InfluencerinToyah Diebel. (Quelle: Carsten Kalaschnikow)
Audio: rbb|24 | 03.06.2019 | O-Ton Toyah Diebel | Bild: Carsten Kalaschnikow

Interview | Bloggerin Toyah Diebel - "Man kann keine Kinderfotos aus dem Netz löschen"

"Dein Kind auch nicht" lautet die Kampagne, mit der die Berliner Instagrammerin Toyah Diebel auf ein Problem aufmerksam macht: das Posten von Kinderfotos durch stolze Eltern. Sie fordert Verantwortung, denn was man einmal postet, bleibt für immer im Netz.

rbb|24: Frau Diebel, Sie sind von Beruf Bloggerin und Influencerin und haben mehr als 50.000 Follower auf Instagram. Mein kleiner Sohn sucht gerade nach einem Alternativberuf, falls es mit Fußballprofi nichts wird. Kann man als Blogger auch reich und berühmt werden?

Toyah Diebel: Gerade junge Menschen denken, dass die Bezeichnung "Blogger" oder "Influencer" eine Berufskategorie ist. Letzten Endes bedeutet das aber "lediglich", Reichweite zu haben. Das bedeutet nicht nur, dass man umsonst Produkte zugeschickt bekommt oder ein gut gefülltes Konto hat, sondern auch, dass man eine Verantwortung hat.

Können Sie denn vom Bloggen leben?

Ich bin als Bloggerin sicherlich unterbezahlt für das, was ich tue, denn ich mache keine Markenkooperationen in dem Sinne, wie es die meisten anderen machen. Aber natürlich bekommt man, wenn man eine bestimmte Anzahl von Followern hat, Geld dafür, wenn man Produkte in die Kamera hält. Von den Kooperationen, die ich mache, kann ich leben. Meine Kooperationen sind meist so, dass ich - mit einer Marke zusammen - Content, also Formate, schaffe und nicht nur ein Produkt in die Kamera halte. Ich würde kein Geld dafür nehmen, damit ich sage: "Dieses Shampoo ist toll". Genau das gehört für mich auch in den Verantwortungsbereich eines Menschen mit vielen Followern, so etwas - also Schleichwerbung - nicht zu machen.

Da gab es ja auch schon Prozesse…

… und auch zu Recht. Werbung auf Instagram ist ein ganz großes Thema, das viel zu lange nicht beachtet wurde. Gerade junge Menschen sind leicht zu beeinflussen. Und wenn Cathy Hummels da einen Gucci-Pullover anhat, den sie sich selbst gekauft hat, will sie den vielleicht nicht als Werbung deklarieren. Aber wenn sie den Pulli auf Instagram trägt, wollen ihn trotzdem viele junge Mädchen haben. Man muss sich klar machen, dass man ein wandelndes Werbeplakat ist. Deshalb muss das immer deklariert werden. Denn selbst wenn der Produktname einfach nur auf dem – auch selbst gekauften - Pulli steht, macht man mit einer großen Reichweite trotzdem Werbung. Das kennt man ja auch von früheren Popstars außerhalb von Social Media: Wenn die was anhatten, wollten wir das auch haben.

Wir Erwachsenen haben ja die Wahl. Ein Kind, das nackt, weinend oder vollgekotzt auf dem Töpfchen sitzt, hat keine Wahl."

Toyah Diebel

Wie kommen sie als Frau ohne bislang eigene Kinder dazu, sich mit einer Kampagne wie "Dein Kind auch nicht" für Kinder einzusetzen?

Ich bin auf Instagram jeden Tag damit konfrontiert, welche Inhalte dort hochgeladen werden. Was mir schnell aufgestoßen ist, ist, dass da Inhalte zu sehen sind von Menschen, die selber gar nichts davon wissen. Da geht es natürlich auch um Erwachsene - viel schlimmer finde ich das aber bei Kindern. Sie sind ja schutzbedürftig.

Wenn ein Kind ungefragt - oder von mir aus bis zu einem gewissen Alter auch gefragt - fotografiert oder gefilmt und das veröffentlicht wird, empfinde ich die Fürsorgepflicht als verletzt. Gerade Mütter - die "Mama-Bloggerinnen" - dokumentieren ja auf Instagram nicht nur ihren eigenen Alltag, sondern auch den ihres Kindes. Was viele dabei vergessen ist, dass dieses Kind gar keine Wahl hat zu entscheiden, ob es diesen Alltag teilen möchte oder nicht.

