Polizeikontrolle im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg (Bild: imago/Christian Mang)
Bild: imago/Christian Mang

22-Jähriger verletzt - Verdächtiger nach Messerangriff im Görlitzer Park gefasst

Nach einer Messerattacke auf einen 21-Jährigen im Görlitzer Park hat die Berliner Polizei am Freitag einen Tatverdächtigen gefasst. Inwieweit der Angriff mit dem Drogenhandel rund um die Grünfläche zusammenhängt, ist noch unklar.

Nach einer Messerattacke im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Am Freitagvormittag konnte ein 21-Jähriger festgenommen werden, teilte die Polizei mit. Er steht in Verdacht, am Donnerstagabend einen 22-Jährigen mit einem Messer verletzt zu haben.

Rangelei um Standort?

Ob der Fall vom Donnerstagabend mit dem Drogenhandel im Park zusammenhängt, ist noch nicht klar. Nach einem Bericht der Zeitung "B.Z." durchsuchte die Polizei am Freitagvormittag Teile des Parks und fand an zahlreichen Stellen verstecktes Rauschgift. Die Polizei bestätigte das nicht, betonte aber, dass es dort ständig Einsätze gegen den Drogenhandel gebe.

Nach Angaben der Polizei wurde der junge Mann von dem späteren Täter, den er nur flüchtig gekannt haben soll, aufgefordert, einen bestimmten Bereich zu verlassen. Rund eine Stunde später sei der andere Mann erneut auf den 22-Jährigen zugekommen. Als der junge Mann flüchtete, soll ihn der Unbekannte verfolgt und mit einem Messer an der Wade verletzt haben.

Markierte Flächen sorgten für Aufregung

Der Görlitzer Park ist bei Kreuzberger Familien, Studenten und jungen Party-Touristen gleichermaßen beliebt und oft entsprechend voll. Seit vielen Jahren stehen besonders im Sommer an den Eingängen und Wegen Gruppen von Männern, die Drogen anbieten und verkaufen. 

Für große Aufregung sorgte in den vergangenen Tagen der Parkmanager: Er hatte bestimmte Plätze für die Dealer mit Farbe auf dem Boden markiert. Damit wollte er den Drogenhandel möglichst auf diese Bereiche beschränken und von anderen Stellen, etwa den Spielplätzen, fernhalten. Auch das Spalierstehen der Dealer an den Eingängen sollte so eingeschränkt werden. Das zuständige Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg distanzierte sich von diesem Plan. Auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) lehnte die Idee ab.

Sendung: Abendschau, 10.05.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Das kommt bei mehrdeutig markierten Flächen heraus. Wären Stellplätze für Dealer mit Messer eindeutig getrennt von Dealern ohne Messer wäre das bestimmt nicht passiert.. Wie wäre es mit Taschenkontrollen an den Parkeingängen ? Das geht bei der Fanmeile z.B. doch auch ? Die Stadt sollte sich das nicht gefallen lassen.

  2. 2.

    Das ist eine unmögliche Idee.
    Der Park ist auch für Kinder .
    Was für ein Bild bekommen, die dann als normal zu sehen ?
    Der Anfang vom Ende ,der Senat gibt wieder Mal auf.

  3. 1.

    Görlitzer Park?
    Ist das der Park, wo der Baustadtrat Schmidt mit seiner Familie gerne spazieren geht? Oder die Grüne Bezirksbürgermeisterin?
    Oder ist das der rechtsfreie Raum, wo Dealern, mittels rosa aufgesprühter Markierungen, ihr Standplatz zugewiesen wurde?
    Der Park, wo man ein Clanmitglied öffentlich hinrichtete und Clanmitglieder einen "Opferstein" errichtete, in dem man ein Konterfei des Ermordeten auf eine Wand sprühte?
    Ja, jetzt weiß ich was und wo der Görlitzer Park ist.

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