Symbolbild: Polizeimotorrad (Quelle: imago/Björn Trotzki)
Bild: imago/Björn Trotzki

Zeuge widerspricht auf Facebook - Berliner Polizei ermittelt intern nach Fahrradunfall

Nach dem Unfall eines Fahrradfahrers am Donnerstag in Berlin-Kreuzberg wurden die Ermittlungen laut Polizei auf den "polizeiinternen Bereich" erweitert. Grund für die Ermittlungen sei der Facebook-Post eines Zeugen.

Polizei: Geflohener Radfahrer "ohne erkennbare Fremdeinwirkung" verunglückt

Zuvor hatte die Polizei eine Meldung herausgegeben, wonach ein 29-jähriger Radfahrer auf der Flucht vor einem Motorradpolizisten schwer verletzt worden sei. Laut Meldung sei der Mann "ohne erkennbare Fremdeinwirkung" vom Gehweg der Kreuzbergstraße abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt.

Der Radfahrer soll an der Kreuzung Hallesches Ufer, Wilhelmstraße, Tempelhofer Ufer, Mehringdamm eine rote Ampel überfahren und vor einer Polizei-Kontrolle geflohen sein.

Zeuge widerspricht Polizei-Darstellung

Auf Facebook schildert ein Nutzer, der den Vorfall nach eigenen Angaben beobachtet hat, den Vorfall etwas anders: Der Motorradpolizist sei dem Radfahrer auf dem Gehweg gefolgt. Der Polizist habe versucht, den Radfahrer abzudrängen. Vor dem Sturz hätten sich die beiden berührt.

Details zu den Ermittlungen wollte die Polizei auf Anfrage von rbb|24 nicht mitteilen.

Sendung: Abendschau, 15.04.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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22 Kommentare

  1. 22.

    Max, Tom, IchMeinJaNur, Tim - noch Fragen? Florieren, die sehr mitteilsam sind und, vor allen Dingen, alles wissen.
    Das, was sie nicht wissen, nicht verstehen, wird diffamiert.

  2. 21.

    Von welcher Tatsache reden Sie jetzt schon wieder? Ist es erwiesen, dass der Polizist mit dem Krad auf dem Gehweg fuhr?

    Mann, Mann, Mann, Sie sind vielleicht ein Brandstifter. Nur Ihre Meinung und Einstellung ist richtig. Alle anderen sind --------naja.

  3. 20.

    "Solange die Polizei selbst die Ermittlungen übernimmt weiß ich jetzt schon was dabei herauskommt."

    Sie verfügen über Insiderwissen? Oder ist Ihr gesamter Beitrag einfach nur billige Polemik?

  4. 19.

    Bringen Sie noch anders zustande, als Kommentare Anderer zu zitieren, @Max?
    Aber konkretes, als zu diffamieren, ist wohl von Ihnen nicht zu erwarten, wie man auch an den anderen fünf "Beiträgen" sehen kann. Vielleicht sollten Sie Ihre Filterblase verlassen und sich an den angegebenen Orte über den moralischen Verfall, gerade auch den bei Fahrradfahrern, ansehen.
    Und ja, ich finde es Richtig, dass die Polizei Fahrradrambos verfolgt und zur Rechenschaft zieht.
    Sicher, es kommt auch auf die Verhältnismäßigkeit an.
    Was aber konkret, durch EINEN Zeugen "belegt", passiert ist, wird sich heraus stellen und der RBB wird dazu bestimmt informieren.

  5. 18.

    "Fakt ist doch, der Fahrradfahrer überfuhr bei ROT eine Kreuzung und sollte daraufhin angehalten und zur Verantwortung gezogen werden."

    Bis dahin stimme ich mit ihnen überein, nur sollte man einen Rotlichtsünder nicht wie einen Bankräuber verfolgen, das nennt sich Verhältnismäßigkeit.

    " Leider ist das ROT-fahren von Radfahrern Gang und Gebe. [sic!] " AH, Radfahrerbashing auf unterstem Niveau, welches sie mit "Kampfbahnen für anscheinend hirnlose Radfahrer gibt es überall." noch toppen.

    Fazit: Außer hirnlosen Radfahrerbashing keine neuen Erkenntnisse.

  6. 17.

    Fakt ist doch, der Fahrradfahrer überfuhr bei ROT eine Kreuzung und sollte daraufhin angehalten und zur Verantwortung gezogen werden. Leider ist das ROT-fahren von Radfahrern Gang und Gebe.
    Anscheinend wollte es sich der Verantwortung entziehen. Obendrein verunglückte er.
    Wie es dazu kam, wird Gegenstand einer Untersuchung sein, die wir unaufgeregt abwarten sollten.
    Was ich aber von der Aussage des Zeugen zu halten habe .... spricht sein Nick "Schweinehund Bike" Bände.
    @Christian Peter: Kampfbahnen für anscheinend hirnlose Radfahrer gibt es überall. Die Prenzlauer - und Schönhauser Allee. Da wünscht man sich ein konsequentes Durchgreifen Seitens der Polizei.

