Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach von einem Streifenwagen der Polizei. Quelle: dpa
Bild: dpa

Potsdam - Personengruppe greift Polizisten an

Mehrere Personen haben am Wochenende in Potsdam Polizeibeamte beleidigt und körperlich angegriffen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war in der Nacht von Freitag zu Samstag eine Streife in die Friedrich-Engels-Straße gerufen worden, weil dort mehrere Personen Flaschen auf die Straße und auf Autos warfen.

Während der Polizeikontrolle vor Ort traten die Männer beleidigend und aggressiv gegenüber den Beamten auf. Außerdem solidarisierte sich eine etwa 40 bis 50 Mann starke Personengruppe in der Nähe mit den drei Männern. Sie riefen Beleidigungen und Drohungen aus und näherten sich dabei den Beamten. Als ein Polizist schließlich aus der Dreiergruppe heraus angegriffen wurde, griff auch die große Personengruppe die Beamten mit Tritten und Schlägen an. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Drei Polizeibeamte wurden verletzt und mussten ärztlich versorgt werden.

Zwei Tatverdächtige aus Berlin festgenommen

Als die Angriffe schließlich abgewehrt werden konnten, löste sich die Personengruppe in verschiedene Richtungen auf. Zwei Tatverdächtige im Alter von 32 und 41 Jahren konnten im Zuge der eingeleiteten Fahndung vorläufig festgenommen werden. Die beiden Berliner wurden nach den polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den genauen Abläufen und weiteren Tatverdächtigen dauern weiter an. Die Beamten haben Anzeige wegen Landfriedensbruchs aufgenommen.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

18 Kommentare

  1. 18.

    Warum nicht? 50/3 keine andere Wahl. Stillhalten bringt nichts. Man liest immer Öffter von solchen Angriffen. Wenn man das nicht konsequent unterbindet werden irgendwann die ersten toten Bediensdeten auf der Straße liegen. Und dann?

  2. 17.

    Gewalt gegen Polizeibeamt*innen ist ein Reizthema, speziell für die Angst und Hass schürenden rechtspopulistisch Hetzenden o. die Obrigkeitshörigen, die sich staatsgläubig pauschal bei Polizist*innen bedanken. Ja nun, ich dachte diese sollten einfach ihre Arbeit erledigen?

    Der Artikel weist zutreffenderweise ausdrücklich darauf hin, dass erstens junge Männer u. zweitens Gruppen von ihnen das Straftatenpotenzial der Wahrscheinlichkeit nach deutlich erhöhen. Rassistische Andeutungen können sich die üblichen Verdächtigen daher sparen.

    Es fällt auch auf, wie verallgemeinernd, entwürdigend und diskriminierend mit den mutmaßlichen Täter*innen umgegangen wird: "Man muss die kriminellen [A]sozialen ja nicht gleich erschießen.....aber (...)" - ohne Worte. Das ist ja gleich die Kombination aus Menschenverachtung, Obrigkeitshörigkeit, Ruf nach Polizeistaat per Polizeiwillkür u. rechtsextremem Vokabular.

    Der Tathergang ist unbekannt, interessiert die "Anständigen" nur nicht.

  3. 16.

    Weshalb sie Dienstwaffen tragen?
    Könnte es vielleicht daran liegen das die Gewalt ausartet wie man in diesem Beispiel wieder einmal recht gut sehen kann.
    Sind sie etwa dagegen, dass die Polizei ihr Leben im Notfall verteidigt?

  4. 15.

    Ich glaube das die Bezeichnung „Leute „ für diese Horden völlig fehl am Platze ist. Sie saufen sich Mut an und dann gehört Ihnen die Welt. Es ist traurig aber wahr.

  5. 14.

    Wer hat die etwa 40 bis 50 Mann (ohne Frauen?) starke Personengruppe initiiert?

  6. 13.

    Die haben schlichtweg Anweisung, die nicht einzusetzen, würde auch zur Eskalation beitragen.
    Als Polizist kann man reden, hinhalten und Verstärkung rufen, sich evtl. noch körperlich verteidigen, mehr nicht.

  7. 12.

    40-50 Mann gegen eine Streife? Ja, da sollte man durchaus die Dienstwaffen einsetzen können. Was wäre, hätte die Gruppe die Beamten entwaffnet? Die hätten auch zu Recht um ihre Leben fürchten dürfen! Wer Polizeibeamte angreifft - und hier in einem arg unfairen Verhältnis, sollte einfach mal mit einer Kugel rechnen müssen!

  8. 10.

    Erschießen nicht. Aber über bewegungsunfähig machen könnte man eventuell reden? Wenn unsere Polizisten von Tritten und Schlägen verletzt werden, könnten Sie da mit einem Schuß ins Bein der kriminellen Angreifer leben?

  9. 9.

    Wer die Polizei angreift,der greift unsere Demokratie an.
    Das sollten Sie begreifen, Max.
    Man muss die kriminellen asozialen ja nicht gleich erschießen.....aber aus Notwehr ein Bein oder Armschuss
    wäre schon angebracht.

  10. 5.

    „Berliner Männer“ - @RBB24: Könntet ihr das bitte unbedingt noch gendern? Diese Bezeichnung ist nämlich immer noch diskriminierend. Das hätten schließlich genauso gut Frauen, oder „Diverse“ gewesen sein können.
    Ich bringe mal die Bezeichnung „Berlinerx“ ins Spiel. „Berlinernde“ geht dagegen nicht, weil... ja, diskriminierend. ;-)

  11. 4.

    "Die Angreifer waren bestimmt auch bei der Massenschlägerei am Alex dabei."

    Woher wollen Sie das wissen, vom Alter der Täter her passt es auch nicht.
    Aber es würde mich auch interessieren, wofür die Beamten Dienstwaffen mit sich führen?

  12. 3.

    Wahrscheinlich wieder die berühmten Männer?
    Es langt wirklich .
    Und das ist immer nur die Spitze vom Eisberg .
    Von den täglichen Meldungen dieser Art die nur in rigonalen Medien erscheinen hören die meisten in den einzelnen Bundesländern ja erst gar nichts .

  13. 2.

    Die Angreifer waren bestimmt auch bei der Massenschlägerei am Alex dabei. Aber man darf das alles nicht so eng sehen. Ist ja laut Statistik fast alles besser geworden in dieser Stadt. Massenaufläufe vor einem Krankenhauseingang, 400 prügelnde Pachulken am Alex, Massenangriffe auf Polizisten...
    Alles nicht so schlimm.

  14. 1.

    Den verletzten Polizeibeamten wünsche ich eine gute Besserung. Und bei allen Beamten bedanke ich mich für Ihren Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren