Wasserspielplatz im Plänterwald - Ausschlag bei Plansche-Besuchern aufgeklärt

Mi 19.06.19 | 14:23 Uhr
11.06.2019, Berlin: Ein Eichenprozessionsspinner kriecht in einer Mülltüte, nachdem sein Nest von einem Baumpfleger entfernt wurde. (Quelle: dpa/Ducret)
Bild: dpa/Ducret

Der Hautausschlag bei Dutzenden Kindern nach dem Besuch eines Wasserspielplatzes im Berliner Plänterwald ist nach Behördenangaben durch den Eichenprozessionsspinner ausgelöst worden. Ärzte hätten mehreren Betroffenen gesagt, es handle sich eindeutig um eine Reaktion auf die giftigen Brennhaare der Raupen, teilte der Bezirk Treptow-Köpenick am Mittwoch mit. 

Zunächst war vermutet worden, Chemikalien könnten die Hautausschläge verursacht haben. Dazu teilte der Bezirk mit: "Eine Verunreinigung des Wassers der Sprühplansche kann ausgeschlossen werden, da keine Biozide angewandt wurden." 

Plansche bleibt vorerst geschlossen

An mehreren Bäumen im Umfeld der Plansche seien Raupen bereits in der Vorwoche abgesaugt und abgesammelt worden, allerdings sei es am vergangenen Wochenende erneut zu einem Auftreten gekommen, so der Bezirk weiter. "Da eine vollständige Beseitigung der Raupen nicht garantiert werden kann, bleibt die Plansche bis zum Zeitpunkt der vollständigen Verpuppung der restlichen Raupen geschlossen."

Die Brennhaare der Raupen können sich lösen und in der Luft herumschwirren. Kommt man damit in Kontakt, sind quälender Juckreiz und Ausschlag mögliche Folgen.

In dem Fall hatte die Polizei am Montag berichtet, Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen zu haben. Es wurde vermutet, dass Chemikalien gegen die Raupen versprüht wurden und dies den Hautausschlag bei mindestens 31 Menschen ausgelöst haben könnte. Betroffen waren überwiegend Kinder. 

Sendung: Abendschau, 19.06.2019, 19.30 Uhr

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