Ein Schild mit der Aufschrift "Alexa, what's on my calendar today?" (Alexa, was steht heute auf meinem Kalender?). (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)
Video: Abendschau | 11.04.2019 | Marcus Weller | Bild: dpa/Andrea Warnecke

Abhören mit Alexa - Nachrichtendienste wollen auf Sprachassistenten zugreifen

Amazon schneidet jedes Gespräch über den Sprachassistenten Alexa mit. Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste zeigen jetzt: Nachrichtendienste wollen damit unbedingt einen Zugang zu Amazon-Kunden schaffen. Von Marcus Weller und Martin Adam

Eine Frau steht im Badezimmer vor dem Spiegel und putzt sich die Zähne. Sie ist offenbar gerade aufgestanden und doch schon perfekt geschminkt. Laut fragt sie in den Raum, was wohl dieses Amazon Echo Dot ist. Im Hintergrund befindet sich, praktischerweise, genauso ein Gerät und liefert mit automatischer Stimme die Antwort: "Amazon Echo Dot ist ein Gerät, das Informationen, Musik und vieles mehr bereitstellen kann."

Gerät zeichnet alle Interaktionen auf - als Ton und Text

So soll es aussehen, das Leben mit Amazons digitalem Sprachassistenten Alexa und dem dazugehörigen Gerät Echo Dot – zumindest im Werbespot. Schön, bequem und voller Antworten. Was Alexa der zähneputzenden Frau verschweigt, ist jedoch, dass Amazon alle Interaktionen mit dem Gerät aufzeichnet - sowohl als Tonaufnahme wie auch als Text.

Betroffen sind nicht nur die Anfragen, die direkt an Alexa gerichtet sind, sondern oft auch Gespräche, die weit darüber hinausgehen. "Mein sprachgesteuerter privater Assistent hat quasi ständig seine Mikrofone an und wartet auf das Aktivierungswort, zum Beispiel: Alexa", sagt Norbert Pohlmann, Direktor des Instituts für Internetsicherheit. "Dann fängt er an, aufzuzeichnen und wartet dabei auf ein natürliches Ende. Aber wenn dieses Ende für die Software nicht erkennbar ist, dann wird halt mehr aufgenommen."

BND und Verfassungsschutz wünschen sich technischen Zugang

Diese Mitschnitte sind wertvoll – für Amazon, aber auch für deutsche Nachrichtendienste, wie jetzt Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste zeigen. Der Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz wünschen sich direkten Zugriff auf die Amazon-Geräte und ein Entwurf aus dem Bundesinnenministerium zur Reform der beiden Dienste soll diesen Wunsch erfüllen.

Hier heißt es, Hersteller wie Amazon sollen verpflichtet werden, automatisierte technische Zugänge zu ihren internetfähigen Geräten zur Verfügung zu stellen. Denn bisher sind die deutschen Dienste auf die Mithilfe ihrer US-Kollegen angewiesen. Anders als in Deutschland sind US-Unternehmen wie Amazon in den USA verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen Ton- und Textdateien an US-Behörden herauszugeben. Die amerikanischen Dienste können diese Informationen dann im Rahmen der Geheimdienstzusammenarbeit nach Deutschland weiterleiten.

Bundesregierung verweigert Auskunft

Sollte der Entwurf aus dem Bundesinnenministerium umgesetzt werden, würde dieser Weg deutlich kürzer, sagt Thorsten Wetzling, Experte für Nachrichtendienste bei der Stiftung Neue Verantwortung: "Wenn das Gesetz kommt, dann kann das heißen, dass man das Mikrofon oder Kamera eines mit dem Internet verbundenen Gerätes so manipuliert, dass man die Aufnahmen mitschneidet."

Sprich: das Gesetz soll Unternehmen wie Amazon verpflichten, seine Geräte als Abhöreinrichtungen für Geheimdienste zur Verfügung zu stellen. Ob das auch jetzt schon geschieht, wollte die Bundestagsabgeordnete der Linken, Martina Renner, in einer schriftlichen Anfrage an die Bundesregierung wissen. Die verweigert jedoch die Auskunft, mit der Begründung, die entsprechenden Informationen seien geheim, mit ihrer Veröffentlichung "wäre das Staatswohl der Bundesrepublik gefährdet" und "bei einem Bekanntwerden der schutzbedürftigen Information wäre kein Ersatz durch andere Instrumente möglich."

