Passanten mit Regenschirmen laufen am 20.05.2019 über die Straße. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 20.05.2019 | Nachrichten | Bild: dpa/Paul Zinken

Schwere Gewitter und heftige Niederschläge - Feuerwehr muss wegen Unwettern 180 Mal ausrücken

Das war heftig: Schwere Gewitter beschäftigten am Montag die Feuerwehr in Berlin und Brandenburg - sie rief den Ausnahmezustand aus. Blitzeineschläge lösten Brände aus, S-Bahnen und Trams waren kurzzeitig unterbrochen. Am Dienstag zog die Feuerwehr Bilanz.

Über Berlin und Brandenburg sind am Montag schwere Gewitter hinweggezogen. Am Berliner Müggelsee wurden innerhalb von zehn Minuten 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, auch in anderen Stadtteilen liefen viele Keller mit Wasser voll. In einigen Teilen der Landkreise Uckermark, Oberhavel und Barnim kam es zu heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel.

Blitzeinschläge und übergelaufene Kanalisationen

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr 180 Einsätze, die mit dem Gewitter in Verbindung standen, teilte ein Sprecher am Dienstagvormittag mit. Daneben gab es noch 18 Brandalarme, darunter waren auch zwei Brände nach Blitzeinschlägen. Konkret gerieten in den Stadtteilen Rudow und Britz durch Blitzeinschlag zwei Einfamilienhäuser in Brand. Es gab keine Verletzten, die Brände konnten schnell gelöscht werden.

Wegen des heftigen Gewitters hatte die Feuerwehr am Montagabend von 17.00 Uhr bis 20.45 Uhr den Ausnahmezustand ausgelöst. Das bedeutet, dass sie Notmeldungen nicht mehr der Reihe nach abarbeitet, sondern priorisiert.

Auch in Brandenburg verursachte das Gewitter Brände. In Schenkendorf bei Mittenwalde (Dahme-Spreewald) schlug ein Blitz am frühen Montagabend in ein Wohnhaus ein. Daraufhin geriet ein Stromverteiler in Brand. Bei einer Frau besteht demnach der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. In Erkner (Oder-Spree) gelangte nach Angaben der Polizei Wasser aus der Kanalisation auf die Straße.

Gewitter führt zu Verspätungen bei Bahnen

Im Osten von Berlin war infolge von Blitzeinschlägen der regionale Bahnverkehr beeinträchtigt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Montagabend, dass der Regionalverkehr nur bis Lichtenberg und nicht bis Ostkreuz fahren könne - Fahrgäste mussten auf diesem Streckenabschnitt auf S-Bahnen umsteigen. Zeitweise kam es auch zu Störungen in Berlin-Rummelsburg - dort seien aber nur Abstellfahrten ohne Fahrgäste betroffen gewesen, so der Sprecher.

Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) waren mehrere Straßenbahnlinien in den Stadtteilen Köpenick und Schöneweide betroffen, zwischen Tegel und Schönholz fuhren zudem zeitweise keine S-Bahnen.

Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung am späten Nachmittag kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen. Im gesamten Stadtgebiet fielen einige Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Autofahrer wurden gebeten, vorsichtig an die betroffenen Kreuzungen heranzufahren.

Sendung: Inforadio, 20.5.2019, 16:00 Uhr

Kommentar

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27 Kommentare

  1. 27.

    Na, wer hat denn alles was nicht Niet und Nagelfest ist privatisiert? Früher als die wichtigen Dinge (Strom, Gas, Wasser, Post, öffentlicher Nahverkehr) noch in staatlicher Hand waren, ging vieles reibungsloser. Kann mich noch erinnern, dass man sich darüber aufregte, wenn man mal 20 Minuten bei der Post anstehen musste. Heute muss man sich zur Sicherheit Stullen einpacken um keinen Hungerast zu bekommen, weil man teilweise 45 Minuten da rumstehen muss.

  2. 26.

    "das ganze ist ein Problem der Senats Politik in dem immer mehr Personal abgebaut wird."
    Das stimmt doch gar nicht. Bitte informieren Sie sich doch erstmal, bevor Sie so etwas schreiben!

  3. 23.

    Auch bei uns in Lankwitz saufen die Straßen ab bzw sind die Bäume unterspült, was früher nicht so war

  4. 22.

    Also hier in Neu-Westend war das ein ganz normaler Starkregen. Nichts besonderes. In anderen Stadtteilen scheint es heftiger gewesen zu sein.
    Ich kann "Berliner Retter" in seinem Kommentar Nummer 15 nur zustimmen. Das gab es früher alles nicht in dieser Menge. Heutzutage fällt ja bei jedem Starkregen ein Teil der S Bahn aus. Das war früher völlig undenkbar.

  5. 21.

    Kann ich so nicht nachvollziehen. Wohne am sehr grünen, baumreichen Stadtrand, hier sind die Bäume tiptop. Werden ständig gecheckt. Und Gullys sind hier keine überflutet. Müsste die Einsatzstatistik sehen, ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Sonst halte ich das für Mutmaßungen. Wenn Sie FW sind, könnten Sie recherchieren? Bin interessiert!

