Hinweisschild zum Schienenersatzverkehr anlässlich der Bauarbeiten am S-Bahnhof Schönhauser Allee in Berlin-Prenzlauer Berg (Foto: imago/Seeliger)
Video: Abendschau | 08.04.2019 | Dorte Störmann | Bild: imago/Seeliger

Prenzlauer Berg - Nordöstlicher S-Bahn-Ring für sechs Wochen unterbrochen

Erhebliche Einschränkungen auf der Berliner Ringbahn: Wegen Bauarbeiten fahren sechs Wochen lang etwa zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee keine Züge. Der Ersatzverkehr ist am Montag ohne größere Schwierigkeiten angelaufen.

Der S-Bahn-Ring wird von Montag an zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee für sechs Wochen unterbrochen. Für zwei Wochen wird der gesperrte Abschnitt zudem bis Gesundbrunnen erweitert. Grund sind Bauarbeiten. Umfangreiche Bauarbeiten am Gleisbett, der Stromzufuhr und einigen Weichen seien auf der Strecke notwendig, teilte die Berliner S-Bahn auf Youtube mit.

Betroffen sind die Linien S41, S42, S8 und S85. Der Abschnitt Greifswalder Straße - Schönhauser Allee wird vom 8. April bis zum 20. Mai gesperrt, vom 15. bis 29. April besteht die Sperrung dann von der Greifswalder Straße bis zum Bahnhof Gesundbrunnen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet und soll die gesamten sechs Wochen über zwischen Landsberger Allee und Gesundbrunnen zur Verfügung stehen.

Zunächst keine großen Probleme für Passagiere

Bis zum Montagvormittag traten nach rbb-Informationen durch die Sperrung der Ringbahn zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee keine größeren Probleme auf. Der Ersatzverkehr mit Bussen funktioniert demnach nach anfänglichen Schwierigkeiten gut. Für den Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Landsberger Allee und Gesundbrunnen fährt alle drei bis vier Minuten ein Bus. Sie halten an den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Greifswalder Straße. Zehn bis zwanzig Minuten mehr Zeit für die Strecke sollten Passagiere einplanen.

Zusätzlich zum Ersatzverkehr fahren die S 41 und 42 laut einer S-Bahn-Sprecherin auf den verbleibenden Abschnitten des Rings häufiger: alle fünf statt wie sonst alle zehn Minuten. Das Unternehmen bittet Fahrgäste, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. 

Ersatzverkehr auf dem S-Bahn-Ring vom 08.04.2019 - 19.05.2019. (Quelle: rbb|24)
Ersatzbusse pendeln vom 08.04. bis 19.05.2019 zwischen Gesundbrunnen und Landsberger Allee. | Bild: rbb|24

Auf Umsteiger an der Greifswalder Straße wartet schon der zweite SEV

Während der gesamten sechs Wochen wird die Kurve zwischen Schönhauser Allee und Bornholmer Straße nicht bedient werden. Nutzer von S8 und S85 müssen also über Gesundbrunnen fahren.

Auch für Umsteiger am Bahnhof Greifswalder Straße wird das Pendeln kurzzeitig etwas unangenehmer, da die BVG ab der Haltestelle Greifswalder Str./Danziger Str. bis zur Endstation Hackescher Markt die Gleise der Tramlinie M4 erneuert. Bis zum 15. April wartet hier weiterhin der nächste Schienenersatzverkehr mit Bussen. 

16 Seiten Störungsinformationen

In dieser Zeit gibt es auch Einschränkungen auf den Linien S9, S26 sowie S46 und S47. Allerdings sollen diese Ausfälle durch andere Linien abgemildert werden, weil andere Bahnen die Streckenabschnitte bedienen. Die Sperrungen, Schienenersatzverkehre und Einschränkungen schlüsselt die S-Bahn Berlin auch auf einem 16-seitigen Flyer auf, der derzeit in den Bahnen verteilt wird oder hier online zur Verfügung steht.

Die Deutsche Bahn rechnet dieses Jahr mit rund 6.400 Baustellen in Berlin und Brandenburg. Die Kosten würden sich auf 522 Millionen Euro belaufen. 2017 gab es in den beiden Bundesländern laut der Bahn etwa 6.250 Baustellen.

Grafik: Bauvorhaben DB-Netz im ersten Halbjahr 2019 auf den Strecken der S-Bahn Berlin. (Quelle: rbb|24/Winkler)
Die Bauvorhaben der DB Netz auf den Strecken der S-Bahn Berlin in zeitlicher Reihenfolge von 1 - 4. | Bild: rbb|24/Winkler

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.04.2019, 18 Uhr

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 14.

    Also die Bauarbeiten finde ich nicht schlimm, aber der Schienenersatzverkehr ist wiedermal ein schlechter Witz. Angeblich fährt dieser alle 5 min. Ich warte meist 20 min. und dann kommt EIN Bus. Versteht sich wohl von selbst das da dann nicht jeder rein passt. Gestern kam in 30 Min. 2 Busse...Das ist einfach nur peinlich...Hab im Vorfeld gehört wie toll der funktionieren soll....gesehen hab ich das aber noch nicht. vlt klappt das nur von früh um 6 bis 8 Uhr..keine Ahnung.

    Selbst zu Zeiten wo gar kein Verkehr mehr ist so 0.10 Nachts stand ich 15 min da...App sagt aber fährt pünktlich alle 5m...super....Werd mir wohl einen alternativen Weg suchen müssen weil das wieder so klasse geplant wurde.

