Falschparker versperren einen Fußgänger-Überweg in Berlin-Charlottenburg. (Quelle: imago/Jürgen Ritter)
Audio: Inforadio | 03.06.2019 | Michael Ernst | Bild: imago/Jürgen Ritter

Wochenaktion - Berliner Polizei nimmt Falschparker ins Visier

Im Kampf gegen Verkehrsverstöße hat die Berliner Polizei zuletzt stark aufgerüstet - unter anderem mit zwei mobilen Blitzereinheiten gegen zu schnelles Fahren. In dieser Woche stehen nun Falschparker im Fokus. Viel zu oft legen sie den Verkehr lahm.

Die Berliner Polizei will in dieser Woche verstärkt gegen das verkehrswidrige Halten und Parken auf Radwegen, Busspuren und in zweiter Reihe vorgehen. Auf mehreren Straßen, auf denen besonders häufig die Fahrbahn blockiert wird, sollen die Beamten von Montag (3. Juni) bis Freitag (7. Juni) im Einsatz sein, wie die Polizei am vergangenen Mittwoch mitteilte.

Mehr als 130.000 Verstöße in einem Jahr

Ziel der gemeinsamen Aktion mit dem Ordnungsamt und der BVG sei es, für mehr Sicherheit zu sorgen und für gegenseitige Rücksichtnahme zu werben.

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr mehr als 130.000 Halte- und Parkverstöße angezeigt: rund 43.700 auf Radschutzstreifen und Radwegen, mehr als 26.600 auf Busspuren und knapp 61.000 in zweiter Reihe. Bei einer vergleichbaren Aktion im Oktober 2018 seien rund 7.500 Halte- und Parkverstöße geahndet worden. In 370 Fällen wurden Fahrzeuge kostenpflichtig umgesetzt.

Vor allem in den Innenstadtbezirken würden Rad- und Busspuren viel zu oft aus vorwiegend egoistischen Motiven zugeparkt, erklärte die Polizei. Radfahrer seien zu Ausweichmanövern gezwungen, Linienbusse kämen zu spät. Daher sollen Betroffene in der kommenden Woche für die Folgen ihres rücksichtslosen Verhaltens im Rahmen von Gesprächen sensibilisiert werden. Unabhängig davon werden Verstöße konsequent mit Verwarnungsgeldern in Höhe von 10 bis 35 Euro geahndet. Wenn sich kurzfristig niemand melde, würden Fahrzeuge gebührenpflichtig umgesetzt, hieß es. Dafür entstünden je nach Fahrzeugart zusätzliche Gebühren in Höhe von bis zu 369 Euro.

Zur gleichen Zeit wie die Polizei hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu einer bundesweiten Falschparker-Aktionswoche aufgerufen. Mit witzigen Aktionen solle auf das Problem aufmerksam gemacht werden, heißt es in dem Aufruf.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

73 Kommentare

  1. 73.

    Warum wird nur eine Woche kontrolliert,das bringt doch nix....permanent und konsequent,das würde was bringen,natürlich in Verbindung mit ordentlichen Strafen für die Falschparker

  2. 72.

    Sie verkennen den Unterschied zwischen zwischen den Rechtsarten. Haftbar sind Sie auf jeden Fall. Zivilrechtlicher Anspruch auf Schadensersatz ist gegeben. Das weiß sogar der Verkäufer der Aufkleber und weist darauf hin. Außerdem ist jede Form der Selbstjustiz verachtenswert. Selbst die gegen Parkaffen.

  3. 71.

    wer busspuren,fahrradwege und fußgängerüberwege zuparkt verhält sich unsozial.
    wer dann noch denkt,ist doch nur für ein minütchen,der hat nicht verstanden,das verkehr nur dann gut läuft,wenn er reibungslos ist.
    wenn man die gefährdung, denn es ist eine,durch umgehung oder umfahrung beiseite lässt(vor allem kinder und ältere personen),kann ich sogar einen aspekt sehen,den der fehlverhältliche autofahrer bewußt in kauf nimmt,der gerne bei dieser diskussion vernachlässigt wird : andere autofahrer sind genau so betroffen von so einer dümmlichen ignoranz.
    schont die umwelt,und unsere nerven.
    regelkonform oder direkt abschleppen!
    meine meinung als verkehrsteinehmer -
    mit innerstädtlichem pkw gebrauch-
    als fußgänger,
    als fahrradfahrer und
    vater von zwei kindern.

  4. 70.

    Traut sich das Ordnungsamt auch in die Wilhemstadt (Spandau)?
    Hier sollte insbesondere mit den Lieferanten in 2. Reihe auf der Pichelsdorfer Strasse aufgeräumt und die Radfahrer von den Fußwegen genommen werden.

