Keksverpackung "Rosenkuss" aus Wittstock (Quelle: Sandra Fritsch)
Bild: Sandra Fritsch

Rosensalami, Rosenlikör- und Küsse - So schmeckt die Landesgartenschau

Wittstock/Dosse gilt als Stadt der Rosen. Daher steht die Rose in jeder Hinsicht auch im Mittelpunkt der Landesgartenschau. So gibt's auch Rosenblätter in Wurst und Likör sowie Kekse in Rosenform. Aber schmeckt das? rbb-Reporterin Sandra Fritsch hat es ausprobiert.

In Karstedtshof, ganz in der Nähe von Wittstock, befindet sich das Unternehmen "homemade". Der Hof der Familie ist riesig. Aus einem Stall hört man Lämmer rufen, die Schafe selbst stehen auf der Weide. Eva Paulus ist die Chefin des Unternehmens. "Wir sind ein kleiner Familienbetrieb. Wir möchten Produkte anbieten, von denen man genau weiß, wo sie herkommen", sagt sie. Der Betrieb produziert unter anderem Fleisch und Wurstwaren. Dazu gehört auch Salami. Einige exotische Sorten hat Eva Paulus bereits im Sortiment. Dazu gehören Walnuss-Rosine, Fenchel-Koriander und passend zum Fontane-Jahr noch "Theodors schärfster Wegbegleiter" – natürlich mit Chili. Jetzt kommt – pünktlich zur Landesgartenschau - noch die Rosensalami dazu.

"Die Fleischer haben uns schon komisch angesehen"

"Wir sind selbst keine Fleischer, arbeiten aber eng mit der Rhinland Fleischerei Kremmen zusammen. Als wir mit unserer Idee kamen, eine Rosensalami zu produzieren, wurden wir schon wirklich komisch angesehen. Aber ich hab dann einfach Bio-Rosenblütenblätter in Kilosäcken gekauft und gesagt, 'macht das doch einfach mal mit rein in die Wurstmasse'",  lacht Eva Paulus. Der erste Versuch habe nach gar nichts geschmeckt, der zweite Versuch nach Seife. Aber dann habe der Familienbetrieb einen Mittelweg gefunden. Die Rosensalami können Besucher der Landesgartenschau auch auf dem Gelände probieren – und zwar direkt auf dem Regionalmarkt am Bleichwall.

Ein Rosenkuss für die Besucher

Der Landesgartenschau geschmacklich auf die Spur kommen kann man auch in  Flecken-Zechlin - in der Bäckerei Janke. Es riecht herrlich nach frischen Broten und Gebäck. Chef Norbert Janke hat wunderschöne – wie Blüten geformte – Schachteln vor sich stehen. Darin: der Rosenkuss, ein Keks der vom kompletten Team extra zur Landesgartenschau entwickelt wurde. Aber wie schmeckt er?

"Es sind Mandeln drin. Viel mehr möchte ich eigentlich nicht verraten", sagt Janke. Auffällig ist aber auch die Keksform. Jedes einzelne Gebäckstück sieht aus wie eine Rosenblüte. 

Die Bäckerei Janke beliefert unter anderem auch den Schaugarten der Familie Krieglstein auf dem Laga-Gelände. Thomas Krieglstein und sein Sohn Andreas produzieren seit gut einem dreiviertel Jahr ganz unterschiedliche Liköre für Ortsjubiläen, Vereine – und jetzt eben auch für die Landesgartenschau. Der Chef verrät nicht komplett, was in diesem Likör ist. "Ein kleines Geheimnis müssen wir uns bewahren. Nur so viel: es sind auf jeden Fall Rosenblüten drin und Rhabarber. Das Gemisch ist sehr bekömmlich und hat auf der anderen Seite nicht diesen seifigen Rosengeschmack".

100 Prozent Handarbeit

Die ersten Liköre sind im heimischen Esszimmer der Familie entstanden. Inzwischen hat die kleine Firma aber auch eigene Produktions- und Kühlmöglichkeiten in Wittstock. "Es ist zu 100 Prozent Handarbeit. Wir müssen die Flaschen reinigen, abfüllen, etikettieren. Da hilft uns keiner. Die Etikette entwickelt übrigens meine Tochter", so Thomas Krieglstein.

Wer jetzt noch nicht genug hat, kann auch noch Laga-Wein probieren oder vielleicht einen Hanftee mit Rosenblüten. Also dann: guten Appetit auf der Landesgartenschau.

Sendung:

Service

So kommen Sie zur Laga

Brandenburgs Landesgartenschau findet vom 18. April bis 6. Oktober in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) statt. Sie ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf in der Tourist-Information am Bahnhof, im Online-Shop oder in ausgewählten Ticketshops erhältlich. Tagestickets kosten für Erwachsene 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Kinder bis 17 Jahre zahlen 4 Euro. Kinder von 0 bis fünf Jahren haben freien Eintritt. Die Dauerkarten kosten 95 Euro, ermäßigt 85, für Kinder von sechs bis 17 Jahren fallen 25 Euro an.

Anreise mit dem Auto: Wittstock liegt direkt an einem Autobahndreieck, das die A19 und die A24 miteinander verbindet. Somit besteht eine sehr gute Anbindung aus den Richtungen Berlin, Hamburg und Rostock. Der historische Stadtkern von Wittstock ist drei Kilometer von der A 19 und sechs Kilometer von der A 24 entfernt. Es gibt kostenlose Parkplätze an den Eingängen zur Schau.

Mit der Bahn: Mit dem RE 6 von Berlin-Spandau über Hennigsdorf und Neuruppin oder der Regionalbahn von Wittenberge über Pritzwalk ist Wittstock ebenfalls bequem zu erreichen. Der Eingang zur Schau befindet sich direkt am Bahnhof.

Beitrag von Sandra Fritsch

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren