Marvin N. (links) und Hamdi H. (r.) stehen am 26.03.2019 in einem Gerichtssaal und warten auf ihr Urteil.
Video: Abendschau | 26.03.2019 | Norbert Siegmund | Bild: dpa/Paul Zinken

Gericht verhängt lebenslange Haft - Berliner Ku'damm-Raser erneut wegen Mordes verurteilt

"Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt": Die beiden sogenannten Ku'damm-Raser sind erneut wegen Mordes verurteilt worden. Doch abgeschlossen ist der Fall damit noch nicht.

Im Prozess um ein tödliches Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm sind die beiden Beschuldigten erneut wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte am Dienstag lebenslange Haft gegen die beiden Angeklagten. Es folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die inzwischen 27 und 30 Jahre alten Fahrer in ihren hochmotorisierten Autos den Tod eines unbeteiligten 69-Jährigen billigend in Kauf nahmen, also mit bedingtem Tötungsvorsatz handelten.

"Was geschah, hatte mit Fahrlässigkeit nichts zu tun", sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag. "Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt." Die Raser seien selbstverliebt und rücksichtslos gewesen, ihre Fahrzeuge hätten sie förmlich vergöttert. Die Raserei auf dem Ku'damm, nicht auf einer einsamen Dorfstraße, das sei der Kick gewesen, so der Vorsitzende Richter. "Egal - nur kein Gesichtsverlust. Menschenleben? Egal."

In seinem Schlusswort hatte der 30-jährige Angeklagte vor Gericht eingeräumt, er würde "gern ungeschehen machen, was geschehen ist". Auch der jüngere Angeklagte hatte betont, er wolle sich aufrichtig entschuldigen.

Bis zu 170 km/h schnell

Die beiden Verurteilten hatten sich in der Nacht zum 1. Februar 2016 mitten in der Berliner City West ein illegales Autorennen auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße geliefert. Sie fuhren dabei, so ein Gutachten, bis zu 170 Kilometer in der Stunde. Mit ihren hochmotorisierten Autos rasten sie über elf Kreuzungen mit mehreren roten Ampeln. An der Kreuzung Nürnberger Straße stieß der ältere der beiden Angeklagten mit einem unbeteiligten Jeep, der bei Grün anfuhr, zusammen. Dessen Fahrer starb noch am Unfallort in seinem Wagen. Der Sohn des getöteten Fahrers trat im Prozess gegen die beiden Raser als Nebenkläger auf.

Unfallstelle der "Ku'damm-Raser" im Februar 2016 (Quelle: rbb)
Die Unfallstelle im Februar 2016 | Bild: rbb

Erstes Urteil aufgehoben

Das Gerichtsurteil vom Dienstag fiel in der dritten Auflage des Prozesses. Eine andere Strafkammer des Berliner Landgerichts hatte gegen die beiden Angeklagten im Februar 2017 zwar deutschlandweit zum ersten Mal in einem Raser-Fall lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verhängt, doch die Entscheidung hatte keinen Bestand: Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil im März 2018 auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Der BGH sah den bedingten Tötungsvorsatz nicht ausreichend belegt und begründet. Ein zweiter Prozess im Sommer 2018 platzte wegen möglicher Befangenheit der Richter.

Anders als im ersten Urteil ging die jetzige Strafkammer nicht von einem, sondern drei Mordmerkmalen aus. Die schweren Autos seien zu gemeingefährlichen Mitteln geworden, zu unbeherrschbaren Projektilen. Der 69-Jährige sei arg- und wehrlos gewesen, die Tat somit heimtückisch. Zudem würden niedrige Beweggründe vorliegen - "es ging ihnen um die kurzfristige Befriedigung des Raser-Egos."

Aktuelles Urteil: Tötungsvorsatz in drei Etappen

Außerdem ging die jetztige Strafkammer - anders als die im Februar 2017 - von einem bedingten Tötungsvorsatz aus, der sich in Etappen entwickelte habe - von einem Stechen zu einem Rennen. 90 Meter vor der Kreuzung habe der 27-Jährige erkannt, dass er noch hätte stoppen können. Kurzzeitig habe er den Fuß vom Gas genommen und sei dann doch weitergerast. "Sie wollten das Rennen um jeden Preis gewinnen" - selbstverliebt und rücksichtslos. Bei dem älteren Angeklagten sei der Vorsatz wohl schon früher gefasst worden, weil dieser konstant Gas gegeben hatte. 

Die Kammer ordnete an, beiden Männer ihre Fahrerlaubnis zu entziehen. Sie spricht außerdem eine fünfjährige Führerscheinsperre aus.

BGH: Zeitpunkt für Tötungsvorsatz zu spät

Bei dem Urteil vor mehr als zwei Jahren war das Landgericht davon ausgegangen, dass erst eine Sekunde vor der Tat ein entsprechender Tötungsvorsatz gefasst wurde. Als die Männer in die Unfallkreuzung hineinfuhren, hatten sie nach Feststellung des Landgerichts keine Möglichkeit mehr, den Unfall zu verhindern. Diesen Zeitpunkt erachtete der BGH allerdings als zu spät, um noch aktiv einen Vorsatz zu fassen.

Aber auch mit dem aktuellen Urteil vom Dienstag ist der Fall noch nicht zu Ende: Ein Verteidiger erklärte gleich nach Verhandlungsende, er habe bereits Revision eingelegt. Dann muss sich der Bundesgerichtshof erneut damit auseinandersetzen.

Die Richter der 32. Kammer des Landgerichts am 26.03.2019 beim Urteil zum so genannten Ku'Damm Raser Prozess mit dem Vorsitzendem Richter Matthias Schertz. (Quelle: rbb/Ulf Morling)
Die Richter am Berliner Landgericht mit dem Vorsitzendem Richter Matthias Schertz (2.v.r.) bei der Verkündung des erneuten Mordurteils im so genannten Ku'Damm-Raser-Prozess | Bild: rbb/Ulf Morling

Verteidigung hatte auf fahrlässige Tötung plädiert

Die Staatsanwaltschaft hatte im dritten Prozess wieder lebenslange Haft für beide Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes gefordert. Die Verteidigung hingegen hatte, weil die beiden Angeklagten den Autofahrer nicht vorsätzlich umgebracht hätten, auf fahrlässige Tötung und ein Strafmaß von maximal fünf Jahren Haft plädiert. Die Männer, die der Raserszene angehörten, seien nicht einmal angeschnallt gewesen. Und sie hätten niemals eine Beschädigung ihrer Autos riskiert, so die weitere Argumentation, auch das schließe den Vorsatz aus.

Seit drei Jahren sitzen die beiden Angeklagten in Untersuchungshaft.  

Der Sohn des Opfers, Maximilian Warshitsky, zeigte sich nach der Verhandlung zufrieden. Das Urteil sei vollkommen richtig. Er hatte den Prozess als Nebenkläger verfolgt. Doch keine Strafe der Welt könne die Trauer um seinen Vater aufwiegen.

Innensenator: Es braucht "ganze Härte des Rechtsstaats"

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) begrüßte am Dienstag das neuerliche Mordurteil. "Menschen, die  unsere Straßen rücksichtslos für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen, müssen die ganze Härte des Rechtstaates zu spüren bekommen", sagte er laut einer Mitteilung. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass "profilierungssüchtige Raser" mit dem Leben der anderen spielten und deren Tod billigend in Kauf nähmen. "Wenn das Auto zur Waffe wird, muss der Staat einschreiten und die Bedrohung von der Straße holen." 

Nach dem tödlichen Unfall habe die Polizei ihre Verkehrsüberwachungsmaßnahmen deutlich intensiviert, vor allem in der City West und den Autobahnen im Stadtgebiet, hieß es in der Mitteilung. Dabei seien im vergangenen Jahr 279 Verfahren wegen illegaler Autorennen eingeleitet und 164 Kraftfahrzeuge sowie 130 Führerscheine eingezogen worden. Laut Statistik ermittelte die Polizei in Berlin seit Beginn der neuen Regelung bis Ende 2018 wegen 298 illegaler Autorennen. Laut Justizverwaltung kommt statistisch gesehen jeden Tag in Berlin mehr als ein neues Strafverfahren wegen Raserei hinzu.

Oberstaatsanwalt hofft auf Signalwirkung

Berlins Oberstaatsanwalt Ralph Knispel hofft, dass das Mordurteil im Raser-Prozess auch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) Bestand hat. In der rbb-Abendschau sagte Knispel, er gehe zwar davon aus, dass man die Entscheidung beim BGH kritisch sehen werde. Trotzdem hoffe er, dass sich die BGH-Richter der Urteilsbegründung des Landgerichts anschließen. Dann könne die Entscheidung aus Berlin Siganlwirkung haben, sagte Knispel. Er wünsche sich, dass vergleichbare Fälle zukünftig bundesweit ähnlich geahndet werden.

GdP: Urteil soll BGH-Revision standhalten

Auch die Gewerkschaft der Polizei Berlin äußerte sich positiv zu dem Urteil. "Wir hoffen, dass die Begründung dieses Mal auch einer zu erwartenden Revision vor dem Bundesgerichtshof standhält. Wer mit extremer Geschwindigkeit und ohne Rücksicht auf Verluste über mehrere rote Ampeln rast, nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf und setzt sein Fahrzeug als gemeingefährlichen Gegenstand ein", teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit.

Die Berliner AfD- und die FDP-Fraktion befürworteten das erneute Mordurteil gegen die Raser ebenfalls. Das Berliner Landgericht habe damit "Justizgeschichte geschrieben", sagte Holger Krestel, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Inzwischen können Teilnehmer an illegalen Autorennen härter bestraft werden. Seit Herbst 2017 gibt es im Strafgesetzbuch den Paragrafen 315d: Danach können illegale Autorennen als Verbrechen eingestuft werden, auf das bis zu zehn Jahre Gefängnis stehen. Der neue Paragraf wurde jedoch nach dem Berliner Ku'damm-Fall eingeführt - er kann daher nicht auf ihn angewendet werden.

Video: rbb|24 | 26.03.2019

Kommentar

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135 Kommentare

  1. 135.

    Zwei junge Männer müssen verdient ins Gefängnis. Dort können sie zu verantwortungsbewußten Menschen heran reifen, lernen, arbeiten, sich beweisen-die Zeit dort sinnvoll nutzen. Und sind dann noch jünger wenn sie raus kommen, als das durch ihre Raserei ums Leben gekommene Opfer. Dann ist ja genug Zeit, ihre 2. Chance im Leben zu nutzen. Wo ist das Problem?

  2. 133.

    @ Thomas märz

    "bein jünger Mann"? Was genau soll denn das heißen?
    "-ihr seit so erbärmlich!!" seit wann?

    Jetzt inhaltlich:
    Das sind ziemlich unverschämte Vorwürfe. Da ist ein Mann gestorben, weil zwei andere aus Geltungsdrang ein lebensgefährliches Rennen in der Innenstadt gefahren sind. Und Sie werfen jetzt uns, den Richtern, und der Mehrheit der Kommentatoren vor, dass *wir* uns daran "aufgeilen", dass diese Mörder nun wohl für einige Zeit ins Gefängnis müssen?
    Aber ihr Opfer ist dann egal oder was?

    Kann es sein, dass Sie hier einfach nur sauer sind, dass Ihre Raserkollegen, und vielleicht irgendwann auch Sie auf einmal mit ernsteren Konsequenzen für das Gefährden (und Auslöschen) von Menschenleben rechnen müssen?
    Dann: Gut!
    Dann hat das Urteil bereits angefangen, etwas zu verändern.

  3. 132.

