Polizisten leuchten in der Nacht zum 25.05.2019 nach Ausschreitungen in der Rigaer Straße ein besetztes Haus an (Bild: anonym)
Bild: anonym

Berlin-Friedrichshain - Erneut Polizisten mit Flaschen und Farbe angegriffen

Am Wochenende sind in Berlin-Friedrichshain mehrfach Polizisten attackiert worden, Den Angaben zufolge wurden sie mit Steinen, Flaschen und Farbe beworfen. Die Polizei war wegen eines Straßenfestes in der Rigaer- und der Liebigstraße vor Ort.

Unbekannte haben in Berlin am Pfingswochenende mehrfach Polizisten mit Steinen, Flaschen und Farbe attackiert. Wie die Behörde mitteilte, wurde dabei ein Beamter leicht verletzt. Mehrere Fahrzeuge seien beschädigt worden. Die Einsatzkräfte waren wegen eines mehrtägigen Festes von Linksautonomen vor Ort.

Wie die Polizei mitteilte, wurde in der Nacht zu Montag ein Polizeifahrzeug mit Farbbeuteln beworfen. Unbekannte hätten aus einem Fenster eines Hauses in der Liebigstraße auch mit Farbe gefüllte Glaskörper in Richtung des Einsatzfahrzeuges geworfen. Der Gruppenwagen sei vier Mal getroffen worden. Ein Farbbeutel sei direkt vor einem Polizisten auf dem Gehweg aufgeschlagen.

Farbbehälter auf Beamte geworfen

Bereits am Samstag hatten der Polizei zufolge vier Vermummte von einem Dach aus mit Farbe gefüllte Gegenstände und eine Glasflasche auf die Einsatzkräfte geworfen. Getroffen worden sei niemand. Die Farbe sei jedoch auf zwei Polizeiautos, weitere geparkte Wagen sowie die Dienstkleidung der Polizisten gespritzt.

Wie es weiter hieß, erteilten die Beamten dann am späten Samstagabend einer 15-Jährigen einen Platzverweis, weil sie die Fahrbahn der Rigaer Straße nicht verlassen wollte. Daraufhin seien wieder mit Farbe gefüllte Gegenstände auf die Polizisten geworfen worden - aus einem Haus in der Liebigstraße. Teilweise seien Beamte getroffen, jedoch nicht verletzt worden.

Am frühen Sonntagmorgen wurde dann ein Einsatzwagen der Polizei mit Steinen und Farbbeuteln beworfen. Als ein Beamter die Schäden anschaute, soll auch er mit Steinen beworfen worden sein. Er wurde nach Angaben der Polizei leicht am Fuß verletzt. Der Staatsschutz, der für politisch motivierte Kriminalität zuständig ist, ermittelt.

"Liebig34" und "Rigaer94" feiern ein Dorffest

In der Rigaer Straße und Umgebung mit einstmals vielen besetzten Häusern greifen gewalttätige Linksautonome immer wieder Polizisten an, werfen mit Steinen und Farbbeuteln und beschädigen Autos. Erst Ende Mai war es zu ähnlichen Attacken gekommen. Dabei waren unter anderem auch Barrikaden errichtet und in Brand gesteckt worden.

Am verlängerten Pfingstwochenende feiern Aktivisten von "Liebig34" und "Rigaer94" in den beiden Straßen ein Dorffest. Auf dem Programm des Straßenfestes stehen etwa Filmvorführungen, Varieté, Workshops und Diskussionen. "Um unsere Ideen von Freiheit, Selbstbestimmung, Solidarität, Selbstorganisierung, kollektivem Leben und Kämpfen zu verbreiten und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen hoffen wir an besagtem Wochenende zusammenzukommen", heißt es in der Ankündigung.

Sendung: Abendschau, 09.06.2019, 19.30 Uhr

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23 Kommentare

  1. 22.

    Was für eine Verniedlichung des linkskriminellen Mobs sie "Aktivisten" zu nennen.
    Gut, die, die den Bus mit Krebskranken am letzten Donnerstag angriffen, waren "Demonstranten".
    Wer kann da noch die Legislative, die Exikutive und die Judikative noch Ernst nehmen?
    Letztlich ein Zeichen für die verfehlte Politik von RotRotGrün und ein Erstarkten der AfD.
    Wenn das das Ziel ist, dann hat RRG wenigstens da einen Erfolg zu verbuchen.

  2. 21.

    immer wieder solche Berichte über die Rigaer- und Liebigstraße , die Executive darf da wohl nicht entsprechend vorgehen ?

  3. 20.

    "ein Dorffest" - Wie wahr, wie wahr!

  4. 19.

    "und sie schützen nur die Reichen und nicht solche wie uns..." Gab wieder viele unnötige Provokationen von allen beteiligten Seiten.

  5. 18.

