Eine Skizze zeigt den Jüdischen Garten, der ab Oktober 2019 in den Gärten der Welt in Berlin entsteht (Quelle: atelier le balto)
Bild: atelier le balto

Berlin-Marzahn - Gärten der Welt bekommen einen Jüdischen Garten

Neben dem Christlichen und dem Orientalischen Garten bekommen die Gärten der Welt in Berlin-Marzahn bald auch einen Jüdischen Garten.

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am Freitag mitteilte, starten die Arbeiten im Oktober. Demnach soll der Garten auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern im Bereich der höchsten Erhebung errichtet werden.

Pflanzen aus der Geschichte der Berliner Juden

Die Gestaltung des Jüdischen Gartens sieht "ein Netz aus Wegen und kleinen Platzflächen" vor, dazwischen Felder unterschiedlicher Größe und Form, in denen Pflanzen, die zur Geschichte der Berliner Juden gehören, ihren Platz finden sollen. Welche Pflanzen dies seien, "soll in einer Recherche-Phase erforscht werden, mit der die Umsetzung des Siegerentwurfs beginnt", heißt es in der Pressemitteilung. An zwei Begegnungspunkten im Wegenetz sollen Pavillons die Besucher zum Verweilen einladen.

Als Vorlage dient der Entwurf der "atelier le balto"-Landschaftsarchitekten und der Künstler Manfred Pernice und Wilfried Kuehn. Der Entwurf wurde in einem Wettbewerb ausgewählt, den ein Expertengremium unter Einbeziehung des Zentralrats der Juden in Deutschland begleitet hat.

"Aufmerksamkeit für jüdische Themen"

"Es gibt keine historischen Vorbilder für einen solchen Garten, aber der Wettbewerb hat ein Ergebnis ermöglicht, das gut in unsere Zeit passt", betonte der Leiter der Abteilung Städtebau der Senatsverwaltung, Manfred Kühne. Der Siegerentwurf biete "symbolische Elemente, die Aufmerksamkeit für die Vermittlung von jüdischen Themen schaffen".

Der Geschäftsführer der für die Gärten der Welt verantwortlichen Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt, erklärte: "Der Dialog von Kulturen und Religionen ist ein Kernelement der Gärten der Welt. Wir freuen uns, dass der Jüdische Garten die Darstellung der großen Weltreligionen und Weltanschauungen in den Gärten der Welt komplettieren wird."

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich habe mir das angeschaut. In der Tat eine kleine und recht sehenswerte Ausstellung. Alles muss natürlich immer von der einschlägigen Architektensprache und Jury-Sprache in die anschauliche Alltagssprache "übersetzt" werden. Wer sich dazu in der Lage fühlt, dem sei die Ausstellung ans Herz gelegt. Doch auch so hat die Jury sehr authentisch und offen ihren Zuspruch wie auch ihre Bauchschmerzen mit den entsprechenden Gestaltungsideen kundgetan. Es sind nur wenige Schritte von der U 8.

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