    Lächerlich?
    Lieber Herr Brunner, wenn man hier hunderte von Kommentatoren, und gleich zwei Richter-Teams, die mit guten Begründungen zu einer Verurteilung wegen Mordes gelangt sind, "lächerlich" nennt, sollte man zumindest Argumente vorbringen können.
    Aber das ist wohl etwas zu viel verlangt von jemandem, der "vordert" und viel zu viele Satzzeichen benutzt.

  4. 131.

    Ein doppelt sinnvolles Urteil:
    1. Es sind in der Tat drei Mordkriterien erfüllt, wobei der bedingte Vorsatz sicher am schwersten wiegt.
    Bereits im ersten Urteil war die Argumentation - in der Innenstadt bis zu 170 km/h fahren ist wie auf dem Weihnachtsmarkt in die Menge zu schießen: man muss mit Toten rechnen, und sie in Kauf nehmen, sonst kann man so etwas nicht durchziehen - überzeugend.
    2. Die lebensgefährliche Fahrweise einiger Autofahrer konnte sich erst entwickeln, weil im Autoland Deutschland so ziemlich alles was man mit einem Auto anstellen kann viel zu milde bestraft, und ganz oft sogar nur als Ordnungswidrigkeit geahndet wurde.
    Schwarzfahren: Straftat, aber betrunken mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Innenstadt brettern: Ordnungswidrigkeit. Wiederholtes Schwarzfahren bringt Tausende ins Gefängnis, aber das Gefährden von Menschenleben durch *mal schnell Whatsapp-Nachrichten checken am Steuer des 2,5t SUVs* gibt wenn's hochkommt 30€ Strafe und einen Punkt.

  5. 130.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn dieses Urteil rechtskräftig bleibt, was auch ich mir wünsche, dann kommen diese Täter bei guter Führung nach etwas 10-15 Jahren frei und können ihre zweite Chance dann auch unter Beweis stellen.

  6. 129.

    Joa...eine zweite Chance kann dann irgendwann her. Diese muss sich aber jeder Mensch erst verdienen. Besonders diejenigen, die anderen solches Leid zugefügt haben. Bisher haben Beide aber keinen einzigen Anlass geboten, dass man ihnen glauben könnte, dass sie bereuen, verstehen und sich wahrhaftig ändern möchten. Also dreschen Sie nicht solche Phrasen. Nichts mit "aufgeilen". Es tut einfach gut, dass sie bestraft werden. In anderen Ländern völlig normal, hier wird ein riesiges Theater drum gemacht. Peinlich genug. Zeit für wichtige Themen.

  7. 128.

    Ich begrüße das Urteil sehr. Und komme mir dabei nicht einmal erbärmlich vor. Auch der Jeep-Fahrer hatte eine Chance verdient, nämlich bei GRÜN heil über die Kreuzung zu kommen. Diese Chance haben ihm zwei irre Raser genommen.
    @ThomasMärz: Hier noch ein kleiner Tipp: https://www.seid-seit.de/
    Vom Rest fangen wir besser gar nicht erst an.

  8. 127.

    ich glaube alle die hier für Lebenslang stimmen -geilen sich drauf auf das jetzt bein jünger Mann 15Jahre ins Gefängnis muss -ihr seit so erbärmlich!! (ihr freut euch über das Leid anderer! Auch dieser Mensch hat eine chance verdient
    Dieses Urteil wird nichts ändern-garnichts -ich hoffe es wird wieder aufgehoben.

  9. 126.

    Ich will dabei noch ergänzen, dass "Ignorieren" nicht etwa ein bloßes Laufen-LASSEN meint, sondern eine Verhaltensänderung in Richtung Beschleunigung an den Tag gelegt wurde. Deshalb ist das Unterstellen einer (bloßen) Fahrlässigkeit ein Verkennen der Motive, angesichts des Umstandes, dass die Möglichkeit des Bremsens bestanden hat. Auch der Bremsweg hätte ausgereicht.

  10. 125.

    Der bedingte Vorsatz stützt sich auf die Tatsache, dass trotz roter Ampel nicht gebremst, sondern sichtbar das rote Ampellicht ignoriert wurde. Das nicht etwa in einem Gewerbegebiet, sondern in einem hochverdichteten Gebiet einer Millionenstadt. Da muss schon jemand gehörig in einem "B-Film", eigentlich sogar in einem "Z-Film" gelandet sein, um anzunehmen, dass niemand den Weg kreuzt.

    Es ist genau diese Ignoranz angesichts der vorfindbaren Lage, auf der sich der bedingte Vorsatz und damit die Mordanklage stützt.

  11. 124.

    Urteil schon veröffentlicht? Hab vor es zu lesen, um mir dann ein Urteil zu erlauben.

  12. 123.

    Natürlich hat das nichts mit Rechts oder Links zu tun. Da gehen wohl etwas die Pferde mit ihr durch ;-) Das ist Unsinn. Dass so viele Menschen das Urteil begrüßen ist m.E. eine Form der Erleichterung, dass in diesem Autofahrer-Rüpel-Raser-Paradies Deutschland endlich ein Zeichen gsetzt wird. Nirgends sind die Gesetze so lasch und Strafen so gering. Wir „Normalos“ halten uns brav an die Regeln und müssen permanent dabei zuschauen, wie einige Andere das eben nicht tun und sich aggressiv-egoistisch im Strassenverkehr gebärden. Und sie gefährden damit andere, sind aber leider nicht fähig oder dazu bereit, das zu erkennen. Polizeipräsenz auf der Strasse ist gegen Null. Und nun dieses Urteil. Es tut gut. Und ich gebe zu, dass mich juristische Belehrungen, warum das ein Präzedenzfall sei und möglicherweise anfechtbar, kalt lassen. Der Mensch hat neben seinem Verstand halt auch Gefühle, was man bei den Herren Rasern bisher leider völlig vermisst. Empathie gibt‘s nicht. Es tut ihnen auf einmal leid? Glaube ich sogar. Aber nur für sie selber, weil sie so hart bestraft wurden.

  13. 122.

    " Andrea " entweder können Sie es nicht verstehen oder Sie wollen es nicht verstehen.

    Strafgesetzbuch, § 211 Mord : " Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstrieb, aus Habgier oder sonst niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet "

    " Niedrige Beweggründen " hier bei den Beiden, waren Raser Ego, mein Auto ist schneller....etc....

    " Heimtückisch " Das Opfer arglos war, wenn er bei " Grün " fährt, dass es dabei ums Leben kommt...…

    " gemeingefährliche Mittel " hier das Auto, dass in der Innenstadt mit 170 km/h, über zig Rote Ampel fährt..


    Alle Mordmerkmale sind hier gegeben. Bleibt zu hoffen, dass das Urteil bestätigt wird. Eine vorzeitige Entlassung, wegen guter Führung nach 10-12 Jahren, darüber könnte man nachdenken.

  14. 121.

    Liebe Andrea! Die Botschaft ist angekommen. Sie halten das Urteil für nicht angemessen, alle anderen haben keine Ahnung und alle, die das Urteil begrüßen, sind Faschos. Ein relativ einseitiges und unreflektiertes Weltbild, das ist aber Ihre Sache. Jeder darf hier seine Meinung äußern, leider auch 20 Mal und wenn er andere beleidigt. Nun sollte aber auch langsam mal gut sein, entspannen Sie sich mal wieder, ist nicht gut für den Blutdruck^^ Was ich mir gewünscht hätte ist ein wenig mehr Verständnis von Ihnen für das (die) Opfer und die Akzeptanz, dass man natürlich auch von Emotionen geleitet, mit dem Ausgang des Prozesses zufrieden sein möchte. Das ist vielen eine Genugtuung, auch weil wir bald täglich solchen, oder ähnlichen, verantwortungslosen und egoistischen Verkehrs-Terroristen ausgesetzt sind. Das wird sich auch durch Ihr „Geschrei“ nicht ändern. Sie hoffen nun auf eine Milderung der Strafe durch den BGH, ich nicht. Damit solche instabilen Charaktere zumindest Respekt vor dem Gesetz bekommen, wenn sie ihn schon nicht vor der Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer haben. Alles wird gut!

  15. 120.

    @Andrea, warum verteidigen Sie hier derart vehement Ihr Nichtwissen? Weder waren Sie bei der Verhandlung dabei, noch sind Ihre Aussagen hier rechtlich zu untermauern. Sie können gerne Ihre Ansicht haben, aber bitte versuchen Sie diese doch nicht als juristisches Wissen zu verkaufen.

  16. 119.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:10 Uhr:
    "Aber: der Vorsatz ist nicht erwiesen. Und damit fällt der Tötungsvorsatz und auch das aus der Begruendung vom Gericht mit dem gemeingefährlichen Mittel fällt raus weil das Auto kein gemeingefährliches Mittel ist sondern das Problem sitzt hinter dem Steuer und heißt Autofahrer. Und dass ist nicht wirr!!"

    Das ist Ihre laienhafte Meinung, mehr nicht!

    Sie reden vom Strafrecht wie der Klempner von der Herz-OP.

    Ein auf 170 km/h beschleunigtes Auto, welches über eine rote Ampel fährt ist natürlich ein gemeingefährliches Mittel! Mittel sind immer nur in ihrer konkreten Anwendung gemeingefährlich. Das Problem ist immer der Mensch, der dieses Mittel benutzt, nie das Mittel. Das Mittel wird auch nie bestraft, sondern der Mensch, der es benutzt.

    Es macht einen Unterschied, ob jemand einen anderen mit seiner Faust, mit einem Messer, mit einem Auto oder gar mit einer Bombe angreift.

  17. 118.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:10 Uhr:
    "Nein ich rede nicht wirr sondern ich halte mich schlicht an die Fakten und an die Gesetze und dass tun andere hier nicht."

    Das ist falsch!

    Sie halten sich nicht an die Fakten, sondern beziehen sich lediglich auf Pressemeldungen, denn Sie waren NICHT im Gerichtssaal, haben NICHT die Zeugen und Sachverständigen gehört!

    Dass Sie als juristischer Laie vom geltenden Strafrecht wenig Ahnung haben, haben Sie hier schon mehrfach dargelegt. Als Jurist stelle ich jedenfalls fest, dass Sie die komplizierte MAterie des Strafrechts nicht durchschauen, sich aber ein einfaches Urteil anmaßen, ohne je einen Verhandlungstag besucht zu haben.

  18. 117.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 22:06 Uhr:
    "Und außerdem ist die Beschlagnahme von persönlichem Eigentum gemäß Grundgesetz Artikel 14 und EU-Grundrechte-Charta Artikel 17 verboten!! Sowas ist entschädigungspflichtig!!
    Von daher... Beschlagnahmte Autos muessen zurueck!!"

    UNFUG!
    Hier geht es nicht um Enteignung, sondern um Einziehung von Tatmitteln! Wer ein Auto als Tatmittel gebraucht, um andere Menschen zu schädigen, dem darf das Auto entschädigungslos weggenommen werden. Das ist zulässig, in vielen Rechtsordnungen so geregelt und verstößt gegen keinerlei internationales oder nationales Recht.

    Wer ein Beil nicht (nur) zum Holzhacken benutzt, sondern auch, um dem Nachbarn damit eine Körperverletzung anzudrohen oder gar an ihm zu versuchen oder auszuführen, dem darf der Staat das Beil wegnehmen, weil er es als Tatmittel missbraucht.

  19. 116.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 21:24 Uhr:
    "Der BGH muss erneut ran!!
    Tja... so viel dazu und dass heißt, der BGH wird wohl erneut aufheben... Träumt weiter, ihr rechten Socken die ihr alle Autofahrer am liebsten als Mörder verurteilen wollt!!"

    Hiermit disqualifiziert sich Andrea endgültig als ernstzunehmende Diskussionsteilnehmerin!

