ARCHIV - Ein Waldbrand in der Nähe von Jüterbog in Brandenburg am 04.06.2019 (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Bild: ZB

Vergleich Waldbrände 2018 - Brandenburger Wälder brannten bundesweit am häufigsten

In Brandenburg hat es im vergangenen Jahr im deutschlandweiten Vergleich die mit Abstand meisten Waldbrände gegeben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der "Rheinischen Post" (Samstag) vorliegt. In Brandenburg waren es 512 Brände, wie auch der Brandenburger Waldbrandbericht 2018 ausweist. Auch in Sachsen (201 Brände) und Sachsen-Anhalt (182) musste die Feuerwehr häufiger ausrücken als in anderen Bundesländern.

Unter den Waldbränden 2018 in Brandenburg waren elf Großbrände. Allein das Feuer bei Treuenbrietzen südlich von Potsdam zerstörte im August rund 400 Hektar Wald - im gesamten Jahr verbrannten 1.674 Hektar. Damit war 2018 laut Brandenburger Waldbrandbericht ein "Ausnahmejahr". Eine so große Fläche sei zuletzt 1983 betroffen gewesen.

2019 schon mehr als 200 Brände

2018 gab es in ganz Deutschland so viele Waldbrände wie noch nie. Über 1.700 Fälle wurden registriert, das sind mehr als viermal so viele wie noch 2017. Die Flammen zerstörten dabei knapp 2.350 Hektar Wald.

2019 hat es in Brandenburg nach Angaben des Waldschutzbeauftragten Raimund Engel vom Mittwoch bereits mehr als 200 Mal in Wäldern gebrannt. Die Feuer hätten in diesem Jahr bereits eine Fläche von insgesamt rund 882 Hektar erfasst, sagte Engel. "Wir haben meist nur kleine Brände, aber eine hohe Anzahl." Dabei seien praktisch alle Landkreise betroffen. Der größte Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg loderte vor kurzem auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog. Dort hatten Feuerwehrleute eine Woche lang gegen die Flammen auf einer Fläche von 744 Hektar gekämpft. 

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.06.2019, 10 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Darum "Brandenwald" und nicht Brandenburg.

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