Auch Strafverfolgungsbehörden forderten Mitschnitte an

Neben den Nachrichtendiensten würden auch deutsche Strafverfolgungsbehörden gern auf Amazons Mitschnitte zugreifen. So hat Kontraste herausgefunden, dass im vergangenen Jahr zum ersten Mal eine deutsche Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss gegen Amazon erwirkt hat.

Ermittelt wurde gegen Alexander U., der ein Darknet-Forum betrieb, auf dem unter anderem mit Waffen gehandelt wurde. Eine dieser Waffen kaufte David S. und erschoss damit im Juli 2016 in München neun Menschen und sich selbst. Da Alexander U. in seiner Wohnung ein Amazon Echo Dot installiert hatte, wollte die Staatsanwaltschaft von Amazon Mitschnitte erhalten. Ob Amazon die Sprachaufnahmen tatsächlich herausgegeben hätte, ist allerdings unklar – der Beschluss wurde nie vollstreckt. Auch ohne Amazon-Daten reichte die Beweislage, um U. zu sechs Jahren Haft zu verurteilen.

Amazon gibt sich wortkarg

"Der Fall zeigt aber, dass die Strafverfolgungsbehörden Alexa als mögliches Ermittlungsinstrument entdeckt haben", sagt der Strafrechtsexperte Nicolaos Gazeas. "Jeder, der ein solches Gerät zu Hause auf dem Wohnzimmertisch stehen hat, sollte wissen, dass er damit potentiell Beweismittel gegen sich selbst schafft."

Der Fall von Alexander U. ist der ersten in Europa bekannt gewordene dieser Art. Vergleichbar ist lediglich eine Mordermittlung in den USA aus dem Jahr 2015. Hier hatte Amazon die Tonaufnahmen an die Behörden übergeben, nachdem der Beschuldigte eingewilligt hatte.

Amazon gibt sich auf Anfrage von Kontraste wortkarg. Ein Sprecher teilte lediglich mit, das Unternehmen handle immer im Rahmen der Gesetze.

Sendung: Kontraste, 11.04.2019, 21.45 Uhr

Beitrag von Marcus Weller und Martin Adam

Kommentar

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27 Kommentare

  1. 27.

    Nico, Montag, 15.04.2019 | 16:03 Uhr:
    "Kann man bei Händy auch perfekt mitschneiden, spätestens mit ner Äpp oder einem (Bundes)Trojaner und keiner regt sich auf LOL."

    Also mein Tasten-Taschentelefon kann man nicht mit einem Programm (Neudeutsch: Äpp) abhören, da es nur Telefonieren und SMS schreiben kann.

    Nico, 15.04.2019 | 16:03 Uhr:
    "Es ist wieder nur ein Amazon-Bashing Versuch."

    Niemand will Sie daran hindern, Ihre Gesprächsinhalte Amazon anzuvertrauen in dem Wissen, dass Amazon diese auch an anderen Personen verteilt.

    Nico, 15.04.2019 | 16:03 Uhr:
    "Ich möchte unsere zwei Echo (weltweite Musik, smarte Steuerung) nicht mehr missen, wie andere ihren ständigen(!) Händy-Konsum selbst an der Ampel!"

    Mein Musikgeschmack ist zu kritisch, als dass ich mir die Musik, die ich hören will von Anderen auswählen lasse. Und ich bin noch ganz gut in der Lage einen Drehknopf und eine Fernbedienung zu betätigen. Ich vermisse nichts, auch keine Zuhörer bei Amazon & Co.

  2. 26.

    Nico, Montag, 15.04.2019 | 16:03 Uhr:
    "Wer weiß, wie viele "nicht-dokumentierte" Layer im Funknetz oder in TCP/IP-Protokollen existieren, oder in Betriebssystemen schlummern, Abhören ist NIX Neues!"

    Genausowenig, wie ich meine Wohnungstür offen stehen lasse, nur weil immer irgendwo Einbrecher unterwegs sind, lege ich all meine Gesprächsinhalte offen, nur weil es auch Abhörtechniken gibt.

    Wer meine Gespräche abhören will, der soll sich schon selbst die Mühe machen müssen, in meiner Wohnung Wanzen zu installieren. Ich werde ihm jedenfalls nicht diese Arbeit abnehmen, indem ich ihm meine Gesprächsinhalte frei Haus nach Amerika liefere.

  3. 25.

