinsperre aus.

BGH: Zeitpunkt für Tötungsvorsatz zu spät

Bei dem Urteil vor mehr als zwei Jahren war das Landgericht davon ausgegangen, dass erst eine Sekunde vor der Tat ein entsprechender Tötungsvorsatz gefasst wurde. Als die Männer in die Unfallkreuzung hineinfuhren, hatten sie nach Feststellung des Landgerichts keine Möglichkeit mehr, den Unfall zu verhindern. Diesen Zeitpunkt erachtete der BGH allerdings als zu spät, um noch aktiv einen Vorsatz zu fassen.

Aber auch mit dem aktuellen Urteil vom Dienstag ist der Fall noch nicht zu Ende: Ein Verteidiger erklärte gleich nach Verhandlungsende, er habe bereits Revision eingelegt. Dann muss sich der Bundesgerichtshof erneut damit auseinandersetzen.

Die Richter der 32. Kammer des Landgerichts am 26.03.2019 beim Urteil zum so genannten Ku'Damm Raser Prozess mit dem Vorsitzendem Richter Matthias Schertz. (Quelle: rbb/Ulf Morling)
Die Richter am Berliner Landgericht mit dem Vorsitzendem Richter Matthias Schertz (2.v.r.) bei der Verkündung des erneuten Mordurteils im so genannten Ku'Damm-Raser-Prozess | Bild: rbb/Ulf Morling

Verteidigung hatte auf fahrlässige Tötung plädiert

Die Staatsanwaltschaft hatte im dritten Prozess wieder lebenslange Haft für beide Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes gefordert. Die Verteidigung hingegen hatte, weil die beiden Angeklagten den Autofahrer nicht vorsätzlich umgebracht hätten, auf fahrlässige Tötung und ein Strafmaß von maximal fünf Jahren Haft plädiert. Die Männer, die der Raserszene angehörten, seien nicht einmal angeschnallt gewesen. Und sie hätten niemals eine Beschädigung ihrer Autos riskiert, so die weitere Argumentation, auch das schließe den Vorsatz aus.

Seit drei Jahren sitzen die beiden Angeklagten in Untersuchungshaft.  

Der Sohn des Opfers, Maximilian Warshitsky, zeigte sich nach der Verhandlung zufrieden. Das Urteil sei vollkommen richtig. Er hatte den Prozess als Nebenkläger verfolgt. Doch keine Strafe der Welt könne die Trauer um seinen Vater aufwiegen.

Innensenator: Es braucht "ganze Härte des Rechtsstaats"

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) begrüßte am Dienstag das neuerliche Mordurteil. "Menschen, die  unsere Straßen rücksichtslos für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen, müssen die ganze Härte des Rechtstaates zu spüren bekommen", sagte er laut einer Mitteilung. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass "profilierungssüchtige Raser" mit dem Leben der anderen spielten und deren Tod billigend in Kauf nähmen. "Wenn das Auto zur Waffe wird, muss der Staat einschreiten und die Bedrohung von der Straße holen." 

Nach dem tödlichen Unfall habe die Polizei ihre Verkehrsüberwachungsmaßnahmen deutlich intensiviert, vor allem in der City West und den Autobahnen im Stadtgebiet, hieß es in der Mitteilung. Dabei seien im vergangenen Jahr 279 Verfahren wegen illegaler Autorennen eingeleitet und 164 Kraftfahrzeuge sowie 130 Führerscheine eingezogen worden. Laut Statistik ermittelte die Polizei in Berlin seit Beginn der neuen Regelung bis Ende 2018 wegen 298 illegaler Autorennen. Laut Justizverwaltung kommt statistisch gesehen jeden Tag in Berlin mehr als ein neues Strafverfahren wegen Raserei hinzu.