  2. 13.

    Das sind seit langemm angekündigte Bauarbeiten. Solche Maßnahmen kann man nun einmal nicht ohne Einschränkungen für die Nutzer des ÖPN durchführen. Da muss man sich wirklich nicht künstlich aufregen.

  3. 12.

    Vawundert tu ick feststellen, daß der Charlottenburga Maler und Lakiera noch nüscht jesacht hat, zu dem Problem mitte Bahn. Dit tu ihn ja ooch betreffen, da er ja ooch im Prenzl'Berg (Westsprech) wohnen tut.
    Ansonstn tu ick die Zicke Recht jeden, sind fülle Analphabeten unterwegs.

  4. 11.

    Ich finde, die Arbeiten sind notwendig und unabwendbar. Irgendwann müssen sie gemacht werden.
    Einzig nervt, dass man die Bahnhöfe nicht in Gänze absperren, damit sich nicht immerwieder, des Lesens unkundige, auf dem Bahnhof sammeln und dann verwundert, durch die Lautsprecher darauf hingewiesen werden, dass die S-Bahn nicht fährt.
    Und diese Ansagen nerven! Bahnhof abgeschlossen und das Problem ist gelöst.
    Und wir Anreiner hätten auch etwas davon: 14 Tage Ruhe! Ruhe vor dem Geschrei der Schüler, dem Pöbeln der Besoffenen, dem Partyverkehr.
    LIEBE S-Bahn-Verantwortlichen: schließt die Bahnhöfe ab.

  5. 9.

    Das ist doch wieder sehr schön, hier geht doch nichts mehr! Ob S oder U oder Straßenbahn, es fährt doch fast nichts mehr ohne Umstände. Bald fährt auch die S Bahn in Richtung Wartenberg, Ahrensfelde nicht mehr. Viel Stau! Sehr gut für die Umwelt. Danke Berlin.

  6. 8.

    @ Müller
    mensch müller DDR gibts es nicht mehr und diese Baumassnahmen sind lange angekündigt worden und was ist denn ein " gefährlicher " Bahnhof? Gefährlich ist alles, Sie können aus den Haus gehen und ein Ziegelstein fällt Ihnen auf den Kopf... das wars dann. Bleiben Sie mal zu Hause und versauern da aber Achtung! das ist auch gefährlich.

  7. 7.

    @IngoR: Bis zum S-Bahnhof Greifswalder Straße kommt man von Süden mit der Ringbahn auch während der sechswöchigen Bauarbeiten - allerdings nur im 10-Minuten Takt, da die "Ringverstärker", die den 5-Minuten-Takt bilden, bis zum 13. Mai 2019, 1.30 Uhr bereits im S-Bahnhof Landsberger Allee enden werden. Vom 13. bis 20.05. werden diese Züge dann bereits im S-Bahnhof Frankfurter Allee enden, weil eine Eingleisigkeit zwischen Greifswalder Straße und Landsberger Allee auf dem Streckenabschnitt bis zur Frankfurter nur einen 10-Minuten-Takt zulässt.

    @Müller: Die Linienführung der S8 als S46 nach Hermannstraße hängt sicherlich mit dem ganztägigen 5-Minuten-Takt der S41 und S42 von Montag bis Freitag zusammen. Die S8 in Treptower Park enden zu lassen, würde Konflikte mit der S42 Richtung Greifswalder Straße mit sich bringen. Zum anderen befährt die S-Bahn Berlin GmbH nur die Gleise, die der DB Netz gehören, die damit für die Baustellen zuständig ist.

  8. 6.

    Sie hätten sich nunmal rechtzeitig informieren müssen. Die Bauarbeiten stehen seit ca. einem halben Jahr fest. Wenn nicht sogar noch etwas länger.

  9. 5.

    Baut man nicht, jammern die Berlina, baunse noch, jammern se ooch. So iss der Berlina!

  10. 4.

    Welchen „gefährlichen Bahnhof meinen Sie? Und wo liegt Westberlin? Hat da etwa ein Ewiggestriger gepostet?

  11. 3.

    Wieder mal typisch S-Bahn. Erst eine Woche vor dem Baustart wird das publik gemacht. Was ist denn mit der sog. Qualitätsoffensive?

    Und warum kann die S8/S85 nicht zumindest bis Treptower Park oder gar bis Warschauer Straße fahren? Ich verstehe ja, dass aufgrund von nicht vorhanden Kehranlagen an Bahnhöfen in Fahrtrichtung Norden die Züge ab Treptower Park nicht weiterfahren können, aber in der Vergangenheit konnten sie zumindest bis dahin fahren. So ist die Idee, dass man über den gefährlichen Bahnhof in Westberlin fahren soll, was auch noch zu einer Fahrzeitverlängerung führt.
    Da hätte ich mir von der S-Bahn ein deutlich besseres Konzept gewünscht, mit ein bisschen mehr Überlegung.

  12. 2.

    Hinzu kommt, dass die Landsberger Allee stadteinwärts wegen der Busse im Bereich der Storkower Brücke von 3 auf 2 Fahrspuren verengt wird. Die Autofahrer wird es freuen ;-)

  13. 1.

    Ersatzverkehr ist schon ab Landsberger Allee, nicht das jetzt jemand denkt, bis Greifswalder kommt man noch.

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