Dunkle Wolken über dem Fortuna Portal am Potsdamer Landtag (Quelle: dpa/ Spremberg)
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Video: rbb24 | 11.03.2019 | Bild: dpa/ Spremberg

Schäden durch Sturmtief - "Eberhard" stürmt durch Brandenburg und schleicht duch Berlin

Das Sturmtief "Eberhard" hat Berlin weitestgehend verschont. Der Zugverkehr läuft inzwischen auch wieder normal. In Brandenburg hingegen richtete der Schäden an und forderte ein Todesopfer.

Das Sturmtief "Eberhard" hat am Wochenende im Süden Brandenburgs zahlreiche Bäume entwurzelt und eine Autofahrerin das Leben gekostet. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde verlor die 48-Jährige auf der Bundesstraße 169 bei Schraden (Landkreis Elbe-Elster) laut Polizei die Kontrolle über ihr Auto und fuhr gegen einen Baum.

In der Nacht zu Montag richtete das Sturmtief nach Angaben der Feuerwehr keine größeren Schäden mehr an. Insgesamt mussten die Feuerwehrleute 31 mal ausrücken, wie ein Sprecher sagte. Bäume seien auf Straßen gefallen und Telefonmasten umgeknickt. In Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) wurde ein Garagendach abgedeckt. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. In Finsterwalde knickte die Spitze des über 100 Jahre alten Wasserturms durch den starken Wind ab.

Am Samstag war bei Calau (Oberspreewald-Lausitz) ein großer Ast auf die Gleise der Regionalbahn gestürzt. Die 13 Fahrgäste und der Lokführer blieben unverletzt.

Zugverkehr von und nach Berlin wieder regulär

Berlin hingegen blieb von dem Sturm weitgehend verschont. Bei maximalen Windgeschwindigkeiten von rund 60 Kilometern pro Stunde gab es in der Hauptstadt laut Feuerwehr nur "wenige wetterbedingte Einsätze".

Am Montagmorgen lief auch der Fernverkehr von und nach Berlin und Brandenburg wieder normal. Die Bahn hatte wegen des Sturms den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen am Sonntag eingestellt. In Berlin waren deswegen am Sonntagabend mehrere ICE-Züge ausgefallen. Fahrkarten für den Fernverkehr bleiben laut Bahn bis eine Woche nach Störungsende gültig.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen ist der Zugverkehr voraussichtlich noch bis Montagabend teilweise eingeschränkt, wie die Bahn mitteilte.  

Sturmschäden im ganzen Land

Durch Sturmtief "Eberhard" stürzten in Deutschland zahlreiche Bäume um.  Im Sauerland kam ein Mann ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf einer Landstraße auf sein Auto fiel. In Thüringen wurde ein Dorf von der Außenwelt abgeschnitten, weil mehrere quer liegende Bäume die einzige Verbindungsstraße blockierten.

Zum Wochenbeginn bleibt es windig

Auch am Montag bleibt es in der Region Berlin und Brandenburg stürmisch. Der Wetterdienst Meteogroup sagte mäßig bis frischen Wind aus westlichen Richtungen voraus - mit starken bis stürmischen Böen. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Windböen im Süden und Südwesten Brandenburgs. Laut Vorhersage soll es sich Dienstag etwas beruhigen - für Mittwoch sieht Meteogroup dann aber erneut Sturmgefahr.

Sendung: Inforadio, 11.03.2019, 6 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 1.

    Wie lange wird es dauern, bis das neue Vegetationsmanagement der Bahn dafür sorgt, dass sie weniger sturmanfällig ist?

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