Archivbild: Polizisten sichern am 26.08.2015 in Berlin Spuren eines schweren Verkehrsunfalls (Quelle: dpa/ von Jutrczenka)
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Video: Abendschau | 11.03.2019 | R. Unruh / P. Gerstner | Bild: dpa/ von Jutrczenka

Sicherheitsbilanz 2018 - Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin gestiegen

In Berlin ist die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr leicht gestiegen. Häufigste Ursachen: Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und zu hohe Geschwindigkeit. Senioren und Radfahrer sind besonders gefährdet.

Im wachsenden Berlin steigt auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Nach Angaben von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik vom Dienstag registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 144.325 Verkehrsunfälle. Das waren gut 901 Unfälle mehr als 2017, eine Steigerung um 0,6 Prozent.

Im gleichen Zeitraum stieg allerdings die Zahl der Einwohner Berlins um ein Prozent oder 36.000 Menschen auf jetzt 3,75 Millionen. Das Plus bei den Unfällen ist im Verhältnis etwas geringer.

Rund 18.172 Menschen wurden durch die Unfälle verletzt, 2.542 von ihnen schwer. 45 Menschen kamen ums Leben, das sind neun mehr als 2017. Die häufigsten Unfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und zu schnelles Fahren.

Am gefährlichsten ist der Straßenverkehr für Radfahrer und Senioren in Berlin. Allerdings, so Innensenator Geisel, sind sie häufig Mitschuld an den Unfällen. Senioren sind dabei zu zwei Dritteln an ihren Unfällen ganz oder zum Teil schuld.

Verhältnismäßig wenig Verkehrstote in Berlin

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Berlin sehr wenig Verkehrstote, nämlich zwölf pro einer Million Einwohner. Nur Bremen hat weniger. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg gibt es dagegen 63 und 57 Tote pro einer Million Einwohner.

Durch mehr Blitzgeräte gegen Raser gab es zudem deutlich mehr Kontrollen und Bußgelder in dem Bereich. Den höchsten Verstoß lieferte ein Autofahrer, der mit Tempo 196 bei einem Limit von 80 auf der Stadtautobahn fuhr. Am Treptower Park wurde ein Fahrer mit 158 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 50 geblitzt.

Sendung: Inforadio, 11.03.2019, 13 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    In einer Stadt, in der die EInwohnerzahl kräftig ansteigt, passieren bei im Übrigen gleichen Voraussetzungen logischerweise auch mehr Unfälle.

  2. 2.

    Es gibt schon seltsame Kommentare, natürlich ist der Bezug auf eine Million Einwohner eine brauchbare Größe, jeder Taschenrechner sagt ihnen aber ihre gewünschte Bezugsgröße. Ob ihnen die Zahl 1,2x10(hoch Minus Fünf) bezogen auf einen Einwohner weiter hilft, lasse ich mal dahin gestellt.
    Ihre gewünschten Angaben würden gegen europäischen und deutschen Datenschutz verstoßen. Alle in der EU befindlichen Staaten müssten zustimmen, dass Ihre Einwohner immer total überwacht werden, zumindest was ihren Aufenthaltsort (GPS- und sekundengenau) angeht.
    Dann möchten sie auch noch die Zahl der Verkehrsmittel je Einwohner wissen. Ich bin mal gespannt, welche Jubelstürme es auslöst, wenn jeder deutsche Einwohner so ca. einmal im Jahr den Behörden mitteilen muss, wie viele Roller, Skateboards, Kinderfahrräder, Fahrräder, Mofas, Kleinkrafträder, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Anhänger etc. er besitzt und in Deutschland in den Verkehr bringt.
    Die veröffentlichen Zahlen sind seit Jahrzehnten genau so gehalten und deshalb auch vergleichbar (ist auch nicht schwer, sie werden immer veröffentlicht). Dass sie nicht immer ins eigene oder allgemeine Weltbild passen, liegt in der Natur der Sache, denn diese Zahlen sind gezählt und nicht gefühlt.
    Die Bemerkung an rbb24, sie hätten das "kritisch hinterfragen müssen" (eine zur Zeit gern benutzte Platitüde) ist also ziemlich sinnlos, durch Fragen ändern sich vielleicht Meinungen, aber keine Zahlen.

  3. 1.

    Der Zahlenbezug auf 1 Million Einwohner ist gerade im Bereich Straßenverkehr schon sehr weit verfehlt.
    - Anzahl verkehrsmittel pro Einwohner
    - Anzahl Verkehrsteilnehmer, z.B. durch NRW, Bayernund Niedersachsen durchreisende Ausländer (z.B. europäische Autoreisende oder Brandenburg durch Berlin-Touristen und Pendler)
    - Anzahl gefahrene Kilometer
    - ...

    Leider eine echt schlechte Aussagekraft. Hier hätte mich ein kritisches Hinterfragen seitens rbb gefreut statt nur zu reporten.

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