Lagerfeuer während der Walpurgisnacht im Mauerpark (Quelle: imago/CommonLens)
imago/CommonLens
Video: Abendschau | 15.04.2019 | Laurence Thio | Bild: imago/CommonLens

Interview | Alexander Puell, Vorsitzender Freunde des Mauerparks - "Die Anwohner wollen massiv ins Treiben des Parks eingreifen"

Nach 15 Jahren ist Schluss mit der Walpurgisnacht im Mauerpark. Alexander Puell, Vorsitzender der Freunde des Mauerparks e.V., beklagt im Interview kompromisslose Anwohner, ein mutloses Bezirksamt und befürchtet neue Unruhen zum 1. Mai.

rbb|24: Herr Puell, Sie haben am Wochenende die Öffentlichkeit darüber informiert, dass es in diesem Jahr kein Walpurgisnacht-Fest im Mauerpark geben wird - wegen Auflagen der Polizei, die dieses Fest unmöglich machen. Wann und wo haben Sie selbst davon erfahren?

Alexander Puell: Wir hatten letzte Woche am Mittwoch ein Vorbereitungstreffen, an dem auch die Polizei teilnimmt und normalerweise auch das Bezirksamt, doch das war diesmal nicht da. Die Polizei hat uns eröffnet, dass wir natürlich eine friedvolle Walpurgisnacht feiern können, aber nur, wenn wir auf verstärkte Musik verzichten. Und dass es ein großes Lagerfeuer in der Form nicht mehr geben wird. Sprich, eigentlich genau so, wie wir es machen, geht es nicht mehr.

Wer genau steckt hinter den Anwohnern, die das Aus ihres Festes letztlich durchgesetzt haben?

Es gibt inzwischen schon eine Handvoll Personen, die da im Vordergrund stehen. Es gibt eine Person, die das nach außen trägt und sich als Sprecher präsentiert. Die Initiative selbst ist aber kein Verein und auch nicht besonders transparent.

Stehen Sie selbst in Kontakt zu diesen Anwohnern?

Wir standen in engem Kontakt. Wir haben als Kulturgemeinschaft letztes Jahr einen Runden Tisch etabliert und uns die Probleme der Anwohner angehört. Der Runde Tisch hat sich Anfang dieses Jahres zum dritten Mal getroffen. Inzwischen wird der Runde Tisch auch vom Bezirksamt Pankow organisiert. Und die Anwohner sitzen da auch.

Das Problem ist aber, es kommt keine Bewegung rein. Die Anwohner, die sich beschweren, bestehen darauf, dass der Mauerpark eine geschützte Grünanlage ist. Damit darf dort keine verstärkte Musik gespielt werden. Es darf da ganz viel nicht stattfinden, was de facto aber im Mauerpark täglich stattfindet. Und die stellen sich da quer und sagen: 'Wir bewegen uns nicht'.

Es gab in den letzten Wochen Arbeitsgruppen, die sich zum Thema Parkregeln zusammengesetzt haben. Es gab die Idee, dass wir die Parkregeln einerseits verschärfen, andererseits aber trotzdem Kultur und sozialen Treffpunkt möglich machen. Doch wir sind ohne Ergebnis auseinander gegangen, weil die Anwohner gesagt haben, sie weichen von ihren Forderungen nicht ab.

Auf Ihren Facebook-Post zum abgesagten Fest gibt es kritische Reaktionen: Einige Kommentatoren beschreiben die Anwohner als süd- oder westdeutsche Gentrifizierer, die überempfindlich reagieren. Wie sehen Sie das?

Ich glaube, das übliche Schwaben-Bashing könnte man sich einfach mal schenken. So viele Schwaben gibt's gar nicht in Prenzlauer Berg und es macht ja nicht einen Schwaben aus, dass er gegen alles ist. Es gibt in jeder Bevölkerungsgruppe solche und solche.

Früher stand in Berlin eher das Leben und Leben lassen im Vordergrund. Das heißt, man hat versucht, sich miteinander zu arrangieren. Man hat nicht versucht, sich gegenseitig ein Bein zu stellen.

