Unfall zwischen einem E-Scooter und einem Smart auf der Straße des 17. Juni am 17.04.2019 (Quelle: Tv News Kontor)
Bild: Tv News Kontor

Offenbar Rotlicht-Verstoß - Schwerer Unfall mit E-Scooter in Charlottenburg

Ein schwerer Unfall mit einem E-Tretroller in Berlin hat einen Vorgeschmack auf Probleme mit den künftig erlaubten E-Fahrzeugen gegeben. Ein 24-jähriger Mann war mit dem Roller mit Elektromotor am Mittwoch gegen 11.50 Uhr bei Rot über einen Fußgängerüberweg an der Straße des 17. Juni gefahren.

Ein 22-jähriger Fahrer eines Kleinwagens fuhr bei Grün in Richtung Großer Stern, wie Zeugen berichteten. Das Auto und der Rollerfahrer stießen zusammen. Der Fahrer des E-Tretrollers erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer erlitt einen Schock. Die Polizei stellte den E-Roller zur Erstellung eines technischen Gutachtens sicher. 

Langsame Modelle wohl auch auf Bürgersteigen erlaubt

Tretroller und Skateboards mit Elektromotor sind auf Straßen und öffentlichen Fußwegen derzeit noch verboten. Nach langen Vorbereitungen sollen sie aber noch in diesem Frühjahr grundsätzlich erlaubt werden. Die sogenannten E-Scooter sollen rechtlich wie Fahrräder behandelt werden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h dürfen sie künftig auf Radwegen oder der Straße fahren. Die langsameren Modelle bis 12 km/h sollen auch auf Bürgersteigen fahren dürfen. 

Umweltschützer hoffen, dass die Roller Menschen dazu bringen, für Kurzstrecken ihr Auto stehen zu lassen. Kritiker bemängeln, die Roller seien nur etwas für Menschen, die zu faul seien, zehn Minuten zu Fuß zu gehen.

In Großstädten wie Berlin wird diskutiert, ob die E-Roller und E-Skateboards auf schon jetzt vollen Fußwegen und Radwegen zu einer Gefahr werden könnten. Mehrere Firmen hatten angekündigt, zahlreiche E-Roller als Leihfahrzeuge anzubieten. In vielen amerikanischen und einigen europäischen Großstädten gibt es das Modell schon länger - zum Teil mit deutlich erhöhten Unfallzahlen. 

Spanien hat Regeln wieder verschärft

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) forderte, der Bürgersteig müsse ein geschützter Raum für Fußgänger bleiben. Die Senatsverkehrsverwaltung überlegt, ob bestimmte Bürgersteige und Radwege für die E-Tretroller und E-Skateboards verboten werden.

In Spanien wurden die Regeln für Fahrer von Tretrollern nach ersten Erfahrungen bereits erheblich verschärft. Im vergangenen Sommer wurde eine 90-jährige Frau in der Nähe von Barcelona von einem E-Scooter erfasst und tödlich verletzt. Seit Jahresanfang dürfen die Vehikel in Madrid nicht mehr auf Bürgersteigen, den meisten Straßen und den Busspuren benutzt werden. Erlaubt sind sie noch auf Radwegen und zum Teil in Tempo-30-Zonen. Auch in anderen Städten wie Barcelona oder Valencia gibt es bereits Begrenzungen.

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38 Kommentare

  1. 38.

    Das Problem liegt nicht an den Fahrzeugen,
    den Straßen etc.
    Sondern nur an der Engstirnigkeit vieler Verkehrsteilnehmer
    und immer schiss zu haben von allem neuen, modernen,
    es wird Zeit das Deutschland, bzw. unsere Regierung mal wach wird und im 21 Jahrhundert ankommt...

  2. 37.

    Jeder Berliner, der statt faul mit dem Auto umweltfreundlich Rad oder mit den Öffentlichen fährt, muss unterstützt, nicht noch mit Steuern belegt werden. Was für ein Quatsch. Und wer mehr als ein Auto hat, muss natürlich mehr Steuern zahlen. Es geht ja darum, den Privatverkehr zu reduzieren. Nix kapiert. Aber andere schulmeistern...

  3. 36.