    1. Es gehört zur Pflichtaufgabe der Verteidiger, dem Verurteilten eine Überprüfung durch den BGH zu empfehlen angesichts der weitreichenden Folgen für die Verurteilten.

    2. Überprüfung durch den BGH bedeute noch lange nicht, dass der BGH das Urteil aufheben wird. Die meisten Urteile werden vom BGH bestätigt, die wenigsten aufgehoben.

    3. NIEMAND hier will "alle Autofahrer am liebsten als Mörder verurteilen. Dies ist eine böswillige frei erfundene Unterstellung!

    4. "rechte Socken" = Beleidigung bzw. Troll
    Letztendlich findet solch eine primitiv-dumme Argumentation wie von Andrea eher im rechten Populisten-Milieu.

  20. 115.

    Oliver, Luxembourg, Dienstag, 26.03.2019 | 20:33 Uhr:
    "Sorry aber, dass war eindeutig Totschlag und nicht Mord!
    Bei Mord muss dieser geplant und ausgeführt werden!"

    NEIN!
    Planung ist kein Mordmerkmal. Siehe § 211 StGB.

  21. 114.

    Miezi, Dienstag, 26.03.2019 | 19:21 Uhr:
    "Wie würde der Verteidiger urteilen, wenn die jemanden aus seiner Familie getötet hätten?"

    Verteidiger urteilen nicht, sondern haben die Pflicht, die Rechte der Angeklagten zu vertreten.

    Ein Verteidiger, der selbst Opfer ist, weil z.B. ein Familienmitglied getötet wurde, darf den Angeklagten nicht verteidigen, weil hier Interessenkollision vorliegt und weil er deswegen nicht richtig verteidigen kann.

    Wenn ein Verteidiger nur deshalb kritisiert wird, weil er die Rechte des Angeklagten verteidigt, dann ist das das Ende des Rechtsstaats. Auch die bösesten Straftäter haben das Recht, vor Gericht angemessen verteidigt zu werden. Das ist gut so und muss so bleiben. Das heißt keinesfalls, dass der Verteidiger die Tat gut findet.

  22. 113.

    Sandra, Dienstag, 26.03.2019 | 18:43 Uhr:
    "Lächerlich, von ungeschehen mach und aufrichtig entschuldigen zu faseln, während man wieder einmal in Revision geht. Die Entschuldigen sollten in dem Zusammenhang strafverschärfend gewertet werden."

    Nein!!!

    Natürlich kann man eine Tat bereuen und trotzdem den Schuldspruch für falsch halten. Auch wenn ich hier auch den Tatbestand des Mordes für erfüllt sehe, ist es angesichts der hohen Strafdrohung höchst naheliegend, dass die Angeklagten wollen, dass der BGH noch mal überprüft, ob sie wirklich lebenslang (also mindestens 15 Jahre) ins Gefängnis kommen. Alles andere wäre unverständlich.

    Daraus Strafverschärfungen ableiten zu wollen, wäre rechtsstaatswidrig!

  23. 112.

    Robert, Stuttgart, Dienstag, 26.03.2019 | 18:10 Uhr:
    "Guantamo wartet auf solche idiotischen Raser"

    Wer ein rechtsstaatswidriges Verfahren (Guantanamo) fordert, ist nicht besser als die Raser!
    Der Rechtsstaat muss sich immer an das geltende Recht halten - insbesondere auch gegenüber den Menschen, die sich nicht an das Recht halten! Und Guantanamo ist rechtswidrig!

  24. 111.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 18:08 Uhr:
    "Da es also ein spontanes Rennen war, kann nicht von niederen Beweggruenden ausgegangen werden und auch das mit dem gemeingefährlichen Mittel fällt weg. Denn wie geschrieben: das Problem sind die Fahrer hinter dem Steuer und NICHT das Auto!!"

    Das ist bveides FALSCH!

    Niedrige Beweggründe kann man auch spontan haben.

    Das gemeingefährliche Mittel ist ein auf 170 km/h beschleunigtes Auto, das in der belebten Innenstadt über rote Ampeln fährt. Es ist gemeingefährlich, weil damit nicht nur ein einzelner Mensch, sondern viele Menschen gefährdet sind. Bei gemeingefährlichen Mitteln sind immer die, die die Gefahr schaffen das Problem. Aber es macht einen Unterschied, ob jemand z.B. durch einen Schuss in eine Menschenmenge nur eine Person gefährdet oder durch ein Rasen in eine Menschenmenge viele Menschen gefährdet. Und hier sind die beiden Raser in einen Verkehr mit vielen Verkehrsteilnehmern gerast.

  25. 110.

    Bei bewusster Fahrlässigkeit muss es wenigstens eine realistische Chance geben, dass der Erfolg nicht eintrifft. Hier war es dagegen extrem unwahrscheinlich, dass es zu keinem Unfall kommt. Daher konnten die Raser nicht ERNSTHAFT darauf vertrauen, dass das extrem Unwahrscheinliche eintritt und es zu keinen Unfall kommt.

    Wer eine solch hohe Gefahr schafft, kann nicht darauf vertrauen, dass sich diese Gefahr keinesfalls verwirklichen wird. Diese Naivität haben nur Kleinkinder, die z.B. auf die Straße rennen ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, und Menschen mit geistiger Störung/Behinderung (Dies wären dann Schildausschließungs- oder Schuldminderungsgründe). Jeder Jugendliche und Erwachsene ohne geistige Beeinträchtigung kennt aber diese Gefahr und weiß um die Möglichkeit, dass sich diese Gefahr verwirklicht.

    Die Raser haben die Gefahr bzw. das Risiko und damit die Möglichkeit der Verwirklichung dieser Gefahr billigend in Kauf genommen.

  26. 109.

    Ralf, Berlin, Dienstag, 26.03.2019 | 16:46 Uhr:
    "Für mich ist es nach wie vor ein klarer Fall bewusster Fahrlässigkeit. Beide Fahrer waren nicht angeschnallt, hielten sich für gute Fahrer und es war offensichtlich nicht ihr erstes Rennen. Sie haben ernsthaft darauf vertraut, dass es zu keinem Unfall kommt."

    Nein! Jeder Mensch kennt das Risiko. Auch die Raser mussten wissen, dass sie nicht plötzlich stoppen können, wenn von rechts und links Querverkehr kommt. Sie haben gehofft, das Risiko zu beherrschen. Sie mussten aber wissen, dass bei 170 km/h und Rotlicht das Risiko selbst für den genialsten Fahrer bestehen bleibt. Und sie haben dieses Rrisiko - in der Hoffnung, es mit viel Glück beherrschen zu können - billigend in Kauf genommen.

    Dieses Risiko KANN NIEMAND übersehen, es sei denn, er hat eine geistige Störung. Verminderte Schuldunfähigkeit wurde vom Gericht aber ausgeschlossen. (Bei Kapitalverbrechen wird immer die Schuldfähigkeit geprüft.)

  27. 108.

    Ralf, Berlin, Dienstag, 26.03.2019 | 16:46 Uhr:
    "Für mich ist es nach wie vor ein klarer Fall bewusster Fahrlässigkeit. Beide Fahrer waren nicht angeschnallt, hielten sich für gute Fahrer und es war offensichtlich nicht ihr erstes Rennen. Sie haben ernsthaft darauf vertraut, dass es zu keinem Unfall kommt."

    Nein! Jeder Mensch kennt das Risiko. Auch die Raser mussten wissen, dass sie nicht plötzlich stoppen können, wenn von rechts und links Querverkehr kommt. Sie haben gehofft, das Risiko zu beherrschen. Sie mussten aber wissen, dass bei 170 km/h und Rotlicht das Risiko selbst für den genialsten Fahrer bestehen bleibt. Und sie haben dieses Rrisiko - in der Hoffnung, es mit viel Glück beherrschen zu können - billigend in Kauf genommen.

    Dieses Risiko KANN NIEMAND übersehen, es sei denn, er hat eine geistige Störung. Verminderte Schuldunfähigkeit wurde vom Gericht aber ausgeschlossen. (Bei Kapitalverbrechen wird immer die Schuldfähigkeit geprüft.)

  28. 107.

    Totengräber, Dienstag, 26.03.2019 | 16:38 Uhr:
    Also in der mir vorliegenden Ausgabe des StGB finden sich im §211 nicht ein einziges Mal die Wörter "Vorsatz" oder "vorsätzlich"."

    Die Voraussetzung des Vorsatzes ist in § 15 StGB geregelt:

    § 15 StGB Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln
    Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.

  29. 106.

    Liebe Andrea, Ihr einziges Argument ist die Aussage der Täter. Ihnen glauben Sie ALLES. Auf die idee, die Aussagen der Täter in Zweifel zu ziehen und zu prüfen, kommen Sie gar nicht. Für Sie sprechen Angeklagte immer die Wahrheit zu Ihren inneren Beweggründen. Das ist naiv und entspricht nicht unserer Rechtsordnung. Das Gericht hat auch die Behauptungen der Täter, was sie damals dachten kritisch zu prüfen, und darf sie nicht als wahr unterstellen, wenn sie unplausibel sind. Und es ist unplausibel, davon auszugehen, dass man unfallfrei mit 170 km/h über rote Ampeln rasen könne. Dies ist nur mit sehr, sehr, sehr viel Glück möglich, praktisch eher unmöglich, und daher unplausibel und daher nicht glaubhaft!

  30. 105.

    Andrea, 26.03.2019 | 16:28 Uhr:
    "Damals sei er zutiefst davon überzeugt gewesen, dass er "jede vorstellbare komplizierte Situation im Griff hatte, beziehungsweise haben würde". Bis heute verstehe er nicht, wie es zu einem solchen Maß an Selbstüberschätzung gekommen sei. Den Jeep, mit dem sein Mitangeklagter zusammengestoßen war, habe er nicht gesehen."
    Das ist strafmildernd zu beruecksichtigen und es zeigt: das hier war KEIN Mord!!"

    NEIN!!!
    Der Raser behauptet jetzt, dass er dies damals gedacht hätte. Dies ist aber nicht glaubhaft!

    Kleinkinder laufen, ohne auf den Verkehr zu achten, auf die Straße, weil sie keine Gefahren sehen.

    Bereits ältere Schulkinder machen dies NICHT mehr, weil sie wissen, dass es gefährlich ist.

    Die Raser waren entweder geistig auf dem Niveau eines Kleinkindes (verminderte Schuldfähigkeit / Schuldunfähigkeit)- dies hat aber das Gericht ausgeschlossen - oder sie haben trotz des Wissens um diese Gefahr, diese billigend in Kauf genommen!

  31. 104.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 16:21 Uhr:
    "Aber hier ist es so, dass die Gegenargumente der Angeklagten durchaus glaubhaft erscheinen und strafmildernd zu beruecksichtigen sind. Außerdem zeigen beide zum Tatzeitpunkt noch erhebliche jugendliche Unreife und einer der beiden hat ja selbst ausgesagt, dass er bis heute nicht fassen kann wie es zu dieser krassen Selbstueberschätzung kommen konnte!!"

    Liebe Andrea, waren Sie an allen Prozesstagen im Gericht anwesend und kennen daher alle Beweismittel (Primärquellen) oder kennen Sie lediglich die zusammenfassenden Pressemitteilungen (Sekundärquellen)??? Kennen Sie die schriftlichen Urteilsgründe???

    Im Gegensatz zu Ihnen waren die Richter während des gesamten Prozesses anwesend, haben jedes Wort im Gerichtssaal gehört, jede Gesichtsbewegung der Angeklagten und Zeugen gesehen. Sie können beruhigt davon ausgehen, dass das Gericht dies ALLES berücksichtigt hat.

