Hitze in Berlin-Mitte: Ein Junge erfrischt in einem Springbrunnen im Lustgarten (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
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Video: rbb spezial - "Heißes Wochenende in Berlin und Brandenburg" | Bild: dpa/Kay Nietfeld

Hitze in Berlin und Brandenburg - Letzter Juni-Tag lässt Temperaturen auf über 38 Grad steigen

Der Juni dieses Jahres war der heißeste, den wir jemals in Brandenburg und Berlin hatten - und auch am letzten Tag des Monats litten viele Menschen unter der Hitze. Am Montag ist etwas Abkühlung in Sicht - bei Temperaturen bis 30 Grad.

Lange hat er nicht gehalten, der bundesweite Hitzerekord für den Monat Juni, der am Mittwoch mit 38,6 Grad in Coschen (Oder-Spree) erzielt worden war. Zwar wurden am späten Nachmittag in Berlin-Tegel ebenfalls 38,6 Grad erzielt, doch noch heißer war es am Sonntag in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt.

"In Bad Kreuznach haben wir um 15.30 Uhr 39,3 Grad gemessen", sagte Sebastian Schappert, Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst, am Sonntagnachmittag rbb|24. Wenig später wurde dieser Wert in Bernburg/Saale (Sachsen-Anhalt) noch einmal übertroffen. Dort wurden 39,6 Grad gemessen. Das ist der höchste Wert, der jemals in einem Juni in Deutschland registriert wurde - und nicht weit entfernt vom absoluten Hitzerekord, der im Juli 2015 mit 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen ermittelt worden war.

Neuer Rekordwert in Berlin-Tegel

Doch auch in Berlin und Brandenburg wurde es an diesem Sonntag noch einmal richtig heiß: die in Tegel gemessenen 38,6 Grad sind der bisher höchste Wert, der in einem Juni in der Hauptstadt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen wurde. Der bisherige Rekord war wiederum erst am vergangenen Mittwoch vom früheren Flughafen Tempelhof gemeldet worden - mit 37,5 Grad.

In Brandenburg lieferten die DWD-Messtationen den höchsten Wert in Potsdam. Dort wurden am Sonntagnachmittag - nach nochmaliger Kontrolle der Messwerte - 38,4 Grad erreicht. Am "kühlsten" war es übrigens in der Uckermark - mit 36,8 Grad.

26 bis 30 Grad am Montag

Ab Montag sollen die Temperaturen wieder sinken. "Aus dem Westen ist eine Kaltfront mit Luft aus dem Atlantik und der Nordsee unterwegs", so der DWD-Sprecher. Es sei dann nur noch mit 26 bis 30 Grad zu rechnen. Auch der Wind solle am Montag zunehmen. "Zwischen 14 und 20 Uhr rechnen wir maximal mit Windstärke 7". Auf Regen sei derzeit allerdings nicht zu hoffen.

Das anhaltend heiße und trockene Wetter macht auch Brandenburgs Wäldern zu schaffen. Seit Sonntag gilt in allen Landkreisen die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5.

Wärmer war es im Juni noch nie

Die hohe Waldbrandgefahr hängt direkt mit dem zu warmen und trockenen Wetter der vergangenen Wochen zusammen. Über den gesamten Monat gesehen war der vergangene Monat in Berlin und Brandenburg der wärmste und sonnenreichste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur lag laut DWD bei 22,8 Grad. Die Sonne schien - einschließlich der Prognosen für das letzte Juni-Wochenende - rund 345 Stunden lang. In Brandenburg waren es 22 Grad und 350 Sonnenstunden.

Damit waren Berlin und Brandenburg laut DWD die wärmsten und sonnigsten Bundesländer in Deutschland.

Empfindliche Menschen müssen vorsichtig sein

Der Wetterdienst hatte am Sonntag nicht nur vor der Hitze, sondern auch vor einer "hohen bis sehr hohen Belastung" durch UV-Strahlen gewarnt. "Empfindliche Menschen sollten nur mit Sonnenhut und ausreichend Sonnencreme ins Freie gehen," sagte ein Meteorologe. UV-Strahlen erhöhen das Risiko von Hautkrebs.

Die Berliner Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung "genug zu trinken, Sport auf die Abendstunden zu verlegen und auf Mitmenschen zu achten, die gesundheitliche Probleme haben könnten."

Das heiße und trockene Wetter macht auch Brandenburgs Wäldern zu schaffen. Seit Sonntag gilt in allen Landkreisen die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5
Das heiße und trockene Wetter macht auch Brandenburgs Wäldern zu schaffen. Seit Sonntag gilt in allen Landkreisen die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5

Sendung: rbb spezial, 30.06.2019, 20.15 Uhr

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63 Kommentare

  1. 63.

    Das Ozonloch hat sich inzwischen geschlossen. Ich habe auch nie etwas gegenteiliges behauptet. Und was hat das jetzt mit meinem Kommentar zu tun? Haben Sie den überhaupt gelesen und verstanden?

