Polizeibeamte stehen am 19. Oktober 2018 an einem Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen in Berlin-Mitte
Bild: dpa

Überfall auf Geldtransporter in Berlin - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen schweren Raubes

Rund ein halbes Jahr nach einem missglücktem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Mitte hat die Staatsanwaltschaft zwei Tatverdächtige angeklagt. Einem 38-Jährigen wird schwerer Raub vorgeworfen, einem 33-Jährigen Beihilfe dazu.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat zwei Männer angeklagt, die vergangenen Oktober an einem Überfall auf einen Geldtransporter in der Berliner Schillingstraße beteiligt gewesen sein sollen. Den 38 und 33 Jahre alten Verdächtigen wird unter anderem schwerer Raub und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr beziehungsweise Beihilfe zu der Tat vorgeworfen.

Suphi S., der ältere der beiden, soll einen der beiden Pkw gefahren haben, mit denen der Geldtransporter zum Anhalten gezwungen worden war. Anschließend wurde die Besatzung des Transporters mit vorgehaltenen Schusswaffen bedroht, während der Wagen mit hydraulischem Spezialwerkzeug aufgebrochen wurde. Der 33-jährige Abdallah T. soll von den Plänen gewusst und die notwendigen Werkzeuge besorgt haben.

Bei dem Überfall wurden etwa sieben Millionen Euro Bargeld entwendet. Allerdings mussten die Räuber ihre Beute zurücklassen, nachdem ihre Fluchtfahrzeuge bei der anschließenden Verfolgungsjagd so stark beschädigt worden waren, dass sie nicht mehr fahrtüchtig waren. Wenige Wochen nach der Tat wurden die beiden Verdächtigen festgenommen.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hier fehlt eine Information dazu, ob das eine weitere Clan"aktivität" war und die Männer bereits wegen anderer Strafverfahren bekannt waren oder die nach den Ermittlungen Ersttäter sind.

  2. 1.

    Tja, mit einem guten Kudamm-Anwalt, den können sich die Clans leisten, sind die nach zwei, drei Jährchen wieder draußen. Mit dem Vorteil, dass sie in der Clan-Struktur dank des Überfalls ein Rangstufe höhergestiegen sind.

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