Ein Polizeibeamter steht am 03.09.2018 vor einer Bar am Britzer Damm. Dort wurde am frühen Morgen aus einem Auto heraus auf zwei Menschen geschossen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Schießerei in Berlin-Neukölln - 40-Jähriger nach Schüssen in Britz vor Gericht

Ein 40-Jähriger muss sich von Dienstag an vor dem Landgericht für eine Schießerei vor fast neun Monaten verantworten. Aus einem fahrenden Auto soll er vor einer Bar am Britzer Damm, kurz vor Mitternacht, einen Mann niedergeschossen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon, dass der er ihn mit einer halbautomatischen Pistole töten wollte.

Ein Zeuge, der die Tat im September 2018 beobachtete, verfolgte laut Polizei den Schützen zunächst in einem Pkw. Er brach jedoch ab, als der mutmaßliche Täter auch auf ihn schoss und mit einem Querschläger lebensgefährlich verletzte. Bei der Verfolgungsjagd soll der Täter mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn gekommen sein, so dass entgegenkommende Fahrzeuge ausweichen mussten.

Beteiligte sollen aus kriminellem Milieu stammen

Die beiden Opfer im Alter von 32 und 42 Jahren mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Beide stammen aus dem Umfeld einer polizeibekannten Großfamilie.

Die Anklage gegen den 42-Jährigen lautet auf versuchten Mord und versuchten Totschlag. Die Hintergründe der Tat sind jedoch noch unklar. Dies soll im Gerichtsverfahren in zehn Verhandlungstagen bis Mitte Juni aufgeklärt werden.

Nach der Schießerei in Neukölln nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Gleichzeitig seien seine Wohnung und zwei Gaststätten durchsucht worden, teilte die Behörde im September mit. Dabei seien Beweismittel beschlagnahmt worden. Der Verhaftete habe den Mann vor der Bar "irrtümlich für einen Beteiligten an einem kurz zuvor erfolgten Schusswaffenüberfall auf eine Gaststätte" gehalten, hieß es.

Sendung: rbb 88.8, 14.05.2019, 10:30 Uhr

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