    Ihre Ferndiagnosen anhand von Sekundärquellen nerven hier!!!

  32. 103.

    Michael, Stuttgart, Dienstag, 26.03.2019 | 16:06 Uhr:
    "Apropos: Wie nennt man es, wenn ein Richter sagt "Mir doch egal was am BGH geurteilt wird!"?

    Was hat das mit dem Fall hier zu tun???

    Der BGH hat nicht gesagt, dies sei kein Mord. Der BGH hat lediglich gesagt, dass diese Begründung für die Annahme eines Mordes nicht ausreicht. Wir können davon ausgehen, dass das Gericht dieses Urteil kennt und beachtet.

    Da bereits Revision angekündigt wurde, wird das Urteil vom BGH überprüft werden. Das Ergebnis können wir in Ruhe abwarten - ohne sinnlose Spekulationen von Michael.

  33. 102.

    Michael, Stuttgart, Dienstag, 26.03.2019 | 16:06 Uhr:
    "Nochmal: Bedingter Vorsatz ist, wenn man sagt "Mir doch egal wenn dabei jemand draufgeht!". Grobe Fahrlässigkeit ist, wenn man sagt "MIR Superfahrer passiert NIE was!". Nach Lage der Dinge war letzteres der Fall."

    NEIN!
    Niemand kann davon ausgehen, dass es schon gut gehen wird, wenn er mit 170 km/h in der Inennstadt über viele rote Ampeln fährt. Wer - so wie die Raser - auf den sehr unwahrscheinlichen Zufall hofft, der nimmt billigend in Kauf, dass dieser Zufall doch nicht eintritt.

    Die Raser haben das Risiko gesucht, haben gehofft, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihnen rechtzeitig ausweichen, um ihr Leben zu retten.

    Die Raser haben gehofft, dass sie keinen Unfall bauen, aber billigend in Kauf genommen, dass sie dieses Glück nicht haben werden. Bedingter Vorsatz ist daher gegeben!

  34. 101.

    "Der Vorsitzende Richter verneinte ausdrücklich eine mögliche Fahrlässigkeit. Die Angeklagten hätten aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt. " -NTV-
    Wer sich so verhält muss auch dafür geradestehen und sich nicht danach wie ein Jammerlappen rausreden wollen. Daa Veehalten der Täter war verantwortungslos
    und nun wollen sie noch immer keine Verantwortzug übernehmen sondern auch dieses Urteul anfechten.
    Völlig charakterlos.

  35. 100.

    @ Rhonda

    Bei dieser - möglichen - politischen Einflussnahme auf das Gericht könnte ich mir gerade einen werten Herrn Innensenator Geisel vorstellen oder den Bundesinnenminister Seehofer oder auch den Bundesverkehrsminister Scheuer. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die in ihrer totalen rechtspopulistischen Verblendung und wegen Stimmenfang am ultrarechten Rand versucht haben, hier Einfluss auf das Gericht zu nehmen, um die beiden partout als Mörder verurteilt zu bekommen auch wenn es kein Mord war weil die Angst um Stimmen vom ultrarechten Rand haben wegen der bevorstehenden EU-Wahl im Mai 2019. Die können wohl partout ein Urteil mit grob fahrlässiger Tötung nicht ab wegen ihren Wählern.

  36. 99.

    hi @ 95 Rhonda

    Nein ich rede nicht wirr sondern ich halte mich schlicht an die Fakten und an die Gesetze und dass tun andere hier nicht. Und Fakt ist nunmal:

    1. die beiden waren viel zu schnell (170Km/h)
    2. dieses Rennen war spontan und nicht vorgeplant
    3. das Rennen sollte nur von Ampel zu Ampel gehen und mehr nicht laut Aussage
    4. die beiden hatte nicht vor, jemanden zu töten
    5. die beiden haben sich maßlos hochgefährlich selbst ueberschätzt (selbst eingestanden in der Aussage)
    6. Ja es gab einen Toten das ist richtig
    7. Ja es war ein verbotenes Autorennen

    Aber: der Vorsatz ist nicht erwiesen. Und damit fällt der Tötungsvorsatz und auch das aus der Begruendung vom Gericht mit dem gemeingefährlichen Mittel fällt raus weil das Auto kein gemeingefährliches Mittel ist sondern das Problem sitzt hinter dem Steuer und heißt Autofahrer. Und dass ist nicht wirr!!

  37. 98.

    @ 91 Oliver

    Bei solchen Autorennen sitzt das Problem hinter dem Steuer und heißt Autofahrer. Und außerdem ist die Beschlagnahme von persönlichem Eigentum gemäß Grundgesetz Artikel 14 und EU-Grundrechte-Charta Artikel 17 verboten!! Sowas ist entschädigungspflichtig!!

    https://dejure.org/gesetze/GG/14.html

    "(3) 1Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. 2Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. 3Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. 4Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen."

    Von daher... Beschlagnahmte Autos muessen zurueck!!

  38. 97.

    Wie schlicht, Ihr Statement, dass alle, die das Urteil begrüßen, Rechte seien. Ich glaube kaum, dass Ihre hysterische Positionierung zu dem Thema irgendetwas mit LINKS zu tun hat. Da haben Sie wohl etwas falsch verstanden. Sie reden genauso wirr, wie die beiden Herren Rennen auf dem Ku'damm fuhren. Autsch^^

  39. 96.

    hey zusammen,

    bei der WAZ erfahren ich vom Anwalt der Betroffenen, dass die Revision bereits raus ist!! Der BGH muss erneut ran!!

    https://www.waz.de/panorama/autorennen-mit-todesfolge-gericht-bestaetigt-mord-urteil-id216751935.html

    "Der Fall dürfte aber weitergehen. Ein Verteidiger erklärte gleich nach Verhandlungsende, er habe bereits Revision eingelegt. Dann muss sich der Bundesgerichtshof (BGH) erneut damit auseinandersetzen."

    Tja... so viel dazu und dass heißt, der BGH wird wohl erneut aufheben... Träumt weiter, ihr rechten Socken die ihr alle Autofahrer am liebsten als Mörder verurteilen wollt!!

  40. 95.

    Wenn sie sich des,Risikos nicht bewußt waren, ist das möglicherweise eine Erklärung, aber keine Entschuldigung. Wer so einen begrenzten Horizont hat, darf dann aber kein Fahrzeug führen und muss die Folgen dafür tragen. Alles gut wie es ist.

  41. 94.

    Baller ick mit einer Waffe durch die Gegend muss ich da mit auch rechnen das einer getötet wird also Vorsatz Richtig geurteilt.

  42. 93.

    Sorry aber, dass war eindeutig Totschlag und nicht Mord!
    Bei Mord muss dieser geplant und ausgeführt werden!
    Die beiden Jungs haben sich zwar wir Vollidioten verhalten, aber hatten sicherlich nicht vor jemanden zu töten! Die waren sich des Risikos und den Folgen doch gar nicht bewusst!

  43. 92.

    Völlig korrekt. Ein Hochgeschwindigkeitsrennen in der Stadt ist Mord. Ein Hochgeschwindigkeitsrennen auf der Landstrasse übrigens ebenfalls. Und wenn Sie mich fragen, auf den Autobahnen ist die aberwitzige Raserei sofort zu beenden Tempolimit 120. Schneller kann man i.d.R. aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ohnehin nicht mehr fahren.

  44. 91.

    Hart bestrafen JA!!! Mörder??? Lächerlich!! Und noch Lächerlicher sind Leute die hier Lebenslänglich Vordern !!
    Eine Schande was aus unserer einst so starken Justiz geworden ist!!

  45. 90.

    Totschlag und Mord sind rechtlich unterschieden, keiner findet toll was passiert ist, dennoch gibt es Gesetze und an die muss man sich halten. Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit in allen Augen.

  46. 89.

    Wie würde der Verteidiger urteilen, wenn die jemanden aus seiner Familie getötet hätten?

  47. 88.

    Mörder bleiben Mörder und gehören lebenslang weggesperrt nichts anderes kommt dafür in Frage man kann nur von großen Glück sagen das nicht mehr Personen daran beteiligt waren ich habe solche Vollidioten Leder auch schon am KU Damm beobachtet schrecklich was diesem armen unschuldigen Menschen passiert ist dafür ist lebenslang vollkommen richtig und nie nie wieder einen Führerschein

  48. 87.

    DITTELBRUNN (???!!!)…………..scheint das Monaco Deutschlands zu sein. Bei DIESEM 100%igen Verständnis für Vollpf***, die mit irrwitziger Geschwindigkeit durch Innenstädte fahren.
    Ich habe jemanden beim Terroranschlag am 19.12.2016 verloren. Brechen Sie doch bitte, bitte für den Psychopathen A. auch eine Lanze, weil er die Linkskurve vor dem Weihnachtsmarkt trotz größter Mühe einfach nicht geschafft hat und daher gar nicht anders konnte, als in die Buden zu fahren…der Arme….
    Sorry Andrea, aber zu Ihrer pro-Argumentation zum Verhalten Geistesgestörter Narzissten paßt einfach nur noch Sarkasmus. Wie sind Sie denn verdrahtet?

  49. 86.

    "In seinem Schlusswort hatte der 30-jährige Angeklagte vor Gericht eingeräumt, er würde "gern ungeschehen machen, was geschehen ist". Auch der jüngere Angeklagte hatte betont, er wolle sich aufrichtig entschuldigen.

    "Aber auch mit dem Urteil vom Dienstag ist der Fall noch nicht zu Ende: Ein Verteidiger erklärte gleich nach Verhandlungsende, er habe bereits Revision eingelegt."

    Lächerlich, von ungeschehen mach und aufrichtig entschuldigen zu faseln, während man wieder einmal in Revision geht. Die Entschuldigen sollten in dem Zusammenhang strafverschärfend gewertet werden.

  50. 85.

    Merken Sie es nicht? Das ist völlig uninteressant. Das will keiner wissen. Die Beweggründe sind wurscht, zumal vielleicht nichts als faule Ausreden. Lebenslänglich ist doch okay. Das unschuldige Opfer ist tot.

  51. 84.

    Hoffentlich wird dieses Urteil rechtskräftig bzw. vom BGH bestätigt. Dann können die Hunterbliebenen des Opfers endlich damit abschließen und in Ruhe trauern.
    Es geht immer mehr um die Täter als um die Opfer. Die Angehörigen des Opfers haben Lebenslang und klnnen ihren Verwandten nur auf dem Friedhof besuchen. Die Tätee empfangen ihre Verwandten hinter Gittern. Vermutlich für max. 15 Jahre, denn lebenslange Haft bedeutet leider nicht lebenslang. Darüber sollte mal öfter nachgedacht werden.

  52. 83.

    Der Tötungsvorsatz ergibt sich aus dem Gasgeben vor dem Überfahren von auf Rot geschalteten Kreuzungen.
    Finde ich sehr gut formuliert und eben auch von Seiten der StVO und aus dem Alltag heraus verständlich. Das ist jetzt gut zitierfähig bei weiteren Urteilen. Wir hatten 2018 wieder weitere knapp 300 Raserrennen.

  53. 82.