  7. 16.

    Sie haben vollkommen recht, keiner von uns war tatsächlich dabei. Mich macht aber alleine die Tatsache dass ein Polizist auf einer schweren Maschine über den Bürgersteig einen Radfahrer verfolgt mißtrauisch ob da alles mit rechten Dingen zugegangen ist und ob auch bei den Ermittlungen alles korrekt gehandhabt wird.

    Selbst wenn der Polizist den Radfahrer nicht touchiert haben sollte, hat der Polizist mit seiner schweren Maschine* nicht die Verhältnismäßigkeit gewahrt. Selbst dann wenn feststeht dass der Radfahrer einen Rotlichtverstoß begangen hat, rechtfertigt das keine Jagdszenen über Bürgersteige!

    *Das Symbolbild zeigt eine Moto Guzzi Norge 850 mit 71 PS und einem Trockengewicht von min. 242 kg

  8. 15.

    Verhältnismäßig erscheint mir das auch nicht, wenn ich mir anschaue wie die Berliner Polizei bei allen möglichen Verkehrsgefährdungen beide Augen zudrückt - z.B. bei Falschparken auf Fußgängerfurten und an Bushaltestellen.

  9. 14.

    Sie haben Recht, es muss sichergestellt werden, dass hier nichts unter den Teppich gekehrt wird. Vielleicht hat der Zeuge die Beobachtung ja der Polizei tatsächlich direkt mitgeteilt und nicht erst Tage später als Social Media-Post.
    Allerdings, so finde ich, sollten Vorbehalte dieser Darstellung gegenüber genauso gerechtfertigt sein, wie Zweifel an jener der Polizei. Die Hashtags, mit denen er/sie den Post garniert, sprechen ja nicht gerade dafür, dass es allein um eine Richtigstellung geht...

  10. 12.

    "Vielleicht sollte man doch erst einmal die Ermittlungsergebnisse abwarten. Und wenn es dann gesicherte Erkenntnisse gibt, wieder in die Tasten hauen."

    Sie meinen wie bei der Sufffahrt am Alex? Oder der unter Strom stehende Türknauf in der Friedelstraße?

    Solange die Polizei selbst die Ermittlungen übernimmt weiß ich jetzt schon was dabei herauskommt.

  11. 11.

    Erstaunlich, wie Leser die Aussage eines EINZIGEN angeblichen Zeugen glauben und sofort mit dem Polizei-Bashing beginnen und von fristloser Entlassung faseln.

    Warum hat der Zeuge sich denn nicht sofort für eine Aussage bereitgehalten? Warum wird das auf Facebook verbreitet? Vielleicht will dieser "Zeuge" auch nur ein wenig die Stimmung gegen die Polizei aufheizen? Vielleicht hat er selbst eine Fehde mit der Polizei?

    Vielleicht sollte man doch erst einmal die Ermittlungsergebnisse abwarten. Und wenn es dann gesicherte Erkenntnisse gibt, wieder in die Tasten hauen.

  12. 9.

    Was der Beamte sich da erlaubt hat ist unglaublich. Offensichtlich hat der Beamte noch nie etwas von Verhältnismäßigkeit gehört. Der Mann gehört entlassen, fristlos.

  13. 8.

    Es wird ein neuer Rechtsfreier Raum geschaffen
    Radfahrer dürfen alles, und rechnen nicht mit Konsequenzen
    Wer Zeit hat, sollte sich mal das Südwestkorso anschauen
    Einflugschneise für Studenten
    Ältere Menschen haben hier keine Chance unbeschadet über die Strasse zu gelangen

  14. 7.

    Aha, ja hätte ich, weil "der Typ" ein Beamter der Exekutive ist, der einen Grund für seine Verfolgung hatte. Unabhängig davon, ob die Fahrt über den Gehweg mit dem Motorrad statthaft war oder nicht.

    Gruß
    Hajakon

  15. 6.

    Es fehlt eine unabhängige Ermittlungsinstanz. Das es die auch unter r2g nicht gibt muss sich diese Koalition vorhalten lassen.

  16. 5.

    Hätte der Polizist mal keine Mottorad-Tour auf dem Gehweg unternommen, was letztendlich zur Verletzung führte (laut Augenzeuge). Mal abgesehen von der massiven Gefährdung anderer Fußgänger durch diese völlig überzogene Aktion! Der Radfahrer überfuhr eine rote Ampel. Ich bin sicher: Motorradfahren auf dem Gehweg ist gefährlicher!

  17. 4.

    Fremdeinwirkung ist halt schwer zu erkennen, wenn man selbst mit drinhängt... einfach mal ehrlich sein, liebe Polizei

  18. 3.

    Aha. Sie würden sich also - aus welchen Gründen auch immer - anhalten, wenn ein Typ sie mit dem motorrad auf dem Gehweg verfolgt?
    Pardon, aber bei so einem Gebahren kann ich mir vorstellen, warum man es vorzieht das weite zu suchen.

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