E-Tretroller vor dem Brandenburger Tor
Audio: Inforadio| 24.06.2019| Holger Hansen | Bild: dpa/Christoph Soeder

Nach der ersten Woche - Erste Bußgeldbescheide für E-Tretroller-Fahrer

Seit wenigen Tagen erst sind sie in Berlin zugelassen - und schon haben erste Fahrer von E-Tretrollern bereits Bußgelder zahlen müssen. Wer etwa auf dem Gehweg rollerte, musste zwischen 15 und 30 Euro zahlen, berichtete die "Berliner Zeitung" am Montag. Auch wenn wichtige technische Teile wie etwa das Licht fehlen, ist ein Bußgeld fällig. 

Die Roller sind seit Anfang letzter Woche in Berlin unterwegs; nach einer Recherche von rbb|24 sind es seit dem vergangenen Wochenende mehrere Tausende.

Noch keine größeren Unfälle

Größere Unfälle mit E-Scootern hat es nach Angaben der Berliner Polizei bislang noch nicht gegeben. Ob es kleine Unfälle gegeben habe, sei nicht bekannt. Allerdings sei es für eine erste Bilanz zu früh. Die Polizei kündigte an, demnächst noch einmal extra auf die speziellen Gefahren beim Rollerfahren hinweisen und zum vernünftigen Umgang auffordern.

E-Scooter vor allem in Touristenkiezen beliebt

Erste Beschwerden gab es über Roller die in Pulks abgestellt wurden. Rund um den U-Bahnhof Eberswalder Straße standen in der Freitag- und Samstagnacht etliche Roller quer auf dem Gehweg, am Hermannplatz lagen einige umgestürzt auf einem Haufen.

Bisher stehen nach dpa-Informationen besonders viele E-Tretroller in den touristischen Gebieten rings um die Museumsinsel und am Brandenburger Tor, ebenso in Kreuzberg,
Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Nord-Neukölln. In den anderen Stadtteilen waren die Scooter kaum zu sehen.

Keine Helmpflicht für E-Tretroller

E-Tretroller dürfen zwischen sechs und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben. Vorgeschrieben sind auch zwei Bremsen, Licht und eine "helltönende Glocke". Erlaubt sind sie ab 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen - gibt es keine, darf es die Fahrbahn sein.

Sendung: Inforadio, 24.06.201, 14:35 Uhr 

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15 Kommentare

  1. 14.

    Jung, urban und bildungsnah...Studien besagen, dass diese Klientel immer öfter auf‘s eigene Auto verzichtet. Das finde ich großartig! Wo Falschparker und Raser (fast) ungeschoren davon kommen, werden auch Radfahrer weitermachen wie bisher und Scooter die Gesetze ignorieren. Na dann wollen wir mal hoffen, dass die Ordnungshüter bei den Rollerfahrern weiter wachsam bleiben. So richtig dran glauben kann ich nicht. @Kai: Leider wahr, was Sie schildern. Rechtsfreie Räume, die immer weiter ausgedehnt werden. Wann bekommt der Senat und die Justiz endlich mit, dass wir Bürger darunter leiden?

  2. 13.

    Mein Kind besitzt kein Auto. Und ich fahre mit der S-Bahn hin, den Stress einen Parkplatz zu suchen erspare ich mir. Und würde ich parken, dann korrekt. So wie seit Jahrzehnten. Und in Gegenden, wo ich um fehlende Parkplätze weiß, fahre ich mit den Öffentlichen. Ja, solche Leute gibt es^^. Sie möchten gerne stänkern? Dann informieren Sie sich lieber erstmal. Mein Kind und mehrere Nachbarn, die das satt haben, haben mehrmals das Ordnungsamt informiert. An den Wochenenden ist es am schlimmsten. Da ist das Ordnungsamt nicht erreichbar. Und nach Fotos wird nachträglich nichts unternommen. Die Polizei guckt weg. Das ist kein Gemecker von mir, sondern tägliche Realität in dieser Gegend. Bitte motzen Sie hier nicht so oberfächlich rum. Typisch Berliner Kodderschnauze...

  3. 12.

    Antwort an: der der immer lacht, ich wünsche auch Ihnen ein hohes Lebensalter mit einem Silberrücken, da sieht die Welt doch anders aus. Und passen Sie beim E-Scooterfahren immer schön auf die Verkehrsregeln und Ihre Gesundheit auf. Dann schaffen Sie es bestimmt.

  4. 11.

    Das Problem in Berlin hat viele Facetten.

    Zum einen wächst mittlerweile die zweite Generation heran, die keinerlei Respekt vor Polizisten hat. Es gibt Bezirke in Berlin, in denen Polizisten nicht nur nicht ernst genommen, sondern teilweise direkt angegriffen werden.

