Bei einem schweren Busunfall auf der A9 ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. (Quelle: dpa/Jan Woitas)
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Video: rbb24 | 18.05.2019 | 20:40 Uhr | Bild: dpa/Jan Woitas

Schwerer Busunfall bei Leipzig - Reisebus aus Berlin verunglückt auf A9 - ein Toter

Bei einem schweren Busunfall auf der A9 ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Der Bus war in Berlin mit mehr als 70 Passagieren gestartet. Laut Polizei überschlug er sich und blieb auf der Seite liegen.

Hinweis: Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Den neuesten Stand zu den Polizeiermittlungen zur Unfallursache finden Sie hier.


Bei einem schweren Reisebusunglück auf der Autobahn 9 bei Leipzig ist ein Mensch getötet worden. Sämtliche weitere Passagiere hätten mehr oder minder schwere Verletzungen davongetragen, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Weißenfels am späten Sonntagabend. Er sprach von sieben Schwerverletzten, von denen mehrere in Lebensgefahr schweben. Zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 17:30 Uhr waren demnach 74 Menschen an Bord des Busses, darunter ein achtjähriges Kind. 

"Alle Verletzten sind medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, nach Sachsen und Sachsen-Anhalt", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Halle-Saale dem MDR. Der Bus war am Nachmittag in Berlin gestartet und in Richtung München unterwegs.

Sekundenschlaf als Ursache für den Unfall?

Laut Polizei überschlug er sich zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und Bad Dürrenberg. Anschließend blieb das Fahrzeug des Unternehmens Flixbus auf der Seite liegen. Mehrere Hubschrauber und, laut MDR, mehr als 50 Rettungswagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu bergen.

Die Polizei vermutet, dass ein Sekundenschlaf die Ursache für den Unfall sein könnte. Erste Ermittlungen wiesen darauf hin, dass der Fahrer des Reisebusses eingeschlafen sei, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur am späten Sonntagabend. Diesen Verdacht wollte ein Sprecher der Polizei in Halle in der Nacht zu Montag ausdrücklich nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen zum
Unfallhergang.

Die A9 war kurz vor 18 Uhr an der Unfallstelle in beide Richtungen voll gesperrt worden. Die Einsatzkräfte sind mit schwerem Gerät vor Ort, um den umgestürzten Bus zu bergen. Am frühen Morgen konnte die Sperrung nach Informationen des MDR in beide Richtungen wieder aufgehoben werden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen an der Unfallstelle neben dem verunglückten Bus (Quelle: dpa/Woitas)
| Bild: dpa/Woitas

Flixbus: Mitgefühl gilt den Betroffenen

"Der Bus war im Auftrag von Flixbus planmäßig zwischen Berlin und München unterwegs", bestätigte das Reiseunternehmen. "Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden." Angehörige betroffener Fahrgäste können sich für individuelle Auskünfte an die gebührenfreie Telefonnummer 0800 30013730 wenden, teilte Flixbus mit.

Sendung: Inforadio, 19.05.2019, 19:25 Uhr

Kommentar

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12 Kommentare

  1. 12.

    Gestern Abend auf der A9 in dem Bereich unterwegs, haben wir einen Teil des Großeinsatzes miterlebt: Was da geleistet wurde, verdienst allergrößten Respekt ! Die Helferinnen und Helfer vor Ort, die Teams in den Krankenhäusern, die Diensthabenden in den Leitstellen - sie alle haben erkennbar herausragend gearbeitet. Eine derartig dramatische Lage kann man nicht im Detail üben, und umso bewundernswerter ist das, was da in den entscheidenden Stunden des Einsatzes abgearbeitet wurde. Hochachtungsvolle kameradschaftliche Grüsse !

  2. 11.

    An alle die glauben Ahnung zuhaben.
    Wer will denn billig, der Busfahrer oder wer bucht die Fahrten. ????
    Wer baut bei einer langen Reise eine Übernachtung ein????

    Es ist sehr traurig was passiert ist, aber denkt mal drüber nach....

    Der Busfahrer

  3. 10.

