Feuerwehrleute löschen am 23.06.2019 einen Brand in einem Einkaufszentrum in Strausberg. (Quelle: Christopher Harms)
Video: Brandenburg aktuell | 23.06.2019 | Anja Meyer | Bild: Christopher Harms

Feuer im "Handelscentrum" - Millionenschaden nach Brand in Strausberger Einkaufszentrum

Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen: In Strausberg ist am Samstagabend das "Handelscentrum", das größte Einkaufszentrum des Ortes, bei einem Brand teilweise zerstört worden. Nun soll die Ursache des Feuers geklärt werden.

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Bei einem schweren Brand in einem Einkaufszentrum in Strausberg (Märkisch-Oderland) ist in der Nacht zu Sonntag ein Millionenschaden entstanden. Das Feuer sei am Samstagabend kurz nach Ladenschluss im Bereich des Daches eines Elektronikmarktes ausgebrochen, teilte die Polizei mit.

Vier Geschäfte brannten vollständig aus, darunter ein Elektronikmarkt und eine Drogerie. Genauere Angaben zum Gesamtschaden könnten noch nicht gemacht werden, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Ost am Sonntag.

In dem Einkaufszentrum - offiziell Handelscentrum - sind 60 Geschäfte und gastronomische Einrichtungen untergebracht. Die Flammen loderten meterhoch und dunkle Rauchsäulen stiegen auf. Sie waren noch aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen.

Handelscentrum in Strausberg
Bild: imago

In der Nacht waren mehrere Feuerwehren mit 170 Einsatzkräften und 45 Löschfahrzeugen im Einsatz. Ihnen gelang es, bis zum Morgen das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Unklar sei bislang die Ursache des Unglücks, so der Polizeisprecher. Zunächst hatte es geheißen, dass ein Reifenstapel in einer Autowerkstatt gegen 20.30 Uhr in Flammen aufgegangen war.

In der Nacht hätten Kriminalpolizisten bereits erste Vernehmungen geführt, hieß es. Außerdem liefen Untersuchungen der Kriminaltechniker.

Auf Videoaufnahmen und Fotos von Augenzeugen im Internet war zu sehen, wie hohe Flammen aus dem Gebäude schlugen. Es entwickelte sich rasch eine Rauchsäule, die auch im rund 20 Kilometer entfernten Berlin zu sehen war.

rbb|24 | 23.06.2019 | Material: TeleNewsNetwork

Sendung: Inforadio, 22.06.2019, 22:00 Uhr

Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    In der Tat. Eine architektonische Perle war dieses EKZ noch nie- und nachdem man dessen Besuchern auch noch das letzte kulturelle Kleinod- den charmanten kleinen Springbrunnen genommen hatte, wurde deutlich, dass dort der reine Kommerz einem ausgewogenem Angebot mit Atmosphäre vorgezogen wurde.
    Vielleicht birgt der Wiederaufbau diesbezüglich auch eine neue Chance.
    [...]

    (at) Sehr geehrte Frau W. Müller,
    wäre die Feuerwehr in der Lage sich selbst zu alarmieren, dann würde sie damit den eigenen Berufsstand ad absurdum stellen. - Wenn überhaupt, dann ging es hier einzig um Prävention in Form von Brandmelde- u. Brandschutzanlagen(Rauchmelder, Sprinkler, etc.).

  2. 19.

    Im Unglück liegt die Chance dieses an Hässlichkeit kaum zu überbietende EKZ zu erneuern, wenn es denn dDIE Bedeutung für die Region hat. Bis das Fertig ist wird es zwischenLösungen geben. AP werden nur wenige wegfallen. Kopf hoch "Rom wurde auch........."

  3. 18.

    Da stimme ich Dir zu. Ich kenne einige Verkäufer/-innen persönlich. Man kann nur von Glück sprechen, dass das Feuer nach Ladenschluss ausgebrochen ist.

    Ich danke allen Einsatzkräften für ihren großartigen Einsatz.

  4. 17.

    Es ist furchtbar was ein Feuer anrichten kann.vor allem die Existenzen die im Nachhinein daran hängen.ich kann nur allen Kraft und viel Mut wünschen die ihre Existenz und Arbeitsplatz durch das feuer verloren haben.hoffe und würde mir wünschen das die Stadt Strausberg ihnen dabei zur Seite steht.

  5. 16.

    Lieber Sebastian,

    in der ersten Meldung stand es genauso: "Erste Meldungen über einen Brand gingen gegen 22 Uhr ein."
    Deshalb habe ich mich ja überhaupt zu Wort gemeldet, weil eben um 20:31 Uhr bereits die Sirene ging und um 22 Uhr das Löschen schon in vollem Gange war.

    Das mit 20 Uhr war dann die erste Änderung vom RBB.

