In einem Waldgebiet in der Nähe von Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark) löscht am 17.04.2019 eine Feuerwehrfrau mit einem Wasserschlauch. (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Video: Brandenburg Aktuell | 20.04.2019 | Annette Dornieden | Bild: dpa/Julian Stähle

Anhaltende Trockenheit - Feuerwehr bekämpft Waldbrände im Süden Brandenburgs

Brandenburg ist staubtrocken, besonders im Süden des Landes herrscht höchste Waldbrandgefahr. Am Samstag sind mehrere Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung der Flammen verhindern.

Die Brandenburger Feuerwehr musste am Samstag im Süden des Landes zu mehreren Waldbränden ausrücken. Beim größten Brand, bei Massow im Kreis Dahme-Spreewald, standen rund 7.000 Quadratmeter Kiefernwald in Flammen. Wie der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, dem rbb mitteilte, waren mehrere Feuerwehren mit insgesamt 30 Fahrzeugen ausgerückt. Weil auf dem Areal noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wird, konnten die Einsatzkräfte nur von gesicherten Wegen aus löschen.

Brände mittlerweile gelöscht

Zudem brannte ein Waldstück zwischen Märkisch-Buchholz und Münchehof. Wie die Leitstelle Lausitz dem rbb mitteilte, standen 600 bis 700 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Außerdem wurde ein Brand bei Peitz im Spree-Neiße-Kreis gemeldet. Im Ortsteil Drachhausen war das Osterfeuer vorübergehend außer Kontrolle geraten. Gebrannt hat es auch im Kreis Oder-Spree: In Kienbaum bei Grünheide flammte der Leitstelle Oderland zufolge ein Brand erneut auf. Mittlerweile sind alle Brände gelöscht.

In den vergangenen Tagen brannte es bereits mehrfach in Brandenburgs Wäldern. Momentan gilt dort ein striktes Rauch- und Grillverbot. Bei Verstößen werden Bußgelder von bis zu 50.000 Euro fällig. Die Gefahr steigt in Brandenburg aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes noch. 

Zudem brannte ein Waldstück zwischen Märkisch-Buchholz und Münchehof. Wie die Leitstelle Lausitz dem rbb mitteilte, standen 600 bis 700 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Außerdem wurde ein Brand bei Peitz im Spree-Neiße-Kreis gemeldet. Im Ortsteil Drachhausen war das Osterfeuer vorübergehend außer Kontrolle geraten. Mittlerweile sind alle drei Brände gelöscht.
Zudem brannte ein Waldstück zwischen Märkisch-Buchholz und Münchehof. Wie die Leitstelle Lausitz dem rbb mitteilte, standen 600 bis 700 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Außerdem wurde ein Brand bei Peitz im Spree-Neiße-Kreis gemeldet. Im Ortsteil Drachhausen war das Osterfeuer vorübergehend außer Kontrolle geraten. Mittlerweile sind alle drei Brände gelöscht.

Höchste Gefahrenstufe in Südbrandenburg

Auch wurden wegen der hohen Waldbrandgefahr zahlreiche Osterfeuer abgesagt. Der Waldbrandschutzbeauftragte von Brandenburg, Raimund Engel, zeigte für die Absagen Verständnis, zumal die Feuerwehrleute, die die Osterfeuer absichern, bei eventuellen Einsätzen fehlen würden.

Im Süden Brandenburgs gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. In fast allen anderen Landkreisen wurde die Gefahrenstufe 4 ausgerufen, allein in der Uckermark herrscht derzeit mit Stufe 3 nur eine mittlere Waldbrandgefahr.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert den Höhepunkt der Gefahr für Waldbrände in Brandenburg für kommenden Dienstag. Dann soll in fast allen Regionen die höchste Gefahrenstufe gelten - nur in Grünow in der Uckermark erwarten die Wetterforscher die mittlere Gefahrenstufe 3.

Aktuelle Waldbrandgefahrenstufen:

Waldbrandstufen Brandenburg. Stand 20.04.2019 (Quelle: rbb)

Keine Waldbrände in Berlin

Auch in Berlin steigt die Waldbrandgefahr. Im Waldstück Kaniswall im Südosten von Treptow-Köpenick galt am Karsamstag die höchste Gefahrenstufe. Im Bereich der Wettermessstationen Buch und Marzahn herrschte laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes Gefahrenstufe vier von fünf. Am Montag und Dienstag soll die Gefahr demnach auch dort auf die höchste Warnstufe steigen. In den übrigen Regionen gilt die mittlere Gefahrenstufe drei. Nach Angaben der Feuerwehr gab es während der Osterfeiertage zunächst keine Waldbrände in Berlin. Am Karfreitag hatte ein Wiesenstück in Gatow gebrannt.

Was bedeuten die Waldbrandwarnstufen?

Waldbrandstufe 1: Die Waldbrandgefahr ist sehr gering. Es gibt keine Einschränkungen.

Waldbrandstufe 2: Es herrscht nur geringe Brandgefahr. Fahrzeuge dürfen jedoch nicht auf Waldparkplätzen mit trockener Bodenvegetation abgestellt werden.

Waldbrandstufe 3: Mittlere Gefahr. Die Behörden können den Wald sperren. Öffentliche Feuerstellen und Grillplätze im und am Wald dürfen nicht genutzt werden.

Waldbrandstufe 4: Die Gefahr eines Waldbrands ist hoch. Besucher sollten die Waldwege nicht verlassen. Die Forstbehörden können nun auch die Waldparkplätze sperren.

Waldbrandstufe 5: Es herrscht sehr hohe Waldbrandgefahr. Besucher sollten den Wald nicht betreten. Auch Waldeigentümer dürfen nun ihren Wald sperren.

In Berlin und Brandenburg gilt im Wald das ganze Jahr über striktes Rauchverbot. Außerdem darf außerhalb der ausgewiesenen Grill- und Feuerstellen kein Feuer entzündet werden. Diese Regeln gelten in Brandenburg auch im Abstand von 50 Metern vom Wald. In Berlin ist ein Abstand von 100 Metern einzuhalten.

Sendung: Inforadio, 20.04.2019, 14:40 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Gießt die Bäume auf der Straße und i n eurer Umgebung!!! Wir leben von den Pflanzen.

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