Karaoke-Veranstaltung im Mauerpark (Quelle: imago/Czapski)
Audio: rbb 88.8 | 08.05.2019 | Silke Mehring | Bild: www.imago-images.de/Czapski

Neue Regeln im Mauerpark - Singen Sie bitte in Richtung Osten!

Lange Zeit war unklar, ob das populäre Karaoke-Singen in diesem Jahr stattfinden kann. Nun darf es wieder losgehen, allerdings hat das Bezirksamt Pankow nach Beschwerden von Anwohnern neue Regeln aufgestellt. Einige muten bizarr an.

Für das beliebte Karaoke-Singen und andere lautstarke Aktivitäten im Berliner Mauerpark gelten in diesem Jahr Einschränkungen. Das zuständige Bezirksamt Pankow hat am Dienstag neue Parkregeln beschlossen [berlin.de], die Anwohner des Areals vor zu viel Lärm schützen sollen. Demnach gelten jetzt folgende Einschränkungen:

  • Musizieren ausschließlich auf dafür ausgewiesenen Flächen
  • nur zwischen 11 Uhr und 19.30 Uhr (Montag bis Donnerstag) bzw. 11 Uhr und 20.30 Uhr (Freitag bis Sonntag und Feiertage)
  • Es soll ausschließlich in östliche Richtung hin zum Stadion gesungen werden, die Ausrichtung der Musik in Richtung der Wohnbebauung ist untersagt
  • Musiker/Sänger sollen nicht versuchen, sich gegenseitig zu übertönen
  • Untersagt ist die Verwendung von Generatoren
  • Kommerzielle Veranstaltungen dürfen nur mit Genehmigung des Bezirksamts stattfinden
  • Grillen nur auf ausgewiesenen Flächen zwischen 8.00 und 20.00 bzw. 21.00 Uhr (Juni bis August). Keine Gas- oder Einweggrills
  • Handel mit jeglichen Waren ist verboten
  • Hunde dürfen nur auf der ausgewiesenen Fläche auslaufen. Keine Hunde auf dem Spielplatz

"Nicht alle Interessenskonflikte gelöst"

Die Regeln seien eine Reaktion auf zahlreiche Beschwerden, hieß es am Mittwoch. Laut Bezirksamt geht es um ein "friedvolles, respektvolles Miteinander" zwischen Parkbesuchern und Anwohnern. Bislang seien aber nicht alle Interessenkonflikte aufgelöst. "Der Mauerpark ist eine Grün- und Erholungsanlage", so das Bezirksamt. Es gebe zwar keine öffentlichen Toiletten, das berechtige aber nicht dazu, die Notdurft im Park zu verrichten.

Noch im März war fraglich, ob das Karaoke-Singen in dieser Saison überhaupt möglich ist. Die Genehmigung stand wegen vermeintlicher Sicherheitsbedenken auf der Kippe. Wegen Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe war die Karaoke-Veranstaltung zunächst untersagt worden.  

Karte (Quelle: Presse/BA Pankow)

Sendung: rbb 88.8, 08.05.2019, 13.00 Uhr

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18 Kommentare

  1. 17.

    aber fast, Bands haben auch schon vorher gespielt, die Regeln gelten ohnehin nur unangemeldete Gigs, also nicht für die Karaoke

  2. 16.

    Das habe ich mich auch gefragt. Man sollte meinen, alle die genannten Regeln wären normal und würden von ganz allein beachtet. Gegenseitige Rücksichtnahme ist aber in Berlin nicht soooo hipp, es zählt nur noch die freie persönliche Entfaltung.

  3. 15.

    Wann wird die Fläche entlich bebaut?
    Berlin braucht Wohnungen und keinen Kriminalitäts-Hotspot, einen Sammelpunkt für Dealer, Taschendiebe und Hehler.

  4. 14.

    Ok, wenn es auf dem Niveau läuft. Dann hat ein Anwohner der länger als 10 Jahre dort wohnt also recht? Weil vor 10 Jahren gab es noch keine Karaoke.

  5. 12.

    Finde ich respektlos und unangebracht, was Sie da äußern. Ist zum Glück nicht Ihre Entscheidung, wer was wie in seiner Freizeit macht. @Mom: Volle Zustimmung.

  6. 11.

    Welche sollen denn die "bizarren Regeln" sein? Wer legt denn das fest, dass die Anwohner und der Park lt. ÖRR nicht entlastet werden sollen? Das mit dem Hundeauslauf, Grillflächen usw. ist selbstverständlich und gilt für alle Parks.

  7. 10.

    Ah ja. Und warum wohnen sie dann am Mauerpark???? Da ist es nunmal Laut. Wenn es ihnen nicht gefällt ziehen sie doch weg. Ansonsten ist das gejammer, das jaaaa nur alle Arbeitslosen jammern würden, einfach nur noch lächerlich. Peinlich.....

  8. 9.

    Sich wie Kinder benehmen, und sinnlos Karaoke quäken, die belästigten Menschen die schon immer dort gewohnt haben tun mir leid.

  9. 5.

    Was täte der Mensch ohne Klischees und Vorurteile ^^

  10. 4.

    Es soll auch Leute geben, die nach einem arbeitsreichen Tag einfach mal ihre Ruhe haben wollen und nicht durch Berufsurlauber oder andere Typen, die grad nichts zu tun haben und grad aufgestanden sind, genervt werden wollen. Das hat nichts mit Zugezogenen zu tun, das trifft alle Bevölkerungsschichten und ist einfach die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft, vor allem der nicht arbeitenden, Verständnis, von anderen einzufordern was man aber selbst nicht geben möchte. Erst komme ich, dann eine Eile nichts und dann kommt der Rest.

  11. 3.

    Mir geht dieser Karaoke-kinderkram auf die Nerven, die sollen lieber Vollzeit arbeiten, dann bleibt weniger Energie für diesen Blödsinn.

  12. 2.

    Gehts auch ohne Pauschalisierung? Ich glaube kaum, dass alle Anwohner dort nur Zugezogene sind. Und es ist immer leicht zu richten, wenn es einen selber nicht betrifft.

  13. 1.

    Der Tod zu Berlin sind die reichen/selbstherrlichen Zugezogenen/Kinder. Es ist unerträglich, sich als Berliner immer ständig bevormunden zu lassen.

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