    Genau so ist es wohl. Und wenn man dann die Umfragen zu Wahlen betrachtet, wird das auch nicht besser. Was in Berlin noch besonders hinzu kommt, ist die fehlende Rückendeckung und Wertschätzung der Polizei durch die Landesregierung. Da meine ich auch nicht nur die jetzige Regierung. Die CDU hat selbst jahrelang den Innensenator gestellt und bis auf ein bisschen Aktionismus durch Hr Henkel vor der Wahl ist da auch nix passiert.

  6. 16.

    "Freiheit, Selbstbestimmung, Solidarität, Selbstorganisierung, kollektives Leben und Kämpfen."
    Es gibt immer mehr Leute die das möchten. Sie tun sich in den letzten Jahren in Miet-, Wohn- und Dorfgemeinschaften zusammen. Wobei sich das Kämpfen auf gesellschaftliche und juristische Kämpfe gegen Mietwucher und Haus- bzw. Bodenspekulation bezieht. Und es gibt noch viel zu kämpfen für soziale Gerechtigkeit, gegen die extrem ungleiche Vermögens- und Einkommensverteilung. Gegen übermächtige Finanzkonzerne, genannt die Märkte. Das Bank-, Geld-, Zinseszins-System hinterfragen. Politiker benennen, die willfährige Helfer dieser Ausbeutungspolitik von Arbeitnehmern und Steuerzahlern sind.
    Aber Mitmenschen in Uniform immer wieder hinterrücks lebensbedrohlich zu attackieren ist kriminell. Das kann so nicht weitergehen. So viel wie möglich dieser Straftäter müssen zur Verantwortung gezogen werden.

  7. 15.

    :Um unsere Ideen von Freiheit, Selbstbestimmung, Solidarität, Selbstorganisierung, kollektivem Leben und Kämpfen zu verbreiten und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen hoffen wir an besagtem Wochenende zusammenzukommen"
    Diese Typen kommen nicht friedlich zusammen und feiern, sondern füllen ihr Flaschenleergut mit Farbe und attakieren damit und mit Steinen etc. die Polizei.
    Und wir Steuerzahlen müssen zusehen, was die Üolizei da an Gewaltexessen auszuhalten hat.
    Herr Geisel, was soll das. Solche Typen gehören erst mal hinter Schloss & Riegel, natürlich wieder auf Steuerzahlerkosten. Keine politische Richtung hat ein Recht auf Gewalt.

  8. 13.

    Und hoffentlich ermittelt da mal der Saatsschutz

  9. 11.

    Die einen üben Gewalt aus mit Flaschen und Eiern, die anderen mit Schlagstöcken und Pfefferspray, wieder andere üben sie mit Worten aus. Alles wie immer also.

  10. 10.

    Ihre Behauptung würde aber dann, was auch andere Straftaten aus anderen Bereichen betrifft, sämtliche Parteien betreffen. Das ist doch Unsinn. Diese "Linksautonomen" haben also Ihrer Meinung nach Rückendeckung seitens linker Politik? Schon ein übler Vorwurf. Und die bundesweiten "Arab-Clans" seitens der CDU?

  11. 9.

    "Um unsere Ideen von Freiheit, Selbstbestimmung, Solidarität, Selbstorganisierung, kollektivem Leben und Kämpfen zu verbreiten und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen hoffen wir an besagtem Wochenende zusammenzukommen"

    § 81
    Hochverrat gegen den Bund
    (1) Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt
    1. den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder
    2. die auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern,
    wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.
    (2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

  12. 8.

    Die Polizei ist nur ausführendes Organ und benötigt politische Rückendeckung. Die ist aber von mindestens zwei der drei Koalitionspartnern nur dann zu erwarten, wenn deren Politiker persönlich betroffen sind.

  13. 7.

    Diese "Autonomen" sind sicherlich gern gesehene Anwohner ?! Zeigen null Toleranz gegenüber Andersdenkendenb und dem Staat. Auch die Polizei gehört zu unserem Staat, man sieht auch hier, wie sehr sie gebraucht und leider auch missbraucht wird. Wie die legalen/illegalen Anwohner das Eigentum anderer achten, mavht sie noch beliebter. Was wollen die eigentlich in Berlin. Vor den Toren der Stadt, im tiefsten Brandenburg ist doch viel Platz.

  14. 6.

    Das sind radikal-linke, die die Gesetze missachten. Das ist nicht tolerierbar. Warum die Polizei nicht härter durchgreift ist schleierhaft. Außer, dass es unzumutbar für die Polizisten ist, ist es jedes Mal auf's Neue schädlich und peinlich für friedliche, demokratische, linke Politik und deren Wähler.

  15. 5.

    Worin besteht der Sinn, die Polizisten anzugreifen? Ehrlich, was soll das?

  16. 4.

    Was sind denn "Linksautonome"?

    "Autonome" hat eine positive Konation. Gemeint sind wohl linksradikale kriminelle Gewalttäter. Wer Glasflaschen gezielt auf Personen wirft, ist ein Straftäter.

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