Gedenkkreuz am Tatort in Berlin-Pankow (Quelle: rbb/Albinsky)
Video: rbb24 | 07.03.2019 | Bild: rbb/Albinsky

30-Jährige in Pankow getötet - Lebenslange Haft für Mord an Bahndamm

Nach dem Mord an einer 30-jährigen Frau an einem Bahndamm in Berlin-Pankow vor etwa neun Monaten verurteilte das Landgericht den 39-jährigen Täter zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes. Er habe den Raub eines Handys verdecken wollen. 

Etwa neun Monate nach dem tödlichen Angriff auf eine 30 Jahre alte Frau an einem Bahndamm in Berlin-Pankow ist der Angeklagte des Mordes schuldig gesprochen worden. Das Landgericht
verurteilte den 39-Jährigen am Donnerstag zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Der Mann habe die Frau getötet, um einen versuchten Raub ihres Handys zu verdecken, begründete das Gericht sein Urteil.  Damit folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwältin. Der
Verteidiger hatte auf einen Schuldspruch wegen Körperverletzung mit Todesfolge plädiert.

Von spanischen Behörden ausgeliefert

Der Angeklagte soll die Frau im Mai 2018 in einem kleinen Park angegriffen und erstickt haben. In dem vierwöchigen Prozess hatte der 39-Jährige erklärt, es sei ihm "nur um das Handy" der Frau gegangen, die in der Sonne auf einer Decke saß. Im Gerangel sei sie gestürzt.

Zunächst war die Anklage von einem Mord zur Verdeckung einer versuchten Vergewaltigung ausgegangen. Zwei Tage nach dem Tod der Frau fand ein Spaziergänger die Leiche. Sichergestellte DNA-Spuren konnten dem Angeklagten zugeordnet werden.

Vier Wochen nach der Tat begann die Fahndung nach dem Angeklagten. Im Juli wurde der Mann in Spanien festgenommen. Knapp drei Monate nach dem gewaltsamen Tod der 30-Jährigen wurde der mutmaßliche Mörder dann im August nach Deutschland ausgeliefert. 

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Ein Mord für ein sch... Telefon. Das muss man sich mal vor Augen führen.

  2. 5.

    Das ist gut so.

  3. 4.

    Mit Ihrer summarischen Sichtweise können Sie Inhalt und Sinn meines Kommentars nicht verstehen. - Dem Gericht sei Dank für das gerechte Urteil zur Sühne der Tat und zum Schutz der Bevölkerung.

  4. 3.

    Unglaubliche Tat, gerechtes Urteil. Man muss sich parallel mal vergegenwärtigen, dass dort in der Nähe ein anderer Täter für das wiederholte Einschlagen auf den Kopf einer Joggerin mit einem Ziegelstein bei "schwerer Körperverletzung" mit "positiver Sozialprognose" und "Bewährung" davongekommen ist. Also hier danke an das Gericht.

  5. 2.

    Nein, das ist kein seltsamer Wandel. Im Ergebnis bleibt es ein Mord zur Verdeckung einer Straftat mit identischem Strafmaß. Von einem Raub mit Unfalltod (den es im Übrigen im Gesetz gar nicht gibt), kann daher keine Rede sein.

  6. 1.

    Seltsamer Wandel von versuchter Vergewaltigung zum versuchten Handy-Raub mit Unfalltod!

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