Symbolbild: Abzeichen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Brandenburg
Bild: Symbolbild/dpa/Mehlis

Sperrkeis am Donnerstag - Polizei muss Munition in Brandenburg/Havel eventuell sprengen

Aufgrund eines Munitionsfundes im Industriegebiet Quenz sperrt die Polizei am Donnerstag ein Gebiet in Brandenburg an der Havel. Die Stadt verfügt, dass alle Menschen den Sperrkreis innerhalb von 800 Metern Radius bis 8 Uhr in der Früh aus Sicherheitsgründen verlassen müssen.

Betroffen seien gut 70 Bewohner von zwei Straßen, die am Morgen ihre Wohnungen verlassen müssten, sagte Stadtsprecher Jan Penkawa am Dienstag. Auch zwei Firmen in einem Gewerbegebiet müssten ihre Räume verlassen. Ebenso müsse der Schiffsverkehr auf dem Quenzsee und einem Teil des Plauer Sees für die Dauer der Aktion eingestellt werden.

Die Außengrenzen des Sperrkreises gehen im Norden bis zur Ecke Blosendorfer Straße/Altbensdorfer Straße, Briester Straße ab den Hausnummern 13/14 in Richtung Thüringer Straße und im Kreuzbereich Woltersdorfer Straße/Thüringer Straße.

Im Osten gehören das Schulgebäude des Oberstufenzentrums Alfred Flakowski und das Betriebsgelände der B.E.S. Brandenburger Elektrostrahlwerke dazu, das sich bis in den Süden erstreckt.

Zudem wird im Westen bis zur Landspitze Münchwerder und der Uferbereich Falkenbergswerder gesperrt sein. Der Quenzsee und der nördliche Teil des angrenzenden Plauer Sees ist Teil der Sperrzone.

Die Polizei wird kontrollieren, ob alle betroffenen Bewohner ihre Häuser verlassen haben.

Sperrzone im Stadtgebiet Brandenburg an der Havel (Quelle: Stadt Brandenburg)
Bild: Stadt Brandenburg

Bei der Munition handele es sich um Kampfmittel, die sich auf einem Firmengelände befänden, teilte der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) am Nachmittag mit. Diese sollten am Mittwoch zunächst geprüft werden. "Da bei den Munitionskörpern auch Kampfmittel vermutet werden, die nicht handhabungsfähig sind, müssen diese an Ort und Stelle vernichtet werden." Diese Entscheidung werde aber erst am Mittwoch getroffen, betonte der KMBD.

Sollte die Munition vernichtet werden müssen, besteht in der Nähe der kontrollierten Sprengung die Gefahr von umherfliegenden Splitterteilen getroffen zu werden.

Bis zum Abschluss des Einsatzes ist es unberechtigten Personen untersagt, die Sperrzone zu betreten oder sich dort aufzuhalten. Anweisungen der Ordnungskräfte sind Folge zu leisten, ansonsten droht eine Geldbuße von 1.000 Euro.

Sendung: Antenne Brandenburg am Nachmittag, 11.06.2019,  14 Uhr

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