Die Anwohner, die sich jetzt beschweren, wollen massiv in das Treiben im Park eingreifen. Die gehen nicht an die Kulturschaffenden und sagen: Jungs, wir wollen mal wieder länger schlafen oder wir brauchen ein bisschen mehr Ruhe. Sondern sie gehen rein und sagen: Karaoke abschaffen, Flohmarkt abschaffen, Straßenmusiker verbieten.

Sind das Leute, die schon länger dort leben und denen es einfach zu viel wird? Oder sind das Leute, die erst kürzlich dorthin gezogen sind und die mit dem Partytrubel dort nicht gerechnet hätten?

Die vorne sichtbaren Figuren betonen immer wieder, dass sie schon länger da wohnen. Genau nachvollziehen kann man es nicht. Die Kultur-Befürworter, die es ja auch gab und in der ganzen Diskussion weiterhin gibt, die sagen natürlich auch: 'Ich persönlich wohne seit über 20 Jahren am Mauerpark'. Das ist auch nicht eine Erscheinung, die von gestern kommt, dass es da laut ist, sondern der Mauerpark war schon immer eine besondere Fläche.

Die Walpurgisnacht 2018 in Bildern

Ihr Verhältnis zum Bezirk und zur Polizei war ja eigentlich in den letzten Jahren immer sehr kooperativ. Jetzt sitzt offensichtlich der Beschwerdeführer am längeren Hebel. Wie erklären Sie sich das?

Ob er wirklich am längeren Hebel ist, müssen wir erst einmal abwarten. In meinen Augen haben wir weiterhin ein gutes Verhältnis zu der Verwaltung und zur Polizei, aber man muss natürlich ab und zu mal auch Kritik deutlich äußern.

Der Bezirk hat auf der Bezirksverordnetenversammlung einen Beschluss gefasst, der Mauerpark solle als Kulturstandort gesichert werden und es sollten entsprechende rechtliche Schritte unternommen werden. Das heißt, die Bezirkspolitik hat längst verstanden, wo das Problem ist. Der Mauerpark ist als geschützte Grünanlage eingetragen, wird aber ganz anders genutzt. Die Politik möchte, dass diese andere Nutzung Bestand hat und nicht zurückgefahren wird auf eine klassische Schlosspark- oder Anwohnerpark-Nutzung. Und jetzt müsste das Bezirksamt langsam mehr Energie in die Hand nehmen, um das umzusetzen.

Das Walpurgisnacht-Fest haben wir 15 Jahre lang gemeinsam organisiert und jetzt auf einmal haben sie Angst, weil es da Anwohner gibt, die eventuell eine Anzeige formulieren und halten sich komplett raus und sagen: Wir müssen jetzt wieder auf den formalen Rahmen einer geschützten Grünanlage zurückfallen. Sprich: Wir dürfen da nicht feiern.

Meine Hoffnung ist, dass zwar jetzt der Anwohner bei der Walpurgisnacht am längeren Hebel saß, aber dass in den nächsten Wochen die Erkenntnis im Bezirksamt reift, dass wir den Mauerpark als Kulturstandort wirklich erhalten wollen.

Was fordern Sie konkret vom Bezirksamt?

Das Bezirksamt muss ganz deutlich Signale senden, auch an die Anwohner. Es sind ja zwei Stadträte, die zuständig sind. Vollrad Kuhn (Die Grünen) ist für die Grünfläche zuständig und müsste quasi eine formale Genehmigung erteilen, dass die Fläche genutzt werden darf. Daniel Krüger (parteilos, für die AfD) müsste zudem eine formale Genehmigung erteilen, dass wir Krach machen dürfen.

Beim Thema Karaoke waren es ja auch diese zwei Stadträte. Der eine wollte und hat quasi gesagt: Mach mal. Und dann hat sich der Ordnungsstadtrat hingestellt und gesagt: Nicht so schnell! Karaoke hat sehr viel Rückhalt in der Politik und in der Gesellschaft. Und damit war dem Bezirksamt eigentlich gar nichts anderes übrig geblieben, als am Ende doch eine Genehmigung auszusprechen, obwohl sie Angst vor den Anwohnern hatten.

