Blick auf eine Kiesgrube am Mittwoch (02.04.2008) bei Michendorf (Potsdam-Mittelmark), in der nach Angaben der Potsdamer Staatsanwaltschaft illegal Gewerbe- und Siedlungsabfälle entsorgt wurden (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)
Video: rbb24 | 21.06.2019 | Nachrichten | Bild: dpa/Nestor Bachmann

Umweltministerium zu Grünen-Anfrage - Weitere illegale Mülldeponien in Brandenburg entdeckt

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr acht neue illegale Abfall-Lager entdeckt worden: unter anderem in den Landkreisen Prignitz, Oder-Spree und Elbe-Elster. Das teilte das Umweltministerium in Potsdam auf eine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen mit. In ganz Brandenburg gibt es demnach rund 130 illegale Abfallablagerungen.

Grüne kritisieren schleppende Ermittlungen

Welche Gefahren von illegalen Mülllagern ausgehe, werde nur schleppend ermittelt, kritisiert der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke (Grüne). Mehr als 50.000 Tonnen Klärschlamm-Kompost sind im vorigen Jahr auf einem Unternehmensgelände in Sedlitz im Kreis Oberspreewald-Lausitz-Kreis festgestellt worden , weitere 50.000 Tonnen Baumischabfälle auf einem Fuhrbetriebsgelände in Halenbeck/Rohlsdorf in der Prignitz sowie tonnenweise Schlacken und Asche in Demerthin – aus Sicht der Landesregierung illegale Lager.

Landesregierung will Mülllager beräumen

Es gebe keine Hinweise auf Gefahren für Mensch und Umwelt, so das Ministerium. Verwaltungsverfahren wurden eingeleitet, um die Abfälle zu entsorgen. Im vorigen Jahr stellte das Land Brandenburg mehr als 3,3 Millionen Euro zur Verfügung, um illegale Mülllager zu beräumen.

Sendung: rbb24, 21.06.2019, 13.00 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Auch im Amt Beeskow wurde meines Erachtens ordentlich getrieft. Im Bauamt liegt seit 2000 ein Bodengutachten mit 1.5m tiefen Auffüllungen mit Bauschutt, Teer... Wer jetzt aber denkt, dass das einen Eintrag als Altlastenverdachtsfläche nach sich gezogen hätte, der irrt. Dann wird man als letztes Glied in der Kette bis in den finanziellen Ruin getrieben und jeder schiebt die Schuld von sich...
    Die nächsten illegal verkappten Müllhalden warten doch nur auf die nächsten Gutgläubigen Häuslebauer...

  2. 4.

    Kann man denn nicht an Hand des Mülls feststellen wer der Verursacher ist? Bei Industriemüll sollte das doch möglich sein. Man muss nur wollen. Die Verursacher müssen dann kräftig zur Kasse gebeten werden so das nicht der Steuerzahler zahlen muss.

  3. 3.

    Solange die zuständigen Ordnungsbehörden keine regelmäßigen Kontrollen in ihren Verantwortungsbereichen durchführen und das Übel von Beginn an verhindern, wird letztendlich der Steuerzahler die Entsorgungskosten weiter tragen. Man weiß doch, wo und was gebaut oder abgerissen oder in der Landschaft gelagert wird. Da kann eben auch manchmal bei den Verantwortlichen der Arbeitstag auch etwas länger oder verlagert werden. Ich erinnere an die Riesenschlamperei vor einigen Jahren in Friedrichsthal bei Gartz. Aber keiner hat Schuld. Mich ärgert diese Schlamperei der Ämter maßlos.

  4. 2.

    Und wie passt das alles mit der Aufgeregtheit um Klima und Artenschutz zusammen?
    Es ist eben viel einfacher, die Schuld den ewig gleichen „Bösewichtern“ zuzuschreiben als vor der eigenen „Haustür“ mit dem Schutz der Umwelt, Tierwelt und dem Klima anzufangen.

  5. 1.

    Eigentlich dürfte es möglich sein die Ladung jedes LKW zu kontrollieren der nach Brandenburg kommt wenn man das wollte. Also auch nachts und auch die Grenzen z.B. nach Sachsen-Anhalt und Sachsen kontrollieren. Zumindest an ein paar Tagen im Jahr. Schleppnetz-Taktik.

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