Oberstaatsanwalt hofft auf Signalwirkung

Berlins Oberstaatsanwalt Ralph Knispel hofft, dass das Mordurteil im Raser-Prozess auch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) Bestand hat. In der rbb-Abendschau sagte Knispel, er gehe zwar davon aus, dass man die Entscheidung beim BGH kritisch sehen werde. Trotzdem hoffe er, dass sich die BGH-Richter der Urteilsbegründung des Landgerichts anschließen. Dann könne die Entscheidung aus Berlin Siganlwirkung haben, sagte Knispel. Er wünsche sich, dass vergleichbare Fälle zukünftig bundesweit ähnlich geahndet werden.

GdP: Urteil soll BGH-Revision standhalten

Auch die Gewerkschaft der Polizei Berlin äußerte sich positiv zu dem Urteil. "Wir hoffen, dass die Begründung dieses Mal auch einer zu erwartenden Revision vor dem Bundesgerichtshof standhält. Wer mit extremer Geschwindigkeit und ohne Rücksicht auf Verluste über mehrere rote Ampeln rast, nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf und setzt sein Fahrzeug als gemeingefährlichen Gegenstand ein", teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit.

Die Berliner AfD- und die FDP-Fraktion befürworteten das erneute Mordurteil gegen die Raser ebenfalls. Das Berliner Landgericht habe damit "Justizgeschichte geschrieben", sagte Holger Krestel, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Inzwischen können Teilnehmer an illegalen Autorennen härter bestraft werden. Seit Herbst 2017 gibt es im Strafgesetzbuch den Paragrafen 315d: Danach können illegale Autorennen als Verbrechen eingestuft werden, auf das bis zu zehn Jahre Gefängnis stehen. Der neue Paragraf wurde jedoch nach dem Berliner Ku'damm-Fall eingeführt - er kann daher nicht auf ihn angewendet werden.

Video: rbb|24 | 26.03.2019

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Antwort auf [Christoph] vom 26.03.2019 um 16:18
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135 Kommentare

  1. 135.

    Zwei junge Männer müssen verdient ins Gefängnis. Dort können sie zu verantwortungsbewußten Menschen heran reifen, lernen, arbeiten, sich beweisen-die Zeit dort sinnvoll nutzen. Und sind dann noch jünger wenn sie raus kommen, als das durch ihre Raserei ums Leben gekommene Opfer. Dann ist ja genug Zeit, ihre 2. Chance im Leben zu nutzen. Wo ist das Problem?

  2. 133.

    @ Thomas märz

    "bein jünger Mann"? Was genau soll denn das heißen?
    "-ihr seit so erbärmlich!!" seit wann?

    Jetzt inhaltlich:
    Das sind ziemlich unverschämte Vorwürfe. Da ist ein Mann gestorben, weil zwei andere aus Geltungsdrang ein lebensgefährliches Rennen in der Innenstadt gefahren sind. Und Sie werfen jetzt uns, den Richtern, und der Mehrheit der Kommentatoren vor, dass *wir* uns daran "aufgeilen", dass diese Mörder nun wohl für einige Zeit ins Gefängnis müssen?
    Aber ihr Opfer ist dann egal oder was?

    Kann es sein, dass Sie hier einfach nur sauer sind, dass Ihre Raserkollegen, und vielleicht irgendwann auch Sie auf einmal mit ernsteren Konsequenzen für das Gefährden (und Auslöschen) von Menschenleben rechnen müssen?
    Dann: Gut!
    Dann hat das Urteil bereits angefangen, etwas zu verändern.

  3. 132.

    Lächerlich?
    Lieber Herr Brunner, wenn man hier hunderte von Kommentatoren, und gleich zwei Richter-Teams, die mit guten Begründungen zu einer Verurteilung wegen Mordes gelangt sind, "lächerlich" nennt, sollte man zumindest Argumente vorbringen können.
    Aber das ist wohl etwas zu viel verlangt von jemandem, der "vordert" und viel zu viele Satzzeichen benutzt.

  4. 131.

