Symbolbild/Archiv - Eine entschärfte Weltkriegsbombe wird am 20.04.2018 in Berlin von einem Kran transportiert. (Bild: dpa/Britta Pedersen)
Audio: rbb 88.8 | 29.04.2019 | Michael Ernst | Bild: dpa/Britta Pedersen

Deutlich mehr als bislang angenommen - Noch 4.600 Weltkriegsbomben liegen im Berliner Boden

74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs liegen in Berlin noch etwa 4.600 Bombenblindgänger im Boden. Das teilte die Berliner Innenverwaltung auf Anfrage der FDP mit. Demnach waren bisherige Schätzungen lediglich von etwa 3.000 Bomben, Granaten und Munitionsresten ausgegangen.

Luftbilder decken 90 Prozent der Stadtfläche ab

Man gehe davon aus, dass die Alliierten etwa 45.000 Tonnen Sprengstoff auf Berlin abgeworfen haben, heißt es weiter. Von 90 Prozent des Stadtgebiets gebe es Luftbilder. Zu wievielen Bomben es keine Aufnahmen gebe, sei unklar. Die FDP fordert mehr Transparenz darüber, welche Flächen mit alter Munition belastet sind. Verdachtsfälle sollten online gestellt werden.

Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts beim Landeskriminalamt waren im vergangenen Jahr rund 1.400 Mal im Einsatz. 2018 wurden demnach 38,7 Tonnen Sprengstoff entschärft.

Sendung: Abendschau, 29.04.2019, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Da schließe ich mich mal gerne an an den Dank Beitrag 1.
    Befragt man mal ältere Anwohner, dann wissen da noch einige, dass und manchmal auch sogar wo noch was im Boden liegt. Z.B.: Grundstück/Mietergärten zwischen Rudeloffweg und Von-Laue-Straße in Zehlendorf.
    Beim Buddeln im Garten kann man bisserl unruhig sein, worauf man so stößt. Mit bisserl Glück nur alte Münzen :) und Geschirr.

  2. 1.

    An der Stelle mal einen Dank an all die Menschen, die sich um Entschärfung und Entsorgung der Weltkriegsbomben kümmern.

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