Sie haben angekündigt, dass Sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder im Mauerpark in den Mai feiern möchten. Wie realistisch sind die Chancen?

Ich denke, die sind sehr gut, weil auch der Bezirksbürgermeister verstanden hat, dass es so nicht weitergehen kann. Er hat in Aussicht gestellt, dass es jetzt im Frühjahr noch eine Entscheidung geben soll, wie künftig mit informeller Kultur, Straßenmusik und solchen Dingen umgegangen werden soll. Das ist für uns der erste Schritt, mit dem der Bezirk sagt: Ja, stimmt, informelle Kulturdarbietungen sind wichtig für den Mauerpark.

Ich denke, dass, wenn dieser erste Schritt gemacht ist, man sich dann auch zusammensetzt und sagt: Die Walpurgisnacht als friedvoller Abend, als Bürgerfest und im Zusammenspiel von Künstlern, Anwohnern und Nutzern sollte nicht restlos gestrichen werden.

In Ihrem Facebook-Post zur abgesagten Walpurgisnacht-Party im Mauerpark schreiben Sie: "Wie in diesem Jahr die Walpurgisnacht im Mauerpark verlaufen wird, bleibt den Launen des Schicksals überlassen." Rechnen Sie mit dem Wiederaufflammen der Gewalt im Mauerpark, also mit ähnlichen Zuständen wie vor dem Jahr 2004, als es das Fest noch nicht gab?

Eigentlich muss man ja hoffen, dass alles friedvoll bleibt. Unsere Erfahrung ist aber, dass Jugendliche und Leute, die den Park besuchen und in den umliegenden Vierteln nichts haben, was ihnen Spaß macht oder womit sie sich beschäftigen können, sich dann etwas anderes suchen.

Und in der Nacht, die politisch so stark geprägt ist in Richtung Konflikt mit der Polizei oder mit den Ordnungskräften - da liegt es eigentlich auf der Hand, dass das nicht ganz friedlich laufen kann. Ich wünsche den Kollegen von der Polizei ein gutes Händchen, aber es wird spannend.

Herr Puell, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Frank Preiss, rbb|24.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

23 Kommentare

  1. 23.

    Der Krach wird nicht in Mitte gemacht (wenn man mal vom Flohmarkt absieht, der noch offiziell auf Mittegrund steht), sondern schon in Pankow, die Wiese steht in Pankow. Die meisten Geschädigten sind halt in Mitte. Aber auch einige Anwohner südlich des Parks auf Prenzlauer Berg Seite.

  2. 22.

    Genau so ist es. Die Gleimstraße und der Falkplatz bleiben seit langem vom Lärm verschont, weil Herr Puell da wohnt. Der "Krach", wie sich Herr Puell ausdrückt, wird in Mitte gemacht. Der Clou ist, dass dieses Stück Mitte von Pankow verwaltet wird. Alles ganz einfach zu verstehen. Nicht Neuanwohner, Schwaben oder Biedermeier beschweren sich, sondern diejenigen, die nicht mitreden durften, weil sie nicht im Bezirk wohnen - und zu deren Lasten die Entscheidung ausging.

  3. 21.

    Ist das eine Heuchler-Gegend... und jetzt alle mit dem Hitech-Smartphone aus kapitalistischer Produktion ein Selfie machen, Cheeese!

  4. 20.

    Dieses Stück Land noch Park zu nennen ist Ironie. Besonders sehenswert Sonntagabend wenn die Spasstouristen und Partymacher durch sind. Ob diese Gäste vor Ihrer eigenen Haustür auch soviel Lärm Dreck machen würden ?

  5. 19.

    Warum wird der Mauerpark nicht in Gänze bebaut? Berlin braucht Wohnraum und Pankow hätte einen Kriminalitätshotspot weniger.
    Und der Bü90/Die Grüne Bezirksstadtrat, Vollrad Kuhn, bedient dann sein Wählerklientel.

  6. 18.

