Polizeibeamte am 05.08.2018 in der Urbanstraße in Berlin-Kreuzberg. (Quelle: dpa/ Paul Zinken)
Audio: rbb 88,8 | 13.03.2019 | Ulf Morling | Bild: dpa/Paul Zinken

Berlin-Kreuzberg - Angeklagte schweigen im Prozess um Schießerei

Sieben Monate nach einer Schießerei vor einer Bar in Berlin-Kreuzberg haben die beiden mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht zunächst geschwiegen. Die 25- und 31-Jährigen sollen versucht haben, einen Kontrahenten nach einem verbalen Streit zu töten. Ein Angeklagter habe in dem Lokal versucht, mit einer Waffe auf den Gegner zu schießen. Zeitgleich habe der  Mitangeklagte acht Schüsse von außen auf die Bar abgefeuert. Die Verteidiger erklärten zu Prozessbeginn am Mittwoch, ihre Mandanten würden sich gegenwärtig nicht zu den Vorwürfen äußern.

Acht Schüsse von außen auf eine Bar

Die Angeklagten hätten am 5. August 2018 beschlossen, einen Disput "gewaltsam fortzusetzen", heißt es in der Anklage. Der Jüngere der beiden habe mit dem Kontrahenten ein Treffen in einer Shisha-Bar vereinbart. Der Mitangeklagte sei außerhalb des Lokals geblieben. Beide seien bewaffnet gewesen. Der Gegner habe die Gefahr aber erkannt und den 25-Jährigen zu Boden gebracht. Weitere Verletzte habe es nicht gegeben.

Ein Polizist sagte, der 25-Jährige habe vor der Bar gesessen, als er und seine Kollegen eintrafen. In der Hauswand seien Einschusslöcher erkennbar gewesen. Der Verdächtige habe keine Angaben gemacht. Auch der mutmaßlich Attackierte habe sich zum Hintergrund des Streits nicht konkret äußern wollen. "Da wurde gemauert." Von Beleidigungen sei die Rede gewesen. Der Prozess wegen versuchten Totschlags wird am 15. März fortgesetzt.

Zwei Tage nach der Schießerei hatte sich der 31-Jährige gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt bei der Polizeiwache in Berlin-Gesundbrunnen gemeldet. Die mutmaßliche Tatwaffe habe er mitgebracht, teilte die Behörde damals mit. Gegen ihn lag zu diesem Zeitpunkt bereits ein Haftbefehl vor.

Sendung: Inforadio, 12.03.2018, 21:15 Uhr

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