    Lesen Sie doch einfach noch einmal unaufgeregt den Kommentar von @Algner durch. Es wurde von ihm/ihr nie behauptet, dass Autofahrer keine Steuern zahlen, sondern explizit erwähnt, dass Radfahrer, die auch ein Auto besitzen...usw. Beleidigend werden, aber Kommentare nicht kapieren. Schon doof, ne? ;-)

  4. 35.

    Intelligenz lässt Grüßen, dem nach zahlen Berufstätige Autofahrer keine Steuern! und Leute mit mehr wie einem Auto, zahlen für jedes Fahrzeug Steuer, warum dann nicht gleiche Pflichten für alle!!
    Um noch mal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, Deutschland kann diese Scooter nicht gebrauchen. Der heutige Verkehr muss erstmal geordnet werden, bevor weiteres Spielzeug (bestenfalls bei schön Wetter) auf den Verkehr los lässt.

  5. 34.

    Schonmal weiter gedacht? Radfahrer zahlen auch Steuern, weil berufstätig. Radfahrer zahlen oft auch noch mehr Steuern, weil sie auch ein Auto haben. Und dann sollen Radfahrer noch Rad-Steuern zahlen? Langsam wird‘s putzig. Zumal alle dankbar sein sollten, dass vermehrt Rad gefahren wird. Noch mehr Autos im Berufsverkehr kann wohl keiner gebrauchen. Also ehe hier weiter auf Radfahrer eingeprügelt wird, mal tief Luft holen und nachdenken.

  6. 33.

    Klaro. Und das macht dann bitte welche Behörde??? :-D Der Lacher der Woche. Und wenn schon, denn schon, dann auch für: Tretroller, Inliner, Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle. Ich finde es auch völlig legitim, dass Radfahrer, die auf ein Auto verzichten, keine Abgase produzieren und keinen Lärm, jetzt noch draufzahlen sollen. So ein hanebüchener und weltfremder Blödsinn. Sorry, trotzdem frohe Ostern!

  7. 31.

    bei ,,ROT"üba Ampel,egal ob Fußjænga,Radfahra,hintam Lenkrad oda sonstwer,hat kein Mitleid zu erwarten!!!hoffe der Autofahra erholz sich !!!der fährt jetzt 500m vorrausschauend,wenn er sich noch hinta`s Steuer setzt!!!

  8. 30.

    Es geht um etwas ganz anderes. Alles was Sie über die Fehlleistungen von Autofahrern schildern ist richtig, das kann ich leider nur zu gut bestätigen. Über die selbstgerechte Rumkrittelei von Autofahrern an Radfahrern ärgere ich mich selber oft genug. Das wir das mit den E-Rollern aber kritisch sehen, ist aber keine Spaßverderberei, sondern sollten Sie versuchen zu verstehen. Auf Berlins Bürgersteigen ist es in manchen Stadtteilen für Fußgänger unerträglich geworden, weil viele Radfahrer tatsächlich keine Rücksicht nehmen, zumal sie auf dem Gehweg nichts zu suchen haben. Die allgemeine Attitüde zum sich nicht an die Regeln halten ist bei allen Verkehrsteilnehmern zu beobachten. Berlin wird immer voller, aber nunmal nicht größer. Müssen da jetzt auch noch solche Spaßgeräte sein? Das hat doch nichts mit „altertümlich“ zu tun. Sondern mit Vernunft und der Sorge, dass die Stimmung dadurch noch belasteter wird.

  9. 29.

    Das altertümliche Deutschland klöppelt natürlich wieder auf allem rum, was kein Auto ist, des Deutschen liebstes Spielzeug. Dass aber genau dieses das gefährlichste aller Verkehrsmittel ist und die meisten Tode fordert scheinen die wenigsten sehen zu wollen. Ob es ein E-Roller, Skateboard, Fahrrad oder nur zu Fuß ist, spielt doch überhaupt keine Rolle, wenn es darum geht, dass der-/diejenige über Rot gefahren ist. Das hat mit der Person zu tun, nicht mit dem Verkehrsmittel. Zudem verstehe ich dieses ständig Belehrende der Autofahrer nicht. Wenn ich täglich mit dem Rad fahre (bin früher sehr viel Auto gefahren und weiß es also auch von mir selbst), dann sehe ich ein unentwegtes Regelbrechen, und sei es nur das Nichteinhalten des Mindestabstandes zu Radfahrern oder Falschparken. Die Autofahrer müssen wie die Radfahrer lernen, das Wohl der Anderen ihrem Verkehrsrecht überzuordnen. Als Radfahrer liegt man schnell im Krankenhaus, wenn man auf sein Recht besteht. Einfach mal tief durchatmen.

