Ein auf das Autodach einer Limousine montiertes Blaulicht. Quelle: dpa/Florian Kleinschmidt
Bild: dpa/Florian Kleinschmidt

Geld für gefälschte Diagnosen - LKA ermittelt wegen Versicherungsbetrug im Amateurfußball

Ermittler des Landeskriminalamtes Berlin sind am Dienstagmorgen mit einer Razzia gegen ein mutmaßliches Netzwerk Versicherungsbetrügern vorgegangen. Bei der Durchsuchung von insgesamt zwölf Immobilien in Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof, Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und in Brandenburg seien eine Vielzahl von Beweismitteln sichergestellt und beschlagnahmt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Seit 2017 ermittle das LKA zu dem Fall, in dem 25 Verdächtige mit gefälschten Attesten in mehr als 100 Fällen Schmerzensgelder kassiert haben sollen.

Mit falschen Diagnosen Kasse gemacht

Den Angaben zufolge soll ein 43-Jähriger im Bereich des bezahlten Amateurfußballs vehement eine so genannte "Sportlerversicherung" vertrieben haben. Eine Überprüfung der betroffenen Versicherungsgesellschaft und von über einhundert Schadensfällen habe den Verdacht ergeben, dass medizinische Diagnosen für Fußballer manipuliert und Atteste gefälscht worden waren. Ziel sei es gewehen, damit an Schmerzensgelder zu kommen.

Von den ausgezahlten Geldern soll ein Teil an die Versicherung - ein anderer Teil weitere Personen geflossen sein, die in dem kriminellen Netzwerk als Vermittler agiert haben sollen. Einige der angeblich verletzten Spieler sollen trotz der auf dem Papier angegeben Verletzungen plötzlich wieder an Ligaspielen teilgenommen haben. Nach der Razzia in mehreren Berliner Stadtteilen dauert die Auswertung des beschlagnahmten Materials laut Polizei derzeit an.

Sendung: Abendschau, 13.03.2019, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Wo wird heute eigentlich nicht betrogen???

  2. 1.

    Soso, Fußball und Schmerzensgelder.
    Deshalb wälzen die Profi-Fußballspieler also nach jedem Foul so auf dem Platz und rufen nach Mutti.
    Bei den Profis geht es wohl um ganz andere Summe von Schmerzensgeld.

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