Bis zu einem Alter von etwa acht bis zehn Jahren hat doch ein Kind gar keine Ahnung, welche Konsequenzen es hat, wenn man im Internet eine Identität hat. Wie soll es das verstehen? Noch schlimmer ist es, wenn nicht nur der Alltag dokumentiert wird, sondern auch Szenen, die ganz offensichtlich zur Privatsphäre gehören. Wir Erwachsenen haben ja die Wahl. Ein Kind, das nackt, weinend oder vollgekotzt auf dem Töpfchen sitzt, hat keine Wahl.  

Wo fängt es denn an?

Man sollte sich einfach selbst fragen, ab wann man sich in seiner Privatsphäre fühlt. Ich persönlich fühle mich zu Hause privat. Ein Kind hat ja auch ein Zuhause. Wieso ist das dann nicht seine Privatsphäre? Sonst hat es ja gar keinen Schutzort, wo es einfach mal seine Ruhe hat, wenn seine Eltern überall in der Wohnung die Kamera drauf halten. Es geht auch nicht nur um unwürdige Bilder, es geht um die Identität des Kindes. Wenn ein erwachsener Mensch fortwährend Bilder und Videos seines Kindes postet, nimmt er diesem Kind die Möglichkeit, sich eine eigene Identität im Netz zu schaffen. Wie wäre es denn für uns, wenn wir uns einen Social-Media-Account machen wollten und feststellen: Da gibt's ja schon einen. Weil die Mutter schon die ganzen Bilder ins Internet gestellt hat. Also ich würde das nicht wollen.

Warum machen das so viele Eltern?

Ich möchte den wenigsten Eltern unterstellen, dass sie irgendwas machen, um ihrem Kind zu schaden. Aber da geht es einfach, und das ist der springende Punkt, um fehlende Medienkompetenz. Die Eltern wissen es selber nicht richtig. Die meisten Erwachsenen taggen sich überall, die zeigen immer, wo genau sie sind, verlinken ihre Freunde. Wir beschweren uns, dass der Staat uns gläsern machen will, dabei sind wir selbst die schlimmsten. Wir geben freiwillig alle unsere Daten her. Erwachsene müssen selbst mit den Konsequenzen leben. Aber man kann doch Kinder diesen Konsequenzen nicht aussetzen. Das geht nicht. Da müssen die Eltern ihr Kind schützen. In der physischen Realität vor der Haustür wollen sie ihr Kind schützen und im Internet nicht. Das liegt daran, dass viele Erwachsene das Internet überhaupt nicht verstehen. Die Realität und das Internet sind doch nicht zwei verschiedene Schuhe – das verschmilzt miteinander.

Viele Eltern finden sich und auch ihr Kind zu uninteressant, zu unbekannt, als dass sich zum Beispiel Pädophile für sie interessieren.

Ein Argument, das immer kommt, ist, was denn mit "so einem süßen Bild" schon passieren könne. Wenn man sich also schon nicht mit dem Gedanken an Pädophile auseinandersetzen will, sollte man sich einfach Statistiken zur Anzahl von pädophilen Männern anschauen. Da gibt es Schätzungen, dass einer von 100 Männern betroffen ist. Ich habe mit einem Psychiater der Charité in Berlin gesprochen, den ich gefragt habe, welche Inhalte sich seine Patienten denn anschauen, was sie also triggert. Er sagte, dass sei in 70 Prozent der Fälle keine Kinderpornographie, sondern ganz normale, "süße" Fotos von kleinen Kindern am Strand, beim Tanzen oder beim Turnen - in unseren Augen ganz harmlose Bilder. Aber wir wissen doch überhaupt nicht, was andere Menschen in diesen Bildern sehen. Ich würde nicht wollen, dass jemand das Bild meines Kindes ansieht und davon sexuell getriggert wird.

Ein anderes Thema: Sie sind auch eine öffentliche Person. Und wie Sie sagen, legen Sie viel Wert auf ihre Privatsphäre. Da könnte man Ihre Fotos aber auch anders interpretieren - Sie zeigen sich ja auch von ihrer nicht so schönen Seite als "Siggi" oder "Marvin". Wieviel Toyah Diebel steckt in diesen Figuren?