    Kann man bei Händy auch perfekt mitschneiden, spätestens mit ner Äpp oder einem (Bundes)Trojaner und keiner regt sich auf LOL. Es ist wieder nur ein Amazon-Bashing Versuch.
    Ich möchte unsere zwei Echo (weltweite Musik, smarte Steuerung) nicht mehr missen, wie andere ihren ständigen(!) Händy-Konsum selbst an der Ampel!
    Wer weiß, wie viele "nicht-dokumentierte" Layer im Funknetz oder in TCP/IP-Protokollen existieren, oder in Betriebssystemen schlummern, Abhören ist NIX Neues!

  4. 24.

    Ja, Sie haben recht. Und da Maschinen nicht perfekt sind, weil diejenigen, die sie programmiert haben auch nicht perfekt sind (Nobody's perfekt!), kann es einfach mal passieren, dass Tremor nicht in die USA einreisen darf, weil irgendwelche Gespräche falsch bewertet wurden. Aber das ist ja dem exhibitionistischen Tremor egal. Er wird damit überhaupt kein Problem haben und gerne eine eventuelle Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen, nur aufgrund einer falschen Auswertung der von ihm an Amazon überlassenen Gesprächsinhalte. Ich dagegen bewahre mir meinen Intimbereich (obwohl ich auch dort nichts zu verbergen habe).

  5. 23.

    Ich habe kein Problem damit, dass Sie Ihre Gesprächsinhalte aus Ihrer Wohnung Amazon anvertrauen mit dem Wissen, dass Amazon diese an andere Amazon-Kunden verteilt, und dass Sie dafür auch noch bezahlen. Ich würde dies allerdings nicht für meine Gesprächsinhalte wollen, da ich kein Exibitionist bin.

    Und Sprachassistenz brauche ich nicht, weil ich sprechen und alles andere noch sehr gut selber kann.

    Tremor, 13.04.2019 | 12:20 Uhr:
    "Mit Namens- und Adressangaben des "Geschädigten"?"

    Nein. Aber der Geschädigte konnte von der c't-Redaktion anhand der Gesprächsinhalte eindeutig identifiziert werden. Und er war nicht mit der Weitergabe seiner Gesprächsinhalte einverstanden und darüber not amused!

  6. 22.

    Natürlich haben sie Recht, Tremor.

    Alexa lauscht nur, wenn Sie „Alexa“ hört, oder denkt (!)zu hören. Dies ist auch überprüft und bestätigt.

    Aber ob mal eine US- oder auch deutsche Behörde auf die Idee kommt, 1 Mio. Alexas anzuknipsen, oder den gesamten Alexa Datenbestand zu beschlagnahmen, weshalb auch immer, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Offizielle Interessenbekunden diverser Dienste gibt es ja schon.

    Fazit: Wer in der Nähe solch eines Gerät frei spricht, muss sich nicht wundern, wenn er vielleicht bei der US Einreise 2025 verhaftet wird, wegen etwas aus 2017, was ein Algorithmus 2021 als Bedrohung für die USA ausmachte.

    Die Daten bleiben. Auf ewig. Die in einigen Jahren drüber laufenden Algorithmen und "Interessen" sind bis heute nicht mal vorstellbar.

  7. 21.

    Wer meint, dass irgendwelche Firmen oder Instiutionen nicht Besseres zu tun haben als landauf, landab fortwährend Privatgespräche zu belauschen, hat ein Problem, das weder juristisch noch politisch, dafür aber mit viel Glück medizinisch behoben werden kann (Besitzer solcher Geräte brauchen Ihrer Einschätzung nach aber wohl eher einen Exorzismus).
    Zunächst mal: Videospiele sind keine Altersfrage - ein solches Denken ist längst überholt.
    Rehahilfsmittel habe ich (mangels Bedarf) auch nicht, doch betreffs meiner Motivation zum Kauf von Sprachassistenten habe ich mich bereits geäußert.
    Irgendein Paranoiker mit Gedächtnisproblemen hat die Aufzeichnungen seiner Gespräche eingefordert, dann aber die eines anderen Nutzers erhalten?
    Nein wie entsetzlich!
    Mit Namens- und Adressangaben des "Geschädigten"?
    Und hat sich dieser daraufhin aus Scham entleibt oder ist er ins Kloster gegangen?

  8. 20.

    Tremor, 12.04.2019 | 17:39 Uhr:
    "Und wem ist durch solche Abhörmaßnahmen schon mal ein Schaden entstanden?
    Könnten Sie ein Beispiel aufführen?"

    Haben Sie ein Problem damit, wenn Amazon die gespeicherten Gespräche an andere Menschen weitergibt?

