Rummelsburger Bucht (Quelle: imago/Bernd Friedel)
Bild: imago/Bernd Friedel

Protest gegen Verdrängung - Wagengruppe "besetzt" Grundstück an Rummelsburger Bucht

Eine Wagengruppe hat am Samstag nach eigenen Angaben ein Grundstück an der Rummelsburger Bucht besetzt. Die Gruppe, die sich "DieselA" nennt, brauche Platz für ihre Wagen, erklärte sie in einer Mitteilung.

Vor und auf dem Gelände zwischen Hauptstraße und Paul-und-Paula-Ufer in Berlin-Rummelsburg würden sich mehrere Menschen befinden, teilte die Polizei am Samstag mit.

Polizei spricht nicht von "Besetzung"

Dass es sich um eine Besetzung handelt, konnte eine Sprecherin gegenüber rbb|24 nicht bestätigen. Es handele sich vielmehr um eine Kundgebung, die vorschriftsmäßig angemeldet sei.

Auf Twitter verkündet die Gruppe, dass sie ihre Kundgebung für 24 Stunden angemeldet habe, lädt aber gleichzeitig neue "Mitbewohner" auf das Grundstück ein, die noch "einen neuen Platz" suchen.

Die Wagengruppe will mit der Aktion gegen die Verdrängung von Anwohnern und Alternativprojekten aus der Rummelsburger Bucht protestieren. "Wir besetzten dieses Grundstück, um klarzustellen, dass wir uns mit den hier in der Bucht und berlinweit stattfindenden Kämpfen um Wohnraum, alternative Lebensweisen, unkommerzielle und selbstverwaltete Nutzungen verbünden", hieß es in einer Mitteilung.  

Sendung: Abendschau, 25.05.2019, 19:30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Diese Art und Weise mit Sicherheit nicht! Das hat doch überhaupt nichts mit Protest für Freiraum und bezahlnbare Wohnungen etc. zu tun, sondern wird nur als Vorwand für eine Besetzung benutzt. Für mich ist das nur Kapitalismus vs Recht des Stärkeren. Das hat nichts mit Gerechtigkeit und Freiheit für Alle zu tun! Das Ufer und die Bucht sind doch seit langen nicht mehr frei nutzbar.
    Es müssen Parks und Freiflächen, Schulen, Kitas her und dafür sollte gekämpft werden!

  2. 5.

    Ja, super. Noch mehr alles zumüllen und als Toiletten benutzen, Leute anranzen, die Ufer komplett belegen, so dass diese nicht mehr frei benutzbar sind (soviel zu Freiräumen)!! Ihr seid der Grund, dass man mittlerweile sich fast schon wünscht, dass es doch bebaut wird!!!!
    Freiraum Bitte für alle!!! Das heißt für alle auch benutzbar und nicht von einzelnen belagert, beschmutzt und benutzt!

  3. 4.

    Darauf einen Latte Macciato!

    Mit
    "Für Eva C. Schweitzer hieß das sozialistische Paradies West-Berlin. Vor dem Fall der Mauer war das Bier dort billig, die Mieten günstig und es musste niemand arbeiten, der nicht wollte."
    weißt passend hierzu Spiegel Online auf einen Artikel aus deren Reihe "einestages-Klassiker" aus dem Jahr 2014 hin.

  4. 3.

    Weg mit dem Touristenmagnet und her mit den Wohnungen!

  5. 2.

    Passender Ort. Paul und Paula würden das als Alternative zum Investorenplan sicher auch unterstützen.

  6. 1.

    Der Kampf geht weiter!

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