Das müsste man ja auch mal Hape Kerkeling fragen, wie viel Privates von ihm in Horst Schlämmer steckt. Ich glaube nicht, dass das viel mit seiner Privatsphäre zu tun hat. Wenn ich Kunstfiguren wie "Siggi" oder "Marvin" erschaffe, sind die ja konstruiert und inszeniert. Sie haben nichts mit meinen Gefühlen zu tun. Wenn ich mich da "hässlich" zeige, ist das vielleicht für manch anderen unangenehm - ich habe kein Problem damit. So sehe ich nun mal aus. Aber jeder muss eben für sich selbst festlegen, was für ihn seine Privatsphäre ist.

Jeder zieht da offenbar woanders die Grenze ...

Da haben die meisten Menschen wohl die Schnittmenge, wenn es um sie selbst schlafend, nackt oder weinend geht. Einfach dann, wenn es einem nicht gut geht und man nicht fotografiert werden möchte. Wenn dann jemand ein Foto macht und das hochlädt, ist es eine Verletzung der eigenen Privatsphäre und es ist eine Verletzung der Würde. Die steht im Grundgesetz. Worauf wir Erwachsenen sehr bedacht sind. Aber bei Kindern ist es uns egal. Wenn man Kinder schon unbedingt in solchen Situationen filmen möchte, sollte man es abspeichern, aufheben und dem Kind zeigen, wenn es groß genug ist. Dann kann es ja selber entscheiden, ob es das vielleicht veröffentlichen möchte.

Manche sagen ja auch, wenn es ihrem Kind nicht gefällt, würden sie das veröffentlichte Bild wieder löschen. Das ist der bescheuertste Spruch überhaupt. Man kann keine Bilder aus dem Internet löschen. Das geht nicht. Woher sollte man denn wissen, wer dieses Bild gescreenshotet oder runtergeladen hat. Man hat überhaupt keinen Einfluss mehr darauf. Ich rate jedem, der das Gegenteil behauptet, ganz dringend sich mit dem Internet besser auseinander zu setzen.

Bloggerin Toyah Diebel (Quelle: Delia Baum)Bild aus Toyah Diebels Kampagne "Und Dein Kind auch nicht"

Wir sprachen vorhin schon mal über "Mama-Blogs". Gibt es da denn in Ihren Augen auch welche, die okay sind?

Ja, es gibt auch welche, die ich konsumiere. Mama-Blogs sind ja auch nicht per se schlecht. Ich finde es toll, dass das Muttersein an sich, vor allem auch durch Instagram, eine bedeutendere Rolle bekommen hat. Man hat einen viel besseren Einblick, wie anstrengend das Elternsein sein kann. Man sieht, dass das Kindergroßziehen schon ein 24/7-Job ist. Die Frage ist nur, wie weit man das Kind einbinden muss?

Ich verstehe nicht, was für andere daran interessant sein soll, über den Stuhlgang eines Kindes zwölf Stunden am Tag informiert zu werden. Wenn ich mir vorstelle, es gäbe im Internet ein Diagramm über meinen Stuhl-Verlauf als Kind: Nee, danke. Es ist doch peinlich, dass man da solche Steilvorlagen bietet, die dem Kind später mal schaden können. Aber es gibt ja auch genug andere, die ihr Kind da mehr außen vor lassen und ihm nicht ständig die Kamera ins Gesicht halten. Ich finde es sehr wichtig, dass es diese Blogs gibt und Mütter sich austauschen können.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sabine Priess, rbb|24

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

48 Kommentare

  1. 48.

    Eine tolle Kampagne. Ich sehe leider auch häufiger in WhatsApp Status oder Instagram-Stories solche Bilder. Meist weil es die Eltern süß finden oder stolz auf ihre Kinder sind. Über das hier genannte Thema wird leider oft nicht nachgedacht.

  2. 47.

    Doch. Auch darum geht es. Weil man sich schon auf die Hinterfüsse stellen sollte, wenn hier Bevölkerungsgruppen pauschal abgeurteilt oder beleidigt werden. Der Herr... Sie wissen schon, wen ich meine :-D...ist leider dafür bekannt und das sollte man nicht durchgehen lassen. Wir Erwachsenen sollten unsere Kinder beschützen, sie sind das Wichtigste, was eine Gesellschaft hat. Und sollten daher auch nicht online und damit bloß gestellt werden. Was waren uns früher die Kommoden mit Bildern schon hochnotpeinlich, wenn die Besucher sie gesehen haben. Und jetzt werden sie von der halben Welt begafft. Nicht gut. Muss da erst wieder ein Gesetz her?