  6. 20.

    Oh doch. 1000qm. Sind grad am Aufräumen und Trockenlegen^^ . Bißchen was zu tun, aber kein Kollateralschaden. Alles besser als schon im Mai alles verdorrt. Toll der Regen, hoffe auf mehr :-)

  7. 19.

    Scheinbar besitzen Sie weder einen Garten noch einen Keller der jedesmal, wenn es dermaßen heftig regnet, vollläuft.
    Bitte jede Woche so einen extremen Starkregen? Bitte nicht!
    Ergiebiger Landregen über mehrere Stunden tut der Natur und auch den Menschen mehr Gutes.
    Dieses extreme Wetter ist dem Klimawandel zu verdanken.

  8. 18.

    Es war richtig schön das es mal wieder ordentlich geregnet hat. Die Bauern wird es bestimmt freuen und alle anderen sind erfreut über die frische und reine Luft. Petrus sei Dank !

  9. 17.

    Schön war's. Endlich, der im letzten Jahr und so lange schmerzlich vermisste Duft nach nasser Erde, nassem Wald! Freude. Freude für Alle, die das Wasser dringend benötigen (hoffentlich können die Böden es auch aufnehmen). Freude über all die gefiederten und befellten (struppig!) Gäste, die sich hier auf meiner Loggia einfanden, Schutz und Futter suchend. Freude, keine Dröhn-Motorradfahrer - sind erfreulich wasserscheu - und wie immer bei solchem Wetter: über die Verkehrsberuhigung durch selbiges.
    Selbst ich als Rheumatikerin hofft wettertechnisch auf ein "normales Jahr".
    Für Alle, die Schaden erlitten haben, tut es mir natürlich leid. Aber auch durch Hitze und Sonne gab es davon ja reichlich, bitte nicht vergessen.

  10. 16.

    Die Erfindungsgabe, was Internet-Pseudonyme angeht, ist recht hoch.
    Also nicht wortwörtlich nehmen, auch wenn der Erfindende das offenbar im Sinn hat.

    ;-

  11. 15.

    Gullireinigung und Kontrolle gibt es kaum noch, Baumpflege im öffentlichen Raum gibt es kaum noch. Zustand der U Bahnhöfe ist größtenteils miserabel. Grünflächen werden planiert usw.
    das ganze ist ein Problem der Senats Politik in dem immer mehr Personal abgebaut wird.
    Also doch ein Problem des Senats.
    Vor Jahren sind wir kaum rausgefahren bei Starkregen und heute kann man vorher sagen welcher Bahnhof, welche Straße und Schule absaufen.

  12. 14.

    Guten Morgen,
    jeder Text wird bei uns gegengelesen, bevor er veröffentlicht wird. In diesem Fall sind dabei tatsächlich ein paar Fehler übersehen worden. Wir haben korrigiert. Danke für den Hinweis!
    Beste Grüße aus der Redaktion

  13. 13.

    Regen. Endlich Regen. Was für ein herrliches, der Jahreszeit entsprechendes, Gewitter. Wir wurden allesamt klitschnass und haben jeden Tropfen genossen. Alle Allergiker können heute etwas aufatmen. Die Natur lebt auf. Die unerwünschten Nebenwirkungen sind wesentlich weniger dramatisch, als diese schreckliche Dürre. Bitte, bitte, bitte jede Woche einen solchen Tag, das wäre himmlisch :-D

  14. 12.

    Ja, in Berlin ist einiges im Argen. Gibt viel zu tun. Das nur diesem Senat in die Schuhe schieben zu wollen ist relativ unreflektiert, aber der Frust muss raus, verstehe schon. Aber was bitte soll es für eine Landesregierung geben, die vor Starkregen und dadurch bedingten Verkehrsbehinderungen schützt? Die Feuerwehr hat einen guten Job gemacht, die Probleme waren schnell beseitigt. Daumen hoch!

  15. 11.

    Sind Sie wirklich ein "Retter"? Feuerwehr o.ä.? Dann wäre Ihr Kommentar wirklich verstörend. Dass der Senat jetzt auch noch schuld sein soll an Blitzeinschlägen, Regen und vollgelaufenen Kellern und Gullis ist lächerlich. Ihr Frust auf die Politik in Ehren, aber welche Partei verhindert dann bitte solche Naturgewalten? Bin offen für den Diskurs ;-)

  16. 10.

    ganz einfach --indem bspw ein Blitz in einen Baum einschlägt und dieser auf die Gleise fällt. Falls Sie die Strecke dort kennen .....

  17. 9.

    Gibt es bei Ihnen eigentlich eine Endredaktion, die Veröffentlichungen final redigiert und Fehler, falsche bzw. doppelte Wörter oder unangeschlossene Sätze korrigiert? Offensichtlich nicht, schade.

  18. 8.

    Heute mal nicht gießen müssen. Immerhin. Westlich der Elbe ist irgendwie Dauerregen, südlich der Schwarzen Elster auch. Also bitte nicht jammern. Hier ist es "vergleichsweise Sommer".

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