Entgleiste Regionalbahn bei Joachimsthal (Quelle: Bundespolizei)
Bild: Bundespolizei

Ermittlung wegen Gefährdung des Bahnverkehrs - Regionalbahn bei Joachimsthal entgleist

Kurz vor dem Bahnhof Joachimsthal (Barnim) ist am Freitagvormittag eine Regionalbahn entgleist. Inzwischen laufen Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Freitagnachmittag mitteilte. 

Gegen 8.50 Uhr habe die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG die Entgleisung des RB 61357 auf der Fahrt von Eberswalde nach Templin gemeldet. Im Zug der Niederbarnimer Eisenbahn AG befanden sich demnach fünf Personen: zwei Reisende, der Triebfahrzeugführer und zwei Kundenbetreuer. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. 

Wie ein Sprecher der Bundespolizei rbb|24 am Freitagnachmittag sagte, sei nicht auszuschließen, dass eine Weiche falsch gestellt wurde - oder ein technischer Defekt am Stellwerk vorlag. Die Bundespolizei ermittle derzeit in alle Richtungen. 

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5 Kommentare

  1. 5.

    Das Muster dort ähnelt sehr stark dem, welches in Dortmund und auch bei mir am Bahnhof Tegel passiert ist.

    Hintergrund: In Tegel fuhr die S25 aus Teltow nach Hennigsdorf. Als diese den Bahnhof Tegel mit ca. 6 Min. Verspätung verließ, stellte der Stellwerk-Leiter ohne Absicherung beim Triebfahrzeugführer (Lokführer der S-Bahn)die Weiche um. Normalerweise sind in Eichborndamm und auf halber Strecke nach Schulzendorf elektronische Meldepunkte in Form von Balisen, welche dem Stellwerk melden, der Zug ist durch. Leider waren diese wegen Blitzschlag beschädigt, sodass der Leiter telefonisch nachfragen musste, was er mehrfach nicht tat.

    Folglich entgleiste die S-Bahn, weil die Weiche zwischen Wagen 2 und 3 umgestellt wurde. Gleiches ist hier wohl vermutlich passiert: Fahrgestell 1 Wagen fährt nach rechts auf Ausweichstelle, Weiche stellt sich um, Fahrgestell 2 bleibt auf Hauptstrecke.

  2. 4.

    An Nr.3, Bernd.de:
    Natürlich wird eine Weiche normalerweise gestellt, bevor ein Zug diese erreicht. Aber es können Fehler passieren. Das hat es schon immer gegeben. Entweder menschliches Versagen durch den Bahnmitarbeiter, der die Weiche stellt. Oder ein technisches Problem. Dass Weichen irrtümlich unter fahrenden Zügen umgestellt worden sind, gibt es schon seit Beginn des Eisenbahn-Zeitalters. Woran es in diesem Fall gelegen hat, müssen die Ermittler klären. Auszuschließen ist erstmal gar nichts. Selbst Sabotage oder Vandalismus sind denkbar.

  3. 3.

    Meinen sie das ironisch? Eine Weiche wird vom FDL gestellt, bevor der Zug diese erreicht, alles Andere wäre tatsächlich gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr!

  4. 2.

    Stellen einer Weiche unter bewegten Fahrzeug muß nicht stimmen. Wahrscheinkich ist auch, daß die Grenzmaße der
    Zunge bzw. der Backenschiene nicht in der Norm waren

  5. 1.

    Die Ursache ergibt sich doch schon aus dem Foto. Da wurde unter dem Zug die Weiche gestellt. Erklärungspflichtig ist also der Fahrdienstleiter oder die Fahrdienstleiterin. Ganz schöne Präzisionsarbeit, bei so einem kurzen Triebwagen genau den kleinen Augenblick zu erwischen, wo man das vordere und das hintere Drehgestell auf zwei verschiedene Gleise schicken kann...

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