  2. 62.

    Sie kapieren es nicht. Ich kann nicht nachvollziehen, wie Menschen darauf beharren recht zu haben, wenn sie den Kontext nicht verstehen. Seis drum, alles gut!

  3. 61.

    Na, wieder beruhigt? Dann verstehen Sie sicherlich, dass ich nur auf Ihren Satz reagiert habe. Danke. Vlt. sollten Sie bedenken, was Sie schreiben. in unseren Urlaubsorten leben und wohnen und arbeiten auch Menschen. Wenn Sie zB. Im Death Valley unterwegs sind, dann denken Sie mal darüber nach. Nevada kann verdammt heiß sein, und in Vegas arbeiten die Menschen trotzdem.

  4. 59.

    Es gibt Themen im Leben, die nicht Meinungen unterliegen. Dazu gehören z.b. auch unsere Umwelt- und Klimaprobleme. Mir persönlich ist es ziemlich egal was andere für eine Meinung haben, solln se. Aber anderen zu erzählen mit dem Klima sei eigentlich alles schick, man müsse sich nur drauf entspannen, ist schon relativ manipulativ und ignorant. Da gibt es keinen Ball zurückzuwerfen, das tat ich ja eigentlich. Schwamm drüber^^

  5. 58.

    @ Tabea L. 01.07.2019 /10:08

    Mit dem verzweifelten Versuch, da glaube ich könnte man den Ball zurück werfen. Lassen Sie doch die Leute ihre Meinung.
    Ich finde den Kommentar von Berlinerin gut und zutreffend.

  6. 57.

    Die verzweifelten Versuche von einigen hier, den Klimawandel irgendwie doch noch positiv verpacken und damit leugnen zu können, sind verstörend. Wer es um jeden Preis nicht wissen will, soll sich halt weiter wegducken. Bis dann das böse Erwachen kommt. Und das kommt. Zum Glück gibt es Menschen, die ihre subjektive Wahrnehmung mit realistischem Erkennen der Fakten ausgetauscht haben. Danke dafür!

  7. 56.

    Binsenweisheiten. Es ist Sommer, gutes Wetter und damit scheint die Sonne. Man möge sich eincremen, Sonnenhut tragen und wegen der Wärme viel trinken. Das war, bis auf Eincremen, schon vor 100 Jahren so, auch vor 200 Jahren. Davor hatten wir die kleine (Zwischen-)Eiszeit, als man in Holland Schlittschuh laufen konnte, Maler Bilder von seltener Schönheit mit viel Eis und Schnee schufen.

    Wir bilden uns ein, das Klima kontrolliert zu haben und diese Kontrolle jetzt zu verlieren (der Klimaforscher neulich hier im Interview...) - und wir bilden uns ein, wir könnten die Erde "regieren", gar das Klima.

    Können wir natürlich nicht. Wir können es versauen, die Erwärmung vorantreiben. Aber eines ist sicher - die Erde, das Universum tut, was ES will.

    Ob wir dabei draufgehen, ist der Erde herzlich egal. Sie sah Lebewesen kommen und gehen und existiert immer noch.

    Das wird auch dieses Mal so sein. Sie wird sich was einfallen lassen :-) was wir nicht wissen, ahnen, einkalkuliert haben....

  8. 55.

    Im Übrigen sind damals in Australien, extrem viele Menschen durch das Ozonloch gestorben. Hautkrebs. Da wir jetzt in Deutschland allmählich australische Verhältnisse bekommen, warnen jetzt schon die Hautärzte. Die Zahl der Hautkrebsfälle nahm in den letzten Jahren 30-50% zu, je nach Art. Es wird unbedingt auch der Klimawandel als einer der Hauptgründe dafür genannt. Bitte recherchieren Sie selber und überdenken Sie vielleicht Ihre laxe Einstellung zum Thema. Und selbst wenn Sie nicht einsichtig werden, nehmen Sie doch wenigstens andere ernst, die sich-begründet-sorgen.

  9. 54.

    Ein UV-Index von 8-10 ist um diese Jahreszeit normal. Weil man früher keine hochwertige Sonnencreme benutzt hatte und die Kinder ungeschützt draußen spielen ließ, leiden die heute als Erwachsene unter den Spätfolgen und bekommen Hautkrebs. Meine Großeltern hatten noch gelernt, dass man sich bei der Feldarbeit schützen muss. Dieses Wissen ist zwischenzeitlich bei vielen verloren gegangen wie auch Kopftücher und Hüte aus der Mode gekommen sind.

    Auch gab es in der Vergangenheit ähnliche Hitzewellen. Der RBB führte heute Abend den Sommer 1917 ab. Wie bereits erwähnt, waren es Anfang Juli 56 ähnlich heiß. Aus dem Einzelereignis kann man deshalb keine belastbaren Schlüsse ziehen. Dazu bedarf es weiterführender Daten wie die Häufigkeit der Hitzewellen oder ein Vergleich der Durchschnittstemperaturen wie vom RBB publiziert.