    Wenn Sie darin bereits einen Schaden sehen, dass Amazon anderen Menschen ermöglicht, Ihnen zuzuhören, wie Sie z.B. ihre Beziehungsproblem oder Krankheiten etc. zuhause ausdiskutieren, dann muss ich Ihnen mitteilen, dass dies bereits mindestens ein Mal passiert ist:

    Ein Amazon-Kunde hat von Amazon die Herausgabe seiner Gesprächsdateien verlangt und statt dieser die Gesprächsdateien eines anderen - ihm unbekannten, aber identifizierbaren - Amazon-Kunden bekommen. Amazon ist da anscheinend freigiebig und hält nichts vom Datenschutz.

    Quelle: c't 1/19, S. 16, www.heise.de/select/ct/2019/1/1546323197251453

  9. 19.

    Tremor, 12.04.2019 | 17:39 Uhr:
    "Und wem ist durch solche Abhörmaßnahmen schon mal ein Schaden entstanden?
    Könnten Sie ein Beispiel aufführen?"

    Haben Sie ein Problem damit, wenn Amazon die gespeicherten Gespräche an andere Menschen weitergibt?

    Wenn Sie darin bereits einen Schaden sehen, dass Amazon anderen Menschen ermöglicht, Ihnen zuzuhören, wie Sie z.B. ihre Beziehungsproblem oder Krankheiten etc. zuhause ausdiskutieren, dann muss ich Ihnen mitteilen, dass dies bereits mindestens ein Mal passiert ist:

    Ein Amazon-Kunde hat von Amazon die Herausgabe seiner Gesprächsdateien verlangt und statt dieser die Gesprächsdateien eines anderen - ihm unbekannten, aber identifizierbaren - Amazon-Kunden bekommen. Amazon ist da anscheinend freigiebig und hält nichts vom Datenschutz.

    Quelle: c't 1/19, S. 16, www.heise.de/select/ct/2019/1/1546323197251453

  10. 18.

    Tremor, 12.04.2019 | 17:39 Uhr:
    "Es geht nicht um meine Unbescholtenheit sondern darum, dass ich mich einfach nicht für nachrichtendienstlich interessant halte."

    Ich denke, Ihre Einschätzung, inwieweit Sie sich für nachrichtendienstlich relevant halten, ist für Amazon & Nachrichtendienste völlig irrelevant.

    Tremor, 12.04.2019 | 17:39 Uhr:
    "Wozu sollte irgendein Geheimdienst Sie, mich, irgendwen oder dessen Kinder aushorchen wollen?"

    Um festzustellen und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob Sie nachrichtendienstlich relevant sind oder vielleicht wieder nur über Themen reden, die Ihnen in der Öffentlichkeit peinlich wären.

  11. 17.

    Tremor, 12.04.2019 | 14:31 Uhr:
    "Unglaublich viele Geräte ermöglichen oder verlangen heutzutage Spracheingaben (Telefone, Navis, Gegensprechanlagen, Fernseher, Spielekonsolen, PCs etc, etc)."

    Also bis auf Spielekonsolen (aus dem Alter bin ich raus!) habe ich all diese Geräte. Aber keines dieser Geräte ist für Behinderte ausgelegt, also mit Spracheingabe. Ich habe keine Reha-Hilfsmittel und brauche sie auch (noch) nicht. Die zusätzlichen Kosten für solch eine Reha-Funktion spare ich mir und mache mit diesem Geld lieber schönen Urlaub.

  12. 16.

    Oh, an welcher bewegungseinschränkenden Behinderung leiden Sie denn, dass Sie auf diese Reha-Hilfsmittel angewiesen sind?

  13. 15.

    Es geht nicht um meine Unbescholtenheit sondern darum, dass ich mich einfach nicht für nachrichtendienstlich interessant halte.
    Wozu sollte irgendein Geheimdienst Sie, mich, irgendwen oder dessen Kinder aushorchen wollen?
    Was hätte er davon?
    Und wem ist durch solche Abhörmaßnahmen schon mal ein Schaden entstanden?
    Könnten Sie ein Beispiel aufführen?

    @ karsten:
    Ich habe nicht behauptet, dass ich ein solches Gerät BRAUCHE.
    Es ist ein angenehmer Luxus, nicht mehr und nicht weniger.
    Hast Du es denn so weit zum Fernseher, dass Du eine Fernbedienung brauchst?
    Es ist nicht naiv, sich für geheimdienstlich uninteressant zu halten, sondern egozentrisch, anzunehmen, dass einen irgendwelche Schlapphüte wozu auch immer ständig belauschen wollen.
    Meinst Du echt, die hätten nichts Wichtigeres zu tun?