    @ 80 Robert

    Zu Ihrem Punkt eine Frage:

    "Antwort auf [thomas märz] vom 26.03.2019 um 17:40"

    "Geldstrafe für Mörder "

    wer hat denn dass behauptet?? Da erfinden Sie jetzt was, was niemand so behauptet hat!! Und nochmal: die beiden waren keine Mörder:

    "Mörder gehören in den Knast."

    und dass hier von Ihnen:

    "Wo ich arbeite hat keiner Eier schnell zu fahren und Rasen schon 5 mal nicht."

    ist völlig irrelevant und tut nichts zur Sache. Und dann Terroristen mit solchen jugendlich unreifen jungen Erwachsenen ueber einen Kamm zu scheren geht gar nicht:

    "Guantamo wartet auf solche idiotischen Raser"

    Guantanamo ist ein Terroristen-Gefangenenlager der USA bei dem sogar die völkerrechtsmäßigkeit in Frage steht! Bitte hier nicht was so falsch in einen Topf werfen!! Danke fuer's Verständnis!! Denn so eine Verkehrsgefährdung hat nichts mit Terrorismus zu tun!!

  54. 81.

    @ 66 Ralf

    Was bleibt ist die grob fahrlässige Tötung in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

    Aber aus diesem letzten Punkt von Ihnen - und von vielen anderen Usern hier ebenfalls:

    "Dass eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung mit der deutlich geringeren Strafandrohung menschlich für viele nicht nachvollziehbar wäre ist trotzdem verständlich."

    sprechen pure niedrige persönlich gemeinte Rachegefuehle und das hat in einem Rechtsstaat absolut nichts verloren.

  55. 80.

    Geldstrafe für Mörder
    Mörder gehören in den Knast. Wo ich arbeite hat keiner Eier schnell zu fahren und Rasen schon 5 mal nicht. Guantamo wartet auf solche idiotischen Raser

  56. 79.

    @ 66 Ralf

    Siehe dazu aus der Gießener Allgemeinen:

    https://www.giessener-allgemeine.de/ueberregional/panorama/Panorama-Ku-damm-Raser-im-Mordprozess-Voellige-Selbstueberschaetzung;art1455,560186

    Zu dem Rennen mit dem 30-Jährigen sei es spontan gekommen. Es habe ein Stechen von Ampel zu Ampel sein sollen. Der 30-Jährige habe verloren und sei einfach weiter gerast."

    "«Letztlich entschied ich mich dafür, seine Verfolgung aufzunehmen», beschrieb der 27-Jährige den fatalen Verlauf. Als er auf die rote Ampel zugefahren sei, an der sich der Unfall ereignete, habe er noch gedacht: «Es wird schon gut gehen, da kommt keiner mehr quer.»"

    Da es also ein spontanes Rennen war, kann nicht von niederen Beweggruenden ausgegangen werden und auch das mit dem gemeingefährlichen Mittel fällt weg. Denn wie geschrieben: das Problem sind die Fahrer hinter dem Steuer und NICHT das Auto!!

  57. 78.

    @ 66 Ralf

    Damit zu Ihrem vierten Punkt:

    "Für mich ist es nach wie vor ein klarer Fall bewusster Fahrlässigkeit."

    richtig. Aber es war keine einfache Fahrlässigkeit, sondern schon grobe Fahrlässigkeit! Denn Sie geben die Begruendung ja schon teilweise vor:

    "Beide Fahrer waren nicht angeschnallt, hielten sich für gute Fahrer"

    Dazu kommt dann noch dies ueberhöhte Geschwindigkeit (= gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr). Aber genau dass hier aus Ihrem weiteren Punkt:

    "und es war offensichtlich nicht ihr erstes Rennen."

    wissen wir nicht da der eine Angeklagte ausgesagt hat, dass das Rennen spontan war und nicht verabredet war (Gießener Allgemeine). Aus dem Grund ist dass hier Spekulation und KEIN Fakt.

  58. 77.

    @Herbert G.

    Sie sehen das zum Teil ganz richtig. Darum hat der Gesetzgeber auch das Konstrukt des "Schöffen" geschaffen. darum werden die Urteile auch immer im Namen des Volkes gesprochen. Und wie im wahren Leben : 2 Anwälte 3 Meinungen. Das Forum bildet das ab. Und das Leid der Opfer findet in der Tat Berücksichtigung. Allein das mancher sich emotional reinsteigert, weil es sich entweder in der Rolle des Opfers (Angehörige)oder des Täters einfühlt. Und jeder möchte auf seine Weise verhindern, dass diese Tat sich wiederholt. Wir alle sind sehr wohl betroffen, weil wir uns vorstellen das jeder Opfer werden kann, wenn die Einsicht ausbleibt. Wir sind deshalb auch nicht froh, auch wenn wir nicht Angehörige der Beteiligten sind.

  59. 75.

    @ 68 Schubba256

    Zu Ihrem ersten Punkt:

    "Es ist definitiv "bedingter Vorsatz" und kein Fehlurteil. "

    Nein, so ist es eben nicht. Der Vorsatz ist nicht erwiesen. Siehe zu dem hier:

    https://www.giessener-allgemeine.de/ueberregional/panorama/Panorama-Ku-damm-Raser-im-Mordprozess-Voellige-Selbstueberschaetzung;art1455,560186

    "Zu dem Rennen mit dem 30-Jährigen sei es spontan gekommen. Es habe ein Stechen von Ampel zu Ampel sein sollen. Der 30-Jährige habe verloren und sei einfach weiter gerast."

    "«Letztlich entschied ich mich dafür, seine Verfolgung aufzunehmen», beschrieb der 27-Jährige den fatalen Verlauf. Als er auf die rote Ampel zugefahren sei, an der sich der Unfall ereignete, habe er noch gedacht: «Es wird schon gut gehen, da kommt keiner mehr quer.»"

    Daraus resultiert: Kein Tötungsvorsatz!

  60. 73.

    Indirekt sind wir alle fast täglich "betroffen". Durch Raser, Drängler, Nötiger. Fast täglich passieren uns, als Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer, Situationen, die nur dadurch kein schlimmes Ende nehmen, weil man den die Gesetze ignorierenden Irren am Steuer gewähren läßt, um die Sache schadenfrei zu überstehen. Sie denken ich übertreibe? Leider nicht. Gerade vorhin wurde ich in der 30-Zone (ich fuhr knapp 40) aggressiv überholt, inkl. Mittelfinger. Es geht den Meisten hier auch nicht darum zu richten, oder zu urteilen. Man ist nur froh und erleichtert, dass es zwei Verrückte weniger auf Berlins Straßen gibt. Ein Anfang ist gemacht.

  61. 72.

    @ 71 71. thomas märz

    "Ich finde eine Geldstrafe -oder ein Bußgeld hätte hier völlig ausgereicht! "

    NEIN, defitiniv nicht. Hier ist eine Person getötet worden. Und damit gibt das grob fahrlässige Tötung!! Und damit KEIN Bußgeld mehr möglich sondern an einer Freiheitsstrafe fuehrt kein Weg vorbei!

  62. 71.

    Ich finde eine Geldstrafe -oder ein Bußgeld hätte hier völlig ausgereicht!

  63. 70.

    Wie nach jedem Spiel der Deutschen Nationalmannschaft will jeder Bundestrainer sein. Hier scheint jeder Staatsanwalt, Richter und Verteidiger zu sein.
    Das wird der Tat, dem Leid und den Opfern nicht gerecht.
    Ob das Urteil gerecht ist, kann man nicht Ermessen. Opfer und Täter urteilen unterschiedlich.
    Wir sollten froh sein, nicht in irgendeiner Form betroffen zu sein.

  64. 69.

    Ich hoffe sehr, dass das jetzige Urteil Bestand hat. Wer mit 170 km/h durch die Innenstadt rast, hat eine klare Tötungsabsicht. Ich kann auch nicht mit einer Machete durch die Fußgängerzone laufen und martialisch durch die Luft fuchteln und überrascht sein, wenn ich dabei Menschen den Kopf abschlage. --> "Als Mord gilt auch die Tötung unter Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass es in der konkreten Tatsituation eine Mehrzahl von Menschen an Leib und Leben gefährden kann, weil der Täter die von ihm ausgehende Gefahr nicht beherrschen kann." - genau so.

  65. 68.

    @Andrea und @BoMbY
    Es ist definitiv "bedingter Vorsatz" und kein Fehlurteil. Wie die anderen Foristen schon kommentierten sind es die Tatumstände die zu dieser Beurteilung führten. Wer mit 170 km/h über 11 Kreuzungen fährt die zum Teil rot zeigen handelt schon Vorsätzlich. Daß aber auf dem Kudamm, der Straße die in dieser 3 Millionenn Stadt eine der stets befahrenen Straßen ist, gibt meiner Ansicht das I-Tüpfelchen. Warum nicht auf einer wenige befahrenen, weniger prominenten Straße. Irgendwann ist aber auch Schluss mit der Täter / Opfer Umkehr. Im "Normalfall" hätte ich Ihnen zustimmen können. Die schlichte Anzahl der in Kauf genommenen Gefahren ist in diesem Fall entscheident. Zumindest für meine Meinung des "bedingten Vorsatzes"

  66. 67.

    Warum nehmen sich so viele Zeit, auf die infantilen Geschichten von Andreas einzugehen?

  67. 66.

    Mordmerkmale wurden schon erfüllt. Niedrige Beweggründe mal dahin gestellt, an Heimtücke und gemeingefährlichen Mitteln kommt man nicht vorbei.

    Trotzdem ist die Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung mE falsch. Es geht um die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz (Tatbestandsverwirklichung billigend in Kauf nehmen) und bewusster Fahrlässigkeit (Tatbestandsverwirklichung für möglich halten, aber ernsthaft auf das Ausbleiben vertrauen).

    Für mich ist es nach wie vor ein klarer Fall bewusster Fahrlässigkeit. Beide Fahrer waren nicht angeschnallt, hielten sich für gute Fahrer und es war offensichtlich nicht ihr erstes Rennen. Sie haben ernsthaft darauf vertraut, dass es zu keinem Unfall kommt.

    Dass eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung mit der deutlich geringeren Strafandrohung menschlich für viele nicht nachvollziehbar wäre ist trotzdem verständlich.

  68. 65.

    Werte Dame,
    lassen Sie mich meine Antwort kurz zusammenfassen: Nein!
    Maßgeblich für den Vorsatz ist der Zeitpunkt der Tat, was danach geschieht, ist grundsätzlich irrelevant. Zudem zeigt allein schon der Fakt, dass sich der eine Beklagte erst zwei Wochen vor dem Urteil überhaupt äußert, dass es keine besondere Reue zeigt. Es wäre menschlich/moralisch angebracht gewesen, sich direkt nach der Tat zu äußern. Ihm ging es nur um die Milderung des Urteils, welche ihm zurecht verwehrt wird.
    BVerfG und EuGH haben mit solcherlei Dingen nicht zu tun und auch der BGH wird das Urteil nicht kippen. Er hat bereits im letzten Verfahren darauf hingewiesen, dass Mord durchaus in Betracht kommt und das LG wird nicht erneut einen Beweisfehler gemacht haben.
    Menschen, die mit 170km/h durch die Innenstadt fahren, wissen, was dabei passieren kann, es ist ihnen schlicht egal.
    Daher begrüße ich das Urteil des LG und bitte Sie, künftig erst zu reflektieren, bevor Sie ihr Halbwissen preisgeben.

  69. 64.

    Also in der mir vorliegenden Ausgabe des StGB finden sich im §211 nicht ein einziges Mal die Wörter "Vorsatz" oder "vorsätzlich".
    "Troll"en Sie sich!

  70. 63.

    Aus diesen ganzen Rechtsfehlern ergibt sich:

    1. es war KEIN Mord sondern grob fahrlässige Tötung
    2. die Verurteilung wegen Mordes fällt
    3. das Urteil wird aufgehoben
    4. es wird eine neue Verurteilung wegen grob fahrlässiger Tötung ergehen wegen NICHT nachgewiesener Tötungsabsicht und der nicht erfuellten Mordmerkmale

    Und dass heißt: diese Täter kommen mit NICHTEN davon, sondern werden sehr wohl verurteilt, nur eben NICHT wegen Mordes sondern wegen grob fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr.