    Wieviel Gläschen haben sie denn schon Intus gehabt, um auf die Idee mit dem Restalkohol zu kommen. Der Unfall war gegen 17.30 Uhr. Das wirkliche Problem ist, der Busfahrer kann seine Müdigkeit nicht zeigen.Werde ich beim LKW-fahren müde halte ich am nächsten Parkplatz an und mache ein 15-20 Minütiges Powerschläfchen (im Sitz ), was auch Mediziner empfehlen. Da nach fahre ich entspannt weiter und habe gleichzeitig den ersten Teil der Pflichtpause erledigt. Das kann ein Busfahrer niemals machen, weil dann sofort etliche Fahrgäste die Polizei rufen. Nebenbei kann er bei dem Lärm der Fahrgäste sowieso nicht schlafen. Was kann er machen? Er kann ein paarmal um den Bus laufen (merkwürdig ) oder einen Toilettengang machen. Doch das löst das Problem nicht, spätestens nach 15 min ist er wieder müde und das Problem beginnt von Vorn .Das mit der Übermüdung zu erklären erspare ich mir, dauert zu lange und wird von Laien sowie nicht verstanden. Deshalb beende ich den Kommentar jetzt .

  4. 9.

    Gefahren ist die Firma rombs aus Weißenburg, eine sehr zuverlässige firma

  5. 8.

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!

    Die BVG hat 1.400 eigene Busse. BeibFlixbzs gehört es zum Geschäftsmodell, keine eigenen Busse zu haben. Deshalb könnten die auch die Umsatzgrenzen des Kartellrechtes unterlaufen und mit Dumpingpreisen zum Fernbusmonopolisten aufsteigen. Das Risiko trugen ja die "Buspartner",

  6. 7.

    Vielleicht will er nur Geifern und mit den Fingerchen zeigen: "Na seht ihr, ich hab's gewusst. Die Subunternehmen"
    Wenn's auch nur ist, dass er weiß, wo die Adresse des Unternehmens steht.

  7. 6.

    Was wollen Sie denn nun damit sagen? Auch die BVG beschäftigt Subunternehmer. Dennoch sind die Busse im Auftrag der BVG unterwegs. Im Übrigen ist es völlig normal, wenn Busunternehmer solche Aufträge übernehmen. Warum sollte Flixbus auch eigene Busse einsetzen? Zum Unfall ist nichts weiter bekannt. Spekulieren mag ich nicht.

  8. 5.

    Das ist auch immer deren Standardausrede, wenn etwas anderes, weniger schlimmes, schiefläuft. Die Konzessionen werden aber von der Münchener Firma gehalten (deshalb der ekne Bus) wie die auch die Fahrpläne erstellen, den Fahrpreis festsetzen etc.

    Dummstellen ist einfach, Verantwortung sieht anders aus. Es liegt bei Flixbus und deren "Buspartnern" so viel im Argen, dass ich persönlich nach mehreren unschönen Erlebnissen mit denen nicht mehr fahren werde.

    Hier sind allerdings die Infos zum Unfallhergang zu dünn für eine Bewertung.

  9. 4.

    Das ist doch völlig egal um welchen Bus und von welcher Firma der war. Unfälle mit Toten sind traurig und schlimm. Es muss allerdings auch mal gesagt werden dass die Busfahrer glaube ich jedenfalls manchmal ganz schön übermüdet sind und eventuell auch mit Restalkohol. In den letzten Jahren hat ja der Busverkehr durch Flix und andere sehr zugenommen und das hat seinen Preis besonders bei den Busfahrern. Wie überall ist Flix nur aufs Geld aus und es muss immer mehr gefahren werden. Aber das ist meine Meinung man muss erst mal die polizeilichen Ermittlungen abwarten . Für die Verletzen wünsche ich dass sie wieder gesund werden und den Angehörigen des oder der Toten mein Beileid

  10. 3.

    und was ändert das daran, daß die fahrer/ subunternehmer bis an den rand der legalität sich auspressen lassen müssen, weil die kundschaft nur auf die eigene kohle stiert und nicht an die arme sau denkt, die von dem job leben können muß? mir tut der fahrer leid, der mit den unfallfolgen seines lebens nicht mehr glücklich wird!

  11. 2.

    Warum soll die Firma, die für Flixbus gefahren ist, veröffentlicht werden. Das interessiert dich keinen.
    Schlimm genug, dass es zu einem Unfall gekommen ist und ein Menschenleben zu beklagen ist.

  12. 1.

    Flixbus besitzt nur einen einzigen eigenen Bus. Vermutlich wird es sich also nicht um diesen einen Bus handeln, sondern um einen Bus eines der vielen Unternehmen, die für Flixbus fahren. Also: Aus welchem Unternehmen stammt der verunglückte Bus? Der Firmenname steht an der Fahrertür. Offenbar haben immer noch nicht alle realisiert, dass Flixbus nur eine Plattform ist.

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