  3. 46.

    Nicht ärgern, nur wundern^^ Es lohnt nicht. Ich bewundere Sie für Ihre redlichen Bemühungen unseren Nachwuchs vor Häme und Beleidigungen zu beschützen, das ist aber ganz offensichtlich vergebliche Liebesmüh. Der Herr hat sich ganz ein Feindbild geschaffen, das möchte er um keinen Preis hergeben ;-). Das Thema dreht sich z.t. um Eltern, die ihre Kinder, oder Dinge, die sie betreffen, online stellen. Diese Generation ist so ca. in den 80er und 90er Jahren geboren. Sie wurden also von der Generation erzogen und sozialisiert, die hier Gift und Galle spuckt. Das vorweg. Die „Schafsköppe“ sind also andere ;-) Zumal es schon sehr albern ist, fast alle Eltern pauschal zu verunglimpfen und selber von der Materie keine Ahnung zu haben. „Schuster, bleib bei Deinen Leisten!“ (ich wollte auch zitieren^^). Warum viele so ignorant sind und die Nachteile vom Verbreiten ihrer Daten ausblenden, ist mir ein Rätsel. Was sie selber betrifft, liegt das ausschließlich in deren Verantwortung. Meines Erachtens liegt das aber z.t. auch daran, dass Cybermobbing immer noch tabuisiert wird. Vielleicht wären Eltern hellhöriger und wachsamer, wenn sie wüssten, wie viele Kids im Netz gemobbt werden und wie das Seelen und Leben zerstört. Es wird aber nun auch immer öfter als Einnahmequelle genutzt. Die ganzen B und C-Promis machen‘s ja vor. Kaum Talent, ne hübsche Larve-ich geh online und verdiene mir ne goldene Nase. Und kommt dann noch so ein süßes Geschöpfchen dazu, ist das ein Garant für mehr Klicks. Wir Alten haben zugelassen, dass die Welt so wird. Das Wirtschaftswunder und der Konsumwahn machten uns betriebsblind. Nu ham wa den Salat..

  4. 45.

    aber nicht bei den ewiggleichen Diskussionen mit den Ewiggestrigen um das ewiggleiche Thema... *augenroll* es geht um den Artikel und dass Eltern keine - in späteren Jahren - ehrverletzenden Fotos ihrer Kinder oder Texte über Kai-Uwe oder Jennifer-Sophie ins Internet stellen sollten. Und nicht um Parteizugehörigkeit und Alter der Kommentatoren, Erziehung der Bratzen oder oder...

  5. 43.

    Das letzte Wort sei Ihnen gegönnt, aber schreiben Sie doch nicht solch einen Unsinn. Ihre Vergleiche werden immer abstruser. Sie wissen doch gar nicht, was Sie da sagen. Und werfen mir vor, ich würde Ihre Meinung nicht gelten lassen. Andere Menschen zu diffamieren ist niemals eine Meinung, sondern schlechtes Benehmen. Egal wie verzweifelt Sie sich da rauswinden möchten. Und es drehte sich hier um das Bloggen, Sie nutzten aber den Bericht aber nur, wie auch bei fff fast jedes Mal, um gegen Kinder zu pöbeln. Und das steht Ihnen nicht zu. Wer so vehement von Manieren schwadroniert, sollte sie mindestens selber an den Tag legen. Das Zitat stammt von mir^^

  6. 42.

    ach Fritze, es geht hier um Daten im Internet. Dazu habe ich mich sehr früh bereits geäußert. Nur zu dem Thema. Und keinen anderen bebashed oder sonstewas. Aber keiner will hier über das Thema schreiben, es werden sich nur gegenseitig Vorwürfe gemacht, was politisch wo genau bei wem klemmt...

  7. 41.

    Es geht in diesem Beitrag nicht darum, wie Eltern ihre Kinder erziehen sollen, sondern, daß Eltern verantwortungsvoll mit Fotos ihrer Kinder im Netz umgehen sollen.

