Haussperling (Bild: imago/M. Kuehn)
Bild: imago/M. Kuehn

NABU-Vogelzählung - Besonders viele Spatzen pfeifen von den Dächern

Die Spatzenart der Haussperlinge fühlt sich in Berliner und Brandenburger Gärten so wohl wie keine andere Vogelart. Das haben Zählungen ergeben, die im Auftrag des NABU am vergangenen Wochenende bundesweit und auch in der Region von Tausenden durchgeführt wurden. Am Mittwoch präsentierten die Naturschützer ihre Zahlen, die auch nach Bundesland und Vogelart gegliedert im Internet [nabu.de] abrufbar sind.

In Berlin zählten die insgesamt knapp 1.900 Teilnehmer 8.076 Haussperlinge, gefolgt von Staren (4.063) und Amseln (3.278). Auch in Brandenburg hat der Haussperling den Schnabel vorn: Hier zählten die insgesamt knapp 4.000 Teilnehmer 12.011 Haussperlinge. Auf Platz zwei folgt eine weitere Spatzenart – der Feldsperling (5.903), gefolgt vom Star (5.826).

Amselbestand geht deutlich zurück

Trotz der vergleichsweise häufig vorkommenden Amsel bleibt diese Vogelart ein Sorgenkind, betont der NABU: Bundesweit wurden elf Prozent weniger Amseln gezählt. In Brandenburg nahm ihre gesichtete Zahl um acht Prozent ab, in Berlin um drei Prozent. Der NABU-Vogelexperte Marius Adrion machte dafür im Gespräch mit rbb|24 die tödliche Krankheit Usutu verantwortlich, die im vergangenen Jahr vor allem in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen, aber auch in Berlin und Brandenburg grassierte. Adrion betonte im rbb|24-Gespräch zugleich, das Virus sei für Menschen harmlos.

Bundesweit haben in den zurückliegenden Wochen über 60.000 Menschen in mehr als 41.000 Gärten und Parks über 1,3 Millionen Vögel gezählt, teilte der NABU am Mittwoch mit und freute sich über den damit eingestellten Teilnehmerrekord an der Vogelzählung. Auch deutschlandweit war der Haussperling der am meisten gezählte Vogel. Noch bis zum 20. Mai können Vogelzählungen per Internet [nabu.de], per App oder per Post an den NABU übermittelt werden. Ab Ende Mai findet die nächste NABU-Mitmach-Aktion statt. Beim Insektensommer werden wieder Insekten gezählt.

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