  71. 62.

    Das Urteil ist ein gutes Signal, sollte aber nicht als Vorbild für ähnliche Fälle dienen. Wir brauchen keine Zustände, wie in den USA, wo die Gefängnisse überlaufen, weil jeder zu dutzenden Jahren Haft verurteilt wird.
    Stattdessen sollte man dafür sorgen, dass so etwas in Zukunft gar nicht mehr vorkommt, indem man entsprechend gegen die Raserszene vorgeht. Diese Leute sollten gar nicht erst in den Besitz eines Führerscheins gelangen, bzw. sollten sie ihn so schnell, wie möglich wieder verlieren, wenn sie ihn schon haben.

  72. 61.

    Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Vielleicht sollten Sie sich mal den Mordparagraf durchlesen!?

  73. 60.

    Hier aus einem anderen RBB-Artikel die Aussage um die es geht:

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/03/mordprozess-berlin-ku-damm-raser.html

    "Mehr als drei Jahre nach einem illegalen Autorennen mit tödlichen Folgen auf dem Kurfürstendamm in Berlin hat einer der beiden Angeklagten sein Schweigen gebrochen. Er sei damals davon ausgegangen, es bestünde durch ihn und seine Raserei "keinerlei Risiko", hieß es in der Erklärung des 27-Jährigen, die einer seiner beiden Verteidiger am Dienstag vor dem Landgericht verlas."

    Damals sei er zutiefst davon überzeugt gewesen, dass er "jede vorstellbare komplizierte Situation im Griff hatte, beziehungsweise haben würde". Bis heute verstehe er nicht, wie es zu einem solchen Maß an Selbstüberschätzung gekommen sei. Den Jeep, mit dem sein Mitangeklagter zusammengestoßen war, habe er nicht gesehen."

    Das ist strafmildernd zu beruecksichtigen und es zeigt: das hier war KEIN Mord!!

  74. 59.

    Was soll an dem Gejammer beweisen, dass es "wird schon gutgehen" (Fahrlässigkeit) und nicht "mir doch scheißegal" (bedingter Vorsatz= Mord) war?
    Und zum Thema Mordmerkmale: §211 StGB: "Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst AUS NIEDRIGEN BEWEGGRÜNDEN (illegales Wettrennen), HEIMTÜCKISCH (das Opfer konnte nicht damit rechnen, dass er mit 170 km/h zerfetzt wird, wenn er eine für ihn Grün zeigende Ampel passiert) oder GRAUSAM (das Mordopfer hat es regelrecht zerfetzt - laut Gerichtsmediziner gab es an der gesamten linken Körperseite nichts mehr, was noch heil gewesen wäre) oder MIT GEMEINGEFÄHRLICHEN MITTELN (280/330 PS starke Autos) oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet."
    Die zutreffenden Mordmerkmale habe ich in Versalien gesetzt. Mordmerkmale müssen nicht gemeinsam vorliegen. Es reicht eins. Hier treffen jedoch bereits DREI zu.

  75. 58.

    @ 40 Peter

    "Antwort auf [Andrea] vom 26.03.2019 um 12:52"
    "Andrea, ob Sie eine gute Richterin wären, darf bezweifelt werden. Sie glauben offenbar jeden Mist, den Angeklagte von sich geben. "

    Nein, so bin ich nicht. Wenn es eindeutige Fakten gibt die gegen die Angeklagten sprechen und die Gegenargumente nicht glaubhaft sein sollten, dann wuerde ich auch jemandem mal nicht glauben. Aber hier ist es so, dass die Gegenargumente der Angeklagten durchaus glaubhaft erscheinen und strafmildernd zu beruecksichtigen sind. Außerdem zeigen beide zum Tatzeitpunkt noch erhebliche jugendliche Unreife und einer der beiden hat ja selbst ausgesagt, dass er bis heute nicht fassen kann wie es zu dieser krassen Selbstueberschätzung kommen konnte!!

  76. 57.

    Mal die verschiedenen Argumente sortieren:
    1. Mord. Die beiden Raser haben extrem leichtfertig und aus niederen Beweggründen den Tod anderer Mitmenschen in Kauf genommen. Dass bei roten Ampeln andere quer fahren können, lernt man shon in der Kindheit, spätestens beim Erwerb des Führerscheins. Das zu ignoren ist nicht mehr nur fahrlässig.
    2. Reue. Mal davon abgesehen, ob man die "ehrliche" Reue nach dem Vorverhalten glauben möchte, für die Einstufung als Mord (und eben nicht Fahrlässigkeit) ist die spätere Reue irrelevant. Wenn jemand einen erschießt, um an sein Geld zu kommen, bleibt es Mord, auch wenn es ihm hinterher vor Gericht leid tut.
    3. Revision. Dass ein Verteidiger in Revision geht, ist so klar wie das berühmte Amen in der Kirche. Das gehört zu seiner Arbeitsplatzbeschreibung.
    4. Natürlich kann es einem leid tun, wenn Menschen die beste Zeit ihres Lebens hinter Gittern verbringen müssen. (Das Opfer hat sein ganzes Leben verloren.) Aber auch das ist kein Argument.

  77. 56.

    Andrea , Sie sollten sich schämen. Wer so wie Sie urteilt und noch weitere Urteile fordert, hat hoffentlich mal keine Angehörigen auf der Strasse bei so etwas.

  78. 55.

    Nochmal: Bedingter Vorsatz ist, wenn man sagt "Mir doch egal wenn dabei jemand draufgeht!". Grobe Fahrlässigkeit ist, wenn man sagt "MIR Superfahrer passiert NIE was!". Nach Lage der Dinge war letzteres der Fall. Das Urteil ist daher nicht nachvollziehbar. Dauerhaft die Fahrerlaubnis entziehen und die Burschen damit vom Steuer verbannen kann man ohnehin in beiden Fällen.

    Apropos: Wie nennt man es, wenn ein Richter sagt "Mir doch egal was am BGH geurteilt wird!"?

  79. 54.

    Werte Dame, zielgerichtetes Töten aus niederen Beweggründen ist mMn der gleiche Taterfolg wie das hemmungslose Töten eines Menschen durch das Rasen auf öffentlichen Straßen. Was hinterher gesagt wird, macht das Opfer nicht lebendig.

  80. 53.

    Nur noch einmal zu Information:
    Der Ku-Damm in Berlin ist auch Nachts eine stark frequentierte Straße, nicht nur von Autofahrern sondern auch von
    Fußgängern. Wer hier mit Geschwindigkeiten jenseits der 170 km/h und schneller und mit einem oder mehreren anderen Autofahren ein Rennen fährt, dabei zig rote Ampeln ignoriert, handelt nicht mehr fahr- oder grob fahrlässig sonder schlicht weg vorsätzlich und nimmt billigend in Kauf, dass andere Menschen zu Schaden oder sogar zu Tode kommen.
    Von daher ist das Urteil durchaus nachvollzieh- und sicherlich auch belastbar.

    Mich wundert nur, dass seitens der Stadt/Polizei nicht schon viel früher Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden, denn gefühlt finden/fanden auf dem Ku-Damm jede Nacht Rennen oder rennähnlich Fahrten statt. Mit einer erhöhten Polizeipräsenz hätte ein solches Szenarium sicherlich unterbunden werden können

  81. 52.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 14:00 Uhr:
    "Mein Vater konnte damals ueberhaupt nichts dafuer ..."

    Das ist allein Ihre persönliche, subjektive und damit unerhebliche Sicht als Angehörige des Täters.
    Das, was Sie hier vorbringen, sind Ihre unbelegten Behauptungen.
    Das objektive Gericht hat es letztinstanzlich nach Sichtung aller Beweismittel offenbar anders gesehen. Die Gründe werden Sie im Urteil nachlesen können. Es gibt viele Täter und deren Angehörige, die die Schuld nicht einsehen.

    Das Anbringen von angeblichen Tatsachen, die keiner hier kennt, ist hier jedenfalls NICHT sachdienlich. Und ich denke, die Diskussion, was damals in Kleinkleckersdorf passiert sein soll oder auch nicht, sollte hier nicht geführt werden, weil völlig unergiebig!!!

    Diese angeblichen Vorkommnisse aus Kleinkleckersdorf bekommen langsam Troll-Charakter.

  82. 51.

    Die Gesellschaft kann diesen Richtern, die trauen, endlich konsequente Urteile für sich über Menschenleben hinwegsetzende Raser zu erlassen, die ihr Gefährt als Waffe im Straßenverkehr einsetzen, gar nicht genug danken. Wer sich über eine derart massive Gefährdung anderer "profilieren" möchte, gehört aus dem Verkehr gezogen.
    Man muss sich nur mal vergegenwärtigen, dass die milde Rechtssprechung in Kauf genommen hat, dass es immer wieder Bewährungsurteile für Raser gab, die andere zu Tode gerast haben. Leider kann man diese Urteile rückwirkend nicht mehr anpassen. Hatte kein Maximalurteil erwartet und stehe hier positiv überrascht völlig dahinter.
    Würde noch einen häufigeren Führerscheinentzug bei Leuten begrüßen, die die StVO massiv missachten. Für diese Ausübung von subjektiver "Profilierung" sind Führerscheine überhaupt nicht gedacht, also weg damit.

  83. 50.

    Im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten? Welche geistigen Fähigkeiten? Ich vermute dort oben ist nur Testosteron gesteuerter Brei.

  84. 49.

    Andrea, Dittelbrunn, Dienstag, 26.03.2019 | 13:32 Uhr:
    "Antwort auf [Hartmut] vom 26.03.2019 um 13:25
    @ 14 Hartmut
    NEIN!! Mordmerkmale NICHT erfuellt und damit KEIN Mord und damit FEHLURTEIL!!"

    Das ist Ihre Meinung, die aber mit dem deutschen Recht nicht vereinbar ist.

    Ich sehe auch das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt: Der Beweggrund, ein verbotenes Autorennen gewinnen zu wollen, ist für mich ein niedriger Beweggrund für Tötung eines Menschen.

    Ein solches Urteil ist zumindest vertretbar und daher KEINESFALLS ein Fehlurteil!

    Urteile sind nur dann Fehlurteile, wenn sie unter keinerlei rechtlichen Gesichtspunkten vertretbar sind. Das ist hier aber nicht der Fall. Das ein anderes Gericht vielleicht anders entschieden hätte, reicht für ein Fehlurteil noch nicht aus, denn es könnte ein Grenzfall sein, wo beide Meinungen rechtlich vertretbar sind.

  85. 48.

    Was will der Verteidiger? Noch mehr Kohle? Oder schlußendlich zum Gerichtshof für Menschenrechte?

  86. 47.

    Tja, mal wieder ein krasses Fehlurteil - auch bedingter Vorsatz ist absolut unhaltbar und an den Haaren herbei gezogen.

  87. 46.

    Ja. Es mögen Rachegelüste sein. Aber man sehnt sich nach Schutz und Sühne. Ich stehe dazu. Es wird vor Gericht so oft Unrecht gesprochen. Zuviele kommen ungeschoren davon, die am Steuer soffen, die rasten und Schumi spielten. Heute sind zwei Menschen verknackt worden, die anderen aus niedrigen Beweggründen unfassbaren Schaden zugefügt haben. Es gibt keinen Zweifel , dass wegen ihnen ein Unschuldiger sterben musste. Es wurde ein Exempel statuiert. Und das ist gut so.

  88. 45.

    Wie wäre es, wenn die Raser vorher mal das Gehirn eingeschaltet hätten? Hinterher immer dieses "Das habe ich nicht gewollt"-Gejammer ist kaum erträglich. Und ebenso unerträglich finde ich Ihre Argumentation, Andrea.

