Mehrere hundert Menschen gedenken in Berlin-Prenzlauer Berg dem 19-jährigen Union-Fan Karl M., der Samstag abend auf einem Parkplatz in der Stahlheimer Straße erstochen wurde. (Quelle: imago/Mang)
Video: rbb24 | 09.04.2019 | Bild: imago/Mang

Verdächtiger in Brandenburg gefasst - Verhaftung nach tödlicher Messerattacke auf Union-Fan

Im Februar wurde ein 19-jähriger Fan des 1. FC Union Berlin niedergestochen und tödlich verletzt. Jetzt hat die Polizei in Finsterwalde einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 29-Jährige wurde nach Berlin überführt.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Fan des Berliner Zweitligisten Union Berlin im Februar in der Hauptstadt ist ein Tatverdächtiger verhaftet worden. Der Haftbefehl gegen den 29-jährigen Mann wurde am Dienstagmorgen im brandenburgischen Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster) vollstreckt, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen seien gemeinsam vom Brandenburger Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft Berlin geführt worden. Der 29-Jährige sei nach Berlin überführt worden.  

Zuvor hatte die "B.Z." [externer Link] berichtet, der 29-jährige Mann sei festgenommen worden, weil er bei den Sicherheitsbehörden bereits als gewalttätig bekannt sei.

Berichte: Opfer wurde wegen Vereinsemblem angegriffen

Der 19-Jährige Union-Fan Karl M. war am 9. Februar auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Stahlheimer Straße in Berlin-Prenzlauer Berg niedergestochen worden. Er starb wenig später im Krankenhaus. Die Polizei fahndete mit kurzen Videofilmen einer Kamera in einem Supermarkt nach dem Täter. Gesucht wurden eine Frau und ein Hund, die am 9. Februar den Täter begleiteten. 5.000 Euro Belohnung waren für Hinweise ausgesetzt.

In Zeitungsberichten hieß es nach der Tat, der Angreifer habe den 19-Jährigen wegen dessen Abzeichen des Fußballvereins Union Berlin angepöbelt.

Sendung: Inforadio, 09.04.2019, 12:20 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Das bringt den Eltern ihr Kind leider nicht mehr zurück.
    Dennoch ein Hauch von Gerechtigkeit und sehr wichtig, daß dieser Irre hoffentlich lange weggesperrt wird.
    Beeindruckend auch die große Solidarität von Fußballfans verschiedener Vereine.
    Dafür möchte ich als Unioner allen nochmal Danke sagen.

  2. 5.

    Eine gute Nachricht. Der Tod des jungen Mannes hat mich erschüttert, und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass der Täter jemals gefasst wird. Auch ich fühle mich als Anwohner wieder sicher.

  3. 4.

    Eine der zusätzlich schlimmen Sachen dabei war, dass mit dem Täter tatsachlich noch eine Frau mitgelaufen ist, die kein Problem mit der Tat hatte und den Täter auch nicht angezeigt hat. Wie kann man denn solchen Umgang haben??! wie geht sowas?

  4. 3.

    Dem kann ich mich nur anschließen, danke an die Polizei für die gute Arbeit im Hintergrund !!!

  5. 2.

    Wenn es auch noch vage ist, ich bin tatsächlich erleichtert: im Gegensatz zum Fall Rebecca habe ich mich als Anwohner der Stahlheimer Straße unwohl gefühlt. Ich bin dort - an den ganzen Blumen und Briefen - nur im Hellen lang gegangen. Möge der Polizei der Fang gelungen sein.

  6. 1.

    Bravo, gute Arbeit. So kann es laufen, verdeckte Ermittlungen bzw. ohne große Rebecca Presse und dann zuschnappen. Vielen Dank an die zuständigen Behörden!!!!

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