    Ich wohne da nicht in der Nähe, aber etwas einseitig sind die Kommentare schon. Das es immer die neu Hinzugezogene sind, die sich beschweren, glaube ich ich nicht. Wirkt so als ob da viel Kommerz hinter steckt.
    Meistens ist auch die Devise, bei mir zu Hause soll kein Lärm sein, aber wo anders kann es ruhig laut sein, da sind einem die Anwohner dann auch egal.

  7. 17.

    Unsere lieben Lärmfreunde haben leider nach wie vor Probleme mit der genauen Darstellung von Fakten. Man sollte unterscheiden zwischen einem "runden Tisch" und einem internen Treffen negativ betroffener Anwohner, bei dem nur solche Anwohner eingeladen waren. Das ist dann auch nicht offen für jeden, das sollte man einfach mal akzeptieren, statt dann groß Theater zu machen.

  8. 16.

    Ohhh, Herr Alexander Puell, da haben Sie wohl ganz schlechte Karten.
    Der Herr von den Grünen bedient sein Klientel, dass sich rund um den Mauerpark, besonders um den Falkplatz, angesiedelt hat und will wiedergewählt werden. Wie es um den Grünen Vorschriften- und Verbotsstatus steht, zeigt auch der jahrelange Versuch, die Gleimstraße in Gänze für den Autoverkehr zu sperren. Das versuchte schon der in den Ruhestand versetzte grüne Verkehrsstaatssekretär Kirchner seit 2009. Klientelpolitik in Reinnatur.
    Und der AfD-Mann? Egal, wie er sich entscheidet, er wird von den politischen Kleingeistern, unter tosendem Beifall der "Demokraten", zerrieben.
    Herr Puell, die Walpurgisnacht ist Geschichte und bedenken Sie, dass dadurch auch die CO2-Belastung sinkt.

  9. 15.

    Wer hat denn in welcher Form versucht Kontakt aufzunehmen? Und mit welchen Anwohnerinnen? Offenbar wurde mit keinem einzigen Anwohner gesprochen.

  10. 14.

    Ein einseitiges Interview, dass zudem die komplexe Konfliktlage stark verkürzt. Herr Puell ist nicht mehr oder weniger legitimiert etwas zur Situation des Mauerparks zu sagen als alle andren Akteure, wie Nutzerinnen, Anwohnerinnen, Politikerinnen. Leider äußert er eine Reihe von Falschaussagen, wie z.B. die Anwohnerinnen wollen keine Kompromisse, die Anwohnerinnen wollen Karaoke/Walpurgisnachfest verbieten. Herr Puell war zunächst nicht an einer Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen interessiert. Die Anwohner haben nie gefordert, dass oben genannte zu verbieten. Herr Puell instrumentalisiert bewußt die Presse um seine Position durchzusetzen. Der Mauerpark hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, er leidet unter extremer Übernutzung. Und es ist eine Binsenweisheit, dass in einer sich immer stärker verdichtenden Stadt Kompromisse nötig sind, um eine Balance zwischen Interessen herzustellen. Da kann nicht ein Mann seine Vorstellung des Mauerpark mit allen Mitteln durchsetzen.

  11. 13.

    Und Ihre "runden Tische" waren offiziell? Wurden da nicht Anwohner die daran teil nehmen wollten ausgeschlossen?? Wurden sie nicht des Hauses verwiesen?? man sollte das Glashaus, in dem man sitzt, nicht selbst mit Steinen einwerfen ..

  12. 12.

    Wir haben gestern vergeblich versucht, Kontakt zu Anwohnern des Mauerparks herzustellen, die auf der Gegenseite des Vereins von Alexander Puell stehen. Natürlich interessiert uns Ihr Standpunkt sehr, lassen Sie uns gerne dazu Kontakt aufnehmen. Falls Sie Interesse haben, so geben Sie im nächsten Kommentar bitte Ihre Mail-Adresse an, wir melden uns dann bei Ihnen.

    Herzliche Grüße

  13. 11.

    @Achgottchen

    Sind Sie der vom beschaulichen Arkonaplatz??

  14. 10.

    ja na klar, wie in jedem Berliner "Park" wenn die Temperaturen zweistellig werden.
    Früher halt nur am Wochenenden, dann am erweiterteten Wochenende (inkl. Donnerstag) und seid der Egoismus volkommen etabliert ist die ganze Woche.