    Wer versehentlich über eine rote Ampel fährt und dabei kommt jemand zu schaden, das nenne ich fahrlässig. Wer über zig rote Ampeln fährt und mit diesem Tempo die Straßen langdonnert, der handelt absolut vorsätzlich und es ist ihm egal, ob andere zu schaden kommen. Und das alles nur, um das eigene Ego zu befriedigen...

  89. 44.

    "Es gibt keinen Vorsatz"? Kommt darauf an, was man darunter versteht, und da kommt es nicht auf Sie, sondern auf das StGB an. Dort gibt es auch den "bedingten Vorsatz": Man nimmt die Folgen in Kauf. D.h., man muss gar nicht jemanden umbringen WOLLEN; man macht sich auch schuldig, wenn man sich sagt: "Da kann jetzt ein Mensch sterben, ja, das wäre sogar äußerst betrüblich -- aber jetzt grade ist mir mein eigener Spaß wichtiger (und es wird schon alles gut gehen)". Insofern zählt natürlich auch nachträgliche Reue nicht -- es geht darum, was den Tätern im Moment der Tat durch den Kopf gegangen ist (daran ist übrigens des erste Urteil gescheitert; der Richter hatte den bedingten Vorsatz erst zu einem Moment vermutet, als die Täter gar nicht mehr anders konnten).
    Dass die beiden möglicherweise geistig oder seelisch unreif und derlei mehr waren, ist für die Einstufung als Mord ebenfalls irrelevant. Es könnte u.U. bei der Strafzumessung berücksichtigt werden, wenn es denn stimmt.

  90. 43.

    Wer mit stellenweise 170 km/h, sich in der Stadt ein Rennen liefert und dazu unzählige rote Ampeln ignoriert handelt sicherlich nicht grob Fahrlässig. Sondern nimmt es billigend in Kauf, andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer zu verletzten oder wie in diesem Fall zu töten. Daher ein völlig gerechtes Urteil, die Reue der beiden kommt leider zu spät. Eigentlich gehören solche möchtegern bis an ihr Lebensende weggeschlossen, zum Schutz der Allgemeinheit.

  91. 42.

    " Suleyman H. " Sie müssen Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, dass führt zu nichts. Die beiden Beschuldigten sind zu recht wegen Mordes verurteilt.

    Wer in der Innenstadt mit sehr hoher Geschwindigkeit, zig Rote Ampel bewusst überfährt, nimmt billigen im Kauf, dass Menschen getötet werden. Bei einer Geschwindigkeit von 50 KM/H ist die Gefahr, dass dabei Menschen getötet werden ( bei einem Zusammenstoß ) nicht so groß.

    Zudem hatten beide meiner Kenntnis nach, schon mehrere Einträge im Register, wegen div. Verkehrsvertöße, oder ?

    Dieses Urteil ist meiner Rechtsempfindung gerecht und zeigt deutlich, dass solche Menschen im Straßenverkehr nichts zu suchen haben. Es gibt leider sehr viele Raser und viele haben bisher sehr viel Glück gehabt. Man sollte das Glück aber auch nicht herausfordern.
    Das Urteil ist sicherlich auch als Mahnung, für die anderen Raser gedacht.

  92. 41.

    Das Urteil ist angemessen. Bleibt zu hoffen, das die Strafrahmen künftig EU-weit harmonisiert werden. Die Fahrzeuge von Rasern und Dränglern sollten sofort konfisziert und öffentlich versteigert werden. So wie in Skandinavischen Ländern. Führerschein-Entzug nie unter 3 Jahre. Es wird wirklich Zeit, das die Gesellschaft solches Gelichter und deren Verhalten ächtet.

  93. 40.

    Andrea, ob Sie eine gute Richterin wären, darf bezweifelt werden. Sie glauben offenbar jeden Mist, den Angeklagte von sich geben.

    Ein Angeklagter hat das Recht zu lügen und zu schweigen. Das mit dem Schweigen hat im ersten Prozess nicht funktioniert, das mit dem Lügen jetzt auch nicht. Danke, dass der Richter nicht so "blond" war, der angeblichen Reue Glauben zu schenken.

  94. 39.

    Was Sie schreiben ist noch nicht einmal lustig.

    Das Gericht hat dargelegt, welche Mordmerkmake erfüllt sind.

    Schreiben Sie also bitte keine Fakes.

  95. 37.

    "Wenn ein Raser jemanden aus Fahrlässigkeit totfährt, dann soll es Mord sein? "
    Aus Fahrlässigkeit? Nein, eher ist eine solche Ansicht krank.

    Die beiden Raser wussten VORHER sehr genau, dass sie Tote in Kauf nehmen. Hamdi H. hat der Gutachterin gegenüber auf die Frage, was er davon halten würde, würde Marvin N. zu einer geringeren Strafe als er verurteilt, geäußert, dass er dafür kein Verständnis hätte, denn "Marvin hätte es ja auch in Kauf genommen."

    Mir hat die erneute Verurteilung ein Lächelns aufs Gesicht gezaubert.

  96. 36.

    @ 21 De Fakto

    ""Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass ..." - Solche Autorennen sind verboten!"

    Ja, solche Autorennen sind verboten, richtig. Aber: es gibt immer noch keinen Mordvorsatz!! Solche Autorennen sind grobe Fahrlässigkeit, aber kein Mord weil die beiden nachweislich niemanden töten wollten. Außerdem hat man bei deren Aussage gemerkt, dass die zum Tatzeitpunkt noch erhebliche jugendliche Unreife und hochgefährliche Selbstueberschätzung gezeigt haben. Das hat einer von denen später ja auch ausgesagt.

    Von daher: dass hier war KEIN Mord sondern grob fahrlässige Tötung.

  97. 35.

    hier gibt es keine Gewinner. Ich hoffe das dieses harte Urteil seine Signalwirkung hat und so viele Menschenleben rettet.

  98. 34.

    Vor Gericht wird gilt aber nicht, was "gemeinhin" als Mord angesehen wird (abgesehen davon: woher haben Sie denn Ihre Kenntnis darüber?), sondern vor Gericht gelten die deutschen Gesetze. Und im StGB wird als Mord nun einmal bezeichnet, wenn jemand einen Menschen aus "niedrigen Beweggründen" umbringt -- egal welchen. Der Mörder muss das auch nicht beabsichtigen, sondern nur billigend in Kauf nehmen (d.h., nicht direkt wollen, aber sich sagen: Ok, bei dem was ich mache, kann ein Mensch sterben -- das mag zwar schade sein, aber mein Spaß hat jetzt Vorrang). Genau darin, dass jemand nur wegen des Kicks am Rasen den Tod eines anderen in Kauf nimmt, haben die Richter, soweit man das dem Artikel entnehmen kann, auch den niedrigen Beweggrund gesehen.

  99. 33.

    Ein gutes Urteil!

  100. 32.

    Das Urteil mag gerecht erscheinen. Ob hier aber zu Recht Recht gesprochen wurde, entscheiden die Richter der folgenden Instanzen.

  101. 31.

    Sie sind sehr aggressionsgesteuert. Und selbst wenn das Opfer einer Ihrer Liebsten wäre, Sie würden gradlinig weiter juristisch argumentieren.? Das glaube ich nicht^^ Da fehlt es Ihnen schon sehr an Empathie oder an Reife.

  102. 30.

    Mit dem abscheulichen Verhalten haben erwachsene Männer, die im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten waren, eine vorsätzliche Tötung verursacht. Das reicht. Daher kann man einen Unfall nicht als Vergleich heranziehen und relativieren.

  103. 29.

    Was auch noch eine Rolle spielt:

    Denjenigen, die nur rasen wollen, meistens allerdings bei Verfolgung eines anderen Ziels, die bemächtigen sich der Bundesautobahn. Von schon vor 3 Jz. wurde von der "größten offenen Psychiatrie Deutschlands" gesprochen. Allerdings sind es dann wiederum 99 %, die im Zweifelsfall zurückstecken.

    Diejenigen, für die Rasen Selbstzweck geworden ist, kein anderer Zweck dabei existiert, sich aber immerhin der Gefahr für andere bewusst sind, die bevorzugen abgelegene Gewerbegebiete.

    Diejenigen, für die Rasen Selbstzweck geworden ist, kein anderer Zweck dabei existiert, denen aber die Gefahr für andere völlig gleichgültig ist, die bevorzugen für ihr Rasen ganz bewusst die Zentren. Genauer gesagt ist ihnen das Motiv wichtig: der kriegszerstörte Turm der Gedächtniskirche als "Kick" etwa oder rußgeschwärzte Wohnwände, sodass Zerstörung sich zu Zerstörungswillen gesellt.


  104. 28.

    @ 16 Roland:

    Dieser besoffene Typ hat es leider nicht geschafft, er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus, mein Bruder, meine Altvordere und ich wurden durch Glassplitter verletzt. Wir kamen ebenfalls ins Krankenhaus. Die Polizei informierte uns dann am nächsten Tag, dass dieser Typ es nicht geschafft hatte und dass er ein regional bekannter Tippelbruder war.

    Von daher: mein Vater konnte damals nichts dafuer und wurde trotzdem unschuldig veurteilt!

    Aus dem Grund: ich rede aus Erfahrung, @ 16 Roland. Sie sollten daher wissen dass solche niederen persönlich gemeinten Rachegefuehle - wie sie viele User hier zeigen - in einem Rechtsstaat nichts verloren haben.

  105. 27.

    @ 16 Roland

    Mein Vater konnte damals ueberhaupt nichts dafuer und um noch weiter ehrlich zu sein:
    mein Bruder und ich sowie meine Altvordere saßen damals mit im Unfallfahrzeug und haben es hautnah miterlebt was passiert ist. Wo das ganze passiert ist??

    Bundesland: Niedersachsen
    Örtlichkeit: außerorts zwischen Martfeld und Hoyerhagen (im tiefsten Hinterland von Niedersachsen)
    Straße: nachtdunkle Landstraße ohne jede Beleuchtung
    Tages- bzw. Nachtzeit: nach 22 Uhr

    Wir waren auf dem Rueckweg von einem Tagesausflug zu unserem Quartier bei meiner Tante in Norddeutschland und dann lief uns dieser dunkel gekleidete Typ (stockbesoffen und mit einer Tuete Bierflaschen dabei) ins Auto. Der Typ taumelte rechts am Straßenrand entlang und war nicht zu sehen

    Schaden: Totalschaden
    Unfallfolgen: eine Person tot, drei Personen verletzt (leicht).

  106. 26.

    Ich kann das Urteil verstehen. Wer sein Auto zur Waffe macht, kann nicht mit Gnade rechnen. Und mir ist es auch egal, ob die beiden Fahrer eine schwere Jugend hatten oder vom Wickeltisch geknallt sind. Sie haben einen Menschen auf dem Gewissen.

  107. 25.

    @ 16 Roland

    und dass sage ich aus persönlicher Erfahrung voraus. Mein Vater ist einmal unschuldig verurteilt worden, als uns vor vielen Jahren mal ein stockbesoffener Typ ins Auto gelaufen ist!! Und seitdem sage ich: bei jedem solchen Urteil wie es hier gefallen ist, wird die Verhältnismäßigkeit aus der EU-Grundrechte-Charta Artikel 49 verletzt und damit ist dieses Urteil unverhältnismäßig und damit eu-rechtswidrig!

    Irgendwann muss auch mal die längste Haftstrafe abgesessen sein und außerdem hat man ja aus der Aussage von den beiden rausgehört, dass die niemanden töten wollten!!

  108. 24.

