Ein mobiler Blitzer im Einsatz (Quelle: picture alliance/ chromorange)
Bild: picture alliance/ chromorange

Mobile Radarfallen - Berliner Polizei blitzt 18.000 Raser in sechs Tagen

Die Berliner Polizei hat über Ostern an nur zwei Stellen mehr als 18.000 Raser geblitzt. Möglich machten das zwei neue Blitzeranhänger, die im Gegensatz zu älteren Geräten mehrere Fahrbahnen überwachen können.

Mit 182 Stundenkilometern über die A103

Einer der beiden Blitz-Anhänger stand am Autobahndreieck Funkturm. Dort sind zwischen Funkturm und der Ausfahrt Kaiserdamm nur 60 Stundenkilometer erlaubt. Innerhalb von sechs Tagen wurden 12.000 Fahrer erwischt, die sich nicht an die Beschränkung hielten. Der gemessene Höchstwert lag bei 140 Kilometern pro Stunde.

Der zweite Blitzer stand auf der A103 in Steglitz. Dort wurden mehr als 6.000 Raser geblitzt. Bei erlaubtem Tempo 80 lag die höchste gemessene Geschwindigkeit bei 182 Kilometern pro Stunde.

Moderne Blitzgeräte im Test

Die beiden modernen Blitzgeräte sind in große Anhänger eingebaut, die die Polizei an wechselnden Stellen am Straßenrand postiert. Sie können stunden- oder tagelang autonom die Straße überwachen, ohne dass Polizisten sie bedienen müssen. Die neuen Geräte sind für sechs Monate gemietet, dann soll entschieden werden, ob sie gekauft werden. Ansonsten gibt es in Berlin fest aufgestellte Blitzgeräte oder von der Polizei eigens aufgebaute und bediente Radarfallen.

Sendung: Inforadio, 26.04.2019, 12:30 Uhr

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20 Kommentare

  1. 20.

    Das es hier um viel Geld geht ist mehr als offenkundig. Jeder Verkehrsteilnehmer kennt die unsinnigen Verbote und Gebote, für die man immer tolle Ausreden erfinden kann. Blitzen gehört nicht in die Hand desjenigen, der davon finanziell profitiert. So geht es schon mal los.

  2. 19.

    Jemand nennt eine zeitlich begrenzte, offen durch Schilder kommunizierte Geschwindigkeitsbegrenzung eine "Falle". Ich muss sagen, es hat genau den Richtigen erwischt.

  3. 18.

    Fast jeder hat eine Erklärung warum gerade sein Gesetzesbruch unglücklich oder ungerecht bestraft wurde. Irgendwo muss ja eine zeitliche Grenze gesetzt werden. Die Berliner Polizei hat im übrigen großzügige Toleranzen vorgegeben.
    Nehmen wir an, es war genauso wie sie es beschreiben. Dann ist dieser eine Punkt kein Problem für sie. Wenn sie die nächsten 16 Jahre wieder so ordnungsgemäß fahren wie vorher ist dieser sehr schnell verjährt.

  4. 17.

    Besser für alle wäre generell Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften, dann muss niemand mehr auf die Uhr gucken ;) Gerne in Berlin damit anfangen. Weniger Schwerverletzte und Unfalltote. Weniger Lärm. Weniger motorisierter Individualverkehr, da im Verhältnis plötzlich viele andere Verkehrsmittel schneller ans Ziel führen ... sogar Laufen wird angenehmer und sicherer.

  5. 16.

    Schöne Statistik. Das Wort "Raser" stört mich dennoch. Ich wurde vorgestern ebenfalls Statistik-relevant von einem Gerät wie dem abgebildeten geblitzt, um kurz nach 22:00 Uhr auf einer Hauptstraße in Berlin, bei der ab 22:00 Uhr Tempo 30 gilt. Ich hatte 2 müde und quenglige Kinder im Auto und habe einfach nicht gewusst, dass es schon nach 10 ist.
    Wenn man um 23:00 Uhr anfängt und dann Leute mit 20 km/h und mehr drüber geblitzt werden, kann man auch gerne von "Rasern" sprechen. Wenn man Autofahrer aber auf diese Weise in die Falle lockt, hat die Aktion eher einen ganz anderen Beigeschmack.
    Jetzt bekomme ich möglicherweise meinen ersten Punkt in Flensburg nach 16 Jahren Autofahren, weil ich die Uhr nicht minutengenau im Blick hatte.

  6. 15.

    Mindestens die hälfte der Politiker/In rausschmeißen, dann sollte genug Geld da alle Strassen kurzfristig in Stand zu bringen, das dürfe auch Radfahrer begeistern.
    Wenn man schon mit Blitzen abzocken will, dann jeweils am Ortseingang von Berlin, da lohnt es sich!

  7. 14.