    Den meisten Kommentatoren hier fehlt es wirklich an der Fähigkeit, das zentrale Thema des Beitrags zu erfassen...

  8. 40.

    Nehmen wir an, ein Bekannter von Ihnen sagt "Es sollte mal wieder regnen", wäre auch in diesem Fall Ihre Reaktion die brüske Erwiderung "Du bestimmst nicht, dass es zu regnen hat"?
    Die Diskussion wurde von Ihnen in eine Bahn gelenkt, die dem Migrantionsthema ähnelt:
    Die Einen werfen den Anderen jeweils Voreingenommenheit (weil sie negative Erfahrungen gesammelt haben) vor, umgekehrt lautet der Vorwurf, dass man nur über akademische Kenntnisse verfüge und daher nicht mitreden könne.
    Niemand will "die Sozialisation von Kindern starr festlegen".
    Doch Erziehung sollte auf das Leben vorbereiten und in diesem gibt es Regeln und Einschränkungen.
    "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf." (Theodor Fontane)
    Und damit verabschiede ich mich aus diesem Thema.

  9. 39.

    Na dann mal los mit ihren themenbezogenen Äußerungen. Sie schulmeistern doch auch nur rum und tun nichts dazu^^ Natürlich fährt man manchmal auf ein Nebengleis, aber die Meisten sind schon zum Thema...

  10. 38.

    Ich sehe das nicht so, was aber Sie und Ihr Leben betrifft, eine durchaus legitime Attitüde. Aber nicht für Kinder, die dieser hilflos ausgesetzt sind. Kein Kind sagt deutlich NEIN zu seinen Eltern, Kinder verstehen das Internet nicht und wollen ihren Eltern gefallen (zumindest bis zur Pubertät^^) und machen alles mit. Auch von mir der Tipp: klicksafe.de abonnieren, da gibt es sehr viel zu diesem Thema, für alt und jung.

  11. 37.

    Okay, das ist überzeugend. Sorry, aber bei manchen Kommentaren hier weiß man oft nicht mehr, ob nicht doch nur pure Bösartigkeit dahinter steckt. Das mit der Selbstbestimmung müsste dringend häufiger thematisiert werden. Auch bei Elternabenden und in den Medien. Aber ich sehe da wenig Chance auf Einsicht bei solchen Eltern. Der eigene Spaßfaktor hat oft oberste Priorität und darauf angesprochen erwidern viele Leute, dass das heutzutage nunmal dazu gehört und man da tolerant sein müsste. Da viele Eltern ihre Kinder auch als eine Art "Eigentum" ansehen, tun sie dann auch was sie meinen. Wenn man sich dann nicht noch anhören muss, dass man wahrscheinlich "zu alt" sei, das verstehen zu können. Habe ich einige Male selbst- und auch schon miterlebt.

  12. 36.

    "was man einmal postet, bleibt für immer im Netz"?

    Wo kann ich meine (laaange) Liste mit Bildern, Texten, Filmen, Musik hinschicken, die ich seit Jahren nicht mehr im Netz finde?

    Ja, mehr Bewusstsein für den Umgang mit (eigenen, erst recht fremden) Daten ist dringend notwendig. Aber auch dafür, dass die Fantasien der Generation "Das finde ich alles immer im Netz, und zwar bis ans Ende aller Tage, deshalb brauche ich nichts zu sammeln, nichts zu sichern, mir nichts zu merken" nicht der Realität entsprechen.

  13. 35.

    Mein Kommentar soll klarstellen, dass mit der Selbstinzenierung von Frau Toyah Diebel keine emotionale Intelligenz und Sensibilität bei Eltern sowie Erziehungsberechtigten zu erzeugen ist, die erforderlich sind, um die informationelle Selbstbestimmung der Kinder zu respektieren und zu schützen. Davon kann man nämlich im Interview nichts lesen. Dem Grunde nach liegt mMn ein Machtmissbrauch an Kindern vor, die für das "Fishing for Compliments" ihrer Eltern skrupellos benutzt werden. Und, haben sich schon die staatlichen Beauftragten des Bundes und der Länder mit der Problematik befasst, um größeres Unheil zu verhindern?

  14. 34.

    Seid ihr immer noch beim falschen Thema in den Kommentaren? Unfassbar.

    Hat IRGENDJEMAND eine Meinung zum eigentlichen Thema?

  15. 32.

