Ein Polizist steht während der Suche nach Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg. (Quelle: dpa/Simone Kuhlmey)
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Audio: Inforadio | 11.03.2019 | Ari Gosch | Bild: dpa/Simone Kuhlmey

Suche in Waldstück bei Storkow erfolglos - Rebecca bleibt verschwunden

Die Suche nach der seit drei Wochen vermissten Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg hat keine Ergebnisse gebracht. Die Schülerin bleibt verschwunden. Der tatverdächtige Schwager sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Der Fall der seit drei Wochen verschwundenen Rebecca bleibt ungeklärt. Trotz eines großen Suchaufgebots über drei Tage mit jeweils Hunderten Berliner Polizisten und Dutzenden Suchhunden in einem Brandenburger Waldgebiet fanden die Beamten keine Spur der Zehntklässlerin.

Ein Hinweis auf das himbeerrote Auto des tatverdächtigen Schwagers in dem weitläufigen Kiefernwald rund 50 Kilometer südöstlich von Berlin hatte die Suche dort ausgelöst. Es sei jedoch nur ein vager Hinweis gewesen, der zu keinem Ergebnis führte. Am Sonntag wurde die Suche dort eingestellt. Die 15-jährige Schülerin gilt seit dem 18. Februar als vermisst. Seit Anfang März gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.

Bisher keine weitere Suchaktion begonnen

Bisher hat die Polizei keine weitere Suchaktion in einem anderen Gebiet begonnen. Man konzentriere sich jetzt darauf, die inzwischen mehr als 1.200 Hinweise aus der Bevölkerung abzuarbeiten. "Das wird noch viel Zeit kosten", sagte eine Sprecherin. 

Der 27-jährige Schwager des Mädchens schweigt in der Untersuchungshaft. Auf ihn hatten sich die ermittelnden Beamten relativ schnell als Tatverdächtigen festgelegt. Er sei zur Zeit des Verschwindens von Rebecca allein mit ihr im Haus gewesen, hieß es. Außerdem habe er sich bei seinen anfänglichen Aussagen in Widersprüche verwickelt.

Auch zu zwei Fahrten nach Brandenburg, die über ein Kennzeichenerfassungssystem bekannt wurden, habe er geschwiegen, hieß es von der Polizei. In dem Wagen waren Haare von Rebecca und Fasern einer Fleecedecke gefunden worden, die mit ihr aus dem Haus verschwunden war. Auf das Familienauto habe zu dem Zeitpunkt nur der Schwager des Mädchens Zugriff gehabt.

Vor allem Strafverteidiger kritisieren das Vorgehen der Polizei, den Schwager als Tatverdächtigen zu präsentieren. Die Unschuldsvermutung werde so ausgehebelt, hieß es. Ein faires Strafverfahren, wenn es dazu kommen sollte, sei so nicht mehr garantiert.

Sendung: Inforadio, 11.03.2019, 9 Uhr

Chronologie des Vermisstenfalls Rebecca

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 8.

    It is sad enough to see this whole story unfold. I am the father of daughters around the same age, and I must tell you I wouldn't be as claim, cool, and collective as her father, but everyone handles grief differently. Look we live in a digital age you can find who you want when you want.You can search with cloud login where the phone last was. If all else fails there are satellites over Berlin that record all daily activities, just make the right call to the right person and the case will be solved. I hope she is found alive soon and all this can be put to rest.

  2. 7.

    Die Polizei sollte sich tatsächlich fragen, ob sie nicht von allen Beteiligten an der Nase herumgeführt wird ... Schnitzeljagd?

  3. 6.

    Und wenn, und hätte....vielleicht nur ein Fake-verschwinden, weil: die Eltern sind wohl nicht am durchdrehen, der Schwager schweigt,die Schwester ist auch nicht mehr präsent. Schnitzeljagd für das Volk ?

  4. 5.

    Der Schwager ist selber schuld an seiner Situation. Er könnte sich auch einfach äußern. Wer nichts zu verbergen hat, schweigt für gewöhnlich nicht, sondern klärt es auf.
    Wenn ich sein Arbeitgeber wäre, würde ich ihn fristlos entlassen - sofern noch nicht passiert.
    Egal, ob da nun eine Leiche oder etwas anderes im Auto war. Zu diesem Mitarbeiter hätte ich kein Vertrauen mehr.

  5. 4.

    Grundsätzlich gilt hier viel zu kritisieren, und da greife ich einen Zeitungsartikel auf ... Das fängt tatsächlich damit an, dass ein Fantasiebild der Verschwundenen herausgegeben wurde und von den Medien verbreitet wurde und wird! Was soll das? Und ja, nicht nur in diesem Zusammenhang ist das Verhalten der Familie kritisch zu sehen und vermutlich für die Ermittlungen der Polizei nicht unbedingt förderlich/hilfreich!

  6. 3.

    Sie haben bei Sherlock Holmes Kriminologie studiert, vermute ich… wenn nicht, lieber keine Theorien aufstellen und die Polizei in Ruhe arbeiten lassen.

  7. 2.

    hätte.....,wäre......,wenn......., woher beziehen Sie Ihr Fachwissen. Egal, was die Ermittler machen, es gibt immer welche, die meinen es besser zu können. Geht die Polizei an die Öffentlichkeit, ist es falsch, geht diese zu spät oder garnicht an die Öffentlichkeit, ist es auch nicht richtig. Eine Bitte an die selbsternannten Spezialisten, Ermittler und Profiler, laßt die Leute doch einfach ihre Arbeit machen.

  8. 1.

    Er war es nicht habe ich schon immer gesagt .denke das sie mit einen Freund auf der Flucht ist ob freiwillig oder nicht .
    Was aber über den Schwager veröffentlicht wird ist nicht richtig damit ist er abgestempelt. Es hätte kein Ton über den Schwager in die Öffentlichkeit rausgegeben werden .auch nicht das sie schön tot ist .

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