Zuschauer sitzen bei Sonne und Temperaturen um die 20 Grad im Mauerpark und verfolgen das Karaoke singen. Quelle: dpa/Gregor Fischer
Video: rbb24 | 14.03.2019 | Bild: dpa/Gregor Fischer

Bedenken ausgeräumt - Pankow will Mauerpark-Karaoke genehmigen

Die Ankündigung der Pankower Bezirksverwaltung, die Karaoke-Veranstaltung im Mauerpark erst ab Sommer zuzulassen, führte zu viel Empörung. Nach einer Begehung scheinen die Sicherheitsbedenken nun ausgeräumt zu sein.

Das Karaoke-Singen im Berliner Mauerpark soll nun doch schon im Frühjahr starten. Die Sicherheitsbedenken seien ausgeräumt und der Genehmigung für die Veranstaltung werde aller Voraussicht nach bald erteilt, sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes Pankow am Donnerstag in Berlin. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie jedoch nicht.  

Bei einem Ortstermin des zuständigen Bezirksstadtrats Vollrad Kuhn (Bündnis90/Die Grünen) mit Vertretern der Berliner Wasserbetriebe und des Straßen- und Grünflächenamtes Pankow am Donnerstag habe man sich auf eine zusätzliche Absicherung offener Baugruben geeinigt. Sobald das geschehen sei, stehe einer Genehmigung nichts im Wege.

Sicherheitsbedenken ausgeräumt

Die Berliner Wasserbetriebe errichten im Mauerpark derzeit Schächte zur einem unterirdischen Staubecken. Die Bezirksverwaltung Pankow hatte das legendäre Karaoke im Mauerpark zunächst abgesagt, und diese Maßnahme mit Sicherheitsbedenken aufgrund der nahegelegenen Baustelle begründet.

Deshalb wollte die Verwaltung das Event ursrpünglich erst ab Sommer genehmigen, obwohl es in den vergangenen Jahren bereits zu Ostern gestartet war. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) errichten im Mauerpark in der Nähe des Amphitheaters, das für die Karaoke genutzt wird, Schächte zur einem unterirdischen Staubecken.

Komplettes Aus für Mauerpark-Karaoke stand nicht zur Debatte

Die BWB sehen die Bauarbeiten nicht als Hinderungsgrund für den gewohnten Start des Karaokes an. "Unsere Baustellen sind so abgesichert, dass da nach menschlichem Ermessen nichts passieren dürfte", erklärte Stefan Natz, Pressesprecher der Wasserbetriebe, bereits am Mittwoch im rbb.

An der Ankündigung des Bezirks hatte sich große Kritik entzündet. Zahlreiche Nutzer auf Twitter äußerten sich besorgt, dies könne das Aus für die Veranstaltung bedeuten. Dabei habe nicht zur Debatte gestanden, ob das Event stattfinden solle, sonder lediglich ab wann, wie es aus dem Bezirksamt hieß. 

Sendung: Abendschau, 14.03.2019, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Und Sie waren auch schon dabei und haben alle Anwesenden befragt ob sie aus Berlin stammen oder nicht. Ich war zwei mal dabei und hatte nicht das Gefühl, hier nur unter Touristen gewesen zu sein. Über den Müll, der übrigens bei allen Veranstaltungen in dieser Stadt anfällt, muß und soll zukünftig besser organisiert werden. Hier stimme ich Ihnen auch zu.

  2. 8.

    Nein, ich bin Spaßbereiter. Was meinen Sie, was für einen Spaß die Anwohner haben werden, wenn sie Sonntag nachmittags mal bei schönem Wetter das Fenster aufmachen können. Oder sogar den Park genießen können ohne ein Tourikaraoke.

  3. 7.

    Herr KK, räumen Sie erstmal mit den ganzen Pauschalisierungen und Anfeindungen bei den Lärmfreunden und der Karaokespaßfraktion auf, dann können Sie wiederkommen. Sie müssen ja nichts dagegen haben, aber andere Nachbarn möchten einfach nicht mehr diese Zumutung mitmachen.

  4. 5.

    Hören Sie bitte auf die „Mauerparknachbarn“ für Ihre Meinung zu instrumentalisieren. Ich wohne auch in unmittelbarer Nachbarschaft und habe kein Problen mit der Straßenmusik, den Trommlern und der Karaoke. Im Gegenteil. Danke.

  5. 4.

    Lärmleugner vom Verein der Feinde der Mauerparknachbarschaft wieder im Einsatz. Schauen wir mal, ob die Nachbarn den Pankower-Politik-Klüngel aufbrechen können. Es mutet schon fast grotesk an, dass Pankower Politiker immer wieder den Feinde der Mauerparknachbarschaft Verein anführen, obwohl der die illegalen Lärmtrommler und das Chaos unterstützt. Auch mal wieder lustig: selbst der RBB verbreitet einfach die urbane Legende, es wären die Zugezogenen und zeigt beim Bericht über das Karaoke die Bauten, die nicht betroffen sind, aber möglichst edel aussehen.

  6. 3.

    Gut für Troubadix: "Er darf singen!"

  7. 2.

    Oh Gott, wie langweilig.

    Wer interessiert sich heute noch für den Mauerpark?

    Bitte Karaoke und alles weitere strikt verbieten!
    Wo leben wir denn?
    Erlaubt macht doch keine Spaß.

    Dazu für Euch Langweiler ein Songtext von Skeptiker:

    Wasserwerfer durchfahren die Straßen,
    es ist Razzia im Chaotenbezirk.
    Bezahlte Killer machen Jagd auf dich,
    doch einen Terroristen fängt man so leicht nicht.
    Da wo man singt da lass dich ruhig nieder,
    auf, nieder, auf, nieder, auf, nieder, auf nieder
    Belagerungszustand in deiner Stadt,
    es ist Großalarm im Krisengebiet,
    bewaffnete Bullen sie sind hinter dir her,
    aber sie kriegen dich niemals mehr.

    Da wo man singt, da lass dich ruhig nieder

    Du spürst noch den Knüppel in deinem Gesicht
    und du sagtest so etwas passiert mir nie wieder.
    Die knechte des Staates, sie sind hinter dir her,
    das waren schon viele, doch die leben nicht mehr.

    Da wo man singt, da lass dich ruhig nieder

  8. 1.

    Bitte Demo mit Friedensnobelpreisträgerin in spe Greta organisieren.

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