Soldaten der Bundeswehr bei einer Anti-Terror-Übung (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Video: rbb|24 | 04.06.2019 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Anti-Terror-Übung in Lehnin - Polizei und Bundeswehr proben extremen Ernstfall

Einsatzkräfte der Polizei haben am Dienstag zusammen mit Soldaten der Bundeswehr das Vorgehen bei einem Terroranschlag geübt. An der Übung auf dem Brandenburger Truppenübungsplatz Lehnin (Potsdam-Mittelmark) beteiligten sich Kräfte von Polizei und Bundeswehr aus Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Ziel der Übung sei es gewesen, verschiedene Szenarien zu simulieren, die eine Unterstützung der Bundeswehr unter Führung der Landespolizei rechtlich möglich machen, teilte das Brandenburger Polizeipräsidium mit. Simuliert wurde zum Beispiel Situationen, in denen mehrere Extremsituationen gleichzeitig stattfinden, etwa eine bundesweite Terroranschlagsserie während eines Hochwassers. Eine solche Lage würde eine Vielzahl von Polizeikräften binden und eine Unterstützung durch die Bundeswehr nötig machen, so das Präsidium.

Erfahrungen aus Einsatz vom Breitscheidplatz

Das Grundgesetz erlaubt Einsätze der Bundeswehr innerhalb Deutschlands nur in engen Grenzen, etwa bei Naturkatastrophen oder zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bund oder ein Bundesland.

Am Rande der Übung wurde laut Polizei auch ein neues Konzept zum Umgang mit Opfern von Terroranschlägen erprobt. Dabei flossen auch Erkenntnisse aus dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz ein.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 04.06.2019, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 1.

    Diese Helden! Nunja. Mit 'Terroranschlagsserie' ist natürlich nichts in Richtung "NSU" gemeint. Statt sich mit absurden Szenarien zu beschäftigen, mittels derer man sich zu profilieren versucht, sollte lieber für bessere Ausbildung und Ausstattung der Polizei gesorgt werden. Dass die Polizei sich z.B. an Recht und Gesetz hält, wäre ein Fortschritt!

    Vom Zustand der nicht einsatzfähigen Bundeswehr ganz zu schweigen. Was Werbung für die Bundeswehr angeht, wird man in Brandenburg des öfteren "beglückt" oder auch mit den Web-Serien wie "Die Rekruten" oder "Mali". Sucht Euch richtige Arbeit!

    Zudem wurde hier etwas geprobt, was auch im Ernstfall ungesetzlich und verfassungswidrig wäre: Die Zusammenarbeit von Polizei- und Armeekräften im Inneren. Da muss man sich ja überhaupt keine Gedanken machen in Zeiten, in denen Rechtsextreme Netzwerke bilden, die weit in den Beamtenapparat hineinreichen und eine zunehmende Militarisierung anstreben, s. "Hannibal"-Netzwerk oder "NSU 2.0".

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