Symbolbild: Unterricht an der Pestalozzi-Grundschule in Prenzlau, Brandenburg. (Quelle: dpa/Pleul)
Audio: Radioeins | 11.03.2019 | 16:00 Uhr | Amelie Ernst | Bild: dpa/Pleul

Im Vergleich zum Vorjahr - An Brandenburger Schulen fällt weniger Unterricht aus

In Brandenburg sind im vergangenen Schuljahr weniger Unterrichtsstunden ausgefallen als im Jahr zuvor. Das hat Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) auf Anfrage der fraktionslosen Landtagsabgeordneten Iris Schülzke mitgeteilt. Demnach sei die Zahl der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden im Schuljahr 2017/2018 um 0,1 Punkte auf zwei Prozent gesunken.

Brandenburg braucht mehr Quereinsteiger

Das zeige, dass die Instrumente gegen Unterrichtsausfall wirkten, so Ernst – gemeint ist unter anderem die sogenannte Vertretungsreserve. Zudem sei die Relation von einem Lehrer auf 14,4 Schüler ausreichend. In der vorherigen Legislaturperiode habe ein Lehrer rechnerisch noch einen Schüler mehr betreut. Allerdings brauche Brandenburg künftig noch mehr Seiteneinsteiger als Lehrkräfte im Schuldienst, so das Bildungsministerium.

Der Opposition im Landtag gehen die Bemühungen der Bildungsministerin nicht weit genug. Die Grünen werfen der Landesregierung vor, die Ausbildung neuer Lehrer an den Universitäten zu lange vernachlässigt zu haben; erst jetzt würden neue Studienplätze geschaffen. Die FDP fordert, dass künftig nicht mehr nur an der Uni Potsdam, sondern auch an der BTU Cottbus-Senftenberg Lehramtsstudiengänge angeboten werden.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Das Bildungsministerium sollte
    -eine nach Regionen gestaffelte Untersuchung veröffentlichen: Ich wette, dass in Potsdam, Cottbus und anderen Ballungsräumen weniger Unterricht ausfällt alsGartz und Schwedt.
    -ehrlich eingestehen, dass die Schulen von vorneherein weniger Stunden anbieten müssen, um die Stundentafel zu erfüllen (Es gibt drei Klassen pro Jahrgang 7-10. Statt drei Stunden Sport wird pro Klasse, pro Jahrgang nur eine Stunde Sport gegeben. Das sind also 24 Wochenstunden, die gar nicht erst gegeben werden. Auf dem Papier fällt nix aus. Die schüler haben trotzdem weniger Unterricht.)
    -die Kollegien (ich weiß es aus der Uckermark!) hoffnungslos überaltert sind!!!

  2. 2.

    Ich glaube Frau Ernst will uns Brandenburger für blöd verkaufen. Im vergangenen Schuljahr fielen 255 127 Unterrichtsstunden aus. Jetzt wurde eine Senkung um 0,1 Punkte auf 2% erreicht. Da fallen immer noch über 200 000 Unterrichtsstunden im Jahr aus. Was ist mit dem Fachlehrermangel? Weiter wurde im vergangenen Jahr berichtet, dass trotz Neueinstellungen von Lehrern das Defizit nicht abgebaut werden kann. Liebe Landesregierung hört auf euch alles schönzureden, wir Brandenburger können zuhören und mitdenken.

  3. 1.

    So lügt man mit Statistik: Wenn der Matheunterricht in Klasse 7 von vorneherein von 5 auf 3 Stunden gekürzt wird, dann fällt natürlich weniger Unterricht aus - und man braucht weniger Mathelehrer.
    Wenn man in Klasse 12 zwei Kurse Sport zu je 16 Schülern zu einem 32er-Kurs zusammenlegt, braucht man weniger Sportlehrer. Wenn man Chemie in Klasse 9 nur im 2.Halbjahr erteilt, braucht man weniger Chemielehrer und es fällt auf dem Papier ja nix aus.
    Das Bildungsministerium lügt sich dreist selbst in die Tasche. Peinlich. Frech. Traurig. Für wie dumm werden Eltern, Lehrer, Schüler eigentlich gehalten?

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