    Ein doppelt sinnvolles Urteil:
    1. Es sind in der Tat drei Mordkriterien erfüllt, wobei der bedingte Vorsatz sicher am schwersten wiegt.
    Bereits im ersten Urteil war die Argumentation - in der Innenstadt bis zu 170 km/h fahren ist wie auf dem Weihnachtsmarkt in die Menge zu schießen: man muss mit Toten rechnen, und sie in Kauf nehmen, sonst kann man so etwas nicht durchziehen - überzeugend.
    2. Die lebensgefährliche Fahrweise einiger Autofahrer konnte sich erst entwickeln, weil im Autoland Deutschland so ziemlich alles was man mit einem Auto anstellen kann viel zu milde bestraft, und ganz oft sogar nur als Ordnungswidrigkeit geahndet wurde.
    Schwarzfahren: Straftat, aber betrunken mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Innenstadt brettern: Ordnungswidrigkeit. Wiederholtes Schwarzfahren bringt Tausende ins Gefängnis, aber das Gefährden von Menschenleben durch *mal schnell Whatsapp-Nachrichten checken am Steuer des 2,5t SUVs* gibt wenn's hochkommt 30€ Strafe und einen Punkt.

  5. 130.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn dieses Urteil rechtskräftig bleibt, was auch ich mir wünsche, dann kommen diese Täter bei guter Führung nach etwas 10-15 Jahren frei und können ihre zweite Chance dann auch unter Beweis stellen.

  6. 129.

    Joa...eine zweite Chance kann dann irgendwann her. Diese muss sich aber jeder Mensch erst verdienen. Besonders diejenigen, die anderen solches Leid zugefügt haben. Bisher haben Beide aber keinen einzigen Anlass geboten, dass man ihnen glauben könnte, dass sie bereuen, verstehen und sich wahrhaftig ändern möchten. Also dreschen Sie nicht solche Phrasen. Nichts mit "aufgeilen". Es tut einfach gut, dass sie bestraft werden. In anderen Ländern völlig normal, hier wird ein riesiges Theater drum gemacht. Peinlich genug. Zeit für wichtige Themen.

  7. 128.

    Ich begrüße das Urteil sehr. Und komme mir dabei nicht einmal erbärmlich vor. Auch der Jeep-Fahrer hatte eine Chance verdient, nämlich bei GRÜN heil über die Kreuzung zu kommen. Diese Chance haben ihm zwei irre Raser genommen.
    @ThomasMärz: Hier noch ein kleiner Tipp: https://www.seid-seit.de/
    Vom Rest fangen wir besser gar nicht erst an.

  8. 127.

    ich glaube alle die hier für Lebenslang stimmen -geilen sich drauf auf das jetzt bein jünger Mann 15Jahre ins Gefängnis muss -ihr seit so erbärmlich!! (ihr freut euch über das Leid anderer! Auch dieser Mensch hat eine chance verdient
    Dieses Urteil wird nichts ändern-garnichts -ich hoffe es wird wieder aufgehoben.

  9. 126.

    Ich will dabei noch ergänzen, dass "Ignorieren" nicht etwa ein bloßes Laufen-LASSEN meint, sondern eine Verhaltensänderung in Richtung Beschleunigung an den Tag gelegt wurde. Deshalb ist das Unterstellen einer (bloßen) Fahrlässigkeit ein Verkennen der Motive, angesichts des Umstandes, dass die Möglichkeit des Bremsens bestanden hat. Auch der Bremsweg hätte ausgereicht.

  10. 125.

    Der bedingte Vorsatz stützt sich auf die Tatsache, dass trotz roter Ampel nicht gebremst, sondern sichtbar das rote Ampellicht ignoriert wurde. Das nicht etwa in einem Gewerbegebiet, sondern in einem hochverdichteten Gebiet einer Millionenstadt. Da muss schon jemand gehörig in einem "B-Film", eigentlich sogar in einem "Z-Film" gelandet sein, um anzunehmen, dass niemand den Weg kreuzt.

    Es ist genau diese Ignoranz angesichts der vorfindbaren Lage, auf der sich der bedingte Vorsatz und damit die Mordanklage stützt.

  11. 124.

    Urteil schon veröffentlicht? Hab vor es zu lesen, um mir dann ein Urteil zu erlauben.

  12. 123.