    Die dicken Oberarme sind aber echt! - Und bleiben im Netz.

  16. 31.

    Sie bestimmen nicht für andere Menschen, worauf sie stolz sein können. Zumal Sie es als kinderloser Mensch gar nicht nachvollziehen können, welche Emotionen man als Eltern hat. Weiterhin haben Sie gar keinen authentischen Einblick in die Erziehung, die Eltern heutzutage als Maßstab haben und blenden manisch aus, dass verschiedene Generationen verschiedene psychische Strukturen haben und daher die Sozialisation von Kindern nicht pauschal starr festgelegt werden kann. Weiterhin hat auch dieser Kommentar von Ihnen nicht wirklich etwas mit dem Thema zu tun. Deswegen werde auch ich mich jetzt aus dieser sinnfreien Plänkelei verabschieden. Ich halte es wie W. Shakespeare: "Der Narr hält sich für weise, der Weise aber weiß, dass er ein Narr ist." In dem Sinne...

  17. 30.

    Zum Thema zurück? Gern.
    Der Standpunkt, auf den ich mich von Anfang an bezogen habe, war und ist der, dass Kinder offenbar schon seit geraumer Zeit (nein: nicht alle, immer und überall) zu selbstgerechten Mimosen erzogen werden, denen Verbote und Einschränkungen offenbar sehr zusetzen.
    Und dass zumindest ein Teil des Problems nicht bestünde, wäre dem nicht so.
    Während Sie offenbar Kinder und Jugendliche per se vergöttern, erlaube ich mir einen kritischeren Standpunkt, der Ihre Toleranz wohl sichtlich überfordert.
    Stolz sollten Eltern allenfalls über eine gelungene Erziehung sein. Bieten zur Selbstkritik unfähige Diskussionsverweigerer dazu Anlass?
    Übrigens halte ich es mit Rowan Atkinson: "Das Recht, zu beleidigen, ist sehr viel wichtiger als das Recht, nicht beleidigt zu werden."

  18. 29.

    Andere Menschen zu beleidigen ist keine Meinung, die man akzeptieren muss. Hören Sie doch endlich auf den Moralapostel zu spielen, während Sie sich selber dauernd respektlos verhalten. Haben Sie den Bericht eigentlich gelesen? Dann bitte doch zum Thema zurück. Freitag können Sie ja dann wieder gegen die fff-Schüler Gift und Galle spucken. Danke und Ende. Ich verstehe Eltern schon. Sie sind stolz auf den Nachwuchs, er ist klug und hübsch und wir leben inzwischen nunmal in einer konsumorientierten Welt, da wird präsentiert, was das Zeug hält. Prestige und Statussymbole zu zeigen, das brachten uns die Generationen davor so bei. Das Gefühl aber, dass Fremde mein hilfloses und so verletzbares Kind sehen, bewerten, beurteilen oder beleidigen...das könnte ich nicht ertragen. Viele Promis z.b.echauffieren sich darüber. Über Shitstorms oder Angriffe. Das ist aber der Preis dafür. Dann sollen sie halt offline gehen und alles wird gut. Meine Kinder hatten kein FB und Insta nur für unverfängliche Dinge. Und ihnen ging es sehr gut damit.

Das könnte Sie auch interessieren

Archivbild: Dicht gedrängt sonnen sich Besucher am 04.07.2015 bei Temperaturen um 35 Grad am Ufer Strandbades Wannsee in Berlin. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
dpa/Ralf Hirschberger

Hitze in Berlin und Brandenburg - Heiß, heißer, Mittwoch

Der Dienstag wird in Sachen Hitze eine Art Zwischenstation: deutlich heißer als die rund 30 Grad vom Montag, aber noch keine 40 Grad, wie sie für Mittwoch angekündigt sind. Damit würden langjährige Temperaturrekorde fallen.

ARCHIV - Ein Waldbrand in der Nähe von Jüterbog in Brandenburg am 04.06.2019 (Quelle: dpa/Julian Stähle)
ZB

Waldbrandgefahr in Brandenburg - "Die Situation ist angespannt"

Bis zu 39 Grad soll es in dieser Woche heiß werden, entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr in Brandenburg. Vier Landkreise sind bereits bei der höchsten Stufe 5, weitere werden wohl folgen. Es werden ungute Erinnerungen an das Brand-Jahr 2018 wach.