    Wenn ein LKW-Fahrer aus Fahrlässigkeit einen Fußgänger totfährt, dann hat das eine Geldstrafe von 600 bis 3000 EUR zur Folge. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür.
    Wenn ein Raser jemanden aus Fahrlässigkeit totfährt, dann soll es Mord sein?

    Verhältnismäßigkeit?

    In allen Fällen hatten die Täter nicht vor, Jemanden zu verletzten. Das sollte bei der Urteilsfindung maßgeblich sein. Es fehlt der Tötungsvorsatz!

    Ich will diese Raser auch im Gefängnis sehen, aber mehr noch will ich ein funktionierendes Rechtssystem, ohne dass Exempel an einzelnen Individuen statuiert werden.

    Man könnte hier eine endlose Liste von widerwärtigen Verbrechen nennen (Totschlag, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch) von wirklich abartigen Tätern, die nicht annähernd so schwer verurteilt wurden, wie diese Raser.

    Scheinbar sind Steuerhinterziehung und Rasen bei uns bald die einzigen Schwerverbrechen. Alles andere wird zur Bewährung ausgesetzt. Kranke Rechtsprechung!

  109. 23.

    @ 16 Roland

    Zu Ihrer Frage:

    "Bei allem Respekt, hätten Sie die gleiche Meinung wenn das Opfer Ihr Vater/Bruder/Partner gewesen wäre? "

    JA!! Weil es fahrlässige Tötung war und KEIN Mord weil die Mordmerkmale NICHT erfuellt sind!! Außerdem zeigt der Kommentar von Ihnen, dass Sie sich von billigen niederen Rachegefuehlen leiten lassen anstelle von Recht und Gesetz!!

    Damit zu Ihrem Punkt:

    "Schön, dass endlich bei solcher sinnlosen Gefährdung von Menschenleben harte Konsequenzen folgen."

    Auch eine Verurteilung wegen grob fahrlässiger Tötung wäre hart genung gewesen!! Dieser Punkt von Ihnen ist billiger Rechtspopulismus und Rechtextremismus!!

    und das hier von Ihnen:

    "Schade für die beiden Angeklagten, die damit bestimmt nicht gerechnet haben und nun ihre besten Jahre hinter Gittern verbringen müssen."

    ist so noch gar nicht gesagt! Das Teil kann noch via Bundesverfassungsgericht und EUGH gekippt werden!! Freuen Sie sich mal nicht zu frueh!!

  110. 22.

    Die Raser waren selber nicht angeschnallt...das interessiert mich nicht die Bohne. Wenn sie selber zu Schaden kommen oder ihre Autos schrotten, ist das schnurzpiepe. Jeder hat die Wahl sich nicht so zu verhalten. Unbeteiligte Opfer aber nicht. Der Ton auf der Straße wird immer rauher, viele pfeifen auf Regeln und Gesetze. Wahrnehmungsgestört empfinden sich junge Männer als Rennfahrer. Da fehlt es eindeutig an der nötigen Reife und psychologischen Stabilität, am Strassenverkehr teilnehmen zu dürfen. Außer zu Fuß...

  111. 21.

    "Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass ..." - Solche Autorennen sind verboten!

  112. 20.

    Tja, da ist die Strategie von der angeblichen Reue zum Glück nicht aufgegangen.

    Nachdem gerade dieser mehrfach vorbestrafte Hamdi H. bereits im ersten Prozess den aggressiven Proll gegeben hat (und auch als ein solcher von Zeugen beschrieben wurde), und zweimal den Richter während der Urteilsverkündung angebrüllt hat, hat ihm das nichts genützt.

  113. 19.

    Zehn Jahre Haft ist eine härtere Strafe als lebenslang? - Seltsame Artikellogik!

  114. 17.

    Das richtige Urteil. Es wird sich schnell herumsprechen in der Raser Szene in Deutschland und hoffentlich wird nie wieder ein unschuldiger Mensch auf diese Weise sterben müssen.

  115. 16.

    Bei allem Respekt, hätten Sie die gleiche Meinung wenn das Opfer Ihr Vater/Bruder/Partner gewesen wäre?

    Schön, dass endlich bei solcher sinnlosen Gefährdung von Menschenleben harte Konsequenzen folgen.

    Schade für die beiden Angeklagten, die damit bestimmt nicht gerechnet haben und nun ihre besten Jahre hinter Gittern verbringen müssen.

  116. 15.

    Mord und Totschlag setzen Vorsatz voraus. Bedingter Vorsatz reicht aus. Dazu gehört das billigende in Kauf nehmen der Folgen einer Handlung. Ob jemand im Nachgang um Entschuldigung bittet ist irrelevant, es kommt auf den Tathergang an.

    Ansonsten sind auch alle Merkmale für Mord erfüllt: Niedrige Beweggründe (zeigen dass man schneller fahren kann im öffentlichen Raum), Heimtücke (das Opfer hatte keine Chance dem Täter zu entgehen), gemeingefährliches Mittel (Auto mit extrem überhöhter Geschwindigkeit, daher Gefährdung auch weiterer Personen ausser des tatsächlichen Opfers).

    Was soll an der Tat fahrlässig gewesen sein? Die Fahrer sind nicht mit dem Fuss "aus Versehen" auf das Gaspedal abgerutscht.

  117. 14.

    Recht so!

  118. 13.

    Ihr Kommentar ist gut,ich möchte mich anschließen.
    Nur weil die beiden Asozialen ihren "Spaß " wollten,ist ein Mensch getötet worden.

  119. 12.

    Pfff...
    Wenn es denen mal selbst an den Kragen geht, kommen se alle ganz schnell mit ner "Entschuldigung" um die Ecke. Ist nicht neu, diese Wehleidsnummer. Sprich diese Halbstarken mal an ihren Rasertreffpunkten an. Da wirst du NICHTS von dieser angeblichen Einsicht hören, sondern bestenfalls höhnisches Gelächter. Wird dringend Zeit, daß hier mal Kante gezeigt wird. Kinder brauchen Grenzen...

    Wir brauchen mehr solche Richter mit Verantwortungsbewusstsein.

  120. 11.

    Es ist vollkommen richtig die Raser als "Mörder" verurteilen. Die Gesellschaft muss vor solchen kriminellen Elementen geschützt werden! Hier hilft auch kein sozialpädagogisches Argument oder eine juristische Grundsatzdiskussion. Beide haben durch ihre Raserei vorsätzlich den Tod eines Menschen und die Gefährdung anderer Menschen billigend in kauf genommen, das Kfz wurde als Waffe mißbraucht und hinterhältig eingesetzt! Für solche Subjekte gibt es nur eine Antwort "harte und gerechte Strafe bei maximalen Vollzugsbedingungen"!

  121. 10.


    Diese Aussagen aus dem Artikel sind nachträgliche Reue - sagen aber nichts über Mord oder Fahrlässigkeit aus.

  122. 9.

    Die Straßen und auch Autobahnen sind voller Bekloppter, die sich an keine Regeln halten. Da möchte ich in der Stadt nicht auch noch mit Rennfahrern zu tun haben. Wo soll das hinführen, wenn solches Verhalten nicht hart bestraft wird? Sie waren nicht angeschnallt, als Argument? Der eigene Tod war wohl keine Option?

  123. 8.

    Dass es Angeklagten, sobald sie vor Gericht stehen und sich die Schuld nicht mehr glaubhaft abstreiten lässt, jedesmal "aufrichtig leid tut" und sie urplötzlich voller Scham und Reue sind, hat für Sie etwas zu bedeuten?

  124. 7.

    Wenn es dem Mörder hinterher leid tut, heißt das nicht, dass die Tat keine Vorsatztat war.
    Und warum soll kein Mordmerkmal erfüllt sein (niedriger Beweggrund z.B.)? Nur weil sie Lust auf ein Rennen mitten in der Innenstadt hatten, ist ein Mensch gestorben. Viel niedriger geht es kaum als für den eigenem Spaß den Tod eines Menschen zu verursachen.

    Über den Vorsatz kann man sicherlich akademisch streiten, gewollt haben sie den Tod und den Unfall nicht - aber es war ihnen einfach scheißegal, ob einer dabei drauf geht. Und das ist ein bedingter Vorsatz.

  125. 6.

    Mord ist hier eben eine rechtliche Krücke.
    Für fahrlässige Tötung gibt es bis zu 5 Jahre - das ist es nach dem Rechtsempfinden der Mehrheit der Bevölkerung nicht. Aber auch für Totschlag in einem besonders schweren Fall kann es lebenslängliche Haft geben.

    Brauchen wir einen Paragrafen für "gemeinschaftlichen wahllosen lebensgefährlichen Angriff auf Unbeteiligte mit einer gefährlichen Waffe (hier: Auto), mit Todesfolge, zum Zweck der Lustbefriedigung (Rennen, Geschwindigkeitsrausch, Entgrenzung)"?
    Ich glaube nicht. Aber wenn man es so aufschreibt, scheinen da schon Mordmerkmale durch, egal ob die nun glaubten, die Situation unter Kontrolle zu haben oder nicht.

  126. 5.

    Willkommen in der Welt hinter Gittern genau das richtige Urteil für die selbstverliebten Raser .

  127. 4.

    Eine große Erleichterung über dieses Urteil macht sich breit. In diesem Verfahren ist wieder Recht gesprochen worden.
    Mögen sie sich diese zwei unreifen Täter nun ganz genau überlegen, was ihre sinnlose Suche nach dem nächsten (Ego-) Kick für eine traurige Konsequenz im Leben vieler Menschen hinterlassen hat, in ihrem eigenen auch.
    Es ist ein Jammer, dass junge Männer aufgrund von Geltungssucht und Größenwahn andere Menschen in den Tod reißen. Daher hat die Justiz nun das richtige Urteil gefällt. Danke!

  128. 3.

    Außerdem zeigt dass hier aus dem Artikel:

    "In seinem Schlusswort hatte der 30-jährige Angeklagte vor Gericht eingeräumt, er würde "gern ungeschehen machen, was geschehen ist". Auch der jüngere Angeklagte hatte betont, er wolle sich aufrichtig entschuldigen."

    dass es Fahrlässigkeit und KEIN Mord war! Außerdem fehlen sämtliche Mordmerkmale!! Dieses Urteil ist und bleibt ein Fehlurteil!! Von daher raus damit zum Bundesverfassungsgericht bis rauf zum EUGH!!

  129. 2.

    Mord wird gemeinhin als geplante, von vornherein beabsichtige Tötung eines bestimmten Menschen angesehen. Doch es gibt Vergleichbarkeiten, wo dies nicht so ist: Wenn sich jemand mit einem Maschinengewehr auf den Marktplatz hinstellt und wahllos in die Menge schießt, hat er keinen Bestimmten im Auge, denn i. d. R. hat er keinen der Erschossenen vorher gekannt. Wer einen Gesteinsbrocken von einer Autobahnbrücke wirft und es werden in einem total beschädigten Auto mehrere Menschen getötet, ist dies auch so.

    Allen ist gemeinsam, ein Zerstörungswerk anzurichten bzw. die Tötung von Menschen zumindest billigend in Kauf zu nehmen. Hier wurde die Tötung billigend in Kauf genommen.

    Entscheidend für mich ist, dass beide ihr Leben lang kein Auto mehr fahren dürfen. Es sei denn, es stellt sich unvorhergesehenerweise eine sittlich-moralische Reife ein, Gefährtschaften u. Gerätschaften nicht bis zum Exzess zu benutzen, dass sie faktisch zu Tötungswerkzeugen werden.

  130. 1.

    Es wurde Zeit diesen unverbesserlichen
    Rasern ein Signal zu senden!

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