Das Goldnest namens "24kt" ist auf einem Tablet zu sehen (Quelle: Bund der Steuerzahler/Steffen Bernetz)
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Video: Abendschau | 15.05.2019 | Marc Feuser | Bild: Pressefoto

Kunstraub - Goldenes Nest aus Marzahner Grundschule gestohlen

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch ein Kunstwerk aus Gold aus einer Marzahner Schule gestohlen. Das hat die Polizei dem rbb bestätigt.

Das sogenannte "Goldnest" wurde seit November in einer Panzerglas-Vitrine in der Grundschule am Fuchsberg ausgestellt. Die Vitrine war mit einer Alarmanlage gesichert.

Bund der Steuerzahler kritisiert Kosten

Bei dem Kunstwerk handelt es sich um ein Vogelnest, das komplett aus 814 Gramm Feingold besteht. Allein der Materialwert liegt bei 28.000 Euro.

Laut Bund der Steuerzahler Berlin beliefen sich die Kosten für das goldene Nest jedoch auf insgesamt 80.000 Euro für Material und Honorar. Dabei beruft er sich auf Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vom November 2018.

Damals hatten Diebe schonmal versucht, das Nest zu stehlen. "Es war klar, dass in Berlin massives Gold früher oder später gestohlen wird", wird der Vorsitzende Alexander Kraus, in einer Mitteilung zitiert.

Sendung: rbb 88.8, 15.05.2019, 10.45 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Wir hatten irgend so eine Betonskulptur an der Schule. Kunst am Bau ist ja Pflicht, um den Künstlern Geld zukommen zu lassen. Sichtbeton wurde in den 70ern gerne verwendet, mir hat das als Kind nicht gefallen. Ich glaube aber, es steht heute noch. In Berlin wäre so etwas auf jeden Fall besser.

  2. 4.

    Alufolie und Goldfarbe hätten es vielleicht auch getan. Was für Werte sollen denn mit so einem Kundtwerk an Heranwachsende vermittelt werden? All gold everything?

  3. 3.

    Wieviele Bronzestatuen, wieviele Kupferkabel werden immer wieder gestohlen? Bei jedem Einbruch im Juwelierladen, bei jedem Diebstahl eines Mittelklassewagens wird mehr gestohlen. Geht es aber um Kunst, die gestohlen wird, ist das Geschrei groß und sie wird komplett in Frage gestellt. Und für den Bund der Steuerzahler ist sowieso jedes Kunstwerk in der Stadt eine Verschwendung.

  4. 2.

    Das Kunstwerk wie auch das Schulgebäude waren offensichtlich sogar sehr gut Alarm-gesichert und auch hinter Panzerglas - also weitaus mehr als die vielfach wertvollere Münze im Bodemuseum. Vergleicht man Professionalität, Aufwand und Risiko mit der Beute komme ich zu dem Schluss, dass es hier wohl weniger um den Wert der Beute geht, sondern dass jemand ein Zeichen setzen will. Hier macht jemand ganz klar, dass nichts vor ihnen sicher ist. Damit hat die Stadt ein Problem und dem Stadtrat fällt nur ein, die Schuld der Kunst zu geben - das ist nicht gerade mutig! Und hilfreich ist es auch nicht.

  5. 1.

    Meine Güte, man kann nichts mehr "ausstellen", ohne dass man Angst haben muß. Soll man alles immer hinter Panzerglas verbarrikadieren? Nur weil irgendwer immer mehr haben will als andere - die Gier....man könnte da fast eine Ahnung haben...

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