In einem Waldgebiet in der Nähe von Groß Kreutz (Kreis Potsdam-Mittelmark) stehen Einsatzkräfte der Feuerwehr. (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Video: Brandenburg Aktuell | 21.04.2019 | Michael Nowak | Bild: dpa/Julian Stähle

Brand bei Lauchhammer - Waldbrandgefahr in Brandenburg bleibt hoch

Die Brandenburger Feuerwehr musste auch am Ostersonntag wieder ausrücken, um einen Waldbrand zu löschen. Und die Gefahr von Waldbränden bleibt zunächst hoch - denn Regen ist in der Region erst mal nicht in Sicht.

Die Waldbrandgefahr ist in Brandenburg nach wie vor hoch. Bei andauernder Trockenheit pendelten sich die Warnstufen auf die höchsten Gefahrenstufen zwischen vier und fünf ein, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte von Brandenburg, Raimund Engel, am Sonntag. Immer wieder müsse mit kleineren Bränden gerechnet werden.

So ist am Ostersonntag in einem Waldstück zwischen Ruhland und Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) ein Feuer ausgebrochen. Rund 7.000 Quadratmeter gerieten in Brand. Rund 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz und brachten am Nachmittag den Waldbrand unter Kontrolle.

Nur in Elbe-Elster noch Warnstufe 5

Im Vergleich zum Samstag galt am Sonntag nur im Kreis Elbe-Elster die höchste Stufe fünf. In den vier südbrandenburgischen Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße konnte wieder auf Stufe vier geändert werden. 

Waldbrandstufen Brandenburg. Stand 20.04.2019 (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Das könne sich aber schnell ändern, sagte Engel. "Höchste Wachsamkeit ist nach wie vor erforderlich", sagte er. Unwägbar seien beispielsweise Winde, die schnell dafür sorgen können, dass Feuer entfacht und verbreitet werden können.

Für die Osterfeiertage rechnen die Meteorologen mit Temperaturen von bis zu 24 Grad in Berlin und Brandenburg. Dabei soll es trocken bleiben - die Regenwahrscheinlichkeit liegt laut MeteoGroup sowohl am Sonntag als auch am Montag bei einem Prozent.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr waren auch zahlreiche Osterfeuer abgesagt worden.

Schon mehr als 20 Waldbrände in diesem Jahr

In den vergangenen Tagen hatte die Feuerwehr mehrfach zu Waldbränden ausrücken müssen. Beim größten Brand, bei Massow im Kreis Dahme-Spreewald, standen rund 7.000 Quadratmeter Kiefernwald in Flammen. Wie Engel dem rbb mitteilte, waren mehrere Feuerwehren mit insgesamt 30 Fahrzeugen ausgerückt. Weil auf dem Areal noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wird, konnten die Einsatzkräfte nur von gesicherten Wegen aus löschen.

Es brannte auch in Münchehofe (Dahme-Spreewald) und bei Grünheide (Oder-Spree). In Brandenburg gab es nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten bereits mehr als 20 Brände seit Jahresanfang.

Was bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen?

Waldbrandstufe 1: Die Waldbrandgefahr ist sehr gering. Es gibt keine Einschränkungen.

Waldbrandstufe 2: Es herrscht nur geringe Brandgefahr. Fahrzeuge dürfen jedoch nicht auf Waldparkplätzen mit trockener Bodenvegetation abgestellt werden.

Waldbrandstufe 3: Mittlere Gefahr. Die Behörden können den Wald sperren. Öffentliche Feuerstellen und Grillplätze im und am Wald dürfen nicht genutzt werden.

Waldbrandstufe 4: Die Gefahr eines Waldbrands ist hoch. Besucher sollten die Waldwege nicht verlassen. Die Forstbehörden können nun auch die Waldparkplätze sperren.

Waldbrandstufe 5: Es herrscht sehr hohe Waldbrandgefahr. Besucher sollten den Wald nicht betreten. Auch Waldeigentümer dürfen nun ihren Wald sperren.

In Berlin und Brandenburg gilt im Wald das ganze Jahr über striktes Rauchverbot. Außerdem darf außerhalb der ausgewiesenen Grill- und Feuerstellen kein Feuer entzündet werden. Diese Regeln gelten in Brandenburg auch im Abstand von 50 Metern vom Wald. In Berlin ist ein Abstand von 100 Metern einzuhalten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.04.2019, 14:00 Uhr

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