    Dadurch sind, zumindest was den Straßenverkehr angeht, in Berlin etliche rechtsfreie Räume entstanden, wo weder Polizei, noch Ordnungsamt aktiv werden. Es lohnt schlicht den Aufwand nicht. Kein O-Amt Mitarbeiter wird die Oberklasse-Limousinen in Neukölln oder Kreuzberg in 2ter Reihe aufschreiben. Das wäre einfach ungesund für sie.
    Bsp. vom Donnerstag ca. 20:00h, ein Porsche Panamera steht auf der Herrmannstr., der Fahrer daneben und blockiert eine komplette Abbiegespur, während sie eine rauchen. Die Polizei fährt vorbei.

    Denn selbst wenn die Polizei aktiv wird, macht ihnen oftmals der Richter einen Strich durch die Rechnung.

  5. 10.

    "In der Strasse meines erwachsenen Kindes herrscht diesbezüglich Anarchie. Es parkt jeder überall,..." Dann kann Ihr Kind ja schon mal damit aufhören, es auch zu machen. "Jeder".... So so. Sie auch wenn Sie dort zu Besuch sind? Im Übrigen, wenden Sie sich mal an das Ordnungsamt. Und ich vermute mal, die Einsatzpläne der Polizei sind Ihnen nicht bekannt. Erstmal auf alle meckern.... Typisch Berlin

  6. 9.

    Der kurze Weg vom Viktoriapark über die Ampel in Blickrichtung Monumentenstr. war heute offensichtlich für Fußgänger gesperrt. Es standen mehre Räder von Jump bzw. Uber im Weg, E-Scooter von Coup und ein E-Tretroller.

    Das ist echt der Wahnsinn und man neigt fast dazu, diesem Wahnsinn in Form von Sachbeschädigung entgegen wirken zu wollen. Leider nur auch Strafbar, im Gegensatz zum Freefloating mitten auf dem Gehweg. Es nervt einfach.

  7. 8.

    Ich stimme Ihnen zu, es wäre erfreulich, wenn die Polizei mehr Präsenz und Aktivismus zeigen würde. Radlern auf Gehwegen gegenüber und auch Falschparkern. In der Strasse meines erwachsenen Kindes herrscht diesbezüglich Anarchie. Es parkt jeder überall, in Einfahrten, 2. Reihe und teilweise auf dem Gehweg. Die Polizei, die durch diese Strasse fährt unternimmt nichts dagegen. Das ist völlig unverständlich. Da sie meist weder im Einsatz, noch anderweitig in Eile zu sein scheinen, könnte man doch glatt erwarten, dass sie etwas unternehmen. Und die Scooter auf den Gehwegen-ein Schelm der dachte, die machen sich was aus den Gesetzen. War doch klar. Die lachen sich doch schlapp darüber und werden einen Teufel tun auf maroden Radwegen, geschweige denn auf der Strasse, zu fahren.

  8. 7.

    Es geht um Tretroller, zugegeben: batteriebetrieben... Aber: davon geht doch die Welt nicht unter, regt euch doch nicht so auf. Die Unfallquote mit diesen ebikes, vulgo: „Rentnerraketen“ wird sicherlich immer viel höher sein als die der E-Roller.IIch glaube, dass die E-Roller-Zielgruppe einfach fitter und auch von den Reflexen besser beisammen ist als all die ebike-Silberrücken und -omis.

  9. 6.

    Am Freitag fuhr ein junger Mann auf einem E-Scooter auf dem Gehweg und telefonierte währenddessen auch noch. Ein Polizeiauto stoppte und die Beamten nahmen sich den Rollerfahrer gleich mal vor. Ich war höchst erstaunt und erfreut, dass nun endlich doch mal Bußgelder verhängt werden. Sonst sehe ich Polizei immer nur an Gehweg-Radlern vorbeisehen/fahren, was schon sehr frustrierend ist, weil so natürlich keinerlei Abschreckung vor Fehlverhalten herrscht.

  10. 5.

    Touristen dürften einen großen Anteil am Umsatz ausmachen. Und nur das interessiert die "lustigen Tretroller Vermieter". Und da Touris außerhalb des S-Bahn-Rings deutlich seltener anzutreffen sind und sie mit ihren "ca. 10 Minuten Fußmarsch" auch nicht zur Kernzielgruppe gehören, lohnt sich das Geschäft dort nicht.

  11. 4.

    Wann wollen diese lustigen Tretroller Vermieter begreifen, dass auch außerhalb des S-Bahn Ringes Berlin noch nicht zu Ende ist... So werde ich mir wohl so ein Gefährt kaufen und der Schrott kann weiterhin das Brandenburger Tor verschönern... Ich hab vom Westend ca. 10 Minuten Fußmarsch.. Aber dort ist kein erschlossenes Gebiet...

  12. 3.

    In Spandau habe ich bisher erst einen Einzigen gesehen und der wurde grade von einer hübschen jungen Dame gelenkt.

  13. 2.

    Richtig so, gleich abkassieren.

  14. 1.

    Kann ich bestätigen - in Prenzlauer Berg stehen/liegen die ersten Roller auf den Gehwegen herum.

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