Razzia Kudamm (Foto: rbb/René Althammer)
Video: rbb24 | 17.04.2019 | Jörn Kersten | Bild: rbb/René Althammer

Rund 60 Beamte in Berlin-Charlottenburg im Einsatz - Polizei stellt kiloweise Tabak bei Razzia in Shisha-Bars sicher

Bei einer Razzia im Zuge der "Bekämpfung krimineller Strukturen" haben Berliner Ermittler rund 27 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sichergestellt. Auf den Fund stießen Polizei, Zollfahndung und Gewerbeaußendienst im Berliner Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf, als sie in der Nacht zu Mittwoch zwei Shisha-Bars kontrollierten.

Die knapp vierstündige Kontrolle dauerte bis zum frühen Mittwochmorgen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Insgesamt waren bis kurz vor 2 Uhr mehr als 60 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Unter anderem wurde die Einhaltung gewerberechtlicher Regeln sowie des Jugendschutzes kontrolliert. Vereinzelt wurden kleinere Verstöße festgestellt. Die Polizei stellte Strafanzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen-, Gaststätten-, Betäubungsmittel-, Nichtraucher- und Datenschutzgesetz.

Mehrere Razzien innerhalb kurzer Zeit

"Behördenübergreifende Zusammenarbeit und Kontinuität: zwei Eckpfeiler der Bekämpfung krimineller Strukturen" twitterte die Polizei am späten Abend zu dem Einsatz.

Erst Anfang April und Ende März hatte es Razzien gegen kriminelle Clans gegeben, allerdings in Neukölln. Damit bemühen sich die Berliner Behörden um ein härteres Vorgehen gegen organisierte Kriminalität und kriminelle Clans in Berlin.

Norbert Cioma, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte am Mittwochmittag, "der gestrige Abend zeigt ein behördenübergreifendes Verständnis, dass organisierte Kriminalität arabischer Clans nicht allein in Neukölln zu bekämpfen ist". Derartige Maßnahmen seien "unglaublich personalintensiv und selbstverständlich kann man die Frage nach der polizeilichen Sinnhaftigkeit stellen, wenn am Ende des Tages nicht so viel herausspringt". Dennoch aber sei es wichtig, denjenigen, die Öffentlichkeit mögen, regelmäßig auch öffentlich die Grenzen unseres Rechtsstaates aufzuzeigen.

Kommentar

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7 Kommentare

  1. 7.

    Sie können die Polizei wohl nicht leiden? Oder warum freuen Sie sich über einen Schlag ins Wasser, für den sich 60 Beamte umsonst die Nacht um die Ohren gehauen haben?

  2. 6.

    Ich wusste gar nicht, dass der Besitz von Angeberkarren und Rolex-Uhren strafbar ist. Müssen deutsche Notare und Springer-Journalisten jetzt Angst haben? Oder sind Sie nur neidisch, wenn es Leuten mit dunklerer Hautfarbe besser geht als Ihnen?

  3. 5.

    Ja, wirklich ganz schrecklich, diese Shisha-Bars! Das muss man sich mal vorstellen: Wasserpfeifentabak! Unversteuert!! Da tritt die schaurige Fratze des organisierten Verbrechens grell zutage! Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die tapferen Beamten nicht mit harter Hand eingegriffen hätten …

  4. 4.

    FIND ICH RICHTIG GUT "DAUMEN HOCH"

  5. 3.

    Weiter so, zeigt denen wer das Sagen hat....
    Beschlagnahmt auch gleich die dicken Angeberkarren und die Rollis am Armgelenk ...

  6. 2.

    Danke für euren Einsatz. Jetzt bitte nicht nachlassen mit den Kontrollen. Die Zustände mit den Clans in Berlin sind schrecklich.

  7. 1.

    Bitte weiter so!
    Es wurde allerhöchste Zeit.

    Danke!

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