    Natürlich hat das nichts mit Rechts oder Links zu tun. Da gehen wohl etwas die Pferde mit ihr durch ;-) Das ist Unsinn. Dass so viele Menschen das Urteil begrüßen ist m.E. eine Form der Erleichterung, dass in diesem Autofahrer-Rüpel-Raser-Paradies Deutschland endlich ein Zeichen gsetzt wird. Nirgends sind die Gesetze so lasch und Strafen so gering. Wir „Normalos“ halten uns brav an die Regeln und müssen permanent dabei zuschauen, wie einige Andere das eben nicht tun und sich aggressiv-egoistisch im Strassenverkehr gebärden. Und sie gefährden damit andere, sind aber leider nicht fähig oder dazu bereit, das zu erkennen. Polizeipräsenz auf der Strasse ist gegen Null. Und nun dieses Urteil. Es tut gut. Und ich gebe zu, dass mich juristische Belehrungen, warum das ein Präzedenzfall sei und möglicherweise anfechtbar, kalt lassen. Der Mensch hat neben seinem Verstand halt auch Gefühle, was man bei den Herren Rasern bisher leider völlig vermisst. Empathie gibt‘s nicht. Es tut ihnen auf einmal leid? Glaube ich sogar. Aber nur für sie selber, weil sie so hart bestraft wurden.

  13. 122.

    " Andrea " entweder können Sie es nicht verstehen oder Sie wollen es nicht verstehen.

    Strafgesetzbuch, § 211 Mord : " Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstrieb, aus Habgier oder sonst niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet "

    " Niedrige Beweggründen " hier bei den Beiden, waren Raser Ego, mein Auto ist schneller....etc....

    " Heimtückisch " Das Opfer arglos war, wenn er bei " Grün " fährt, dass es dabei ums Leben kommt...…

    " gemeingefährliche Mittel " hier das Auto, dass in der Innenstadt mit 170 km/h, über zig Rote Ampel fährt..


    Alle Mordmerkmale sind hier gegeben. Bleibt zu hoffen, dass das Urteil bestätigt wird. Eine vorzeitige Entlassung, wegen guter Führung nach 10-12 Jahren, darüber könnte man nachdenken.

  14. 121.

    Liebe Andrea! Die Botschaft ist angekommen. Sie halten das Urteil für nicht angemessen, alle anderen haben keine Ahnung und alle, die das Urteil begrüßen, sind Faschos. Ein relativ einseitiges und unreflektiertes Weltbild, das ist aber Ihre Sache. Jeder darf hier seine Meinung äußern, leider auch 20 Mal und wenn er andere beleidigt. Nun sollte aber auch langsam mal gut sein, entspannen Sie sich mal wieder, ist nicht gut für den Blutdruck^^ Was ich mir gewünscht hätte ist ein wenig mehr Verständnis von Ihnen für das (die) Opfer und die Akzeptanz, dass man natürlich auch von Emotionen geleitet, mit dem Ausgang des Prozesses zufrieden sein möchte. Das ist vielen eine Genugtuung, auch weil wir bald täglich solchen, oder ähnlichen, verantwortungslosen und egoistischen Verkehrs-Terroristen ausgesetzt sind. Das wird sich auch durch Ihr „Geschrei“ nicht ändern. Sie hoffen nun auf eine Milderung der Strafe durch den BGH, ich nicht. Damit solche instabilen Charaktere zumindest Respekt vor dem Gesetz bekommen, wenn sie ihn schon nicht vor der Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer haben. Alles wird gut!

  15. 120.

    @Andrea, warum verteidigen Sie hier derart vehement Ihr Nichtwissen? Weder waren Sie bei der Verhandlung dabei, noch sind Ihre Aussagen hier rechtlich zu untermauern. Sie können gerne Ihre Ansicht haben, aber bitte versuchen Sie diese doch nicht als juristisches Wissen zu verkaufen.