    Danke.

  5. 69.

    Früher (© ) hieß es: "Jeh doch nach'en Osten wenn dir watt nicht passt". Die Themen ändern sich, der Intellekt bleibt gleich. Gen null.

  6. 68.

    "Das nenne ich Gerechtigkeit gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern."

    Sie benehmen sich wie ein kleines Kind, welchen mit der Hand in der Keksdose erwischt worden ist und nun laut "der da hat aber auch einen Keks geklaut" skandiert.

    Bei einem Kind ist das noch verzeihlich, wenn das vermeintlich Erwachsene tun lächerlich.

  7. 66.

    In Pankow ist das Orndungsamt und die Polizei leider inkompetent.

  8. 65.

    Allein in der Badstr. parkten 7 PKW am Samstag Abend dreist in der Fahrspur. Hupen wurde mit Gegenhupen erwidert.

  9. 64.

    Die Straßenverkehrsordnung bzw. unerlässliche Regelungen für ein sicheres Miteinander und Vorbeugung zur Unfallvermeidung sollen umgesetzt werden. Was für ein außergewöhnliches Ereignis!

  10. 63.

    Nur zu Ihrer Information : der BER steht in Ihrem Bundesland und auch Ihre Regierung ist dran beteiligt. Und einfach mal nachdenken wofür es Regeln gibt und man sich dran halten sollte.

  11. 60.

    Einfach mal googlen: PARKAFFE
    Da werden die Möglichkeiten aufgezeigt, die man gegen Falschparker (Autos) unternehmen kann.

    Die Aufkleber, waren die beste Investition!
    100 Aufkleber für € 9,99 waren ihr Geld so wert!
    Und ich werde IMMER weiter kleben! :-D
    Mit großem Vergnügen!

    PS: Sind solche Aufkleber eine Sachbeschädigung? Laut dem Kammergericht Berlin (1999) sind sie es nicht, wenn sie rückstandsfrei entfernt werden können und laut dem Oberlandesgericht in Frankfurt kann das Entfernen auch „große Mühen“ und „erhebliche Kosten“ verursachen.

  12. 58.

    Auch mit Überheblichkeit kommen Sie nicht weiter. Es geht doch einfach nur darum, dass die Regeln mal wieder eingehalten werden, wenn die Polizei mal eine gezielte Kontrolle macht ist es doch positiv zu bewerten. Man muss ja nicht gleich wieder alle gegeneinander aufhetzen. Ich fahre Auto, BVG und Rad, je nach Bedarf und Lust. Alles hat Vor- und Nachteile.

  13. 57.

    Touché :-D Geht mir ähnlich. Momentan geht alles etwas zu sehr in die unlogische Ecke. Die Politik wirkt planlos. Und wir alle sollten einfach mal toleranter sein und Kompromisse finden.

  14. 56.

    Sie scheinen wie von wilden Teufeln getrieben, Ihre manische Mission ist angekommen. Jeder hat das Recht auf seine Prioritäten im Leben, bei Ihnen ist es ja deutlich geworden, worum es sich handelt. Trotz aller Gegenargumente möchten Sie das unbegrenzte Autofahrerglück genießen. Bitte sehr, tun Sie das. Ich kann mit dieser Obsession nichts anfangen, sie wäre mir zu einseitig und sinnfrei. Aber jedem das Seine. Ich hoffe, Sie finden damit Ihr Lebensglück. Alles gut.

  15. 55.

    Liebe Marla, es ist wie beim Rauchen, egal wie teuer die Schachtel ist, es wird immer Raucher geben ob nun wegen der Sucht oder weil sie es einfach genießen. Und mit dem Autofahren ist es nicht anders. Man genießt es.......egal was kommt.Da helfen auch keine Maut , Tempolimints oder neu erfundenen Steuern. Aber vielleicht sollte mal über eine steuerliche Abgabe für Radfahrer nachgedacht werden. Bei den schicken neuen und sehr teuren Radwegen die sie bekommen.

  16. 54.

    Warum werden nicht mehr Personen bei den Ordnungsämtern eingestellt? Bei der Parkraumüberwachung ist das Gehalt auf jeden Fall wieder "dicke drin". Pension muss später auch nicht gezahlt werden. Drakonische Strafen finde ich übertrieben. Aber die Bußgelder sind offensichtlich deutlich zu gering. Viel zu gering ist aber in Berlin vor allem die Wahrscheinlichkeit für falsches und behinderndes Parken sowie andere Vergehen zur Verantwortung gezogen zu werden. Auch nach der Aktion der nächsten Woche sollten unbedingt die Verkehrsvorschriften viel häufiger durchgesetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren