01.03.2019, Berlin: Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus und den Garten der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca (Quelle: dpa/ von Jutrczenka)
Video: Abendschau | 01.03.2019 | Rainer Unruh | Bild: dpa/ von Jutrczenka

Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß - Ermittler gehen im Fall Rebecca von Tötungsdelikt aus

Im Fall Rebecca ist der Schwager der vermissten 15-Jährigen wieder freigelassen worden. Der Ermittlungsrichter sah keinen dringenden Tatverdacht. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Nach wie vor gebe es kein Lebenszeichen.

Im Fall der vermissten Rebecca gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass die 15-Jährige das Opfer eines Tötungsdeliktes wurde. Das teilten am Freitagnachmittag die Berliner Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Nach wie vor gebe es kein Lebenszeichen von dem Mädchen. 

Der Schwager der 15-Jährigen, der am Donnerstag vorläufig festgenommen worden war, ist inzwischen wieder freigelassen worden. Der Ermittlungsrichter habe keinen dringenden Tatverdacht gegen ihn feststellen können, hieß es in der Mitteilung. Die Ermittler der 3. Mordkommission hätten den 27-Jährigen festgenommen, weil es Widersprüche zwischen seinen Angaben und den neuesten Ermittlungsergebnissen gegeben habe. Am Freitag war der Mann dann dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, der dessen Freilassung anordnete.

Das Haus des Schwagers und der Schwester der vermissten Rebecca im Neuköllner Stadtteil Britz wurde am Freitag von Kriminaltechnikern untersucht. Dort hatte sich die 15-Jährige vor ihrem Verschwinden am 18. Februar aufgehalten. Mehrere Mitarbeiter in weißen Schutzanzügen waren am Mittag im Einsatz und suchten nach Spuren, sagte eine Polizeisprecherin.

Über 100 Hinweise aus der Bevölkerung

Die 15-Jährige war am 18. Februar verschwunden. Die Nacht vor ihrem Verschwinden hatte sie im Haus ihrer älteren Schwester im Maurerweg verbracht, sie hatte im Wohnzimmer geschlafen. Am Montagmorgen hätte sie um 9.50 Uhr in ihrer Schule zum Unterricht sein sollen, erschien dort jedoch nicht. Die Wohnung der Schwester hatte das Mädchen gegen 7.15 Uhr verlassen.

Am Mittwoch suchte die Polizei mit einem Hubschrauber nach der 15-Jährigen. Auf der Suche nach Rebecca wurden auch Spürhunde eingesetzt und Handydaten der Verschwundenen ausgewertet. Am Mittwochnachmittag soll die Polizei in Neukölln im Südosten Berlins laut dpa ein Kleidungsstück des Mädchens gefunden haben, wollte sich dazu aber nicht äußern.

Familienangehörige suchten mit Flugblättern und in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #findbecci nach dem Mädchen. Bis zum Donnerstag gingen bei der Polizei mehr als 100 Hinweise zum Verschwinden des Mädchens ein.

Sendung: Inforadio, 01.03.2019, 14.20 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Zu welchen Straftaten sind Verbrecher im Fall eines 15-jährigen Mädchens fähig?

  2. 4.

    Doch doch, das spielt schon eine Rolle. Es wird nach Rebecca gefahndet und die Bevölkerung wird auch aufgefordert, die Augen offen zu halten. Deswegen meine Nachfrage, weil Britz und Alt-Buckow nicht dasselbe sind. Bitte unterstellen Sie mir keine Sensationslüsternheit.

  3. 3.

    es spielt keine Rolle was im Artikel steht wann wo wer übernachtet hat. Ebenso wann die tatsächliche Auswertung von Mobilteilen stattfand.
    In diesem Fall hält sich der rbb vorzüglich zurück. Im Gegensatz zu anderen Print / Online Medien wird hier nicht spekuliert.
    Die KriPo wird ihre Arbeit machen.
    Der Familie darf ich hier in dieser Zeit alle Kraft dieser Welt wünschen.

  4. 2.

    .... ist das nicht ein wenig spät und auch die Handyauswertung hat ja auf sich warten lassem

  5. 1.

    Im gestrigen Artikel heißt es, Rebecca verbrachte die Nacht in Alt-Buckow. Jetzt soll sie in Britz gewesen sein. Vielleicht nur ein Detail, aber verwirrend, da beide Ortsteile zwar zu Neukölln gehören, aber sehr weit auseinander liegen.

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