  15. 9.

    Weitere Fakten:
    - Puell und die Freunde des Mauerparks haben die Anwohner zum ersten runden Tisch explizit nicht eingeladen, sondern sich geweigert.
    - die Anwohner haben dagegen protestiert, dass der runde Tisch von einem Verein organisiert wird, der nicht neutral ist, danach wurde dann der dritte Runde Tisch nur noch vom Bezirksamt organisiert. Ein echter runder Tisch war das aber auch nicht. Wieder wurden Musiker und Verein der Freunde des Mauerparks vom Bezirk bessergestellt.
    "weil die Anwohner gesagt haben, sie weichen von ihren Forderungen nicht ab." - diese Darstellung ist so einseitig wie falsch. Genauso gut kann man sagen "die Musiker und die Freunde des Mauerparks weichen von ihren Forderungen nicht ab".
    Hier wollen bestimmte Leute ihre Position durchsetzen. Nämlich die, die laut Musik machen oder die, die den Mauerpark als sonntägliche Verdienstquelle sehen. Oder die, die seit Jahren den Mauerpark nicht als Park für alle sehen, sondern als ihr eigenes Territorium

  16. 8.

    Der "friedvolle" Herr demaskiert sich doch im letzten Jahr selbst. Wie kann man denn bitteschön sagen "aber es wird spannend"? Dieses Herbeireden von Gewalt und Problemen ist wirklich unterstes Kanonenrohr.

    Zu den alternativen Fakten von Herrn Puell:
    - es gibt keinen Sprecher und es bezeichnet sich auch niemand als Sprecher
    - ob das Grünanlage ist oder nicht oder Kulturstandort wird oder nicht, ist herzlich egal. Der Bezirk bekommt es nicht auf die Reihe, bzw. will es offensichtlich auch nicht auf die Reihe bekommen, illegalen Lärm abzustellen. Herr Puells Trommlerfreunde möchten ja nicht nur in der Walpurgisnacht spielen, sondern an jedem Sonntag, an dem die Bierkästen trocken bleiben.
    - alle Leute dürfen da friedlich feiern. Wenn es Auflagen gibt, dann muss man sich halt ein paar Leute suchen, die Gitarren spielen. Wo ist das Problem? Dass die üblichen Verdächtigen lieber genau bestimmen wollen, was sie alles machen dürfen? So sieht es nämlich aus.

  17. 7.

    Vielleicht sind die Hippster von damals einfach auch nur erwachsen geworden. Das wäre nicht der erste Ort, an dem das passiert. Mit Kindern stört man sich auch an dem regen Clubleben weswegen man in jungen Jahren in einen Kiez gezogen ist.

  18. 6.

    Wem gehört die Stadt? Immermehr dem Berliner-Biedermeier.

  19. 5.

    Wurde dort vorher Musik gemacht ohne Genehmigung?

  20. 4.

    Soweit der Rechtssstaat eine enorme Errungenschaft darstellt gegenüber von Willkür geprägten Verhältnissen, so habe ich den Eindruck, dass wir doch in eine Art Rechts-Überstaat leben. Selbst in China werden so bezeichnete westliche Berater zu Seminaren hinzugezogen, die den Vorteil erklären, weshalb eine Rechtsposition bis zum ff verfolgt werden müsse. Und so auch beim anderen, anstatt Dinge schon früh lösen zu wollen.

    In meinem Mietvertrag steht drin, dass die Wohnung dreimal am Tag zu lüften sei. Jeder Mieter, der so etwas unterschreibt, weiß natürlich, dass zumindest in Phasen der Abwesenheit auch die Nachbarn, die einen Schlüssel bekommen, nicht dreimal am Tag die Fenster aufmachen. Dieser Passus dient nur der Sicherung der eigenen Rechtsposition. Zum erklärten Vorteil des einen und zum erklärten Nachteil des anderen.

    Ist es "naiv", darauf zu bauen, dass etwas im Vertrauen gelöst werden kann, weil ab einem bestimmten Punkt alles andere absurd ist?

Das könnte Sie auch interessieren