  10. 53.

    Reizen tut einen Ihre spöttische Ignoranz dem Klimawandel gegenüber, gepaart mit Äußerungen über ein Leben mit Kindern in dieser Zeit, welches Sie gar nicht beurteilen können. Denn aus jeder Zeile ist zu erkennen, dass Sie selbst keine haben. Das Ozonloch haben wir tatsächlich überlebt, dann ist ja alles gut und ich kann meinen Enkeln sagen, dass auch sie in einer gesunden Umwelt in Ruhe werden leben können. Ach herrje, wie fein es sein muss sich alles schön zu reden. Und morgen kommt der Weihnachtsmann. Außer Ironie fällt mir dazu nichts mehr ein.

  11. 52.

    2003 war auf der Welt schon sehr warm, sodass viele aus Gebieten über 40 Grad fliehen mussten, weil die Ernte kaputt war, das nannte man Klimaflüchtige, durch Vulkanausbrüche in Island wurde das Wetter für uns besser, aber ein Vulkan bringt auch Erwärmung es ist ein Verschleiern des Klimawandels.
    Deswegen wie wahrscheinlich auch morgen wenns wieder kälter wird, vergaßen die Deutschen das Problem. Nun haben wir also die Augen zugemacht und nicht gesehen dass u.a. in Indien 280 Wahlhelfer an Hitze starben sie hatten 51 Grad. Inzwischen schmilzt der Permafrost in der Antarktis...darunter schlummern 140 Vulkane..ich finde es ja gut dass Leute beruhigen wollen. Aber warum haben viele kluge Köpfe keine Kinder? Wir müssen alle etwas tun..es ist schlimmer als die Grünen denken

  12. 51.

    Ihre Gereiztheit schreib ich mal der Hitze zu. Erinnern Sie sich noch an das Ozonloch? Das war auch nicht normal und die Kinder leben noch. Ach ja, Früher ( dieses berühmte Früher) haben sich die Leute kaum eingecremt mit der Folge dass in den letzten Jahren der Hautkrebs verstärkt kam ... Man muss schon aufpassen. Genissen Sie den warmen Abend. Solche Abende gibt es selten genug.

  13. 50.

    Wir haben kürzlich die komplette Entwicklung der Messwerte der Jahresmitteltemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 ausgewertet. Schauen Sie sich das gerne mal an.

    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2019/klimawandel/beitraege/klimawandel-berlin-brandenburg-zukunft-szenario-2100.html

  14. 49.

    In Berlin ist es aber nicht normal. Bis vor ein paar Jahren konnte man seine Kinder noch zu jeder Zeit draußen spielen lassen. Jetzt sind sie völlig erschlagen von der Hitze und man muss nur noch mit Sonnencreme, Hüten und Sonnenschutzkleidung hinter ihnen herrennen. Mittags dann nur noch im Haus. Jaja, eine völlig normale Kindheit in einem völlig normalen Klima. Ihre Kinder jubeln den ganzen Tag bestimmt völlig unbeschwert im Pool rum. Ist klar. Ihre rosarote Brille hätte ich gerne. Ich bin jetzt aber durch mit dem Thema heute. Nervt nur noch. Gute Nacht.

  15. 47.

    Obwohl gerade Kachelmann gerne Warnungen herausgibt. Ist ja auch einfacher... Passiert nichts, sind alle happy. Warnt er nicht und es passiert was ist er Schuld. Also lieber Warnungen ...

  16. 45.

    Hohe UV-Werte gab es schon häufig. Gerade als das Ozonloch sein Maximum hatte, war diesbezüglich die Situation wesentlich schlimmer.

  17. 44.

    Was man hier so zu lesen bekommt, man kann es kaum glauben. Die grüne Gerhirnwäsche muss wirklich porentief gewesen sein. Angeblich werden alle Kranker (warum dann steigt das Durchschnittsalter der Deutschen?), ein Anderer meint, wenn Deutschland seine Braunkohle sofort killt, wird es am nächsten Tag eisig kalt (zum Glück behält Polen seine alten Kohlebuden, dann wirds in Europa nicht ganz so kalt) und der nächste weiß ganz genau, wie im Jahre 1500 das Wetter war. Der RBB berichtet von langanhaltender Hitze. Nur komisch das ab morgen nur noch 20 Grad in Brandenburg zu erwarten sind, nach 2 (in Worten "zwei") Tagen mit hochsommerlichen Temperaturen. Klimawandel, die Geldruckmaschine schlechthin, heißt demnächst CO2-Abgabe/ Abzocke!
    Mir wird wirklich bange, wenn ich diese Klimahysterie von MIni-Deutschland lese, angeheizt durch die Medien in unverantwortlicher Art und Weise. Seriöser Journalismus ist etwas anderes, definitiv!

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