    Seit Jahren ist im Bereich Tempo 60 auf der Autobahn. Weswegen ist nicht klar erkennbar. Vermutlich wegen der Schäden an den Brücken. Warum werden diese Schäden nicht beseitigt. Eigentum verpflichtet! Ist natürlich auch eine Möglichkeit die finanziellen Mittel durch Blitzen sammeln und wenn man genug Geld eingenommen hat, dann kann man sanieren.

  8. 13.

    Volle Zustimmung!

    Wenn man sich, wie ich, an die Regeln hält, wird man disrespektiert und bedroht (dichtes Auffahren, von hinten anbeschleunigen (Fahr zu!), Lichthupengeflacker, schnell noch vor der tiefroten Ampel ueberholt). Schlimm...

    Bitte unbedingt mal A113 Auf/Abfahrt Adlershof (Kurve Ernst Ruska Ufer), oder unter der Brücke (Ernst Ruska Ufer Einmuendung Hermann-Dorner-Allee) hinstellen. zHG 50! Keine zehn Sekunden Zeit, ist man doch eh gleich auf der Autobahn/an der naechsten roten Ampel. Wer sich an die Regeln haelt kriegt den ganzen Druck ab.

    Die bis vor kurzem zHG 30 auf der Brücke A113 AS Stubenrauchstrasse (Brückenschäden) haben auch sehr viele nicht eingehalten.

  9. 12.

    Was ist das für eine Logik?
    Es geht bei den 60 km/h nicht um eine Drosselung wegen möglichen Unfällen. Vielmehr sind nur 60 km/h wegen den Schäden an den Brücken und der Fahrbahn erlaubt. Nicht ohne Grund werden zusätzlich die Fahrbahnen verschränkt.
    Bitte deutlich mehr Blitzer anschaffen. Die Zahlen sprechen für sich.

  10. 11.

    Dazu würde ich gern später wissen, wie viele gegen den Bußgeldbescheid Einspruch eingelegt haben und damit ein Gerichtsverfahren auslösen (dessen Gebühren bei weitem nicht kostendeckend sind) und wie viele damit dann Erfolg haben. Erst dann könnte man darüber redenj, ob sich die Geräte rentieren.

  11. 10.

    Ja, bitte viele dieser Geräte anschaffen! Und regelmäßig vor Schulen, in verkehrsberuhigten Bereichen und in Tempo 30 Zonen in Wohngebieten einsetzen.

  12. 9.

    O, bitte, bitte, mehr Blitzer. Und richtig hohe Strafen! Abzocken ist doch, wenn jemand betrogen wird oder? Wenn Autofahren meine Gesundheit gefährdet, kann die Strafe gar nicht hoch genug sein.

  13. 8.

    Es ist immer schön wenn ein Spitzenreiter benennt, wahrscheinlich weil der rest nur knapp uber der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs ist. Jeder möchte einfach nur zügig von A nach B kommen, das passt aber einigen nicht und deshalb wird einfach viel beschränkt.
    Wie von von "Zuschauer" beschrieben, blitzen ohne Ende, ohne das es eine gefährliche Stelle ist, das ist für mich einfach nur Abzocke!

  14. 7.

    Weiter so, diese Blitzer spielen ihr Geld schnell rein.
    Außerdem die Bußgelder für zu schnelles fahren drastisch erhöhen, nur wenns an den Geldbeutel geht werden die Leute
    schlau.
    Unsere sogenannten Politiker sind leider zu feige hier mal kräftig durchzugreifen.

  15. 6.

    Wenn mehr als 12.000 Autos geblitzt wurden und absolut nichts passiert ist, zeugt es doch davon, dass die 60 km/h zu niedrig angesetzt waren!

  16. 5.

    Es wird noch viel zu wenig geblitzt und die Strafen sind entschieden zu niedrig. Schade das die vielen Deppen am Handy nicht geblitzt werden können. Aber was soll‘s.

  17. 4.

    Auf jeden Fall wird riesig was für die Sicherheit auf unseren Straße getan, wenn hunderte Autofahrer, die auf einer dreispurig ausgebauten Stadtautobahn 90 statt 80 fahren, geblitzt werden...

  18. 3.

    Das jeder der zu schnell fährt gleich als Raser gilt kann aber auch nicht richtig sein. Wer z.B. bei erlaubten 80 mit 86 erwischt wird, ist dich nicht gleich ein Raser, so wie einer mit mehr als 100 Km/h.
    Hier gibt es immer nur schwarz oder weiss

  19. 2.

    Bravo, noch viel zu wenig. Wenn man sich an die Regeln hält, wird man beschimpft, angehupt und bedroht. Schlimm...

  20. 1.

    Endlich sind die Verantwortlichen aufgewacht und legen den Raser das Handwerk. Es wurde höchste Zeit, diese Raser Einhalt zu gebieten. Anscheinend kann man es nur über das Portemonnaie machen, dass diese Menschen zu Einsicht kommen. Es müssten viel mehr angeschafft werden, von diese mobilen Radarfallen.


    Die Einnahmen sollten sinnvoll verwenden werden, evtl. für Opfer des Autoverkehrs.

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