Ein Polizist mit Handschellen und Dienstwaffe. Quelle: dpa/Jochen Tack
Bild: dpa/Jochen Tack

Einsatz auf Kinderspielplatz - Berliner Polizist schießt auf Bulldogge

Ein Polizist hat auf einem Spielplatz in Berlin-Steglitz mit seiner Dienstwaffe auf einen Hund geschossen. Der Schuss habe das Tier verfehlt; niemand sei verletzt oder gefährdet worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Beamten seien am Montagnachmittag zu dem Spielplatz gerufen worden, um drei Jugendliche mit einem freilaufenden Kampfhund zu kontrollieren.

Die amerikanische Bulldogge sei plötzlich aus einem Gebüsch und "aggressiv" auf die Polizisten zugerannt, hieß es. "Um einen bevorstehenden Angriff zu verhindern, schoss einer der Beamten in Richtung des Hundes, verfehlte ihn jedoch", hieß es weiter. Der "American Bulldog" ist in einigen Bundesländern auf der Liste der gefährlichen Hunderassen geführt - in Berlin ist die Bulldoge keiner der sogenannten "Listenhunde".

Der 17 Jahre alte Besitzer hat den Hund nach dem Schuss an die Leine genommen, seine beiden Begleiter waren zu dem Zeipunkt bereits auf und davon. Andere Menschen befanden sich den Polizei-Angaben nach nicht auf dem Spielplatz. Nach dem Vorfall ermittelt die Berliner Polizei nun wegen Verstößen gegen das Hundegesetz sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz - es habe stark nach Cannabis gerochen, erklärten die Beamten.

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7 Kommentare

  1. 6.

    Informieren Sie sich bitte vor dem Posten:
    §33 Hundegesetz:
    "Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 7 oder Nummer 25 mit einer Geldbuße von bis zu fünfzigtausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße von bis zu zehntausend Euro geahndet werden."
    @Brian:
    Waren Sie selbst dabei oder sind Sie Teil der Untersuchungskommission? Falls nein, dann empfinde ich Ihre Bewertungen als anmaßend.

    Meiner Meinung nach gibt es zu viel Kampfhund-Halter, die sich für die Leinenpflicht und ähnliches nicht interessieren und kein Verständnis speziell für besorgte Eltern aufbringen.

  2. 5.

    Ach, hätte der Beamte warten sollen, bis der Hund jemand anderen oder ihn verletzt? Schlimm genug, dass manch Hundehalter seinen Hund als "Statussymbol" benötigt... Was für schwache und armseelige Geschöpfe solche Personen doch sind!

  3. 4.

    Es ist gut, dass alle unverletzt geblieben sind - einschließlich des Hundes.
    Gemäß der vorliegenden Schilderung jedoch ist das allein auf Glück zurückzuführen, sonst nichts. Nicht auszumalen, was hätte passieren können, wenn der Schuss gesessen hätte, bei einem Menschen.
    Meiner Meinung nach ist der Griff nach der Waffe zu schnell erfolgt und der Beamte kann auch von Glück reden, wenn wenn er lediglich eine - sofern nach intensiver Prüfung gerechtfertigte - Disziplinarstrafe bekommt, statt mit fahrlässiger Tötung leben zu müssen.

  4. 3.

    Da der Hund ja gemäß Ihren Aufführungen auf keiner Berliner Liste steht, müssen Sie "Das diese Tiere nicht in die Hände eines 17jährigen gehören versteht sich von selbst" bitte näher erläutern.

  5. 2.

    "Verstoss gegen das Hundegesetz"?
    10 Euro Strafe müssen drin sein...

  6. 1.

    Bitte erklären Sie den Begriff Kampfhund! Was lernen Sie endlich das es solche Tiere nicht gibt. Zumal Sie schreiben das diese Rasse in Berlin nicht zu den Listenhunden gehört.
    Ansonsten ist es schön das niemand verletzt wurde, egal von welcher Hunderasse. Das diese Tiere nicht in die Hände eines 17jährigen gehören versteht sich von selbst.

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