  16. 119.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:10 Uhr:
    "Aber: der Vorsatz ist nicht erwiesen. Und damit fällt der Tötungsvorsatz und auch das aus der Begruendung vom Gericht mit dem gemeingefährlichen Mittel fällt raus weil das Auto kein gemeingefährliches Mittel ist sondern das Problem sitzt hinter dem Steuer und heißt Autofahrer. Und dass ist nicht wirr!!"

    Das ist Ihre laienhafte Meinung, mehr nicht!

    Sie reden vom Strafrecht wie der Klempner von der Herz-OP.

    Ein auf 170 km/h beschleunigtes Auto, welches über eine rote Ampel fährt ist natürlich ein gemeingefährliches Mittel! Mittel sind immer nur in ihrer konkreten Anwendung gemeingefährlich. Das Problem ist immer der Mensch, der dieses Mittel benutzt, nie das Mittel. Das Mittel wird auch nie bestraft, sondern der Mensch, der es benutzt.

    Es macht einen Unterschied, ob jemand einen anderen mit seiner Faust, mit einem Messer, mit einem Auto oder gar mit einer Bombe angreift.

  17. 118.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:10 Uhr:
    "Nein ich rede nicht wirr sondern ich halte mich schlicht an die Fakten und an die Gesetze und dass tun andere hier nicht."

    Das ist falsch!

    Sie halten sich nicht an die Fakten, sondern beziehen sich lediglich auf Pressemeldungen, denn Sie waren NICHT im Gerichtssaal, haben NICHT die Zeugen und Sachverständigen gehört!

    Dass Sie als juristischer Laie vom geltenden Strafrecht wenig Ahnung haben, haben Sie hier schon mehrfach dargelegt. Als Jurist stelle ich jedenfalls fest, dass Sie die komplizierte MAterie des Strafrechts nicht durchschauen, sich aber ein einfaches Urteil anmaßen, ohne je einen Verhandlungstag besucht zu haben.

  18. 117.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:06 Uhr:
    "Und außerdem ist die Beschlagnahme von persönlichem Eigentum gemäß Grundgesetz Artikel 14 und EU-Grundrechte-Charta Artikel 17 verboten!! Sowas ist entschädigungspflichtig!!
    Von daher... Beschlagnahmte Autos muessen zurueck!!"

    UNFUG!
    Hier geht es nicht um Enteignung, sondern um Einziehung von Tatmitteln! Wer ein Auto als Tatmittel gebraucht, um andere Menschen zu schädigen, dem darf das Auto entschädigungslos weggenommen werden. Das ist zulässig, in vielen Rechtsordnungen so geregelt und verstößt gegen keinerlei internationales oder nationales Recht.

    Wer ein Beil nicht (nur) zum Holzhacken benutzt, sondern auch, um dem Nachbarn damit eine Körperverletzung anzudrohen oder gar an ihm zu versuchen oder auszuführen, dem darf der Staat das Beil wegnehmen, weil er es als Tatmittel missbraucht.

  19. 116.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 21:24 Uhr:
    "Der BGH muss erneut ran!!
    Tja... so viel dazu und dass heißt, der BGH wird wohl erneut aufheben... Träumt weiter, ihr rechten Socken die ihr alle Autofahrer am liebsten als Mörder verurteilen wollt!!"

    Hiermit disqualifiziert sich Andrea endgültig als ernstzunehmende Diskussionsteilnehmerin!

    1. Es gehört zur Pflichtaufgabe der Verteidiger, dem Verurteilten eine Überprüfung durch den BGH zu empfehlen angesichts der weitreichenden Folgen für die Verurteilten.

    2. Überprüfung durch den BGH bedeute noch lange nicht, dass der BGH das Urteil aufheben wird. Die meisten Urteile werden vom BGH bestätigt, die wenigsten aufgehoben.

    3. NIEMAND hier will "alle Autofahrer am liebsten als Mörder verurteilen. Dies ist eine böswillige frei erfundene Unterstellung!

    4. "rechte Socken" = Beleidigung bzw. Troll
    Letztendlich findet solch eine primitiv-dumme Argumentation wie von Andrea eher im rechten Populisten-Milieu.

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