  10. 28.

    Das mit der Fahrradzulassung und den weiteren Punkten ist genau das Problem. Ich bin der festen Meinung auch Fahrräder brauchen eine "Zulassung" und in jedem Fall TÜV. Ich gehe sogar noch weiter und sage Kennzeichenpflicht ist sofort umzusetzen, des weiteren halte ich es für erforderlich das eine "Fahrradsteuer" eingeführt wird, den Autofahrer müssen ja auch Steuern bezahlen, damit die Infrastruktur zutr Verfügung gestellt wird.

  11. 27.

    Der Senat hätte diese Dinger nicht zulassen.dürfen. Alle hacken aufeinander rum, Autofahrer gegen Radfahrer, Fußgänger mittendrin. Und jetzt noch dieser überflüssige Quatsch, der die Situation noch verschärft. Da fehlt es mir an Bürgernähe und Vernunft. Das sollte eine Regierung eigentlich leisten können.

  12. 26.

    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Ich habe diesen Aspekt aber nicht ignoriert, gehörte für mich dieses Mal schlichtweg nicht zum Thema.

  13. 25.

    "dämlich" ist vor allen ihr Kommentar! Mit einer schweren Kopfverletzung ist der junge Mann gestraft genug! Wie kann man nur so gehässig und menschenverachtend sein?

  14. 24.

    Wie oft wollen sie diesen Unsinn wider besseren Wissens noch wiederholen? Sie sind schon mehrmal darauf aufmerksam gemacht worden dass ein Radfahrer auch "Punkte" bekommen kann und eine Fahrerlaubnis, sofern vorhanden, verlieren kann.

    Wollen sie hier ein womöglich erlittenes Kindheitstrauma öffentlich aufarbeiten oder was soll der Unsinn?

    P.S. Fahrräder müssen nicht zugelassen sein, dh. es gibt weder eine Zulassungsstelle, noch einen TÜV. Sie müssen nur, wenn man am Straßenverkehr teilnehmen will, der StVZO entsprechen. Dafür muß man selbst sorgen oder wollen sie den totalen Überwachungsstaat?

  15. 23.

    "Das würde aber Bürgernähe und vorausschauendes Handeln des Senats erfordern. Klappt nicht so..."

    Was soll denn der Senat noch alles regeln? Man kann dem Senat eine Menge vorwerfen, z.B. die halbherzige und verschleppte Verkehrswende aber was kann der Senat für Egomanen, egal als welcher Verkehrsteilnehmer?

    Das ist doch ein Problem der Gesellschaft die seit Jahrzehnten zum gnadenlosen Ich-Menschen erzogen wird. Dumm und rücksichtslos. Hauptsache nicht aufmucken und konsumfreudig.

  16. 21.

    ""Die Dinger fehlen uns wie ein Loch im Kopp. Fußgänger macht Euch bereit, die ruhigen Zeiten, als nur Radfahrer uns schnitten, streiften und nötigten sind bald vorbei. I"

    So schlimm und unverschämt das Einzelfall ist und zeigt, dass sich die Spezies der Radfahrenden keineswegs aus dem Menschsein herausheben, so weiß ich doch noch um anderes, sowohl in Gegenwart und Vergangenheit, was Sie mit Ihrer Formulierung schlichtweg ignorieren: Autofahrende, die es zum Gewohnheitsrecht machen, Gehwege zuzustellen und besonders dabei Einmündungen unbenutzbar zu machen. Diese halbe Wahrheit gehört dann eben auch dazu, zu der jetzt dann auch noch ggf. die Elektroroller kommen.

  17. 20.

    Mein Mitgefühl hat der Smart Fahrer. Wer dich so dämlich und rechtswidrig verhält wie der Rollerfahrer hat es nicht besser verdient. 24 Jahre alt und zu blöd ne Ampel zu beachten.Der darf meiner Meinung nach den Schaden und die Arztkosten komplett alleine bezahlen. Vielleicht lernt er es ja jetzt.

  18. 19.

    Weniger kommentieren. Mehr packen. Erbärmlich ist dieser Stil, der hier zum Jammern genutzt wird.

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