  14. 14.

    Da hast du natürlich auch sehr weite wege um an deine Stereoanlage ect.zu kommen.Da braucht man natürlich schon so einen Sprachassistenten.Bevor man da zich Meter durch die Wohnung laufen muss.
    Komfort ist für mich Liegen und Schlafen.Den TV einschalten,Sender wechseln ect.das kann ich über die Fernbdienung erledigen.Licht an Licht aus mit meinen Händen.Egal ob im Wohnzimmer,Schlafzimmer,Küche
    oder im Bad.Ohne das meine "Privatsphäre" quasi rund um die Uhr überwacht wird.
    Diese Leute interessieren sich auch für dich,das muss nicht mal der Geheimdienst sein.
    Es ist Naiv davon auszugehen das nur feindliche Agenten, Terroristen und andere Übelwichte abgehört werden.
    Was man am PC an Daten im Internet hinterlässt,das übernimmt Alexa & Co jetzt.U.a. auch als Audiodateien.

  15. 13.

    Wer war nochmal Edward Snowden? Und was deckte er auf? Nunja, man kann nicht sagen, dass sich etwas in der Praxis zum Besseren bewegt hat, was die systematische Untergrabung des Datenschutzes angeht.

    Ich finde es im höchsten Maße unverantwortlich, sich die eigenen Wanzen anzuschaffen, um sich im Internet der Dinge zum transparenten Menschen machen zu lassen. Ganz wie Sascha Lobo es einmal, sinngemäß, audrückte: Der Eingang zur Abschaffung des Datenschutzes ist Bequemlichkeit. Und diese "Convenience" sorgt für eine technologische Abhängigkeit nebst der schon angesprochenen Auflösung von Persönlichkeitsrechten.

    Dass Manche heute noch immer mit der Parole argumentieren, selbst doch nichts verbergen zu haben, ist die Ausdruck des Unverständnisses von Datenschutz oder Überwachungsstaat. Daten sind wirtschaftliche und politische Macht, heute mehr als früher. Was soll daran Paranoia sein, vor Geheimdiensten u. Polizei zu warnen, die öffentlich mehr Befugnisse einfordern?

  16. 12.

    Aha.

    Weil all diese aufgezählten Geräte es schon - wenn auch primitiver - tun, kann man das perfekte Abhörgerät doch auch gleich im Kinderzimmer installieren. Diese Logik überzeugt.

    Kurz gefasst: Ich habe doch nichts zu verbergen. Und meine Kinder schon gar nicht.

    Vermutlich betreiben sie ihr Onlinebanking auch komplett am Smartfone.

    Aber wie ich schon schrieb - solange das alles freiwillig geschieht, ist jeder für sein eigenes Handeln verantwortlich, sollte aber im Schadensfalle nicht rumheulen, von wegen er habe es nicht wissen können.

  17. 11.

    Ersterem stimme ich zu.
    Doch kann man diese Geräte auch generell ausschalten (d. h. per Tastendruck dafür sorgen, dass sie nicht mehr auf Sprache reagieren).
    Und ich halte es für überzogen, diesbezüglich Eltern zu warnen:
    Unglaublich viele Geräte ermöglichen oder verlangen heutzutage Spracheingaben (Telefone, Navis, Gegensprechanlagen, Fernseher, Spielekonsolen, PCs etc, etc).
    Ich empfehle daher ein gewisses Maß an Abgeklärtheit:
    Wie wahrscheinlich ist es, dass sich Geheimdienste in einen 08/15-Haushalt auf diese Weise einschleichen um alltäglichen Smalltalk abzuhören?
    Diese Leute interessieren sich für feindliche Agenten, Terroristen und andere Übelwichte.
    Normale Privatgespräche stehen da auf der Prioritätenliste vermutlich SEHR weit unten.

  18. 10.

    Solange das Aufstellen dieser Geräte freiwillig bleibt, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Das ist die Entscheidung erwachsener Menschen, die das Risiko selbst abschätzen können sollten. Eltern sollte aber auch bewusst sein, dass da gegebenenfalls die Gespräche ihre Kinder abgehört werden könnten!

  19. 8.

    Noch kann ich als älterer Herr selbst meinen Pinkelpott neben meinem Bett des nachts selbst in die Hand nehmen. Erspart mir das lästige Aufstehen um zum Klo zu dackeln:-)

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