Archivbild: David Hasselhoff auf der re.publica im Mai 2014 (Quelle: imago/Future Image)
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30 Jahre danach - David Hasselhoff stellt Hörbuch über Mauerfall vor

30 Jahre nach dem Mauerfall, 30 Jahre nach "Looking for Freedom" ist David Hasselhoff wieder da. Der 66-Jährige hat ein Hörbuch veröffentlicht, in dem es noch einmal um die Mauer geht. Die friedliche Revolution dürfe nicht vergessen werden, sagt "The Hoff".

30 Jahre nach dem Mauerfall hat der US-Sänger und -Schauspieler David Hasselhoff ("Looking For Freedom") an die Deutschen appelliert, die Lehren des friedlichen Umbruchs von 1989 nicht zu vergessen. Gleichzeitig teilte der frühere "Baywatch"-Star mit, ein Hörbuch über die Zeit des Mauerfalls veröffentlicht zu haben.

"Ich glaube, es ist wichtig, dass die Leute aufstehen und protestieren. Die Menschen
damals haben etwas verändert. Und das können sie heute auch wieder erreichen", sagte Hasselhoff der "Welt am Sonntag". Als Beispiel nannte er die "Fridays for Future"-Demonstrationen. "Wenn die Menschen 1989 nicht protestiert hätten, wäre die Mauer nicht gefallen."

Spionage-Story führt in DDR-Zeiten zurück

Hasselhoff, dessen Vorfahren aus Deutschland kommen, hat seine Erinnerungen an seinen Auftritt 1989 am Brandenburger Tor in einer Spionage-Story verarbeitet. Das zunächst in den USA erschienene Hörbuch "Up against the Wall" habe eigentlich eine Biografie werden sollen, sagte der 66-Jährige. "Aber ich wollte nicht über mich erzählen." Also habe er den Spion Nick Harper erfunden, der wie Hasselhoff aussehe und mit ihm die Rollen tausche.

Der Spion müsse als Sänger auftreten, während der Sänger in der DDR als Spion kämpfen und leben muss", sagte er der Zeitung, "aber die Fakten über das Leben in der DDR - die sind sehr akkurat. Ich habe da einige Personen aufgenommen, die Fans von mir sind und aus dem Osten kommen." Im Oktober gastiert Hasselhof mit seiner Tour "Freedom! The Journey Continues" in Deutschland und Österreich. Dann soll das Hörbuch auch in deutschen Buchläden verfügbar sein.

"So viele verrückte Geschichten"

Der ehemalige Fernsehstar hatte 1989 seinen Song "Looking for Freedom" herausgebracht, den viele Deutsche nach dem Mauerfall als Freiheitshymne interpretierten. In der Silvesternacht 1989 trat "The Hoff" vor dem Brandenburger Tor auf und sang seinen Hit in einer blinkenden Lederjacke vor hunderttausenden Menschen.

Hasselhoff hatte Ost-Deutschland schon vor seinem Silvester-Auftritt 1989 am Brandenburger Tor besucht. Später hatte der Sänger und Schauspieler eine Fernseh-Dokumentation für National Geographic über Menschen gedreht, die auf spektakuläre Weise aus der DDR geflohen waren. "Ich habe dadurch viel über die Geschichte gelernt. Da gab es so viele verrückte Geschichten. Sie haben mir die Ostdeutschen wirklich nähergebracht", sagte Hasselhoff.

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Antwort auf [Matthias] vom 20.05.2019 um 17:53
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7 Kommentare

  1. 7.

    Liebe Heike, bitte sprechen Sie nur für sich und nicht andere menschen, die den Mauerfall hautnah miterlebt haben.

    Wie andere schon schrieben, Hasselhoff ist ein Trittbrettfahrer, der seinen eigenen Abwärtstrend zu stoppen versucht. Der Mann hatte NICHTS mit dem Mauerfall zu tun und versucht nun erneut, Kapital daraus zu schlagen.
    Hält er andere Menschen für so dumm, dies nicht zu realisieren oder realisiert er dank seiner Alkoholerkrankung selbst nichts mhr?

  2. 6.

    Liebe Heike, Herr Hasselhoff hat mit dem Mauerfall nichts zu tun. Als 55 jähriger, habe ich die Zeit gut in Erinnerung und weder Herr Hasselhoff noch die Scorpions (Wind of Change) haben die Mauer zum Einsturz gebracht. Das waren die DDRler die nicht mehr eingesperrt sein sollten und die sicher keinen Hasselhoff brauchten, oder habe Sie in Leipzig bei den Demos " Looking for freedom" gehört??? Ihre Fan Treue in Ehre, aber er ist kein Mauerstürmer.

  3. 5.

    Weder Udo noch David haben je etwas zum Mauerfall beigetragen, aber Ihr Statement, das wir die Mauer wieder zugemacht hätten, wegen eines Popsongs, was ist das für ein Niveau. David war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

  4. 4.

    Die Menschen die diese Zeit real miterlebt haben, lieben Hasselhoff und seinen Cover-Song für das Jahr aus '89.
    Also lassen Sie es doch dabei. Und er ist auch kein Trittbrettfahrer, sondern er stand 1989 am Brandenburger Tor und sang vor vielen vielen Menschen. Wo waren Sie und der liebe Udo zu dieser Zeit?

    Der Sonderzug nach Pankow war ein Frustrations-Song gegen das Auftrittsverbot im Palast der Republik, und der liebe Udo war ein wenig beleidigt, dass er dort, aus welchen Gründen auch immer, nicht singen durfte.
    Der Song von Udo stammt übrigens aus dem Jahre 1983, wo politisch noch nicht an einen Umbruch gedacht wurde.

  5. 3.

    Wer ist dieser "David Hasselhoff"???
    Er hat sicherlich nichts mit dem Mauerfall zu tun. Und seine Schnulze "Looking for Freedom" noch viel weniger. Wenn uns im Westen nur diese nervtötende Schnulze erwartet hätte, dann hätten wir die Mauer sofort wieder zu gemacht, um vor solchem anspruchslosen Billig-Pop geschützt zu sein. Wir wollten den Mauerfall und die Freiheit nicht wegen, sondern trotz dieses fürchterlichen "Looking for Freedom"-Mists.

  6. 2.

    Super Werbung für einen alternden, abgehalfterten "Popstar". Sein Liedchen hat sicher nicht die Mauer zum Einsturz gebracht, das war dann wohl eher der "Sonderzug nach Pankow". Letztlich ist Herr Hasselhoff ein Trittbrettfahrer und hofft noch ein paar Euro zu machen, wieso Sie dem eine Bühne geben, bleibt unklar.

  7. 1.

    Was würde K.I.T.T dazu sagen? :-DDD

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