Archivbild: Anke Domscheit-Berg im Amtsgericht Berlin-Tiergarten. (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)
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Erstes Urteil aufgehoben - Domscheit-Berg nach Blumenstrauß-Vorfall freigesprochen

Die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg ist vier Jahre nach dem Gerangel um einen Blumenstrauß mit Polizisten vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Das Berliner Landgericht hob am Freitag ein Urteil des Amtsgerichts Tiergarten auf.

Dieses hatte im Januar 2017 noch eine Strafe von 600 Euro verhängt. Dagegen hatte die parteilose Bundestagsabgeordnete für Brandenburg in der Linksfraktion Berufung eingelegt.

In den Verfahren ging es um einen Streit, bei dem Domscheit-Berg mit einer Polizistin im Juni 2015 während einer Mahnwache für ertrunkene Flüchtlinge um einen Blumenstrauß rang. Die Beamtin erlitt dabei einen Kratzer am Finger. Nach Ansicht des Landgerichts konnte nicht geklärt werden, wie es zu dem Kratzer kam.

Die 51-jährige Politikerin erklärte im Prozess, sie habe zu keinem Zeitpunkt einen Beamten verletzt. Der Staatsanwalt hatte auch vor dem Landgericht auf einen Schuldspruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sendung: Brandenburg aktuell, 24.05.2019, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Warum rangte eine Polizistin bei einer Mahnwache für ertrunkene Flüchtlinge mit einer Teilnehmerin um einen Blumenstrauß? Damit werden dann vier Jahre lang die Gerichte beschäftigt. Bürgerfreundliche Polizeiarbeit ist auch möglich :)

  2. 1.

    Statt sich mit einer Polizistin um einen Blumenstrauß zu zanken sollte Sie sich mehr gegen einen Überwachungsstaat a'la NSA einsetzen. Selbst der Karneval der Kulturen in Kreuzberg verkommt zu einem Karneval der Überwachungskameras ........nicht etwa Polizeikameras, nein der Veranstalter will die Totalkontrolle.......was soll das denn.?

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