    Sebastian schreibt:

    "Umso mehr Gewicht erlangt nun aber die Frage, wieso diese enorme Zeitdifferenz(30 Min) im Nachhinein editiert, bzw. gänzlich gelöscht wurde. Eine halbe Stunde wird vermutlich entscheidend sein für den Erfolg, resp. den Ausgang des Einsatzes. "

    Oh, bitte. Meinst du wirklich, die Feuerwehr wartet eine halbe Stunde, bis sie den Alarm auslöst? Es ist einfach vom RBB schlecht recherchiert, in anderen Medien stand von Anfang an: Meldung des Brandes ca. 20.30 Uhr. Und der RBB hats gemerkt und den Fehler beseitigt.

  6. 15.

    Das kann ich nur bestätigen. Es wurde vorhin in einer WA Gruppe ein Youtube Video mit dem Titel "Hilft mir weiter. Das handelscentrum. Brennt" rumgeschickt in dem ein Kind um die 10 Jahre, den Brand nutz um Likes und Follower zu bekommen...



  7. 13.

    Du hast soooo recht..in erster Linie 1000Dank an alle Helfer. Gute Besserung für den verletzen Feuerwehrmann. Bei den Gaffern zeigt sich mal wieder das der Mensch eigentlich das dümmste Säugetier auf diesem Planeten ist.Schade eigentlich

  8. 12.

    Wie kommen Sie auf „Kinder und Jugendliche“, es steht nirgendwo etwas darüber, und geglotzt haben vor allem Erwachsene.
    Und PS: wer von gripslos schreibt, sollte selbst wenigstens wissen, wie man so ein einfaches Wort schreibt... Manchmal ist es besser, vor dem Schimpfen und Beschuldigen nachzudenken

  9. 10.

    In welchem Zusammenhang steht jetzt: "Hirn einschalten"??
    Sie hat vollkommen recht, wenn "sie" darauf hinweist, dass zu der Zeit, als der Kommentar von Fr. Müller geschrieben worden war, tatsächlich in der Meldung zu lesen war: Ausbruch des Feuers: gg. 20:00 Uhr und Eingang d. Notrufs erst 20:30 Uhr. Das fiel mir die Nacht sofort auf u. deshalb hatte ich einen Screenshot der Seite gemacht. Da stand nix von 22:00 Uhr.
    Umso mehr Gewicht erlangt nun aber die Frage, wieso diese enorme Zeitdifferenz(30 Min) im Nachhinein editiert, bzw. gänzlich gelöscht wurde. Eine halbe Stunde wird vermutlich entscheidend sein für den Erfolg, resp. den Ausgang des Einsatzes.
    - Auch von meiner Seite hier noch mal ein große Dankeschön an die vielen Rettungskräfte, die diesen Job nicht selten in Ihrer Freizeit als Ehrenamt wuppen!!

  10. 9.

    Deiner Danksagung schließe ich mich an... Hätte es nich besser ausdrücken können. Alle Hochachtung an die Einsatzkräfte.

  11. 7.

    Sie haben meine volle Unterstützung bei Ihrer Meinung. In dieser Gesellschaft hat sich eine Verrohung, Rücksichtslosigkeit und Unmenschlichkeit breit gemacht, die in einigen Jahren furchtbar enden wird.

  12. 3.

    Unglaublich was ich heute dort erlebt hatte und ich bin richtig sauer und traugig darüber. Die Schaulustigen die sich dort selbst fotografiert und gefilmt hatten, Menschen die einfach das Absperrband missachtet hatten. Die Leute die gefragt hatten ob man Montag da einkaufen gehen kann, das wird Einsatzkräften gefragt, gehts es noch habe ich gefragt? Und welche die sich dort darüber lustig gemacht hattten. Dann Familien die da waren und im hochgiftigen Qualm mit Kleinkindern & Babys standen und auf bitten das sei nicht gut gehört hatten. Ich bin fassungslos und wütend darüber über dieses Verhalten der Menschen. Was ist aus unserer Gesellschaft geworden? Großen dank geht an die sehr vielen Einsatzkräften der Feuerwehren aus Strausberg und Umgebung, vor allem den Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren die neben Ihrer beruflichen Beschäftigung woanders sich in der Freizeit freiwillig arrangieren. Vielen Dank, ihr macht eine super Arbeit und Ihr seid phantastisch.

  13. 1.

    Im Text steht "Erste Meldungen über einen Brand gingen gegen 22 Uhr ein."
    Das ist nicht korrekt. Die Sirene in Strausberg ging um 20:31 Uhr an.
    Und bereits 20:34 Uhr hörte man die ersten Feuerwehren durch die Stadt rasen. Die Strausberger Jungs sind wirklich schnell.

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